Shakespeare Rutenbruch

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Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 10.02.2020, 16:47

Hallo

Gestern hat es meine:
Shakespeare Oracle EXP Salmon 12’ 9’’ # 8
erwischt... abgeknalltes 2. Ruten Segment unterhalb des Spitzenteils.

Die Identische Fisch-Lande – Situation wie bei meiner Shakespeare EXP Switchfly 11‘‘ # 8/9
Mit dem Identisches Schadensbild! Ich habe davon in einem älteren Thread berichtet

Den Fakt beiseite gelassen, das diese Rutenserie von S. nicht das ab kann was ich auch mit einer anderen Ruten Marke praktiziere, interessiert mich weshalb diese Schäden? Liegt es am niedrig Vk Preis,ergo niedrig modulierten Graphit Material? Oder an der eher filigranen Wandstärke des Blanks...?

Gruß
Heiko
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Trockenfliege » 10.02.2020, 20:34

Diese Stelle ist bei sehr vielen Ruten mit Over-under Verbindung ein Schwachpunkt, der nicht nur bruchgefährdet ist, sondern auch die Aktion/Eigendynamik der Rute negativ beeinflusst.
Das liegt einfach an den Durchmesser - Wandstärkenrelationen an dieser Stelle - es gibt diesen krassen Durchmesserverlust vom Spitzenteil auf das nächste Teil.
Da dies nur schwer durch eine entsprechende Wandstärke ausgeglichen werden kann, gibt es diese Schwachstelle direkt unter der Verbindung.
Diese findet sich ausgeprägter bei günstigen Ruten, ob das am Material oder an der Taperberechnung o.a. liegt? Nicht so einfach zu sagen.

Ich habe deswegen schon ein paar Ruten genau an der Stelle gekürzt, nicht nur wegen der Bruchgefahr, sondern vor allem um die Aktion zu verbessern.

Das hat immer sehr gut geklappt, aus z.T. sehr schlechten Ruten wurden plötzlich richtig gute und harmonische.
Allerdings fielen da im Einzelfall auch mal über 20cm der Säge zum Opfer.

Je schwächer dieser Bereich unterhalb der Verbindung ist, desto mehr Eigenleben kann die Spitze entwickeln - ich nenne das den "Schwingspitzeneffekt".

Einen möglichen Bruch kan man aber auch durch eine innere Verstärkung in diesem Bereich verhindern.

Heiko, wenn du einen nicht zu stark eingerissenen Bruch hast, kann man das wieder reparieren. In dem Fall kannst du eventuell das abgebrochene Stück innen in das 2. Teil kleben (am oberen Ende) und dann einen neuen Überschub einschleifen. Den Wandstärkenverlust sicherst du mit der inneren Hülse ab.
Diese Hülse sollte ca. 1,5 cm über den eingeschliffenen Bereich hinaus gehen.
Ich verlinke mal eine Reparaturanleitung. Dort habe ich einen sehr langen Zapfen innen reingeklebt, das hatte einen aanderen Grund, so lang müsste er bei deiner Rute nicht sein.

LG
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Trockenfliege » 10.02.2020, 20:44

hier der link.

http://rutenbauforum.de/rodbuilding/thr ... verbindung

Allerdings würde ich in deinem Fall wie oben geschrieben, deine rute um den Schwächebereich kürzen, im link siehst du aber die Vorgehensweise.
Wenn du wie im link reparieren willst, brauchst du halt das innere Zapfenteil. Wird vielleicht nicht so leicht für dich, sowas auf zu treiben.

LG
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 11.02.2020, 01:04

Hallo Reinhard

Herzlichen Dank für die infos und deinen Link, hilfreich!

Der Bruch ist beinahe sauber, 12 cm hinter dem 2. Rutensegment... daher sicher reparabel, wenn ich denn etwas passendes finde. Und eingekürzt hätte die Gerte endlich die Aktion die ich mir wünsche :roll:

Mal sehen, ich werde berichten wie ich entscheide!

Meine letzte intakt verbliebene S. Gerte werde ich wohl in die Vitrine hängen... :mrgreen:

Gruß
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon fjorden » 11.02.2020, 07:29

Hallo Reinhard,
gute Rutenbau und Reperatur Tipps findest du bei Theo Matschewsky: www.solitip.de
Gruß
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 11.02.2020, 15:20

fjorden hat geschrieben:Hallo Reinhard,
gute Rutenbau und Reperatur Tipps findest du bei ....


Hallo Fjorden

Der Reinhard brauch ganz gewiss keine Infos,glaube mir, das ist ein Meister seines Faches!

Die Verlinkung zu seinem Reparatur – Tip ist aufschlussreich und verständlich.

Ich bin hier der Rookie... sehr wahrscheinlich wird die Rep. allerdings am fehlen der Hardware, sprich dem Finden des/der passenden Blank Stücke scheitern, um die Gerte wieder fischen zu können.

Bei deinem link, finden sich lediglich Schadensbilder mit den entsprechenden Reparaturkosten bzw. Preisliste. Keine Reperaturtips!

Aber die “Anlage“, im Video, hat mich schon beeindruckt ;-)

Gruß
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Trockenfliege » 11.02.2020, 16:25

Wenn du keine Bruchrute oder Opferrute hasst, musst du halt etwas warten, bis dir was übern Weg läuft.
Bekommst du das abgebrochene Teil mit dem dünner Ende schon etwas von oben in den Bruch geschoben oder ist es noch viel zu dick?
Aber vorsicht beim Versuchen, das du nicht den blank unnötig weiter "sprengst".

Wieviel vom Durchmesser müsste denn runter, damit das untere Bruchende in den Überschub passt?
Diese ganzen Dimensionen kannst du nur selber beurteilen.

Wenn man das abgebrochene Teil von unten zumindest bis ca. 4 cm an das (neue) Ende vom 2. Teil schieben kann, wäre es schon sehr gut.
Vielleicht muss man vom abgebrochenen Teil nur den Lack abkratzen, bischen schleifen..?
Wenn das passen würde, müsste man es nur gut einkleben und dann das obere Ende soweit abschleifen, dass es in die Verbindung passt.
Der innenliegende Zapfen sollte bei zusammengeschobenen Teilen mindestens 1 cm in die Überlappung ragen: Zapfen reicht bis ca. 4 cm ans obere Ende = Überlappung mind. 5cm.

Wenn du aber für eine passende Überlappung so viel wegschleifen müsstest, das die verbleibende Wandstärke der oberen 4 cm sehr dünnwandig werden, dann sollte der Zapfen bis zum oberen Ende reichen.

Was da jetzt wie passen könnte, kannst nur du beurteilen, außer du kannst alles auf 1/10 mm vermessen.

LG
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 11.02.2020, 18:55

Hallo Reinhard

Auf dem getaperten 12cm Bruchstück habe ich etwa 0,1mm Unterschied - vom Außendurchmesser am Bruch - bis Außend. Spitze...

Am sinnvollsten scheint mir: einkürzen des gebrochenen 2. Segmentes zu einem passenden “Durchmesser“ / Taper, um das 12 cm Bruchstück von hinten einzuschieben, um als Zapfen zu fungieren, und dann, klar, den Ring versetzen, wenn ich dich richtig verstanden habe.

Gruß
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Trockenfliege » 11.02.2020, 20:06

Am 2. Teil würde ich erstmal nichts kürzen, außer der Bruchkante!
0,1mm auf 12cm ist ein sehr geringer Konus, da kann es sein, dass das abgebrochene Teil nicht weit genug rein geht.
Ich würde so vorgehen:
Erstmal das abgebrochene Teil entlacken, das geht am einfachsten mit einem nicht zu scharfen Messer oder einer Metallkante - Feilenrücken zB.
Dann mal von unten ins 2. Teil reinschieben und halbwegs press nach oben drücken.
Je nach dem, wie weit es rein geht, das Teil noch mit Schleifpapier bearbeiten.
Dann kannst du immer noch das 2. Teil soweit abschneiden.

Es kann aber auch sein, wg. des geringen Konuses, dass das abgebrochene Teil für diese Reparatur nicht geeignet ist.

Probier erst mal soweit, dann schauen wir weiter.

LG
Reinhard
Zuletzt geändert von Trockenfliege am 12.02.2020, 18:51, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon fjorden » 11.02.2020, 23:46

Hallo,
sorry, ich meinte natürlich dich Heiko!
Gruß
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 12.02.2020, 16:41

Hallo Interessierte

Nach stöbern im Rutenfundus bin ich fündig geworden: 2 Segmente einer alten 4- teiligen, die ich nun verwende um die 2 Shakespeare Gerten aufzuwerten...
Werde demnächst ein paar Fotos hier einstellen.

Gruß
Heiko
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 14.02.2020, 16:07

Hallo

Wie weit soll der mit Kleber (Epoxy ist das was ich hier zur Verfügung habe...) versehene Reparatur-Zapfen in den Blank eingeschoben werden?: stramm, fest sitzend wie es ohne Kleber möglich war, oder eher verhalten, damit der Kleber zwischen den Blanks seine Aufgabe erfüllt?

Die Stützwicklung am Blank ist schon vorhanden!

Danke für die Tips

Gruss
Heiko
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Trockenfliege » 15.02.2020, 11:48

Welche Variante willst du denn machen?
Was meinst du mit: "Stützwicklung ist schon vorhanden"?
Willst du den Bruch innen verzapfen um dann die alte Länge zu fischen?

Prinzipiell: Wenn du einen Bruch schienen willst, reichen oben und unten ca. 3cm - wenn es keine Längsrisse im blanks gibt!!

Der Zapfen sollte immer straff sitzten, dh. er wird trocken so angepasst, dass er schon bis zur entgültigen Position unter Druck reingeht.
( Druck= so wie man Rutenteile zusammensteckt).
Dann nur sehr dünn Kleber auftragen, mit dem Finger ganz dünn und gleichmäßig verteilen.
Beim Reinschieben darauf achten, dass der Zapfen nur so weit wie schon vorher ausprobiert reingeschoben wird.
Durch den Kleber entsteht eine Gleitfläche, die dazu führen kann, dass man den Zapfen zu weit reinschiebt - im schlimmsten Fall kann man damit den blank "sprengen".
Wichtig: Der Zapfen muss deutlich dickwandiger sein als der zu reparierende blank.
Da du Spitzenteile einer Fliegenrute für den Zapfen verwendest muss du ihn für diese Reparaturvariante 2-lagig einbauen!! Das sollte aus dem vorhandenen Material möglich sein.
Über den so geschienten Bruch macht man dann noch eine Stützwicklung - am Besten aus geflochtener Schnur, das hält mehr als normales Bindegarn.

Wenn du diese Variaante wählst, würde ich den Zapfen aber länger machen, sodas er den "Schwächebereich" komplett abdeckt. Es sollte auch oben soweit reichen, dass sein Ende bis in den Überlappungsbereich der Verbindung reicht.

Wenn du die 2. Variante machen willst - also den blank verkürzt und mit neu einzuschleifender Verbindung, dann gilt das gleiche, was die Passform des Zapfen angeht. Seine Länge sollte dann mindestens, wie schon geschrieben, ca. 1,5cm in den nicht zu schleifenden Bereich hinausgehen.

Da durch die Kürzung ein großer Teil des "Schwächebereichs" schon wegfällt, muss der Zapfen nicht unbedingt weiter nach unten reichen - aber es schadet auch nicht unbedingt.
Für diese Variante muss der Zapfen aber nicht gedoppelt werden, denn er soll in 1. Linie die durch das Einschleifen der Verbindung verlorenen Wandstärke ausgleichen. Nur wenn du so viel vom blank wegschleifen müsstest, dass die Wandstärke sehr deutlich an Zubstanz verliert, sollte der Zapfen entsprechend stabieler sein. Das kommt jetzt auf den Konusverlauf an.
Du hattest auf dem oberen Stück nur 0,1mm Konus. Wenn der Konus direkt unter dem Bruch nicht deutlich ansteigt, könnte theoretisch allein das Abschaben des Lackes ausreichen, um zumindest schon einen kleinen Einschub zu erhalten. Aber diese Dimensionen sind auf die Entfernung schwer zu beurteilen.

Aber was meintest du mit der Stützwicklung?

Eine Stützwicklung UNTERHALB einer Over/under Verbindung ist völlig unnötig und reine Zierde. Das es die bei vielen Stangenruten gibt, wundert mich immer wieder. Stützwicklungen braucht man nur an blankenden, um diese gegen Einreißen zu schützen.
Im dümmsten Fall kann eine solche Zierwicklung hinderlich sein, wenn eine Verbindung im Lauf der Zeit weiter zusammenrutscht und dann an diese Wicklung stößt - dann muss sie weg.

LG
Reinhard
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Magellan » 15.02.2020, 13:23

Trockenfliege hat geschrieben:Welche Variante willst du denn machen?


Hallo Reinhard

Ich musste die Variante des eingekürzten Blank’s wählen, bei der 8er sowie der 8/9er, dh. verzapfen mit Material signifikant dickerer Wandstärke.

Trockenfliege hat geschrieben:Was meinst du mit: "Stützwicklung ist schon vorhanden"?


Trockenfliege hat geschrieben: Stützwicklungen braucht man nur an blankenden, um diese gegen Einreißen zu schützen.


leuchtet ein, dh. das meinte ich mit Stütz Wicklung: dort wo der Zapfen eingeschoben wurde um den Originalblank am platzen bzw. einreissen zu hindern.

Trockenfliege hat geschrieben:Wenn du die 2. Variante machen willst - also den blank verkürzt und mit neu einzuschleifender Verbindung, dann gilt das gleiche, was die Passform des Zapfen angeht. Seine Länge sollte dann mindestens, wie schon geschrieben, ca. 1,5cm in den nicht zu schleifenden Bereich hinausgehen.


30mm-50mm sitzen die verklebte Zapfen im Blank.

Was ich gerade feststelle: ich habe beim verkleben der Zapfen nicht overlap/ underlap berücksichtigt... Na ja,das ist eh alles nur ein "field test", durch das einkürzen dürfte sich die Rutenaktion nicht unerheblich verändert haben...

Gruss
Heiko

Ps: betreffend des Bilder einstellens hier: wenn man es nun direkt vom Rechner aus hochladen kann gerne.
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Re: Shakespeare Rutenbruch

Beitragvon Trockenfliege » 15.02.2020, 17:48

Also Variante 2:

Dann brauchst du an keiner Stelle eine neue Stützwicklung. Das obere Teil hat ja noch seine Stützwicklung, da ist ja nichts abgebrochen.
Am unteren, dem "männlichen" Teil brauchst du keine Stützwicklung, wenn du eine Over/under Verbindung einschleifst.

Nur wen du eine echte Verzapfung machst, also am unteren Teil ragt der Zapfen aus dem Teil heraus und auf diesen schiebst du dann das obere Teil, dann muss man den blankrand gegen ausbrechen schützen.

Aber den Dimensionen nach dürfte diese Variante nicht passen. Der Innendurchmesser des unteren Teils dürfte dafür zu gering sein.
Ein Zapfen für eine Zapfenverbindung ist dann erstmal viel zu dünn und müsste noch aufgepolstert werden.

Meiner Meinung nach müsste eine Over/under Verbindung leichter zu realisieren sein.

Zur Klarstellung:
Bei einer O/U Verbindung wird das obere Teil über das untere direkt geschoben, es gibt keinen "Zapfen"
Die Außendurchmesser der blank Teile sind sehr unterschiedlich.
Eine Zapfenverbindung habe ich, wenn der eigentliche blank oberhalb und unterhalb der Verbindung die gleiche Dimensionen hat und dann durch einen extra eingeklebten Zapfen verbunden werden. Verzapfte blanks wurden ursprünglich einteilig hergestellt, dann zersägt und verzapft.

Blanks mit O/U Verbindung bestehen aus einzel angefertigten Blankstücken, bei denen die Verbindung allenfalls leicht eingeschliffen werden.
Dadurch habe ich automatisch immer den zT. deutlichen Durchmesserverlust unterhalb der Verbindung. Da das sehr schwierig durch entsprechend erhöhte Wandstärke ausgeglichen werden kann, ergibt sich dieser Schwächebereich unterhalb der Verbindung. Je weiter Richtung Spitze desto wirksamer.
Eigentlich sollte die Kraft einer Rute kotinuierlich zunehmen.

LG
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