Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

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Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon fly fish one » 30.05.2017, 13:17

Liebe KollegInnen,

Hans bat mich einen anderen Fred zu diesem Thema zu eröffnen, deshalb hier mein Posting aus dem anderen Faden kopiert:

Um einmal die Balance außen vorzulasssen, Euch ist schon klar, dass dieser extreme Leichtbau auch leicht groteske Züge annimmt. Ich kann mich noch gut an eine meiner ersten Physikvorlesungen erinnern, wo uns der Prof eine Tafel Schokolade in die Hand drückte und meinte: "So, nun fühlt einmal, wie wenig eigentlich 100 Gramm sind!"

Irgend wann fliegen uns die Dinger bei der ersten ungewollt hohen Belastung um die Ohren, die Lager werden immer kleiner, die Füße hohlgebohrt wie ein Schweizer Käse, der Rollenkäfig nur noch papierdünn. Das sieht alles rattenscharf aus und ich kaufe fast nur nach der Optik, aber wenn die Dinger zu leicht werden, beschleicht mich ein komisches Gefühl.

Das Rutengewicht und Rollengewicht in einem vernünftigen Verhältnis stehen müssen, gerade wenn die sehr leichten Klassen genutzt werden, dass dort keine 250 Gramm dran hängen sollten, ist nachvollziehbar. Das eine Rolle grundsätzlich nicht unnötig schwer sein sollte, ebenfalls. Aber ich muss nicht unbedingt Rollen haben, die weniger als 100 Gramm wiegen. Und wenn doch, dann nur mit Klickerbremse, alles andere bedeutet wieder extreme Materialeinsparung - Kohlefaser peppt mich im Rollenbau nicht an. Ansonsten entscheidet bei mir primär die Optik, dann die Funktion, dann das Gewicht.

Wie steht Ihr zum extremen Leichtbau?

Euer Frank
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon dr-d » 30.05.2017, 14:05

hallo frank,


meine #3 (7,6 - 10f) liegen zwischen 60 - 80 gramm --- da passt meine hatch 1 mit etwas über 70 gramm
prima , übrigens mit einer sehr guten einstellbaren bremse.ohne bremse geht auch meine vosseler rc1 mit
knapp 100 gramm.

ich bevorzuge leicht rollen in diesen fällen , weil ich damit über stunden präzise bleibe. :D

grüsse


thomas
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon Hans. » 30.05.2017, 14:10

Hallo Frank,

Stabilität ergibt sich aus dem Verhältnis Material zu Statik. Mit dieser Aussage liege ich als Laie glaube ich nicht ganz falsch. Ich lasse mich aber gerne korrigieren. Dennoch, wer will sich in dieser Hinsicht bei Rollen ein sicheres Urteil erlauben? Da hilft nur kaufen und hoffen, oder?

Gruß,
Hans

P.S. Eiffelturm > Eisenfachwerk > hat auch geklappt!
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon BergLutz » 30.05.2017, 14:17

Hallo Frank,

ich fische meist #3 und #4er Ruten (am Forellenbach) und deren absolutes Gewicht liegt bei 60 - 80 g. IMHO ist aber die Balance viel wichtiger. Wenn meine Rute mit Rolle und aufgespulter Schnur exakt in Waage bleibt wenn ich den Griff der Rute dort wo meine Ruten - Hand sitzt, über den ausgestreckten Zeigefinger lege. Solange das geht , muss ich keine besonderen Rollen kaufen. Ich fische für die leichten Klassen am liebsten die DAM Quick Shadow Fly und bin sehr zufrieden damit.

Gruß
Lutz
Auch Flöhe und Wanzen gehören zum Ganzen...
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon Waldläufer » 30.05.2017, 15:03

Hallo Frank!

Ich denke, daß das Rollengewicht häufig überbewertet wird - es sei denn die Rolle ist wirklich viel zu schwer. Mein Eindruck ist der, daß sich der Werfer automatisch auf das Rollengewicht einstellt (geht mir zumindest so).

Wenn ich unseren lieben Charles Ritz sinngemäß zitieren darf (er äußerte dies zwar im Zusammenhang mit der Rutenqualität):
"Keine Rolle bringt eine (schlechte) Rute ins Gleichgewicht - eine gute Rute ist so konzipiert, daß man sie am besten mit der Rolle in der Jackentasche werfen kann."

Was sich wohl die Tenkara-Fischer denken, wenn sie diese Diskussion lesen? :mrgreen:

Schöne Grüße
Thomas
"Die Zeit auf dieser Erde wird nach Tagen genau abgerechnet, nur die Zeiten die wir fischen, die zählen nicht dazu."
Indianisches Sprichwort
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon luedeolli » 30.05.2017, 15:28

im Bereich des Motorrad-Tunings betreibe ich das auch. Dort wird dann die Kennzahl EUR/Kg immer größer. die ersten Kilos kosten 100 EUR, heute liegt ein Kilo bei ca. 500 - 1.000 EUR. Einen Cheeseburger je Woche weniger hätte vermutlich mehr Effekt als das letzte Kilo am Motorrad einzusparen.

Die Materialien werden immer aufwändiger oder fragiler. Kohlefaser oder Titan - viel mehr geht dann nicht mehr. Ob es nützt? wohl kaum, but thats Passion :-)
Beste Wünsche,
Olli
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon fly fish one » 30.05.2017, 16:03

Lieber Hans,

das ist pauschal betrachtet richtig. Es meint ob die auftretenden Kräfte durch die Materialstärken innerhalb der erdachten Konstruktionsweise abgefangen werden. Dabei spielen natürlich noch die Werkstoffeigenschaften eine Rolle, sowas wie das e-Modul, dass auf den verwendeten Metallen und Legierungsbestandteilen fußt.

Das die Rollen heute "soviel Luft haben", ist genau dem Fachwerkprinzip des Gustav Eifel geschuldet. Ein auch heute noch sehr schönes Konstruktionsmerkmal. Der große Unterschied dürfte nur sein, dass solche Bauwerke oder aufwendige Maschinen nach dem Prinzip der Finiten- Elementmethode simuliert werden. Es zeigt sich dann, ob die Konstruktion auch später das hält, was sie konstruiert leisten soll. Das sowas trotzdem manchmal in der Praxis zu grossen Unglücken führt, steht außer Frage.

Bei den Rollenherstellern sehe ich diesen Aufwand wohl eher nicht - so meine anmaßende Vermutung. Das dürfte eher Try und Error sein. Was ja auch funktionieren kann! Nur wenn ich den Rand einer Spule sehe, selbst einer 7er Hatch, dann ist der nur noch hauchdünn! Es funktioniert solange wie der nur die Schnur führen muss. Kommt im Eifer des Gefechtes irgendwas zwischen den Spulenrand und die Spulenführung ist der Ofen aus. Je nach e-Modul habe ich dann Verformungen oder Brüche.

Jetzt könnt Ihr ja sagen: Alles Kappes, Frank, weil das nicht passiert und eine rein hypothetische Fragestellung ist und Null mit dem Fischen zu tun hat. Aber ich habe z.B. immer einen Kupferbolzen in der Hose nur wenn ich die Spulen wechseln muss. Ich habe schon Angst nur wenn sie aus gewisser Entfernug auf die Tischplatte fällt. Von einem Fall auf den Boden aus 1,50 Meter Höhe gar nicht zu reden. Dann ist der Rand futsch. Nur so als Beispiel.

Weiter könnt Ihr anführen, dass eine 3er, 4er und 5er Rolle auch keine dicken Lachse drillen muss. Das ist richtig. Aber wenn Ihr mit diesen Rollen einmal im Wasser einen doppelten Rittberger dreht, einen Stein erwischt? Die Wahrscheinlichkeit einer defekten Rolle ist recht hoch.

Ich habe ein Beispiel aus meiner Anfangszeit. Dort habe ich so einen Rittberger gedreht, weil ich in meinem geliebten Frankreich in Badelatschen das Fliegenfischen erlernen wollte. Die Rolle war eine solide, sehr günstige, Greys in Klasse 5. Wenn ich da etwas sehr filligranes eingesetzt hätte, wäre sie demoliert. Ich bin direkt mit Griff und Rolle auf einen Stein gesegelt. Die Schmarren in Rute und Rolle erinnern mich noch heute daran (ich bin unzerstörbar :shock: ).

Ich weiß gar nicht was meine Rollen wiegen. Die feinste ist eine Abel Klasse 3/4. Die kommt gefühlt auch nicht unter 100 Gramm - ich muss sie echt mal wiegen. Auch von der Konstruktion sieht sie eher solide aus. Die Einzige die mir zusagen würde wäre die Sage Click (so heißt die, meine ich). Die liegt etwas unter 100 Gramm. Aber das ist auch nur eine optische Liebelei.

Euer Frank

Tante Edit sagt: Eine Rolle von der er schon lange träumt ist die alte Hardy Marksman. In 4/5 hat sie einen Tacken über 100 Gramm in 2/3 dürfte sie etwas darunter liegen. Als Mittelkernrolle wohlgemerkt. Für sowas würde er sterben und auch das Leichtgewicht akzeptieren - Ihr habt nicht zufällig eine für ihn?? :mrgreen: :mrgreen:
Zuletzt geändert von fly fish one am 30.05.2017, 16:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon Hawk » 30.05.2017, 16:03

Ich habe 2 Rollen unter 100 Gr, einmal die Redingtonm Zero auf meiner #5 Scott G2 und einmal eine Danielson Nymph an meiner #3 Greys.
An beiden Ruten finde ich das vom Gewicht her sehr passend und angenehm zu fischen.

Auch von der Stabilität her sehe ich überhaupt keine Probleme, grade die Zero scheint recht robust zu sein, beschränkt sich halt auf das wesentliche (Klicklerbremse).
Die Danielson hat aufgrund der offenen Bauweise hin und wieder mal Probleme mit Sand, der lässt sich aber idr. auch einfach wieder rausspülen.

Die Frage ist ja auch was muss bis #5 eine Rolle großartig leisten? Sie soll schnell die schnur aufnehmen können und muss einen geringen Anlaufwiderstand haben, beides leisten die genannten Rollen sehr gut, vermutlich sogar besser als viele schwerere Rollen mit einer Richtigen Bremse.
Eine Bremse für den Drill braucht es doch (in der Schnurklasse) eh nicht von daher...
Gruß
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon fly fish one » 30.05.2017, 16:20

Genau, Bremsen brauch es in den Klassen wirklich nicht.

Dein Frank
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon fly fish one » 30.05.2017, 16:27

luedeolli hat geschrieben:im Bereich des Motorrad-Tunings betreibe ich das auch. Dort wird dann die Kennzahl EUR/Kg immer größer. die ersten Kilos kosten 100 EUR, heute liegt ein Kilo bei ca. 500 - 1.000 EUR. Einen Cheeseburger je Woche weniger hätte vermutlich mehr Effekt als das letzte Kilo am Motorrad einzusparen.

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Ich kenn das aus dem Radsport, besonders mit MTBs. Der Ranzen der Fahrer ist deutlich leichter unter geringen Kosten zu optimieren! :badgrin:

Dein Frank
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon fly fish one » 30.05.2017, 16:31

Haben Kollegen von uns im Drill schon einmal Rollenfüße eingebüßt? Wir reden ja nicht nur über die kleinen, sondern auch die großen Klassen. Hier dürfte der Leichtbau noch schwieriger zu beherschen sein, wenn wirklich grosse Fische am Bande sind.

Euer Frank
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon orkdaling » 30.05.2017, 16:49

Hahaha, der war gut Frank, Rollenfuss eingebuesst!
Kennst du eine Leichtbaurolle fuer lachs oder Tarpun?
Alles andere, egal ob Bafo, Mefo, Æsche, Saibling - ist da eine starke Bremse (høheres Gewicht) erforderlich?
Nee, da hat die Rolle die Schnur aufzunehmen.
Wie stark muss die Bremse sein damit ein Druckguss oder Graphit Rollenfuss kaputt geht und welches Vorfach hælt das aus?
Gruss Hendrik
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon Hawk » 30.05.2017, 17:02

Gibts überhaupt Rollen aufwärts von #5 die in die Kategorie unter oder um 100gr Fallen?
Ich würde auch zum Meerforellen oder Hechtfischen leichte Rollen nehmen, gerne auch mit Klickerbremse, was soll da bei den Fischen hierzulande groß kaputtgehen?
Gruß
Sven
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon Dietmar0671 » 30.05.2017, 18:34

Moin,

mal prinzipiell werden die meisten Rollen eh aus Aluminium gedreht/gefräst. Die Legierungen sind unterschiedlich.

Das vielfach angepriesene Flugzeugaluminium (SO EIN UNSINN!) ist in der Regel EN-AW 6060 T66 oder wenn aus dem angelsächsischen Raum kommt 6061 T6 (Sehr ähnlich bis fast identisch)

Die Zugfestigkeit liegt in der Regel bei Min. 215 N/mm2.

Diese Legierungen werden gerne genommen weil sie sich für Pressprodukte hervorragend eloxieren lassen...aber es bleibt eine günstige Standardlegierung.

Je höher legiert, also härter bis min. 540 N/mm2, nimmt die dekorative Eloxalfähigkeit ab...sogenannte Wolken bilden sich visuell auf der Oberfläche...und ist deutlich, bis mehr als doppelt, so teuerer.

Ich glaube nicht eine solche Legierung (EN-AW 7075 T651) für unser Hobby benötigen.

Aber...meine Erfahrung sagt, das man alles kaputt kriegen kann. Und manche Rollen sind deutlich empfindlicher.

Ich hatte mal eine Hardy Boeglé...die fiel mir runter und direkt auf den Gehäuserand. Die Spule ist saugend im Gehäuse. Endeffekt; Kombizange und den Gehäuserand wieder zurückbiegen damit die Spule wieder rund laufen kann.

Ich habe ein paar Young & Sons aus den 70er (1535/1540 etc.)...alles einfach konstruiert und unkaputtbar.

Ich habe schon viele Rollen gehabt...heute bin ich überzeugt von Einarsson, besonders von meinen Invictus. Harteloxiert mit 25 my Schichtdicke....da scheiden sich auch die Geister, in der Schichtdicke. Hinzu kommt die SAB Bremse. Steingrimur ist ein super Typ, hab ihn mal angeschrieben und habe um zwei verschiedene Ersatzteile gebeten...und bekam 6...kostenlos. Developed and produced in Iceland.

Okay, ich glaube wenn an einer Rolle wirklich was defekt geht ist es die Bremse, egal wie...aber das Gehäuse/Spule eher nicht. Aber Bremse spielt bei #5 und kleiner keine Rolle.

Aber meine Youngs liebe ich auch...Click & Pal Bremse :D

Viele Grüße

Dietmar
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Re: Extremer Rollenleichtbau - Tanz auf der Klinge

Beitragvon Harald aus LEV » 30.05.2017, 20:46

Hallo Frank,

ich besitze eine Rolle, die leichter ist als 100 gr. Laut Hersteller 92 gr (nicht nachgewogen) mit Clickerbremse.
Die setze ich an meiner 7' #5 und meinen 7'6" #4 ein. Dazu ist sie ein Genuss.
Bei kürzeren und leichteren Ruten im entsprechenden Einsatzgebiet mag auch weniger gehen.

Bei meinen längeren Ruten 8'6 #5 und 9' #5 bevorzuge ich schwerere Rollen.
Von den höheren Klassen ganz zu schweigen.
Ich mag ein vernünftiges Gewicht unterm Handgelenk - natürlich nicht so schwer, dass das Ganze hecklastig wird.
Gerade bei Küsten-, Raubfisch und Lough-Style Ruten bevorzuge ich robustes Material, das auch einer raueren Gangart standhält.
Da kann ich auf Filigranbau gut und gerne verzichten.

Aber letztlich ist das reine Geschmackssache

Gruß
Harald
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