Gerät im Test arcticsilver

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Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Magellan » 17.10.2019, 14:51

Hallo Tackle Freunde

Ja ich weiß, aber nach diesem Beitrag der Geräte Besprechung konnte ich wirklich nicht anders...

Hm,ja worin besteht sie denn nun, die besondere Innovation? Nach dem durchgehen dieser vor Entzückung sprudelnden Abhandlung einer weiteren Erfindung des Rades scheint mir, das es wohl die Spaltmaße des - form follows function- Plastik-Griffdesign- sein muss.

Oder,

ist es die Beringung, die mit aus ultrastarken Keramik Führungsringen gepimmt wurde? Macht Sinn, aber Hand aufs Herz, das kennen wir doch schon ein wenig länger,gell?
Das aber die Ringe generell dem der Schnurklasse angepassten Durchmesser besitzen ist durchaus eine kleine Sensation!!!!!!!!!!

Den Quantensprung schlechthin gleicht der über einen längeren Weg freischwingende Blank, der so versichert uns der Autor, während des Wurfes ein wesentlich höheres Kraftpotential zur Verfügung stellt.

Selten hat mich ein -entfernt aufgrund missverständlicher Wortwahl - so verunsichert wie dieser...um es höflich auszudrücken!

Gruss
Heiko
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Peter Pan » 17.10.2019, 15:01

Ich habe die Ruten auch schon zur Probe geworfen und war sehr überrascht. Unglaublich, wie schnell der Backingknoten ans Tageslicht kommt.
Woran es wirklich liegt ist mir, ehrlich gesagt, egal. Die Kombi aus Rute und dazu passender Schnur wirft sich auf jeden Fall wunderbar!
Ob das was für mich wäre? Eher nicht, trotzdem eine sehr interessante Neuerung, wenn auch keine Revolution!

Tight lines,
Peter
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Michael St. » 17.10.2019, 15:42

Hi Leute,

ich habe die Rute auf der EWF in diesem Jahr geworfen - wirft gut (ist aber kein Allheilmittel).
Werfe selber mit einem sehr kleinen Arbeitswinkel, hier muss man den Winkel noch weiter verkleinern, um eine
ähnlich enge Schlaufe zu werfen.
Die Blanks sind klasse, das Freischwingen ist für mich kein Muss.
Mir waren die Ruten auch zu schwer.

Habe mit dem Erfinder darüber gesprochen und gemeint, dass das für eine Zweihand sehr interessant
sein könnte.

Kann man haben, muss man aber nicht.
Just my 2 cents...

Gruß, Michael
Zitat: "Sch.... auf Keule!"
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon mcfly66 » 17.10.2019, 20:15

Hallo,

über den Griff läßt sich natürlich vortrefflich streiten.Mir gefällt er gar nicht,auch wenn sich noch 100 Meter Backing mitwerfen lassen.Aber das liegt im Auge des Betrachters.
Was ich zumindest anhand der Bilder sehe,sind mangelhafte Lackierungen und das Gewicht(165Gramm)geht gar nicht.Da ist die Konkurrenz 50 Gramm darunter.Das sind Lichtjahre.
Über die Wurfeigenschaften kann ich mir kein Urteil erlauben.

Gruß,
Herbert
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Johannes Krämer » 17.10.2019, 20:16

Hallo,

das Ganze wurde auch hier schonmal diskutiert:
viewtopic.php?f=26208&t=266776&hilit=arcticsilver

Scheinbar lagen doch Einige falsch und die Ruten sind (noch) nicht in der Versenkung verschwunden :p .

Aus meiner Sicht geht schick jedoch anders und ich muss auch nicht bei jedem Wurf ins Backing werfen. Aber wenn es funktioniert, warum nicht!? Wird schon seine Kunden, auch durch die Influencer, finden.

Beste Grüße
Johannes Krämer
 
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Magellan » 17.10.2019, 23:01

Johannes Krämer hat geschrieben:Hallo,

das Ganze wurde auch hier schonmal diskutiert:
viewtopic.php?f=26208&t=266776&hilit=arcticsilver


Du warst schneller! :wink:


Ja, ist ein wirklich uralter Hut, den man scheinbar wieder ein wenig leben einzuhauchen versucht...

Das sich - sicher auch dieses- Top abgestimmtes Equipment sehr fein werfen lässt –Backing Knoten draußen- ist wohl kaum dem Star Wars Design zuzuschreiben, so viel Verständnis bringen doch sicher alle von uns mit. Das schafft jeder mit nem Dekaden alten Blank und bester Schnurkombi! Selbst meine Wenigkeit und seinem bescheidenen casting background...

Allerdings, Neues Konzept? Basierend auf einem crowdfunding Projekt seit Nov 2012!! „on air“ hat man doch außer Hersteller Werbetexten und einigen Präsentationen nicht viel von dieser Rute gehört, weder draußen am Wasser gesehen.

Was den frei aufgehängten Blank betrifft, interessant!

Das habe ich mir allerdings aus den englischsprachigen Texten zum Thema herausgelesen, der Autor dieser hier aktuellen Gerätebeschreibung hat dieses Feature, nun sagen wir, etwas unglücklich versucht zu interpretieren.

Gruss
Heiko
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Trockenfliege » 18.10.2019, 11:44

Bei der letzten EWF hatte ich endlich Gelegenheit, die Ruten zu werfen.

Aber ich habe sie natürlich mit meinen eigenen Schnüren geworfen, wie soll ich die Rute sonst mit meinen anderen Ruten vergleichen können?

Das die von ArticSilver mitbeworbene Schnur super auf der Rute läuft ist ja klar, denn was ist die Schnur anderes als ein relativ kurzer Schusskopf ( 8,5m) mit integrierter runningline, das ganze auch nur 27m lang!
Diese Schnur werfe ich wahrscheinlich mit jeder normalen Rute ins backing.

Mit meinen eigenen Schnüren ergab sich eine recht "normale" Rute, mit je nach Schnurklasse unterschiedlichen Aktionen.
Manche schwangen recht schnell bis in den Griff, die anderen waren untenraus steifer.

Die Bewegungsfreiheit im Handteil empfinde ich nicht als besonderen Vorteil, diese Vergrößerung des Arbeitswinkels bekomme ich doch auch mit meinem Handgelenk hin - wenn überhaupt gewünscht.
Ich empfinde die Technik der Blankaufhängung eher als Verzögerung meines Inputs über den Griff.
Wenn ich bei einer normalen Rute den Griff bewege, habe ich sofort Einfluss auf den blank, bei der Artic gibt es erstmal diese minimale Verzögerung, bis dann der Griff am blank anliegt.
Ok, das hätte für mich als gelegentlichen "creaper" (minimale Vorwärtsbewegung der Rutenhand vor dem eigentlichen Vorschwung = Wurffehler) den Vorteil, diesen Fehler zu verschleiern, aber sonst?

Hässlicher Griff, sehr schlechte Lackierung bei der vorgestellten Rute (da sind viele 50,-€ Chinaruten besser lackiert!), langweiliges Farbdesign.

Praktisch könnte die Griffform sein, durch das Kantige verdreht man die Rute vielleicht weniger beim Werfen?

Hätte nicht auch ein normaler Schraubrollenhalter Platz gehabt?

Also, alles in allem - für 150,- würde ich mir sowas einfach mal zum Ausprobieren besorgen, rein interessehalber.

LG
Reinhard
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Magellan » 18.10.2019, 17:25

Trockenfliege hat geschrieben:Bei der letzten EWF hatte ich endlich Gelegenheit, die Ruten zu werfen.
Aber ich habe sie natürlich mit meinen eigenen Schnüren geworfen, wie soll ich die Rute sonst mit meinen anderen Ruten vergleichen können?


Trockenfliege hat geschrieben:Das die von ArticSilver mitbeworbene Schnur super auf der Rute läuft ist ja klar, denn was ist die Schnur anderes als ein relativ kurzer Schusskopf ( 8,5m) mit integrierter runningline, das ganze auch nur 27m lang!
Diese Schnur werfe ich wahrscheinlich mit jeder normalen Rute ins backing.


Ich finds Klasse wenn sich jemand konsequent engagiert um Tackle realistisch zu bewerten!

Also alles in allem nichts verkehrt gelaufen beim Produktmarketing! Ein “outside the box“ Design und hochwertige Komponenten. Allerdings, die für mich billige Optik, Verarbeitung, das nicht konsequent Durchdachte Griffsystem mit seinen enormen Spaltmaßen, Hohlräume - in dem sich massiv Fremdkörper sammeln werden, ist für mich ein no go.

Das dies alles offensichtlich dem dürftig geflossenen Capita des crowdfunding geschuldet ist zeigt doch das eigentlich Dilemma des Marktes: Eine wirklich durchdachte, allen Facetten unseres Hobbys gewappnete Fliegenrute auf den Markt zu bringen wurde schon vor Langer Zeit abgeschlossen...

Trockenfliege hat geschrieben:Wenn ich bei einer normalen Rute den Griff bewege, habe ich sofort Einfluss auf den blank, bei der Artic gibt es erstmal diese minimale Verzögerung, bis dann der Griff am blank anliegt.


...? Spiel zwischen Blank und Plastik?

Aber das sollte kein Hersteller Problem sein: der dadurch unweigerlich entstehende Verschleiß und die folgende Kundenreklamation wird ins Leere laufen: Abnutzung durch übermäßigen Gebrauch... oder aber der Kunde erhält in etwa 8 Jahren das neue Modell mit dazugehöriger, im Moment durch die enorme Nachfrage, leider ausverkaufte Fliegenrolle...

Aber bis dahin wird der clevere Asiatische Markt reagiert haben, mit besserer Qualität.
Gruss
Heiko
Zuletzt geändert von Magellan am 22.10.2019, 04:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Trockenfliege » 18.10.2019, 21:25

Heiko, es geht um die gewollte Bewegung des blanks im Griff, wie die Aufhängung genau aussieht, weiss ich nicht.

Ab einem gewissen Kraftimpuls liegt der blank dann an der oberen Griffkante an. Das ist so gewollt und fällt je nach Schnurklasse unterschiedlich aus.

Ob es dort auf Dauer einen ungewollten Verschleiss gibt, kann nur die Zukunft zeigen.

LG
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon fliegenfeger » 18.10.2019, 22:15

Hallo,

@Heiko

warum machst du so abfällige Bemerkungen zu einer Rute, die doch noch nie in der Hand hattest und deren Prinzip du anscheinend nicht verstanden hast?
Man sollte dem Mut so etwas auf den Markt zu bringen mit etwas mehr Respekt begegnen. Wo lag denn die Innovation bei den großen Rutenherstellern in den letzten Jahren?

Ich habe weder geschäftliche noch andere Verbindungen zur Firma Artic Silver.

@Reinhard

Trockenfliege hat geschrieben:wie die Aufhängung genau aussieht, weiss ich nicht.

Im Griff ist ein Alugussteil im dem die letzten 5-8cm? des Blanks fest verklebt sind.

Trockenfliege hat geschrieben:Also, alles in allem - für 150,- würde ich mir sowas einfach mal zum Ausprobieren besorgen, rein interessehalber.

Was wäre dir denn eine Sage X oder Loomis Asquith wert?

VG
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Magellan » 19.10.2019, 02:19

Hallo Achim

fliegenfeger hat geschrieben:warum machst du so abfällige Bemerkungen zu einer Rute, die doch noch nie in der Hand


Ich beurteile dieses Produkt anHand des Bildmaterials das im www verfügbar ist. Und korrekt, in meinen Augen ist dieser Plastikgriff billig verarbeitet/hergestellt! Präzise verarbeitete Kunststoff Formteile sind kostenintensiver in der Herstellung. Warum? Weil die notwendigen Halbzeuge entsprechend Arbeitsintensiver herzustellen sind. Ergo gespart bei den Fertigungskosten lieber Armin, das ist keine Raketentechnik sondern Kalkulation aufGrund fehlender Capita!

fliegenfeger hat geschrieben:und deren Prinzip du anscheinend nicht verstanden hast?


Zum Prinzip des freischwingenden Blanks: Richtig, der Hersteller gibt sich etwas bedeckt was Detailfotos betrifft. Aber die braucht es doch nicht, oder? Ich komme aus dem Maschinenbau, und “frei schwingen“ tut auch dort nichts, ergo benötigen wir ein Widerlager. Den Gesetzen der Mechanik guter Armin, schlägt auch ein Star Wars Design kein Schnippchen... Und da wären wir beim “Spiel“ das ich in Reinhards post erwähnte, bewusst überspitzt, um aufzuzeigen Was passieren wird...

fliegenfeger hat geschrieben:Man sollte dem Mut so etwas auf den Markt zu bringen mit etwas mehr Respekt begegnen. Wo lag denn die Innovation bei den großen Reifenherstellern in den letzten Jahren?


Nicht falsch verstehen, ich finde Innovationen generell dufte!

Sei mir nicht böse, aber welches Marketingprodukt dessen Herstellung auf Crowdfunding basiert sollte mit Respekt begegnet werden? Es besteht kein Unternehmerisches Risiko!
Auch wird es keine Innovation in unserem Hobby geben! Lediglich werden sich die benutzten Materialien verändern. Und die Gesetze der Physik lieber Armin, wird auch ein noch so engagierter Rutenhersteller nicht verändern, da werden wir doch sicher auf einer Seite stehen, oder nicht?

Hier ein Zuckerchen: die Rollenaufnahme finde ich Klasse! Das sollte sich auch klassisch mit Kork realisieren lassen!

Du siehst, abfällig mitnichten, politisch unkorrekt? Mit Sicherheit

Mag ich dumme Werbetexte? Wenn sie amüsant geschrieben sind unbedingt!

Gruss
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon fliegenfeger » 19.10.2019, 07:49

Hallo Heiko,

in dem Griff ist ein Gussteil integriert, das die Rute aufnimmt. Es ist nicht dieser einfache Plastikgriff, wie du anhand von Bildern vermutest. Auch die Haptik, lässt sich nur durch Bilder nicht beurteilen.
Magellan hat geschrieben:Ich komme aus dem Maschinenbau, und “frei schwingen“ tut auch dort nichts


Auch hier schwingt nichts frei, sondern das Widerlager wurde Richtung Rutenende verschoben.

Magellan hat geschrieben:Es besteht kein Unternehmerisches Risiko!


Da bin ich aber anderer Meinung: Entwicklung, Marketing, Patentrechte usw. da sind schon einige tausend Euro fällig.

Magellan hat geschrieben:Auch wird es keine Innovation in unserem Hobby geben!


Du widerlegst dich selbst drei Sätze später mit deinem "Zuckerchen".

Magellan hat geschrieben:Mag ich dumme Werbetexte? Wenn sie amüsant geschrieben sind unbedingt!


Was ich nicht mag ist Werbung (Videos), die versucht die Leute hinters Licht zu führen.
Damit scheinen aber die meisten keine Probleme zu haben.

Gruß
Armin (nicht verwechseln mit Achim)
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Trockenfliege » 19.10.2019, 11:55

Armin, was wäre mir eine Sage X oder eine Loomis Asquith wert?

Ich habe über 10 Sageruten. Davon sind die meisten selber aufgebaut, die Fertigruten habe ich alle gebraucht erstanden, zu Preisen, die deutlichst unter dem damaligen VK lagen.
Die selbstgebauten waren auf damals aktuellen blanks, die dann auch schon über 400,- DM oder entsprechend € gekostet haben.

Für diese blanks habe ich so viel Geld ausgegeben, da mir die Ruten einen Mehrwert boten im Vergleich zu den Ruten, die ich schon hatte.

Allerdings habe ich seit meiner VXP in 5 und der XI3 in 6 keine blanks dieser Preisklasse mehr gekauft. Und auch die beiden letztgenannten gabs im Ausverkauf für 137,- bzw. ca. 230,-€ !

Alles was danach folgte, hat für mich keinen Fortschritt mehr gebracht, bzw. die " Neuheiten" konnten durch den Kauf alter Sageruten abgedeckt werden.
So gab es zB. mit der SP+ schon vor langem das Konzept der relativ leichten Spitze in Kombination mit einem harten Rückgrat.

Ich habe eine Sage LL in Klasse 5 und eine RPL in 4.
Die LL wurde damals als die gefühlvolle, Anlehnung an Bambus bla, bla, bla verkauft.
Die RPL war damals die schnellste Serie. ( Allerdings muss man erwähnen, dass die RPLs innerhalb der Serie riesige Aktionsunterschiede aufwies, je nach Länge und klasse, die 4er gehörte zu den gemütlicheren RPLs.)

Wenn ich heute beide Ruten nebeneinander mit der selben! Schnur, einer 4er DT werfe, ergibt sich kein sehr großer Unterschied im Wurfverhalten!
Warum?
Die LLs waren einfach etwas überlabelt, dadurch wird jede Rute langsamer und gefühlvoller! Die RPL ist korrekt gewichtet.

Es gibt auch heute Ruten, die mir gefallen könnten, gerade von Loomis. Da die aber keine blanks anbieten, fallen sie nicht in mein Beutechema, da viel zu teuer.
In ein paar Jahren, wenn sie gebraucht auf den Markt kommen, schlage ich dann vielleicht zu.

Es gibt heute Aktionsmäßig meiner Meinung nach nichts, was es nicht schon mal gab.
Sie werden vielleicht noch mal etwas leichter, aber nur marginal.

Die ach so leichten Sage One zB. waren überhaupt nicht leicht - vom blank her!! Es war nur der Aufbau!
Die blanks lagen aufs Gramm im Bereich aller anderen schon mal dagewesenen Sage blanks!

Heute wird, im Gegensatz zu früher, bei der blankgeometrie vielleicht mehr auf leichte Spitzen = weniger kopflastig = eher Spitzenaktion Wert gelegt.
Aber auch das gab es schon - siehe SP+ oder RPL+.

Wobei das "swingweight" meiner Meinung nach, zB in den Tests von Yellowstoneangler, überbewertet wird.
Es gab früher wirklich etwas zu kopflastige Ruten, zB. die alten Orvis Graphit und HLS.
Und auch heute gibt es wahrscheinlich den ein oder anderen Prügel in dieser Hinsicht.
Aber ein min. swingweight ist mir schnuppe, was in der Mitte reicht mir völlig.

Denn sobald man etwas mehr Schnur draußen hat, ist mehr oder weniger swingweight meinem Eindruck nach, nicht mehr so wichtig. Und beim Einstrippen, Nymphe, Streamer, kann ich leicht die Hand 1-2 cm nach vorne schieben und gleiche damit eine eventuelle Kopflastigkeit aus, dazu muss dann auch keine unnötig schwere Rolle herhalten.

Daher, Armin, ist mir eine aktuelle high end Loomiss nicht das wert, was ich im Augenblick bezahlen müsste.

Und eine Artic silver ist mir nicht mehr als 150,- wert, denn der blank an sich kam mir keineswegs irgendwie besonders vor. Dazu sind die Wicklungen/Lackierungen, gerade bei der Testrute, wirklich schlecht, der Griff nicht anschmiegsam und nur, um die Idee dahinter mal auszuprobieren, würde ich das Geld ausgeben.

LG
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Zuletzt geändert von Trockenfliege am 19.10.2019, 14:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Magellan » 19.10.2019, 14:24

Trockenfliege hat geschrieben:Heiko, es geht um die gewollte Bewegung des blanks im Griff, wie die Aufhängung genau aussieht, weiss ich nicht.
Ab einem gewissen Kraftimpuls liegt der blank dann an der oberen Griffkante an. Das ist so gewollt und fällt je nach Schnurklasse unterschiedlich aus.


Hallo Reinhard
Ja, das hatte ich in deinem vorherigen Post so herausgelesen ;-) und die Toleranz des dafür freischwingenden Blanks als “Spiel“ der nicht vorhandenen Passung dafür verantwortlich gemacht das es zu Verschleiß kommen wird.

Gruss
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Re: Gerät im Test arcticsilver

Beitragvon Magellan » 19.10.2019, 14:50

Hallo Armin

Bitte lese noch einmal aufmerksam meine Ausführung zum Thema der Mechanik, du wirst es dann schlüssig finden.

Armin, meine gesunde Skeptik, den- entfernt aufgrund missverständlicher Wortwahl- mal außen vor gelassen, - hat sich bisher bei allen von mir kritisierten Themen der Unterrubrik Tackle & Test bestätigt!

Vielleicht liegt es daran das ich einen relativ großen Zeitraum am Wasser verbringe, mit allen Facetten unseres Hobbys. Und ja, es bleibt nicht aus das ich mein Tackle BENUTZE, möglicherweise sehr intensiv. Noch dazu bleibt es nicht aus das ich allerhand mit anderen Fliegenfischern erlebe, dabei sei lediglich das Versagen von Tackle erwähnt, dessen Großspurige Werbeversprechen natürlich nicht das hielten was dem Verbraucher versprochen wurde...


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