4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfischen

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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon jpick » 07.03.2017, 10:28

... ist auch interessant (Thema "handgebaut"), wenn hier auch "leicht" OT:

Rutenproduktion in China
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon urs.wehrli » 07.03.2017, 16:39

moma hat geschrieben:Kohlefaser Ruten und Handarbeit... das möchte ich mir genauer anschauen was da alles mit "Handarbeit" gemeint ist...


Tu das, Markus, tu das.

könnte helfen:
https://youtu.be/p47paBQaUJQ

Beste Grüsse Urs
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon drehteufel » 07.03.2017, 17:48

Hallo Julian,

interessantes Thema. Ich bin momentan mit einer ähnlichen Suche beschäftigt, wenn auch eine oder zwei Klassen niedriger.
Bei mir wird es sich wohl zwischen der Orvis Superfine Carbon oder der Sage Circa entscheiden, ganz sicher bin ich noch nicht. Beide sind vom Probewerfen her recht ähnlich, die 2er Sage, welche ich hier hatte, hatte allerdings einen bedauernswert schlechten Kork verbaut, was für mich nicht akzeptabel war.
Meine 4er Zenith, welche ich als allroundige 4er angeschafft habe, macht mir bei der leichten Trocken- und Nymphenfischerei im Nahbereich zu wenig Spaß und lädt sich bei kurzer Schnur nicht optimal auf.
Probiere auf jeden Fall auch eine Medium- bzw. Slow-Aktion aus, vielleicht ist das für Dich ein Aha-Erlebnis. Auf kurze Distanz ist das sicher nicht verkehrt.
Die weiter oben genannte Wychwood habe ich als 3er in 11ft zum Nymphenfischen, schöne Rute für den Preis. Eine kürzere 2er und 3er, die ich im direkten Vergleich zur Superfine Carbon geworfen habe, kamen nicht ganz an diese heran, kosten aber eben auch nur ein Drittel.
Wenn Du 500 Euro ausgeben kannst, wirst Du das sicher auch tun. Ggf. kannst Du ja im Blindtest feststellen, ob Du den Unterschied zwischen einer 150 Euro-Rute und einer 500 Euro-Rute erfühlst. :wink:

Gruß,
Marco
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon moma » 07.03.2017, 23:41

CPE hat geschrieben:
moma hat geschrieben:das möchte ich mir genauer anschauen was da alles mit "Handarbeit" gemeint ist...


Hallo Moma,

Thomas & Thomas macht das z.B. so: https://youtu.be/U9CdLg209_4

Cheers, Norbert


urs.wehrli hat geschrieben:
moma hat geschrieben:Kohlefaser Ruten und Handarbeit... das möchte ich mir genauer anschauen was da alles mit "Handarbeit" gemeint ist...


Tu das, Markus, tu das.

könnte helfen:
https://youtu.be/p47paBQaUJQ

Beste Grüsse Urs



Eben, ich weiß, diese Produktion besteht aus automatisierten Arbeitdsprozessen bei denen keine besondere handwerkliche oder "künstlerische" Fähigkeit gefragt sind... Diese manuelle Bedienung der Maschienen gibt mir keine Garantie von höherer Qualität oder besserer Optik. Auf diese Art der "Handarbeit" kann ich gerne verzichten.
So ähnlich machen es eben die Chinesen, oder die Koreaner mit etwas weniger "Handarbeit"...

Thomas & Thoman und Burkheimer sind sicher sehr gute Ruten, will ich gar nicht abstreiten. ich finde sie aber altmodisch im design und der Preis täuscht einen Mehrwert vor, der nicht die entscheidende Rechtfertigung gibt um das vierfache bis Sechsfache als andere gute Produzenten zu verlangen.

In der Zwischenzeit gibt es Produzenden die an hervorragendem Material herankommen die Produktion rationalisieren und wenig für Werbung ausgeben. Das ist oft ein entscheidender Punkt.

Ich finde es hier halt nicht sehr angebracht so teure Ruten zu empfehlen. Das ist leicht wenn man Knete hat... Tolle Produkte zu fairen Preisen zu finden, das ist schwieriger.

Ich wollte nur eine für mich "günstige Top-Rute" empfehlen... das ist alles. Jeder kann dann soviel ausgeben wie er kann oder will...

LG
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon moma » 08.03.2017, 08:49

Die von mir empfohlene Wychwood River & Stream ist von der Aktion her der Orvis Superfine Carbon sehr ähnlich... Auch das Gewicht geht in der Richtung. Die Optik ist natürlich eine andere. Mein persönlicher Geschmack geht aber eindeutig in Richtung Wychwood. Weil ich beide Ruten kenne, hätte ich persönlich keine Zweifel...



drehteufel hat geschrieben: Ggf. kannst Du ja im Blindtest feststellen, ob Du den Unterschied zwischen einer 150 Euro-Rute und einer 500 Euro-Rute erfühlst. :wink:

Gruß,
Marco

Lieber Marco, das glaube ich persönlich (in diesem Fall) Kaum... :D

LG
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon urs.wehrli » 08.03.2017, 11:49

@Moma: was genau verstehst Du denn unter dem Begriff "Handarbeit"? Wenn ich Dich richtig deute, lässt Du darunter nur die Herstellung einer gespliessten Rute, vom Blank bis zur letzten Wicklung gelten, richtig?

Falls ja, bin ich nicht mit Dir einverstanden, denn auch bei der Herstellung eines gespliessten Blanks werden grundsätzlich automatisierte Arbeitsprozesse, bei denen keine besondere künstlerische Fähigkeiten gefragt sind, eingesetzt. Jedenfalls bei der Massenproduktion dieser Blanks.

Ich kann mir vorstellen, dass wenn ich mir selbst einen Kohlefaserblank herstellen will, der notabene auch noch was taugt (inkl. Prototyping, etc), ich dann nicht vor weniger Herausforderungen stehe, als wenn ich mir einen Blank aus Bambus herstellen möchte. Muss aber ehrlich sagen, dass ich mich hier auf sehr dünnem Eis bewege, da ich in beiden Angelegenheiten keine Erfahrung habe.

Habe ich jedoch einen fertigen Blank, ob aus Carbon oder aus Bambus, zum Aufbau einer Rute auf der Wickelbank, dann sehe ich kaum einen Unterschied: bei beiden Blanks habe ich unbegrenzte künstlerische Freiheiten und kann meine handwerklichen Geschicke ausleben wie ich will und kann. Und da geb Dir recht: das geht dem Chinesischen Fabrik Arbeiter genau gleich wie dem hochgelobten und virtuosen Rutenbauer oder mir privat zu Hause. Da stehen wir alle vor den selben Herausforderungen. Entweder machen wir was draus, oder wir stellen 0815-Produkte her, die ausschauen, wie die meisten anderen Ruten.

Man kann auch für wenig Geld richtig gute Blanks kaufen (TFO BVK, Wychwood kenn ich nicht). Dann ersetzt man unter Umständen halt nach 1-2 Jahren intensiven Fischens den Kork, verbaut einen besseren Rollenhalter, kauft sich noch ein Rutenrohr, etc.

Ist wie bei einem Autokauf: entweder entscheidet man sich für was Zweckmässiges oder man belohnt sich mit einem Schmuckstück, was vielleicht nicht ganz so vernünftig ist. In meinen Augen hat jede Rute über 400 Euro den reinen Charakter der Zweckmässigkeit verloren.

Beste Grüsse Urs
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon moma » 08.03.2017, 13:41

Lieber Urs,

wir brauchen nicht so tun als wären die Chinesen od. Koreaner (die auf Genauigkeit und Leistung gedrillt werden) nicht fähig ein Produkt mit Können und Feingefühl zu entwicheln... Das gilt natürlich auch in der Entwicklung der Kohlefaserruten. Sie beliefern ja namhafte Firmen in aller Welt. An gespliessten Ruten hab ich gar nicht gedacht... Da haben einige mit der Handarbeit als Mehrwert argumentiert... und ich fragte mich wo dieser Mehrwert ist, der solche Preise rechtfertigt... ich glaube die Frage ist mehr als gerechtfertigt.

Habe hier im Forum oft die Preispolitik der amerikanischen (und nicht nur) Produzenten kritisiert... das ist nichts Neues, und bin lange nicht der Einzige.

Und ja Urs ich sehe meine "günstigen" Ruten "fast" alle als Schmuckstücke... v.a. die Wychwood ist für den Preis ein Juwel. Reparaturen hatte ich seit 18 Jahren noch keine an meinen vielgefischten Ruten... Dass man den Kork od. den Rollenhalter ersetzen muss, das höhre ich zum ersten mal...

Ich glaube wir kommen vom Thema ab... so helfen wir den jungen Julian kaum weiter...

Er wird sich wahrscheinlich eh ganz frei für seine Bedürfnisse entscheiden. Für ihn wird die Entscheidung dann hoffentlich richtig und gut sein.
Ich wäre froh wenn er uns dann mitteilt für welche er sich entschieden hat.

LG
Markus
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon Magellan » 08.03.2017, 15:14

moma hat geschrieben:Dass man den Kork od. den Rollenhalter ersetzen muss, das höhre ich zum ersten mal...


Eine interesante Richtung hat der Ausgangspost vom Julian angenommen.

Und ich kann nur bestätigen das „Stangenware“ von welchen Herstellern auch immer, hinsichtlich der Qualität bei Intensivgebauch eher früher als später nicht mehr zu gebrauchen sind.

Da die (angesprochene(n) ) hochpreisige(n) ) Ruten mit entsprechend wertigen Komponenten wie Kork, Rollenhalter etc.pp aufgebaut sind, werden sie länger halten. Und warum sollte eine solche Rute nur dem entgegenkommen dessen Fischtouren Expeditionscharakter vorweisen?

Julian, mit dem von dir angesprochenen Budget und hier gegebenen Empfehlungen, wirst du dir eine ordentliche Combo zulegen können. Und für 150 Tacken legst du dir eben noch eine back up Rute zu!

Gruss
Heiko
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon moma » 08.03.2017, 18:06

Magellan hat geschrieben:Und ich kann nur bestätigen das „Stangenware“ von welchen Herstellern auch immer, hinsichtlich der Qualität bei Intensivgebauch eher früher als später nicht mehr zu gebrauchen sind.


Ich hab eindeutig andere Erfahrungen gemacht... wer aufmerksam sucht und gut wählt spart viel Geld un bekommt dabei die gleiche oder sogar bessere Qualität als bei der bekannten Propagandaware...
Die erwähnte 150 € Rute hat eindeutig nicht die Eigenschaften einer Mittelmäßigen ReserveRute :D ... aber bitte, jeder soll sein (Aber-)Glaube und die eigene Freiheit beibehalten.

Ich hab das Glück Händler und Kollegen zu kennen bei denen ich viele Ruten betrachten, probieren durfte und immer wieder probieren darf (Sage, Orvis, T&T, Loomis, Hardy, Scott, Greys...). Meine bescheidene Erfahrung dabei war und ist immer wieder erhellend. Alles was über 300 - 400 € geht ist manchmal oder eher oft zu hinterfragen.

Es ist immer wieder interessant wie einige hier sich fast angegriffen fühlen und versuchen ihre hohen Ausgaben zu rechtfertigen, wenn man mit fairen Produkten kommt und die Preise mancher Produzenten in Frage stellt... Oft argumentiert man mit einem Mehrwert das eher auf wackeligen Füßen steht...

Ich sage nur: Ruhe bewahren und glücklich sein mit dem was ihr fischt :D

Julian wird dann eh frei und für sich "wahrscheinlich" richtig entscheiden.

grüße
Markus
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon drehteufel » 08.03.2017, 21:37

Hallo Markus,

einmal möchte ich mich noch zu Deinem letzten Beitrag äußern:
Im Grunde ist es doch vollkommen egal, ob jemand 100 Euro oder 1000 Euro für sein Equipment ausgibt. Fischen kann man mit beidem.
Ich sehe dennoch nichts Falsches daran, 1000 Euro für etwas auszugeben, wenn es MIR das, aus welchen Gründen auch immer, wert ist. Auch wenn es auf dem Markt etwas gibt, was für 100 Euro den gleichen Zweck erfüllt. Vielleicht erfüllt es mich mit Zufriedenheit, mit einer Orvis, Sage, Scott oder was auch immer zu fischen.
Der TE wollte bzgl. seines Budgets nicht missioniert werden. Der Eindruck entsteht aber leider, zumindest bei mir und der Thread läuft mittlerweile etwas am eigentlichen Thema vorbei. Viel Resonanz der anderen User kommt auch nicht mehr.
Du hast Deine Meinung zu hochpreisigem Tackle des öfteren in anderen Bereichen geäußert. Wenn Du die Ausrüstung mit dem besten P/L-Verhältnis für Dich gefunden hast, ist es doch perfekt.
Andere möchten/müssen/wollen/können sich in anderen Preisregionen bewegen...zum Glück darf das jeder für sich selbst entscheiden.

Gruß,
Marco

PS: Ich fühle mich ausdrücklich nicht angegriffen.
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon moma » 08.03.2017, 22:55

Hallo Marco,
hab ja selber geschrieben, dass man hier vom Thema wegkommt und, dass jeder frei entscheiden darf.
Will nicht missionieren... ich finde es nur nicht korrekt, dass man hier bei einem schon hohen zur Verfügung stehenden Budget, versucht einem jungen Fischer eine 1000 € Rute "anzudrehen"...

Ach ja das werde ich hier im Forum noch oft tun... Keine Sorge, ich komme wieder :D
Hier im Forum gibt es eher viele "Missionare" der Luxus-Marken...Garantie, Qualität, ...bla bla...
Wenn wir uns ehrlich sind können auch die besten Sage oder Orvis Ruten, nach 10 -15 Jahren mit keiner aktuellen mittelmäßigen Rute mehr mithalten. In sachen Gewicht und Material sind sie ebenfalls veraltert. Da nutzen die beste Garantie und auch die 1000 € nichts... Die Entwicklung geht auch bei den günstigen Ruten weiter (vielleicht mit 1-3 Jahre Verspätung) und das Material ermüdet im gleichen Maße... Da erzählt mir inzwischen niemand mehr irgend welche Geschichten.

Das war voraussichtlich mein letzter Kommentar hier.

Dem Julian wünsche ich eine Wahl die ihn glücklich macht und viele schöne Stunden am Wasser.

LG
Markus
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon Trockenfliege » 08.03.2017, 23:36

Markus, ich teile deine Meinung bezüglich guter oder sehr guter Ruten im günstigeren Bereich, aber was du über die 10-15 Jahre alten Ruten schreibst, stimmt nicht!
Ich fische seit 37 Jahren mit der Fliege und bin schon ein bisschen :mrgreen: tacklefeteschist. Ich besitzte/besaß nicht nur etliche Fliegenruten aller Generationen sondern auch aller Preisklassen.
Daher kann ich sagen: Viele ältere Ruten brauchen sich überhaupt nicht hinter aktuellen Modellen zu verstecken.
- Sage RPL+ 9`5 versus VXP 9`5 : Ich konnte beide Ruten direkt vergleichen. Die waren würde ich sagen identisch. Wenn ich es nicht an der Optik erkannt hätte, hätte ich nicht gewusst, welche Rute ich gerade werfe. Zwischen den beiden liegen ca. 15 Jahre.
- Loomis IMX von ca. 1992. Eine mittelschnelle Rute, wie es heute noch viele ähnliche gibt, aber ich habe noch keine gefunden, die sie mir ersetzen konnte. :D
- Fenwick HMG 7,5`5 von 1980. Auch mittelschnell und kann problemlos mit heutigen Ruten in diesem Bereich mithalten.
- Sage RPL 9`7, von 1990. Bis zu ihrem Bruch vor 5 Jahren intensiv gefischt. Eine schnelle Rute, die ich durch eine seeehr ähnliche CTS Affinity X
ersetzt habe - das sind gerade mal 25 Jahre zwischen den beiden Ruten.( die Ruten der RPL Serie fielen sehr unterschiedlich aus, ich hatte 4, die 7er war mit Abstand die schnellste)
- Sportex Kohle/Kev 8` 6er eine Rute mit excellenten(Weit) Wurfeigenschaften aber ohne ein Prügel zu sein - die ist von ca. 1985

Allenfalls im sehr schnellen Bereich gibt es heute neue taper, die es früher nicht gab, aber im mittelschnellen oder moderaten Bereich hat sich nicht so viel verändert. Es gibt immer was "Neues"( die Händler wollen ja verkaufen) aber wirklich aufsehenerregendes Neues habe ich nur im superschnellen Bereich der Weitwurfruten entdeckt - zum Fischen (feine Vorfächer) sind die aber widerum weniger geeignet.

Selbst die blankgewichte haben sich zB bei Sage kaum / garnicht geändert, die blanks der ach so leichten One sind genauso schwer wie viele Serien vor ihr.
Vielleicht wurde früher auch mehr auf die Fischbarkeit / Spaßfaktor Rücksicht genommen, bzw. war die Nachfrage nach harten Weitwurfruten viel geringer.

Was deutlich besser geworden ist, sind die sehr guten Ruten im eher günstigen Bereich, die gab es früher kaum, aber ansonsten sollte man sich von den immer tolleren "Neuheiten" nicht so sehr beeindrucken lassen.

LGruß
Reinhard
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon moma » 09.03.2017, 10:12

Hallo Reinhard,

ich wollte eigentlich nicht mehr schreiben, aber ja irgendwie hast du recht.
Ich besitze inzwischen 12 Ruten nur für Bach und See... lasse mir eben auch immer wieder was schönes zukommen, und habe jetzt Ruten für jede art von Forellen- und Äschengewässer.... Manchmal nehme ich trotzdem meine erste Rute her (irgendwie meine erste Liebe...), diese zahlte ich vor fast 20 Jahren umgerechnet 50 €... Sie macht ihren Job noch perfekt. Der Blank hat noch eine perfekte Spannung und leistet tolle Arbeit bei Wurf und Drill, der Griff ist zwar "speckig" aber sicher noch lange nicht auszutauschen (wie hier behauptet wurde), die Ringe sind noch perfekt... verblüffend :wink: ... das Gewicht? ja da sind schon ein paar Gramm mehr als bei meinen Neuen... :D
Das ist wie bei uns Menschen... ob wir uns schön oder schlecht kleiden, Goldschmuck oder Silberschmuck tragen... Äußerlichkeiten verlängern uns nicht das Leben. Die Frage ist nur wie wir uns zeigen und leben wollen... :wink: Da ist natürlich JEDER FREI... hab nie was anderes behauptet.

Ja und der Qualitätsunterschied zwischen den günstigen und den teuren Ruten schwindet, Jahr für Jahr... Die Orvis z.B. macht noch schönere Transportrohre, die kosten halt Einiges :D


LG
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon dr-d » 09.03.2017, 10:56

hallo ,

seit sage xp, loomis glx und scott g m.e. eigentlich nicht viel neues.

quantitativ vielleicht 10% :- manchmal besseres swing-weight und leichter durch neue Materialien
- bessere bruchfestigkeit dto.
-die kohlefasermodulationen und -modifikationen dienten/diesen m.e. vorwiegend merkantilen gründen

die restlchen 90% blieben weitestgehend gleich - da bin ich mit einigen vorrednern d`accord.

das ist aber nur die kopfseite - es ist doch immer wieder schön, "neue" produkte zumindest zutesten.... :D

weiterhin viel spass


thomas
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Re: 4er Rute und Rolle für leichtes Nymphen- und Trockenfisc

Beitragvon Hans. » 09.03.2017, 12:02

Hallo,

In amerikanischen Fliegenfischer Foren redet man ganz entspannt nur über die Rute(nklasse) um die es von der Fragestellung her geht. Anderes habe ich bisher nicht erlebt.

Das war in diesem Forum noch nie möglich. Hier es ist seit Jahr und Tag gute Sitte sofort z.B. auf preisgünstige Ruten hinzuweisen, wenn die Sprache auf teurere Ruten kommt. Mit dem üblichen Anhang über Marketing, Qualität, Fischbarkeit, etc. etc. etc..... Sicherlich eine typisch deutsche Eigenschaft. Aber das macht es manchmal etwas anstrengend. Und langweilig. So auch hier.

Gruß,
Hans
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