Sage 6210

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Re: Sage 6210

Beitragvon MaxS » 08.12.2016, 07:56

@ Martin: Touché hinsichtlich des Gewichts; ich wusste nicht, dass die Control so leicht ist.
Technisch bleibt das aber eben Geschmacksache.

tight lines
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Re: Sage 6210

Beitragvon fly fish one » 08.12.2016, 08:28

Lieber Martin,
vielen Dank!! Und 100% Zustimmung!! Was für ein geniales Funktionsprinzip, auch in Kombination mit der variierenden Bremskraft. Eine Forelle ist eine Sache, aber ein Lachs oder Tarpon eine völlig andere. Da eine rasende herkömmliche Rolle mit der Hand zu stoppen, um irgendwie an die Kurbel zu kommen - na das ist doch ein Eiertanz.

Wieder was gelernt!
Dein Frank
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Re: Sage 6210

Beitragvon Sixgunner » 08.12.2016, 10:36

Hallo Leute,

Meinen Dijon-Senf möcht eich auch gerne dazugeben:

Zum Thema Rolle:
Die Sage 6210 fasst neben einer 10er Schnur (je nach Modell) noch genügend (GSP-) Backing, um nicht all zu schlecht gegen Tarpon u.Ä. dazustehen. Für die Hecht-/Huchenfischerei ist dies sowieso kein Thema. Ich würde sie sogar ohne Bedenken auf kleinere Tunas bis etwa 30 Pfund einsetzen.

Zum Thema Direct Drive vs. Anti Reverse:
Es gibt Situationen, wo Anti-Reverse-Rollen durchaus Komfort bieten können, und zwar in solchen, wo man mit mehr Bremskraft am Werk ist, ab etwa +/-4 kg nach oben und je nach Rollenmodell. ... und die Fisch echt schnell abgehen, schneller noch als diverese Flats-Spezies!

Bei einer Fischerei, wo die Bremskraft geringer ist (was beim Tarponfischen auf den Flats sehr oft der Fall sein kann) kommt es vor, dass die AR-Rolle wegen der leichten Einstellung keine Schnur aufnimmt, resp. die Kurbel an der Rolle durchdreht, weil die Bremskraft zu niedrig ist, man muss die Bremse also wiederum etwas zudrehen, was aber für den Drill dann sehr ungünstig sein kann.
Bei mir ist dies eine Islander 3, tolles Teil, aber am liebsten mit 3/4 zugeknallter Bremse zu benutzen... Tunas, grosse Jacks, Cobia,... eine weitere AR wird es nicht geben!

Die Danielsson Control arbeitet hier anders, weil man die Bremskraft per Rollenkurbel anpassen kann. Bonuspunkt für das Teil!

Zum Thema Einhand- versus Zweihandrute im tropischen Salzwasser vom Boot aus:
Da hat Achim es auf den Punkt gebracht - mit der Einhandrute geht es wesentlich schneller und vor allem weitaus präziser als mit jeder Zweihandrute, kürzer ist hier besser. Sogar mit kürzeren, um die 8 Fuss langen Ruten ist noch mehr Präzision drin als mit den konventionellen 9-Füssern.
Ad auf den Fisch Druck machen: Achim kennt seine Hebelgesetze, je kürzer, desto besser!
Zur Illustration, obwohl hier auch eine 8'10"er Rute verwendet wird: https://www.youtube.com/watch?v=CWXskIPu9SE

Und dennoch_ich kenne wenigstens einen Angler, der an den Brücken auf den Florida Keys mit kurzer, relativ steifer Zweihandrute vom Ufer auf Tarpon fischt, er tut dies aber blind, bzw, fischt das Wasser ab. Er tut dies hauptsächlich, weil er mit seinem Zweihand-Setup die Stellen an den Brücken so besser erreicht, im Drill liegt er aber gegenüber einer soliden 11er oder 12er Einhand klar hinten und die gehakten Fische dürfen auch nicht riesig sein.

Zum Rollengewicht: bei Einhandruten ist leichter nicht unbedingt besser, besonders bei den steiferen, kraftvolleren Stöcken ab Klasse 10. Nicht nur die Rute wird so ausbalanciert, sondern auch deren Aktion mit der schweren Schnur, die vorne daran zieht.


Mit vorweihnachtlichen Grüssen,

Eric
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Re: Sage 6210

Beitragvon strongbow » 08.12.2016, 17:43

Ja, Eric, das ist schön auf den Punkt gebracht.

Überall, wo Kontrolle, Wurfgenauigkeit und Schnelligkeit gefragt sind, hat die 2Hand klar das Nachsehen. Das gilt insb. beim Sichtfischen auf dem Flat. Da ist eine 2Hand ungefähr das ungeeignetste Stück Gerät das sich denken lässt. Wenn man vom Skiff fischt, kommt man dagegen gut mit einer kürzeren Einhand als 9`hin.

Schwer en vogue waren kurze Zweihand-Ruten dagegen eine Zeit lang im Nordosten beim Striper-Fischen im Surf, weil man mit ihnen relativ entspannt stundenlang relativ große Streamer blindcasten kann. Mir wäre das persönlich auch nichts, aber auch bei uns fischen ja manche Kollegen mit der Zweihand auf Hecht. Aus ähnlichen Gründen. Ich weiss auch nicht, ob sich der Trend beim Striper-Fischen mittlerweile wieder erledigt hat.

Das war nun echt off Topic, aber hoffentlich trotzdem hilfreich.

Toby
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Re: Sage 6210

Beitragvon troutcontrol » 08.12.2016, 17:50

Moin,
das mit den unterschiedlichen Rollenkonzepten ist wie bei den Fahrädern:

Die Control entspricht sozusagen einem Fahrrad mit Freilauf und Rücktritts-Bremse, während die Sage, die HD und 95% aller Rollen auf dem Markt dagegen "Fixies" sind, also Fahrräder mit einem starren Gang ohne Freilauf. Und wenn dann am "Fixie" noch die Bremsen fehlen, sind wir sogar bei Click Pawl - Rollen, was dann wirklich aufregend werden kann - aber dafür bin ich zu alt ! :mrgreen:

Grüsse
Martin

ps.: Noch komme ich am Fahrrad ohne Rücktritt aus ...
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Re: Sage 6210

Beitragvon fly fish one » 08.12.2016, 18:22

Da ich den Off Topic mal angezettelt habe...
möchte ich mich bei allen Experten für die überaus lehrreiche und im gleichen Maße kurzweilige Diskussion bedanken!!

Ganz grosses Fliegenfischenkino!

Euer Frank
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Re: Sage 6210

Beitragvon Sixgunner » 08.12.2016, 20:20

Toby,

Bei den Surf-Striperleuten im Nordosten sind Switch- und leichte Zweihänder immer noch angesagt. Der Trend hat den Weg sogar bis hinunter nach Florida geschafft, wo an der Ostküste damit in der Brandung in der Saison besonders den Snook nachgestellt wird... Auch mit Erfolg, wenn ich mir die Ergebnisse meiner Freunde dort ansehe...

Gruss,

Eric
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Re: Sage 6210

Beitragvon Martin 1960 » 09.12.2016, 06:41

Ein freundliches Hallo in die Runde.

@ MAX
MaxS hat geschrieben:Touché hinsichtlich des Gewichts; ich wusste nicht, dass die Control so leicht ist.
Technisch bleibt das aber eben Geschmacksache.


Ja, erstaunlich wie leicht doch die Rolle ist und trotzdem haltbar.

Über Sinn und Unsinn so einer AR-Rolle möchte ich eine kleines Erlebnis wieder geben.

Sonniger Tag an einem See, den Salmoniden war es einfach zu warm.
Das "Schneiderlein" ist verzweifelt und probiert eine EggFly in quitsch Rosa.
"nur" ein recht schwerer Cyprinide unterbricht sein Sonnenbad und schlürft die Fliege ein/"klaut die Fliege" die so ja nicht für Ihn gedacht war.

Es hat gefühlt Endlos gebraucht bis ich meine Fliege wieder hatte und aus dem "Rüsselmaul" entfernen konnte.
Wenn ich die Control bis dato als "nice to have" angesehen hatte, hat sich das mit diesem Erlebnis geändert.

fly fish one hat geschrieben:Und 100% Zustimmung!! Was für ein geniales Funktionsprinzip, auch in Kombination mit der variierenden Bremskraft. Eine Forelle ist eine Sache, aber ein Lachs oder Tarpon eine völlig andere. Da eine rasende herkömmliche Rolle mit der Hand zu stoppen, um irgendwie an die Kurbel zu kommen - na das ist doch ein Eiertanz


Bei einer normalen Rolle hätte ich nicht die geringste Chance gehabt die sich drehende Spule zu stoppen oder die Kurbel in die Finger zu bekommen,
mit der Control ging es, mit einem 20er Vorfach!
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Re: Sage 6210

Beitragvon Thomas E. » 09.12.2016, 07:48

Martin 1960 hat geschrieben:
fly fish one hat geschrieben:Da eine rasende herkömmliche Rolle mit der Hand zu stoppen, um irgendwie an die Kurbel zu kommen - na das ist doch ein Eiertanz


Bei einer normalen Rolle hätte ich nicht die geringste Chance gehabt die sich drehende Spule zu stoppen oder die Kurbel in die Finger zu bekommen,
mit der Control ging es, mit einem 20er Vorfach!


Moin,

das verstehe ich nicht, war für mich nie ein Problem...mit dem Handballen am Spulenrand ging das Bremsen ggf. bis zum Stopp immer.

An die Kurbel bei drehender Spule zu kommen, sollte man aber nicht versuchen, das gibt oftmals blaue Finger. :badgrin:
Das macht man nur, wenn die Spule mal/ wieder steht !
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Sage 6210

Beitragvon troutcontrol » 09.12.2016, 08:24

"Wading is a little bit tricky!" hat mir Alexej noch mit auf den Weg gegeben, bevor er sich wieder Richtung Camp verabschiedet - ich liebe Herausforderungen, sieht aber eigentlich auch nicht sonderlich dramatisch aus, da hab ich doch schon andere Sachen erlebt, oder?
Ich will möglichst hoch einsteigen und zunächst mindestens bis zur vierten Rinne waten.
Die ersten Meter sind kein Problem, kann man von Stein zu Stein hüpfen, hach, was bin ich heute tricky !!
Dann gehen mir aber die Steine aus, ich muss wohl runter ins Wasser...

Wie tief ist das eigentlich - und so ganz ohne scheint die Strömung auch nicht zu sein...
Einen Fuß vom Stein runter - vorne geht schon mal gar nicht, da ist die Strömung viel zu stark!! Den linken Fuß runter, Stand kriegen, dann den rechten ... zack, die Strömung verdreht mich fast um 90°, holla, das kann ja lustig werden! Ich komm zum Stehen, Gleichgewicht halten ist jetzt angesagt, vorsichtig weiter, vor dem Stein rum? Keine Chance, vorsichtig zurück, hinter dem Stein rum, aus dem Strömungsschatten raus - SCHEI..., das geht überhaupt nicht!! Aber aufgeben zählt auch nicht, gaaaanz vorsichtig weiter, den Fuß nur gaanz langsam über den Boden ziehen, wo ist der nächste Strömungsschatten, bist du eigentlich bescheuert?!?

Ich schaff´s dann doch irgendwie zumindest bis zur dritten Rinne zu kommen, da liegen einige größere Steine im Wasser, hinter denen ich mich vor der Strömung verstecken kann.
Hab mich für eine schwarz-gelbe Plastik-Tube entschieden und fächer von meinem Standpunkt mit meiner neuen Lieblingsrute die einzelnen Rinnen ab, werfe nach links und lass dann durchtreiben.

Nach 10 min hängt die Fliege.
Lift - Hänger schießt ansatzlos davon, reißt mir die Schnur im wahrsten Sinne des Wortes aus den Händen, geht in die Rolle - und springt!!!

Und das was da springt ist ein riesiger, dunkler Lax, der sich durch das Wasser wuchtet, wie ein Delphin, mit maximaler Verdrängungswirkung. Rolle singt, nächster Sprung gleich hinterher - ich muss aus dem Wasser raus, setze schon zum Rückzug an - Hirn funktioniert aber noch!

Hirn sagt: Bist du wahnsinnig?!? Wie willst du denn das Ufer lebend erreichen, wenn du da ohnehin nicht waten kannst? Mit einem tobenden Lax und der 14´ Rute in einer Hand ???

Ich bleib erst mal stehen - vielleicht geht er ja ab? :grin:

5 Sekunden später, Fisch tobt weiter, springt, die Adrenalinausschüttung liegt nun bei deutlich über 100% - ich pflüge durchs Wasser. Pflügen trifft es wohl am besten, mir ist alles egal, Wasser in Hüfthöhe, ich laufe, krabbele über Steine, rutsche, halt mich mit der linken Hand an Steinen fest, Rute immer hoch und im 180° Winkel hinter mir, dabei am Unterarm abgestützt, schau nach hinten, Fisch springt wieder, ist jetzt bestimmt 100 m weg, jetzt durch die Hauptströmung, egal wie, weiter, Strömung reißt mich zur Seite, am Stein festhalten, wegrutschen, Ausfallschritt, Stein gegen Schienbein (den blauen Fleck hab ich immer noch!), noch 10 m, Wasser wird ruhiger, rauf auf den Stein - geschafft, ich bin am Ufer! Zittere am ganzen Körper, schwitze ob der Anstrengung, Brille ist beschlagen, Fisch ist noch dran! Ich muss jetzt erstmal kurbeln, es sind bestimmt 150 m Schnur draußen. Muss dringend die Kontrolle über meinen zitternden Körper und den Fisch zurück gewinnen ! Freu mich wie ein Honigkuchenpferd über meine Rolle, da sind halt beruhigende 250 m Backing drauf - und mit einer wild rotierenden und bockenden Rolle hätt ich den Ritt bis hierher sowieso nicht überstanden!

Hirn einschalten! Wo soll ich den Fisch landen? Aber vielleicht erstmal drillen?
Wobei: Mit meiner langweiligen Rolle kann das jeder Idiot - ich liebe meine Control!!!

Die Minuten vergehen, die Fluchten werden weniger und kürzer, ich kann den Fisch sehen, was für ein Brocken! Lass mich wenigstens 1 Photo machen! iPhone gezückt, mit dem nassen Daumen funktioniert die Entriegelung nicht, mit zitternden Fingern Code eintippen, sehr schlau ! :roll:
Im zweiten oder dritten Anlauf kann ich den Fisch ohne Rücksicht auf´s Gerät ins flachere Wasser ziehen - geschafft!


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Re: Sage 6210

Beitragvon Martin 1960 » 09.12.2016, 08:40

Hallo in die Runde.

Thomas E. hat geschrieben:das verstehe ich nicht, war für mich nie ein Problem...mit dem Handballen am Spulenrand ging das Bremsen ggf. bis zum Stopp immer.
An die Kurbel bei drehender Spule zu kommen, sollte man aber nicht versuchen, das gibt oftmals blaue Finger.
Das macht man nur, wenn die Spule mal/ wieder steht !


Spätestens wenn dann das Vorfach gerissen ist bleibt die Spule stehen, "joha geht doch".
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Re: Sage 6210

Beitragvon Thomas E. » 09.12.2016, 08:58

Moin Martin,

das war jetzt aber keine kon­s­t­ruk­tive Antwort. :wink:

Für leichtes und mittleres FF habe ich eine AR- Rolle nie gebraucht !
Auf kampfstarke wütende Fische im Salzwasser habe ich es bisher nicht versucht. :lol:
Gruß
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Re: Sage 6210

Beitragvon Achim Stahl » 09.12.2016, 10:38

Moin Martin,

ich verstehe dein Problem auch nicht. Selbst bei davonjagenden Tarpons ist für mich eine normale Direct-drive-Rolle immer die erste Wahl. Wie Thomas richtig bemerkt hat, haben bei einer schnellen Flucht die Finger nichts an der Kurbel zu suchen.

Druck auf den Fisch übt man aus, indem man die Hand gefühlvoll auf den Spulenrand legt (Rim Control...). Das ist die sensibelste und effizienteste Bremse der Welt. Rim Control und Clicker reichen für die stärksten (relativ langsamen) Fische in unseren Breiten. Für die wirklich schnellen uns starken Salzwasserfische macht eine gute Bremse allerdings Sinn, da die Reibungshitze bei einer schnellen Flucht sonst ein Problem wird.


Viele Grüße!

Achim
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Re: Sage 6210

Beitragvon troutcontrol » 09.12.2016, 11:13

Moin Achim,
so hat halt jeder seine Erfahrungen, alles gut!

Trotzdem fühl ich mich bei den Hinweisen auf das "gefühlvolle Bremsen mit dem Handballen" immer an die Diskussionen bei der Einführung des Pkw-ABS erinnert - da gab es wirklich viele, die dem sehr skeptisch gegenüber standen, weil sie doch "viel gefühlvoller" bremsen würden, gerade auf Glatteis. :mrgreen:

Grüsse
Martin
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Re: Sage 6210

Beitragvon Achim Stahl » 09.12.2016, 11:24

Moin Martin,

troutcontrol hat geschrieben:Moin Achim,
so hat halt jeder seine Erfahrungen, alles gut!

Trotzdem fühl ich mich bei den Hinweisen auf das "gefühlvolle Bremsen mit dem Handballen" immer an die Diskussionen bei der Einführung des Pkw-ABS erinnert - da gab es wirklich viele, die dem sehr skeptisch gegenüber standen, weil sie doch "viel gefühlvoller" bremsen würden, gerade auf Glatteis. :mrgreen:

Grüsse
Martin


Auch allles gut! :daumen

Mein Posting bezog sich auf den Beitrag von dem anderen Martin. :wink:


Viele Grüße!


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