Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler".

Moderatoren: Maggov, webwood, Forstie, Olaf Kurth, Matthias M., Michael., Kurt Zumbrunn

Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon MS-Speycaster » 07.03.2017, 11:25

Hallo liebe Fliegenfischer,

ich habe zu Anfang gleich mehrere Fragen an die fachkundigen Fliegenfischer zum Thema Switch-Ruten und Skagit-Schussköpfe.

Ich selbst habe bereits etwas Erfahrung im Umgang mit Zweihandruten (DH) und Spey-Schnüren.

Nun möchte ich mir eine geeignete Switchrute für die Forellen - und Meerforellenfischerei und auch für die Hechtfischerei an heimischen Gewässern zulegen. Da ich noch keine Erfahrung mit kurzen Switchruten und Skagit habe, kommen bei mir folgende Fragen auf.

1. Welche Switchrute für die Forellen- und Meerforellenfischerei, welche für die Hechtfischerei, Rutenklasse, Rutenlänge?
Ideal wäre natürlich ein Gerät das für beide Varianten verwendet werden kann.

2. Welcher Schusskopf passt auf welche Rute, Gewicht , Länge, Skagit oder Vollschnur, welche Runningline?

3. Welche Fliegenrolle Klasse, Schnurkapazität?

Hat jemand Erfahrung mit Switchruten und kurzen Schussköpfen, oder einen Tipp an wen ich mich wenden kann, bezüglich Geräteauslegung.

Vielen Dank im Voraus.

Gruß Michael
Gruß Michael
MS-Speycaster
 
Beiträge: 4
Registriert: 10.02.2017, 12:38
"Danke" gegeben: 1 mal
"Danke" bekommen: 0 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon RobJed » 28.03.2017, 20:41

Hallo Leute,
ich weiß nicht ob ich hier helfen kann, da ich selbst absoluter Anfänger mit der Zweihandrute bin, aber ich kenne jemand der mir sehr geholfen hat. Wir waren im Sommer 2016 in Schweden beim Forellenfischen und gerade im waldreichen Süden (Smaland) bin ich fast wahnsinnig geworden da nahezu immer der Platz zum Rückschwung gefehlt hat. Im Herbst hat mich ein Freund dann auf den Begriff „Skagit“ gebracht und der schien die Lösung für dieses Problem zu sein. Daraufhin habe ich versucht mich im Internet schlau zu machen und mich sehr bald in der Begriffsvielfalt von Schussköpfen, Sink-Tips, Running Lines usw. verheddert.

Die Lösung brachte dann Karl-Friedrich Tappe der den Online-Shop http://www.kft-flyfishing.de betreibt. Ich hatte mir bereits eine Kombination „zurechtgedacht“, wollte aber noch einmal nachfragen, ob die Komponenten wirklich zusammenpassen und wurde dann von Herrn Tappe sehr geduldig beraten:

Er hat mir meine ursprüngliche Kombo ausgeredet mit der (wie ich inzwischen weiß) gar nicht glücklich geworden wäre. Er hat mir dann nicht das verkauft, was ich ursprünglich wollte, sondern das was ich tatsächlich gebraucht habe. Herr Tappe bietet sehr gut abgestimmte Komplett-Sets an (die noch modifiziert werden können) und das Set MiniSpey Skagit Set #8/9; Länge 11,6 Fuss "RTG" war genau das was ich in Bayern an der Donau zum Hechtfischen und in Schweden auf große Forellen brauche. (Letzten Sommer hatten die Forellen Gewichte zwischen 1.5 und 3,5 kg ->http://www.harasjomalafiskecamp.com/). Richtig begeistert war ich von der Qualität der Rolle, die mit einer komplett gekapselten Scheibenbremse und salzwasserfester Ausführung glänzt. (In Bayern drille ich mit dem Zeigefinger, nach der 20-Meter-Flucht der ersten großen Forelle habe ich mir den ordentlich verbrannt, und musste die Schur loslassen, auch eine neue Erfahrung ;-))

Meine ersten Wurfversuche habe ich in der Donau gemacht (jedes andere Wasser war noch zugefroren) und kam nach wenigen Versuchen auf ca. 20 m Wurfweite. Um die Bremse zu testen haben wir den Hütehund meines Freundes am Sink-Tip befestigt und dann Stöckchen geworfen. Von der Bremse der Rolle war ich dann so begeistert, dass ich mir inzwischen noch eine zweite gekauft habe.

Ich freue mich schon unglaublich auf den nächsten Schweden-Urlaub. Die Fähre Kiel-Göteburg haben wir letzte Woche gebucht. Ziel ist Tännäs.

VG
Robert
RobJed
 
Beiträge: 1
Registriert: 21.02.2017, 10:31
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 0 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon ulven » 28.03.2017, 22:52

Hallo Michael,
zum Thema Switch gehen die Meinungen auseinander (wie du aus anderen Beiträgen sicher über die Suchfunktion rausgefunden hast ...)
Der oben genannte Link dekkt sich bezüglich Informationen zur Schnurwahl (Tabelle) mit meiner Erfahrung (Händler oder genannte Ruten kenne ich jedoch nicht)
Hinsichtlich der Länge der Rute finde ich aber die genannten 11'6" an der absoluten Obergrenze für noch erträgliche Einhandfischerei / lieber etwas kürzer für Einhand aber angenehm für leichte 2 Hand (aber die Länge der Rute ist genau die Crux / die Wahrheit liegt wohl irgendwo zwischen 10" und 11'6" je nach gusto)
Bei einem Wurfgewicht von zB 18 gramm kann man "normale" wf Schnüre oder SK für Hechte finden oder eben 2Hand köpfe im scandi Style oder Scagit (dann ca 21gramm) für "leichtes" Forellen2Hand, es gibt ja auch spezielle SwitchSchnüre (hab ich aber keine Erfahrung)
Zur Rolle würde ich ca. Aftma Klasse 7-9 (Einhand) empfehlen / entweder mit Wechselspule oder gleich 2 Rollen
Persönlich hab ich einiges an Switch-Ruten getestet (Orvis, Guideline, Zpey) / zum Fischen verwende ich aber wieder EH oder leichte 2 Hand / letztere aber um so lieber und das zufälligerweise in 11'6"....
Gruss Max
ulven
 
Beiträge: 40
Registriert: 26.11.2013, 14:14
"Danke" gegeben: 2 mal
"Danke" bekommen: 3 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon orkdaling » 29.03.2017, 09:00

Moin moin,
die meinungen zur Switch gehen deshalb auseinander weil der eine Hersteller nach EH und der Andere nach DH klassifiziert.
Ist aber Wurst, die Schnur (Gewicht/Længe) muss zum WG der Rute passen.
Und genauso sehe ich das mit der Schnur, abgesehen von manchen Preistreibern, kannst du eigentlich alles kaufen was auf dem Markt.
Sie muss einfach dazu passen egal wie sie heisst. Wichtig sind dabei Gewicht zur Rute und Profil zum Einsatzgebiet.
Schau dir mal die Profile der Schnuere an. Eine kurze keule wird bei WF gern genutzt um Gegen den Wind und grøssere Fliegen zu werfen.
Eine lange duenn auslaufende WF Schnur ist besser zum Ablegen und gut fuer Præzisionswuerfe.
Und eine Switch mit kurzem Skagit ist was zum "feuern" aber eine lange Speyline ist super fuer Unterhandwuerfe (Rollen)
Schau dir mal das Profil von Skagit und Speyline bzw langen Køpfen an, da siehst du das das Gewicht auf der "anderen seite" liegt.
Darum rollt ein lang auslaufender Schusskopf mit Gewicht im hinterem Teil super uebers Wasser und wenn die Schnurklasse zur Fliegengrøsse/gewicht passt kannst damit am Forellenbach aber auch auf Hecht oder Lachs fischen.
Man hørt ja oft das die Schnur zur Rute passen muss, absolut richtg - wurftechnisch gesehen.
Aber eigentlich muss die Schnur zur Fliege/Fischart und das Profil zum Verwendungszweck passen und danach wæhlt man die Rute aus.
Ja und was ist eigentlich eine Switch? Fuer mich! sind Runten um 12 bis 12,6 kleine DH also Zweihænder,
Ruten um 11 bis 11,6 sind fuer mich Switch weil ich sie als EH und DH einsetzen kann so wie es die Bedingungen erfordern.
Und so kann ich am zugewachsenen Bach (Tunnel) rollen und am næchsten Platz wieder ueberkopf werfen.
Und zur Frage Forelle und Hecht. Das sind nicht nur 2 paar Schuhe. Schon beim Hechtfischen wirst du Meinungen finden die von 8 bis 10 tendieren.
Forelle und Fluss - welche Bedingungen vor Ort (Breite, Bæume, usw) da kann es eine 10"4# sein aber auch 11,6" 6#.
Um da einen Rat zu geben muesste man mehr Infos haben bzw das Gewæsser kennen.
Lies noch ein paar Gerætetests und schau mal nach æhnlichen Beitrægen, also erst mal belesen und dann genau formulieren was du fuer Tipps brauchst.
Gruss Hendrik
orkdaling
 
Beiträge: 1730
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
"Danke" gegeben: 131 mal
"Danke" bekommen: 331 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon Dietmar0671 » 29.03.2017, 10:59

Hallo...

...mal ganz von der Länge der Rute abgesehen, 11.6' ist für mich Zweihand, 10'-10,6 ist für mich Switch, geht meine Frage in die Richtung: Warum Skagit!

Skagit ist auch ein "Rutenzerstörer" wenn man die falschen Casts macht...z.B. Spey Cast. D.H. wenn man zu schnell ist. Und Du bist, wie Du schreibst, Anfänger. Würde ich keinem Anfänger empfehlen...ich meine Skagit.

Was spricht gegen Scandi Schussköpfe?...z.b. die Rage von Airflo, und als Rute die Shakespeare Oracle EXP Switch. Plus eine Rolle und Kopf, Polyleader von Airflo, Tippetmaterial von Gangrou (bei Bode)...günstiger für den Anfang..und gut...und erprobt! Schnüre die niemand kennt haben keine Fürsprecher. Wie auch?

Gruß

Dietmar
Ich bin in 5 Minuten wieder zurück, gehe fischen, unbedingt alle 5 Minuten neu lesen
Benutzeravatar
Dietmar0671
 
Beiträge: 1030
Registriert: 08.07.2010, 14:25
Wohnort: 55546 Hackenheim
"Danke" gegeben: 64 mal
"Danke" bekommen: 142 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon fly fish one » 29.03.2017, 11:33

Lieber Michael,

sehe ich wie Dietmar! Warum in alles in der Welt für eine kurze 2H oder Switch in Deinem angepeilten Terrain und eher etwas leichter unterwegs, ein Skagit Kopf??? Macht für mich keinen Sinn. Die schlagen doch ein wie die berühmte Faßbombe an der Möhnetalsperre. Wenn es Dir um verschiedene Tiefen geht, sind die verschiedenen Polyleader an "normalen" Schußköpfen auch sehr gut geeignet. Ich persönlich favorisiere die Rio Scandi Versi Tip Kombos. Die gibt es als Short und normale Version. Alles zusammen auf Spitzenlevel für umme 140 Euro finde ich einen absolut fairen Preis. Ich würde auch keine Vollschnur nehmen, die leichte Wechselei ist doch gerade das geniale an den Schußköpfen. Vollschnur oder richtige Speyline würde ich auf einer Zweitspule/Rolle ins Auge fassen. Aber eine Speyline an einer kurzen Rute??? So ganz grundsätzlich noch betrachtet. Hast Du Dir mal überlegt, welch gigantisch langen Köpfe so eine Speyline hat? Du hast da sicher locker 15 Meter Leine im D-Loop und dafür brauchst Du eine richtige 2H mit über 13 Füßen. Ansonsten wird das sicher ein echter Krampf. Ich habe mir das mal durchgerechnet und musste feststellen das meine 13,6" 2H schon gut beschäftigt ist und nur das Einwaten bis an die Nippel die Sache schon schwierig macht oder einen Rückraum von locker 5 Meter erfordert!

Und wenn ich ein wenig Kritik äußern darf, der Turbolachsheini Hendrik merkte es zu Recht an, recherchiere noch ein wenig mehr und dann schlägst Du mit ganz konkreten Fakten (auch des Gewässers) hier auf.

Dein Frank
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
fly fish one
 
Beiträge: 613
Registriert: 11.09.2016, 11:08
"Danke" gegeben: 100 mal
"Danke" bekommen: 81 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon Thomas E. » 29.03.2017, 19:25

fly fish one hat geschrieben:ein Skagit Kopf??? Die schlagen doch ein wie die berühmte Faßbombe an der Möhnetalsperre.


Hi,

generell kann man das so nicht sagen. :wink:

Die T- Tips dafür sind ja level, damit sie in sinkender Variante schnell auf Tiefe gehen und sich gr. "Fliegen" werfen lassen.
Es gibt sie auch in schwimmend oder teil- sinkend, die landen entsprechend sanfter.

Polyleader in versch. Dichte kann man natürlich auch vorschalten, die sinken wegen der Verjüngung nach vorn jedoch langsamer.



@Dietmar
Hast Du die Erfahrung gemacht, das Skagit- SH's Ruten "zerstören" ?

Ich habe das nie beobachten können, auch bei absoluten Beginnern nicht.
Eigentlich wurden diese Heads auch entwickelt, wie die neuen Micro- Skagit Heads (z.B. von OPST), um es nicht so geübten FF leichter zu machen.
Fest steht aber, das man mit denen sehr wenig Rückraum braucht, das kann ggf. mal ein Vorteil sein. :lol:

Was aber Michael wohl möchte... eine Switchrute plus SH für die Forellen - und Meerforellenfischerei und noch für die Hechtfischerei....das geht sowieso nicht !
Gruß
Thomas Ellerbrock
Benutzeravatar
Thomas E.
 
Beiträge: 820
Registriert: 16.12.2009, 21:26
Wohnort: Hamburg
"Danke" gegeben: 16 mal
"Danke" bekommen: 112 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon fly fish one » 29.03.2017, 22:10

Lieber Thomas,
bevor ich jetzt ganz auf's Glatteis renne: Das geht mit bestimmten Klassen und Skagit Köpfen sicher auch sanfter. Nur ich denke immer an die Forellekes, wo ich bei dem Gedanken an Schußköppe im Allgemeinen und mit Skagit im Besonderen, wenn die Burschen nicht wirklich tief stehen, immer ein wenig zucke. Ich selber habe einen sehr leichten Scandi Short am Wickel, nach 2H Klassifizierung eine #4 und müsste um die 17 Gramm schwer sein. Der scheppert aber schon richtig ins Wasser und befördert ziemlich grosse Fliegen. Aber das führt auf Deinen Schlußsatz, dass Michael die ganzen Kombinationen nicht mit einer Leine abdecken kann. Die Switchrute ist sicher keine schlechte Idee so im Grundsatz für seine Ziele, aber dann nur mit verschiedenen Leinen, je nach Zielfisch und Fliege.

Dein Frank
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
fly fish one
 
Beiträge: 613
Registriert: 11.09.2016, 11:08
"Danke" gegeben: 100 mal
"Danke" bekommen: 81 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon orkdaling » 30.03.2017, 08:12

Moin moin,
also ich bin ja kein bekennender Plumsfischer, sehe auch øfter jammernde Skagitwerfer mit hochpreisigen Modellen aus der "S" Serie am Laksfluss.
(irgendwann scheinen gerade die immer duenner werdenden und schnelleren Spitzen ueberfordert zu sein, vielleicht Materialermuedung oder die laufenden Litfassæulen sind einfach ungeschickte werfer)
Micro Skagit ist fuer mich sowas wie eine Spinnstange, aber so hat eben jeder seine Vorstellungen.
Ach ja, auch im Fjord sind es mind 12" Vorfach, genau wie im Fluss, und wenns Wasser klar und flach ist oder ich im Sommer in Tangbuchten bin muessen es 15" Vorfach sein
oder es werden nur kleine Forellchen.
Und zur Switch nochmal, hab da ja ein paar die sowohl am kleinem Bach mit wenig Rueckraum und an der grossen Orkla bei Niedrigwasser zum Einsatz kommen.
Von Klasse 6 bis 9, also sowohl WF Schur #6,7 und 8 oder SK 8 und 9 am Lachsfluss, dazu meine 11 und 11,6" Ruten.
Alle dieser Støckchen haben "ihr" Einsatzgebiet und mit allen von denen bin ich in der Lage uebern Fluss zu werfen, also 20+.
Wenn es anders wære wuerde ich Blechfischer werden wollen.
Gruss Hendrik
orkdaling
 
Beiträge: 1730
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
"Danke" gegeben: 131 mal
"Danke" bekommen: 331 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon Dietmar0671 » 30.03.2017, 08:15

Hallo Thomas,

diesen Hinweis bezüglich "Bruch" habe ich von einem bekannten Instruktor, den Du sicher auch kennst...ein absoluter Zweihandprofi.

Ich denke es ist nicht nur der SH sondern auch die Geschwindigkeit. Ich habe gelernt das man den Cast mit Skagit deutlich langsamer vollführt als mit Scandi.

Nochmals zurück zu den Ausgangsfragen; wie Hendrik bereits schrieb sind die Diskussionen bezüglich Hecht kontrovers. Ich habe im unteren Kaitum Järve in schwedisch Lappland "zufällig" einen Hecht mit 12 kg gehakt...und war froh das ich eine 10er Rute hatte weil ich die Hechtdame hoch pumpen musste.

Dennoch tendiere ich eher zu einer 8er Rute.

ABER!!! Eine 8/9 Rute auf Forelle??? Das ist mit Kanonen auf Spatzen schießen.

Mit einer #8er Zweihand fischte ich auf Feuerland auf Meerforellen (19 Pfund hatte meine Schwerste), die dort bis zu 25 Pfund und mehr abwachsen! Und die Guides dort hielten unsere 8er Ruten schon als "überdimensioniert".

Eine 4/5er Switch (Zweihandklassifizierung) halte ich für "europäische" Forellen in Fluß und See als ausreichend. (Nicht Meerforellen)

Nicht umsonst haben Rutenhersteller Speyruten für Forellen bis runter in #2 entwickelt.

Just my cents.

Viele Grüße

Dietmar
Ich bin in 5 Minuten wieder zurück, gehe fischen, unbedingt alle 5 Minuten neu lesen
Benutzeravatar
Dietmar0671
 
Beiträge: 1030
Registriert: 08.07.2010, 14:25
Wohnort: 55546 Hackenheim
"Danke" gegeben: 64 mal
"Danke" bekommen: 142 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon Thomas E. » 30.03.2017, 09:57

Dietmar0671 hat geschrieben:Hallo Thomas,

diesen Hinweis bezüglich "Bruch" habe ich von einem bekannten Instruktor, den Du sicher auch kennst...ein absoluter Zweihandprofi.

Ich denke es ist nicht nur der SH sondern auch die Geschwindigkeit. Ich habe gelernt das man den Cast mit Skagit deutlich langsamer vollführt als mit Scandi.


Moin Dietmar,

wenn es "der" ist...er hasst ja Skagit, wie er mir sagte. :lol:
Darum habe ich diesen Part mal übernommen....und er hat Scandi/ Spey vorgeführt.

Ich halte Skagit SH's mit den level Tips für eine Bereicherung in bestimmten Situationen.
Ja, schön langsam geht es in die D- Form, damit das "Widerlager" (der T- Tip) nicht vorzeitig verloren geht. :wink:


Werfen mit der Zweihand tue ich natürlich am liebsten Spey lines. :D
Oder eben Scandi, um bei weniger Platz auch variabler zu sein.
Gruß
Thomas Ellerbrock
Benutzeravatar
Thomas E.
 
Beiträge: 820
Registriert: 16.12.2009, 21:26
Wohnort: Hamburg
"Danke" gegeben: 16 mal
"Danke" bekommen: 112 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon Dietmar0671 » 30.03.2017, 10:35

Moin Thomas,

ich denke wir meinen den Selben :D

Zwischenzeitlich hasst er Skagit nicht mehr so intensiv und fischt Skagit auch...aber seine Liebe zu Speylines ist ungebrochen :mrgreen:

Ich habe Skagit auf Feuerland schätzen gelernt; der ewige, strenge Westwind und die "fetten" Leeches.

Viele Grüße

Dietmar
Ich bin in 5 Minuten wieder zurück, gehe fischen, unbedingt alle 5 Minuten neu lesen
Benutzeravatar
Dietmar0671
 
Beiträge: 1030
Registriert: 08.07.2010, 14:25
Wohnort: 55546 Hackenheim
"Danke" gegeben: 64 mal
"Danke" bekommen: 142 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon fly fish one » 30.03.2017, 13:29

orkdaling hat geschrieben:Moin moin,
also ich bin ja kein bekennender Plumsfischer, sehe auch øfter jammernde Skagitwerfer mit hochpreisigen Modellen aus der "S" Serie am Laksfluss.
(irgendwann scheinen gerade die immer duenner werdenden und schnelleren Spitzen ueberfordert zu sein, vielleicht Materialermuedung oder die laufenden Litfassæulen sind einfach ungeschickte werfer)
Micro Skagit ist fuer mich sowas wie eine Spinnstange, aber so hat eben jeder seine Vorstellungen.
Ach ja, auch im Fjord sind es mind 12" Vorfach, genau wie im Fluss, und wenns Wasser klar und flach ist oder ich im Sommer in Tangbuchten bin muessen es 15" Vorfach sein
oder es werden nur kleine Forellchen.
Und zur Switch nochmal, hab da ja ein paar die sowohl am kleinem Bach mit wenig Rueckraum und an der grossen Orkla bei Niedrigwasser zum Einsatz kommen.
Von Klasse 6 bis 9, also sowohl WF Schur #6,7 und 8 oder SK 8 und 9 am Lachsfluss, dazu meine 11 und 11,6" Ruten.
Alle dieser Støckchen haben "ihr" Einsatzgebiet und mit allen von denen bin ich in der Lage uebern Fluss zu werfen, also 20+.
Wenn es anders wære wuerde ich Blechfischer werden wollen.
Gruss Hendrik


Nein mein Herr, "S" Ruten und Simms Litfaßsäulen stehen wie eine 1! :p Aber was bitte ist eigentlich Eikra? Blechruten für verzweifelte Lachsangler in Norwegen?? :badgrin:

Dein Frank
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
fly fish one
 
Beiträge: 613
Registriert: 11.09.2016, 11:08
"Danke" gegeben: 100 mal
"Danke" bekommen: 81 mal

Re: Auslegung Switch-Rute und Skagit-Schusskopf

Beitragvon orkdaling » 30.03.2017, 14:54

Hallo Frank,
will das hier nicht sprengen, nur soviel, hab ja auch so ein Teil was mit "S" anfængt. Liegt als Reserve auf`n Autodach weil ich mit dieser hier lieber fische wenns um lange Køpfe geht oder die Fischlein grøsser sind.
https://i0.wp.com/www.eikre-fly.no/wp-c ... viusdh.jpg
http://www.eikre-fly.no/category/stenge ... s-tohands/
Hat nicht nur eine Spitze mit Power, durchgehende Aktion, wirft super mit 42-44g Scandikøpfen.
Zurueck zur Switch, auch da muss man sagen das Switch nicht gleich Switch ist und man muss schon ueberlegen fuer welche Bedingungen man sie einsetzt.
Darum kann man die Anfangsfrage so wie sie formuliert ist nicht beantworten.
Beispiel, kleiner Forellen und lachsfluss, watbar, Tunnel also kein Rueckraum, Tubenfliegen = Zpey 11"8# mit durchgehender Aktion, Unterhandwurfe, Scandi 24-28g/10,5m
Gleiches Fluesschen in Oberlauf: Waldlichtungen, kleine Fælle, breite Rieselstrecken = GL 11"6/7#, Spitze medium fast, Ueberkopf/Unterhand mit WF und kurzer Keule.
Was ich damit sagen will - Gleiches Fluesschen/Fischart, jeweils 11"Rute aber auf Grund der verschiedenen Bedingungen andere Schnur bzw Schnurklasse.
Allroundrute wære da 6m Bambus mit Regenwurm :badgrin:
Gruss Hendrik
orkdaling
 
Beiträge: 1730
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
"Danke" gegeben: 131 mal
"Danke" bekommen: 331 mal


Zurück zu Fliegenruten & Fliegenrollen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 7 Gäste