Orvis, Scott oder Loop ???

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Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon plaSeBo » 26.12.2016, 13:58

Hallo Leute,

erstmal noch frohe Weihnachten. Ich habe mir vorgenommen eine neue Rute anzuschaffen in der Klasse 10. Jetzt habe ich eine Vorauswahl getroffen und wollte mal fragen ob jemand von euch Erfahrungen mit den Ruten hat. In meiner Auswahl sind die Orvis Recon, Scott Tidal und die Loop evotec cast fast.

Vielen Dank schon mal im voraus.

Gruß Sebastian
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon Achim Stahl » 26.12.2016, 14:02

Hallo Sebastian,

es wäre sicher gut zu wissen, wofür du die Rute verwenden willst. Hechtfischen, Huchen oder Salzwasserfischen auf Tarpon etc.?

Viele Grüße!


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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon plaSeBo » 26.12.2016, 14:40

Hallo Achim,

ich will die Rute hauptsächlich auf Hecht fischen. Ich fische momentan eine Guideline LPxe RS2 in # 10. Ich mag sehr gerne schnelle Ruten. Als #8 fische ich eine BVK.

Gruß Sebastian
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon Achim Stahl » 26.12.2016, 15:13

edit,

sollte ne PN werden!


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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon strongbow » 26.12.2016, 19:45

plaSeBo hat geschrieben:Hallo Achim,

ich will die Rute hauptsächlich auf Hecht fischen. Ich fische momentan eine Guideline LPxe RS2 in # 10. Ich mag sehr gerne schnelle Ruten. Als #8 fische ich eine BVK.

Gruß Sebastian


Ich habe mir vor kurzem eine Tidal als Back up zugelegt. Bislang nicht gefischt, aber intensiv auf der Wiese und am Wasser geworfen. Richtig tolle Rute!!

Könnte ich mir als ideale Hechtrute vorstellen, wobei die #9 sicher ausreicht. (Ich habe die #12 und außerdem die #10 zur Probe geworfen) -

Die RS2 finde ich als Hechtrute nicht ganz überzeugend - mE wirft sie kleinere Streamer besser.

TL

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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon Striker » 27.12.2016, 08:15

alos ne 10# ist schon ne Hausnummer ^^
Ich hätte ne neue Recon in 9# zu verkaufen wenn interesse hast :D
Die ganze Hechterei ist mir mir zu stressig ich bleib bei #5 und abwärts :D
Signatur kann Spuren von Nüssen enthalten
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon fjorden » 27.12.2016, 09:52

Hallo,
mir erschließt sich nicht der Sinn Klasse 10 Ruten auf Hecht zu verwenden. Die heutigen 8er Ruten tun auch ihren Dienst und reichen für die Fische in unseren Breitengraden vollkommen aus. Mit den kurzkeuligen Schnüren sind auch große Streamer zu werfen und man hat mehr vom Drill.
Gruß
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon Bavarian Flyfisher » 27.12.2016, 13:10

Hi Fjorden,

du sagst du magst gerne sehr schnelle Ruten. Hast du die Scott Meridian mal geworfen?
Die ist noch etwas schneller als die Tidal aber extrem leicht und mit Hammer Rückgrat.

VG
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon plaSeBo » 28.12.2016, 23:40

Hey Leute vielen Dank für die Tipps,

eine Rute der #10 ist für das fischen vom Belly mit schweren Sinkschnüren echt angenehmer. Ich habe es auch mit einer leichteren Rute probiert und das wird mit der Zeit anstrengend. Werde auf jeden Fall die Scott noch mal Probe werfen und die Loop eventuell auch bevor ich eine Entscheidung treffe. Momentan sind die beiden in den USA gefertigten Ruten etwas weiter vorne als die in Fernost gebaute Loop.

Gruß Sebastian
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon Simjo » 29.12.2016, 12:35

gerade vom Bellyboot ist ne kürzere super angenehm. Dazu eine die Kraft für ne 10 er Schnur hat u du Fisch ermüdungsfrei.
Die Orvis kriegt man in 7'11" , hab ne Sage in der Länge fürs Hechtfischen, für mich die beste Rute dafur., hab viele ausprobiert u noch in Verwendung, aber die Sage u eine selbst aufgebaute in 8 sind stets die Favoriten gegenüber den 9 Füßlern.
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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon strongbow » 29.12.2016, 13:37

Simjo hat geschrieben:gerade vom Bellyboot ist ne kürzere super angenehm. Dazu eine die Kraft für ne 10 er Schnur hat u du Fisch ermüdungsfrei.
Die Orvis kriegt man in 7'11" ,....


Moin,

die Aussagen kann ich jedenfalls teilweise nicht nachvollziehen.

Richtig ist mE zunächst einmal, dass sich kürzere Ruten in höheren Leinenklassen ermüdungsfreier werfen lassen - weil der Hebel kleiner ist, und daher der Wurfarm/das Handgelenk schwächer belastet ist. Der zweite nicht zu unterschätzende Vorteil von kürzeren Ruten ist ihr größeres Präzisionspotential. (Potential deshalb, weil die tatsächliche Präzision in erster Linie von den werferischen Fähigkeiten abhängt. Der selbe Werfer wird mit einer kürzeren Rute aber regelmäßig genauer präsentieren).

Andererseits kann man kürzere Ruten nur dann angenehm werfen, wenn der Abstand zur Wasserfläche groß genug ist - etwa, wenn man stehend von einem Skiff oder einem Bass Boat fischt.

Wenn man aber eine tiefe Position wie in einem Belly einnimmt, macht eine längere Rute mE mehr Sinn, ebenso, wenn man sitzend aus einem Boot fischt. Letzteres ist Standard bei der Stillwater Angelei in Großbritannien und Irland - und daher sind die dort verwendeteten Ruten auch ein Stück länger als 9`, nämlich bis 11`3``! (Dazu kommt natürlich, dass dort mit mehreren Fliegen und entspechend langen Vorfächern gefischt wird.)

Die etwas "strange" Länge von 7`11`` hat übrigens nichts mit werferischen Vorteilen gerade dieser Länge zu tun, sondern ausschließlich mit dem "Tournament Rules" für die großen und äußerst beliebten Schwarzbarschturniere in den USA. Dort sind längere Ruten als 7`11`` nicht zugelassen.

In einem Satz: Zum Fischen aus dem Belly Boat würde ich niemals eine kürzere Rute als 9` empfehlen.

Was nicht heisst, dass gerade die Sage Peacock nicht eine super Hechtrute abgibt, aber eben nur, wenn man die entsprechenden Verhältnisse hat. :wink:

Wie immer - just my 2C.

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Re: Orvis, Scott oder Loop ???

Beitragvon Achim Stahl » 29.12.2016, 15:08

Moin Toby,

strongbow hat geschrieben:
Wenn man aber eine tiefe Position wie in einem Belly einnimmt, macht eine längere Rute mE mehr Sinn, ebenso, wenn man sitzend aus einem Boot fischt. Letzteres ist Standard bei der Stillwater Angelei in Großbritannien und Irland - und daher sind die dort verwendeteten Ruten auch ein Stück länger als 9`, nämlich bis 11`3``! (Dazu kommt natürlich, dass dort mit mehreren Fliegen und entspechend langen Vorfächern gefischt wird.)

(...)

In einem Satz: Zum Fischen aus dem Belly Boat würde ich niemals eine kürzere Rute als 9` empfehlen.



Ich würde niemals "niemals" sagen... :-"

Zum einen: Die Stillwater-Fliegenfischer vom Boot benutzen in Großbritannien und Irland so lange Ruten, weil sie mit mehreren Fliegen am Vorfach fischen und deshalb sehr weite offene Schlaufen werfen, wie du richtig bemerkt hast. Das machen bei uns die wenigsten Bellyboatfischer.

Im Bellyboat gilt das mit dem ermüdungsfreien Werfen nicht anders als beim sonstigen Fischen. Dazu kommt, dass beim Bellyboatfischen sehr selten extreme Distanzwürfe notwendig sind (kommt der Berg nicht zum Propheten, kommt der Prophet zum Berg... :wink: ). Eine kurze Rute ist auch handlicher bei der Landung eines Fisches, und an zugewachsenen Gewässern kann man damit sauberer unter Bäume oder andere Hindernisse werfen.

Ich bin schon vor einigen Jahren dazu übergegangen, im Bellyboat nur kurze Ruten zu verwenden, besonders beim Hechtfischen, weil es mir ein deutlich entspannteres Fischen ermöglicht.


Viele Grüße!


Achim
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