Tenkara Marken

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Tenkara Marken

Beitragvon putschii » 20.03.2018, 17:34

Huhu,

ich beschäftige mich mit dem Thema Tenkara und bin beim stöbern im Internet auf verschiedene Anbieter getroffen, welche sich doch teils stark im Preis unterscheiden, was nun erstmal nichts Neues ist. Jedoch liest sich das Ganze meist recht gleich und alle Ruten werden scheinbar in China geklöppelt und da drängt sich mir die Frage auf, ob die nur immer anders lackiert werden? Bezahle ich z.B. bei Tenkara USA nur den Namen, oder sind die Ruten wirklich besser als z.B. die von Tenkara Times etc. ? Gibt es eine Marke, es muss kein genaues Modell sein, die ihr uneingeschränkt empfehlen würdet? Ich hoffe ich habe das richtige Unterforum gewählt.


Liebe Grüße,


Timm
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon fjorden » 20.03.2018, 23:28

Hallo Timm,
keine Ahnung. Für mich gehört das Tenkarafischen echt nicht zum Fliegenfischen. Das einzige was gleich ist ist der Köder. Würde auch nicht mein Tippfischen aus meinen Jugendjahren mit einer 3,90 m Stippe als Fliegenfischen bezeichnen. Vielleicht kann ja hier eine Tenkarakategorie aufgemacht werden, sind ja doch einige.
Gruß
Fjorden
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon clood » 21.03.2018, 01:29

Hallo Timm

Ich hab mir ne Tenkararod co gekauft. Geht vom Preis her in ordnung.

https://www.tenkararodco.com/

Lg

Claude
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon putschii » 21.03.2018, 01:38

fjorden hat geschrieben:Hallo Timm,
keine Ahnung. Für mich gehört das Tenkarafischen echt nicht zum Fliegenfischen. Das einzige was gleich ist ist der Köder. Würde auch nicht mein Tippfischen aus meinen Jugendjahren mit einer 3,90 m Stippe als Fliegenfischen bezeichnen. Vielleicht kann ja hier eine Tenkarakategorie aufgemacht werden, sind ja doch einige.
Gruß
Fjorden



Hmm ich finde, dass Fliegenfischer sich irgendwie stark wehren, mit iwas verglichen oder gleichgesetzt zu werden. In beiden Fällen ähnelt die wurftechnik und der Köder ist gar identisch. Ich finde das ist so, als würde beim Spinnfischen der Angler mit Spinner sagen, dass Gummifische nichts mit Spinnfischen zu tun haben. Und obwohl in diesem Fall sogar unterschiedliche Köder bzw. Techniken genutzt werden, können beide mit dem Begriff Spinnfischen leben. Warum ist das bei Tenkara und dem westlichen Fliegenfischen so ein Problem ?
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon Hawk » 21.03.2018, 10:48

Moin,
also bei den Tenkara Ruten ist es im Prinzip genauso wie bei anderen Fliegenruten, eine teure Rute ist nicht zwangsläufig besser als eine günstigere.
Im Idealfall würde man auch hier mehrere Ruten mit unterschiedlichen Schnüren probewerfen und sich dann entscheiden.
Probewerfen ist hier in Deutschland aber kaum möglich und wenn dann haben die Shops nur eine Marke im Sortiment.

Ich kann Tenkara USA auf jeden Fall empfehlen, hatte von denen schon 2 Ruten und war mit beiden sehr zufrieden.
Das eine war eine Ayu, die ist nicht mehr erhältlich, jetzt fische ich eine Sato, die finde ich alleine schon toll weil sie in unterschiedlichen Längen fischbar ist.

Auch Abwicklung im Schadensfall hat Problemlos geklappt (hab die Ayu bei einem Hänger geschrottet, eigene Dummheit) und das obwohl die Rute zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr erhältlich war.
Gekostet hat das ganze dann um die 17$ + Versandkosten für das Ersatzteil aus UK.

Ansonsten ist tenkarabum.com eine tolle Anlaufstelle um sich über die Ruten diverser Hersteller zu informieren. Die testberichte die er schreibt machen auf jeden Fall einen recht objektiven Eindruck und hab in der Hinsicht auch noch nichts negatives gelesen.

Würd mir im Zweifelsfall lieber eine Rute von einem dieser Händler importieren als irgendwelche gelabelte Chinaware zu kaufen (oder gleich bei Ali o.ä. aus China bestellen).

Die Diskussion inwieweit Tenkara Fliegenfischen ist lass ich sein, diejenigen die das mit Tipp oder Stippfischen vergleichen wird man nciht überzeugen können.
Das die Methode an fast allen Fly Only Gewässern erlaubt ist spricht eigentlich für sich ...
Gruß
Sven
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon putschii » 21.03.2018, 12:54

Tenkara USA spricht mich auch zumindest von der Homepage und dem gesamten Auftreten bis jetzt auch am meisten an. Ich habe da die Ito im Auge. Zoll kommt keiner drauf wenn ich aus dem UK Lager bestelle oder? Leider ist Tenkara USA auch der teuerste Anbieter
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon Hawk » 21.03.2018, 13:59

Genau Zoll kommt da nicht drauf jedenfalls nicht bis zum Brexit :wink:
Und bei Tenkara Bum gibts auch noch deutlich teurere Ruten.

Die Ito ist für große Gewässer sicher nicht verkehrt und auch in 2 Längen fischbar.
Hab mal gelesen das die etwas kopflastig ist... Gibt auf alle Fälle auch leichtere 4,5m Ruten.
Für größere offene Gewässer sicherlich trotzdem eine gute Wahl.
Gruß
Sven
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon fly fish one » 21.03.2018, 14:58

Liebe Kollegen,
ich traf mal jemanden der hatte eine alte Teleskoprute zum Tenkarastöckchen umgebaut. Die ließ sich sehr klein transportieren. Fand ich eine ganz beachtliche Anwendung der ollen Stippen die vielleicht sonst immer in der Ecke liegen.

Fischt Ihr damit auch auf grosse Brocken? Ich frage mich immer was dann passiert: Rennen, Hinterschmeißen oder beides?? :badgrin:

Frank
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon Hawk » 21.03.2018, 15:08

Also ich konnte mit der Ayu schon eine 50er Regenbogenforelle landen, das war aber schon eher grenzwertig. Die Rute ist eher für Portionsfische gedacht. Mit meiner Sato wäre der Drill wohl schon ein bisschen entspannter gewesen.
Im Drill muss man etwas in Bewegung bleiben, aber die Ruten puffern auch sehr viel ab.

Umbau einer Teleskopstippe zur Tenkara Rute glaub ich erst wenn ich das Teil in der Hand hatte.
Eine Tenkara Rute ist doch deutlich filigraner und hat auch eine ganz andere aktion als eine Stipprute.
Gruß
Sven
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon fly fish one » 21.03.2018, 15:25

Lieber Sven,

ja die Aktion ist sicher nicht vergleichbar. Da liegst Du goldrichtig. Aber mit Abstrichen durchaus machbar. Wie immer eine Frage des Standpunktes. Und man kann das natürlich auch ernsthaft betrachten und entsprechend investieren. So grundsätzlich, auch wenn das für mich im Moment kein Thema wäre, kann ich mir das durchaus mit einer Menge Spaß verbunden vorstellen. Sicher ist das auch nicht ganz so einfach zu beherrschen und wie gesagt, wenn was anbeißt, schwappt das Adrenalin bis in die Pupillen.

Dein Frank
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon putschii » 21.03.2018, 15:26

Hawk hat geschrieben:Die Ito ist für große Gewässer sicher nicht verkehrt und auch in 2 Längen fischbar.
Hab mal gelesen das die etwas kopflastig ist... Gibt auf alle Fälle auch leichtere 4,5m Ruten.
Für größere offene Gewässer sicherlich trotzdem eine gute Wahl.


So ein Zwischending wäre ja die Hellbender von Dragontail. Das wäre zwar ein Import, dafür aber günstiger. Man man man, schwer sich zu entscheiden :D
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon Hawk » 21.03.2018, 15:40

Entscheidend ist ja erstmal was du willst.
Meiner Meinung nach gilt beim Tenkara, die Rute so lang wie Möglich wählen.
Sprich wenn du an Wiesenbächen oder Gebirgsbächen mit freien Ufern oder größeren Gewässern unterwegs bist ist eine 4,5m Rute super.

Wenn du auch mal an Gewässern mit überhängenden Bäumen unterwegs bist ist eine Rute von 3-4m deutlich handlicher.

Und dann ist natürlich noch die zu erwartende Fischgröße und dem entsprechend die Frage wie kräftig die Rute sein muss.
Bei TUSA ist das meines wissens Iwana < Rhodo < Sato < ITO < Amago
Gruß
Sven
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon matthias z. » 21.03.2018, 16:20

fly fish one hat geschrieben:Liebe Kollegen,
Fischt Ihr damit auch auf grosse Brocken? Ich frage mich immer was dann passiert: Rennen, Hinterschmeißen oder beides?? :badgrin:

Frank



Ich sage nur Extreme Tenkara:

https://www.youtube.com/watch?v=zA33IidhVSQ

Tls

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Re: Tenkara Marken

Beitragvon Trockenfliege » 21.03.2018, 19:34

Hawk:
"Umbau einer Teleskopstippe zur Tenkara Rute glaub ich erst wenn ich das Teil in der Hand hatte.
Eine Tenkara Rute ist doch deutlich filigraner und hat auch eine ganz andere aktion als eine Stipprute."[/quote]

Es gibt ja nicht die eine Tenkaraaktion sondern sehr unterschiedliche.
Eine 8:2 entspricht der Aktion einer klassischen schnellen Stippe, und auch 7:3 oder 6:4 finde man gerade bei den kürzeren Stippruten.

Und wenn man das Ganze erstmal versuchen möchte, bietet sich durchaus eine der günstigen Stippen an. Die gibt es dann sogar genauso schön kurz geteilt.
Z.B. die Iruna von FishermansPartner, von 3m bis 4,4m, ab 20,-, . Die 4,2m wiegt ca. 150gr und ist ein etwas kräftigerer Prügel, ca. 7:3, knapp 60cm Transportlänge.
Die Daiwa Compass wiegt bei 3m Länge ca. 75gr, hat eine ca. 6:4 Aktion, ist ca. 40cm und für 20,-, zu haben.
Oder die etwas ältere DAM Quick Stick. Auch die ist sehr kurz geteilt (40cm) und leicht. Die 4m wiegt 130gr und hat eine 6:4 - 5:5 Aktion. Damaliger Kostenpunkt 30,-.
Die DAM und die Daiwa sind als Tenkara gedacht, zumindest haben beide das Bändchen an der Spitze. ( Alle 3 Ruten habe ich gerade in der Hand)
Wem die kurze Teilung nicht wichtig ist, kann natürlich auch eine normale kurze Stippe mit entsprechender Aktion nehmen.

Gruß
Reinhard
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Re: Tenkara Marken

Beitragvon Hawk » 21.03.2018, 19:49

Selbst wenn die aktion ähnlich ist, aber das Wurfgewicht ist ein anderes.
Ne Stippe ist nunmal darauf ausgelegt ne Pose mit entsprechend Blei und einen entsprechenden Köder zu werfen, also mehrere Gramm gewicht.
Die Tenkara Rute soll sich bereits mit dem Schnurgewicht aufladen. Klar wenn man ein dickes geflochtenes Vorfach nimmt geht das vielleicht auch mit einer Stippe...

ich kenn die Ruten die du nennst aber nicht, wenn sie als Tenkara Ruten verkauft werden dann sinds halt auch keine Stippen...
Gruß
Sven
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