Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

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Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon stalling-frank » 29.10.2016, 21:40

Moin,

ich habe von einem Bekannten die GLX in Klasse 6 angeboten bekommen. Wenn man sich so durchs Netz wühlt, war die GLX classic früher ja wohl das Maß aller Dinge und wird ja wohl noch von Loomis angeboten. Lohnt sich der Kauf als Mefo-Rute oder sind die neuen Modelle von Sage oder Hardy mit den neuen Materialien (Sintrix etc.) um Längen besser?
Also wer von Euch hat schon die GLX classic mit anderen Ruten vergleichen können.

Liebe Grüße

Frank
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon Thomas E. » 30.10.2016, 07:46

Moin Frank,

ich fische GLX, auch Zweihand und sehe keine Notwendigkeit zum Neukauf !

Testen tue ich fast alles was neu auf dem Markt ist, wie jetzt z.B. Sage X.
So viel "besser" sind die neusten Ruten nicht, oft ist es minimal weniger Gewicht und eine etwas andere Aktion.

Ich schätze die für mich sehr angenehme Aktion und die Schlichtheit der GLX classic Serie.
Beim Neukauf würde ich aber immer sehr auf die für den Einsatz passende Teilung und die Garantieabwicklung achten.

Du solltest die Ruten sowieso im direkten Vergleich testen. :wink:
Gruß
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon Olaf Kurth » 30.10.2016, 08:40

Mit einer guten 6-er Loomis GLX kannst Du nichts verkehrt machen, lieber Frank,

damals baute Loomis die leichtesten Blanks in der Rutenwelt. Ich warf und fischte manchmal eine 5er GLX von Freunden und sie war den damaligen SAGE Modellen XP und RPL+ absolut ebenbürtig. Mit älteren Hardy-Ruten kenne ich mich leider nicht aus. Wenn ich mich recht erinnere, hatte RST damals die M5 als schnellere Rute im Angebot und Orvis die Tip Flex.

Mit den genannten Modellen spielten die Loomis GLX Modelle in einer Liga, marginale Unterschiede gab es wohl nur in der unterschiedlichen Qualität des verwendeten Korks, der Ringwicklungen oder der verwendeten Ringe. Von Vergleichen mit aktuellen Ruten (andere Verarbeitung und Aktion) halte ich nicht viel, höre lieber auf Deinen Bauch. Wirf die Rute mit Deiner Schnur, bewege sie und Du wirst es schon merken.

Liebe Grüße,

Olaf
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon orkdaling » 30.10.2016, 10:13

moin moin,
Es ist alles gesagt worden.
Vielleicht noch soviel, der Zweck heiligt die Mittel!
Und immer mehr kaufen noch leichtere, duennere schnellere Ruten ( so wie es uns eingeredet wird, haha) hab aber noch nie gehørt das die die diese Mode mitmachen mehr fangen. Die werfen alle nur weiter, bis ins Backing, so wie es im Gerætetest steht. (fuer `ne 25cm Forelle am Wiesenbach - na klar)
Wenn du diese Rute gebrauchen kannst und der Preis stimmt dann schlag zu.
Gruss Hendrik
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon Trockenfliege » 30.10.2016, 10:15

Natürlich ist eine GLX noch gut fischbar und auch mit aktuellen Modelen vergleichbar.
Ich fische heute noch eine 8,5" 6er IMX ( Vorgänger der GLX), eine sehr ausgewogene Rute.

Das einzige, was sich gegenüber "früher" im Fliegenrutenarsenal Aktionmäßig getan hat sind die superharten, schnellen Besenstiele, die es damals noch nicht gab - weil die Dinger zum Fischen eigentlich nicht so toll sind.
Sie sind sehr gut zum Werfen, aber das ist nur 1 Aspekt des Fliegenfischens.
Ich habe eine sehr schnelle 4er Rute, superenge Schlaufen sind möglich, aber auch Fischverluste auf kurze Distanz, da der Rutenpuffer bei plötzlichen Fluchten fehlt!

Herausragende Neuentwicklungen im blankbereich hat es meiner Meinung nach in den letzten Jahren nicht gegeben, zB. ist die als superleicht angepriesene Sage One eine Mogelpakung, da hier nicht der blank superleicht ist, sondern nur die Anbauteile. Die blankgewichte waren Standart oder sogar etwas schwerer als vergleichbare blanks anderer Sageruten!

Viele "neue" Fliegenruten, die im etwas gefühlvolleren Bereich angesiedelt sind, unterscheiden sich nicht sooo sehr zb. von meinen alten Fenwick HMG Ruten - und das waren die 1 Kohlefaserruten auf dem Markt ( zeitgleich mit Shakespeare Graphlit Ruten, die vom taper her richtig schlecht waren, im Vergleich mit den HMG) - und die sind beide von 1975!!

l.Gruß
Reinhard
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon Harald aus LEV » 30.10.2016, 10:23

Hallo Frank,

Olaf hat es gut auf den Punkt gebracht:

Olaf Kurth hat geschrieben:, höre lieber auf Deinen Bauch. Wirf die Rute mit Deiner Schnur, bewege sie und Du wirst es schon merken.



Es werden jede Menge Ruten angeboten und schlechte Qualität gibt es quasi nicht mehr.
Jedoch gibt es Ruten die dem eigenen Wurfstil besser oder weniger gut entgegenkommen.
Das ist von verschiedenen, persönlichen Faktoren abhängig, wie u.a. Konstitution, Kondition, Koordinationsfähigkeit, Bewegungsfähigkeit und -willigkeit, Temperament.
Der aufgedruckte Namen ist zweitrangig, wenn überhaupt.
Deshalb rate ich jedem, wenn es irgend geht, die Rute mit der eigenen Schnur zu werfen und nicht zu schwippen. Ebenso wie Olaf es beschreibt.

Gruß
Harald
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon Sixgunner » 02.11.2016, 12:06

Frank,

Wenn es dir bei der Entscheidung hilt: obwohl absolut kein Bedarf besteht, ich würde du Rute SOFORT nehmen! :D :D

Gruss,

Eric
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Re: Kann eine Loomis GLX classic noch mithalten?

Beitragvon Joosti » 03.11.2016, 17:53

Da kann ich mich Eric nur anschließen.

Vllt. Noch als Ergänzung.

Im Fiskeshoppen an der Mørrum werden die Loomis Stinger Ruten, die es schon sehr lange gibt und auch auf den GLX blanks aufgebaut sind nach wie vor zu Höchstpreisen angeboten. Wenn man sich mit den Locals unterhält dann bevorzugen die insbesondere die (noch) älteren 3teiligen Modelle.

Solche Schätzchen nicht weggeben und auch nicht im Keller verstauben lassen.

TL Joosti
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