Top Einsteiger Combo

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Top Einsteiger Combo

Beitragvon Nestola » 04.05.2017, 09:47

Moin moin FF-Community,

ich wollte hier einmal eine Einsteiger-Combo Vorstellen/Vorschlagen die einen Super Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Kommt öfter mal vor das viel Anfänger sich an das Fliegenfischen wagen wollen und nicht viel Investieren können oder möchten.
Ich betreibe auch schon lange das Fliegenfischen an Küste (Meerforelle, Hornhecht) und See (Barsche, Hechte, Rapfen) Natürlich besitze ich wie viele von euch mehrere Fliegenruten von Klassen 2 - 8, wo meine Ehefrau die Preise auch nicht kennen sollte ;-)

Von den vielen Combos bin ich von einer sehr begeistert die ich halt Neueinsteigern aber auch erfahrenen Fliegenfischern oft empfehle wenn diese mal nach was günstigem als Allround-Rute suchen.

Hier meine Empfehlung:

Guideline EXP4 Einhand Fliegenrute # 5 - 9 ft (Preis: ca. 150€)
Loop Opti Stillwater Fliegenschnur # 5 (Preis: ca 89€)

Die Wahl der Rolle ist egal kann man sich je nach Geschmack und Schnurkapazität frei auswählen.
Diese Rute mit der Schnur haben zusammen so gute Wurfeigenschaften, das bis jetzt jeder Neueinsteiger damit klar gekommen ist wenn er sie in der Hand hatte. Es macht einen riesen Spaß damit auf Barsche, Hechte und Rapfen zu Angeln kleine Streamer werfen sich wunderbar und selbst bei starkem Wind ist es kein Problem die Fliege an seinem Ziel zu plazieren. Wer jetzt behauptet das könnte zu Problemen kommen wenn große Fische anbeißen den kann ich beruhigen, habe mit dieser Combo oft Hechte zwischen 70 - 100cm gelandet, genau so wie Rapfen 60+. Der Drill dauert natürlich oft etwas länger macht aber auch mehr Spaß ;-).

Man kann mit dieser Combo auch die leichte Meerforellenfischerei betreiben!

Ich hoffe das konnte euch die Entscheidung erleichtern, solltet ihr mal was für Barsch & Co suchen.

Gruß
Akki
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon fjorden » 06.05.2017, 21:04

Hallo Akki,
finde das "leichtsinnig" oder sogar falsch! so eine Kombo mit dem Vermerk Hecht Anfänger*innen zu empfehlen. Die Fischerei auf Forelle ist was anderes als auf Hecht. Das ist ungefähr so eine Stippangel auf Weißfisch für Hecht zu empfehlen. Auch ist die Länge für viele Gegebenheiten der Bachfischerei zu lang. Meine Empfehlung für eine Allroundrute für Forelle, Äsche, Barsch und eventuell Meerforelle oder Zander wären #6 und 8,6 ft. Würde aber optimal zu zwei Ruten raten. Eine 8 ft. # 4 oder 5 für die Bachfischerei und eine 9 ft # 7 für die etwas schwerere Streamerfischerei auf Hecht, Zander und Meerforelle. Wer es gezielt auf Hecht anlegen will sollte dann auf # 8 oder 9 gehen.
Gruß
Fjorden
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon Magellan » 06.05.2017, 21:45

Akki,

ich bin ja sicherlich hart im nehmen und drille ggf. einen großen Fisch der ungewollt auf mein 4rer Equipment geht schneller aus als manch einer mit 6er Gerte… Aber diese 5er Combo der Anfängerfraktion mit dem lapidaren Kommentar zu empfehlen;

Nestola hat geschrieben:
Wer jetzt behauptet das könnte zu Problemen kommen wenn große Fische anbeißen den kann ich beruhigen, habe mit dieser Combo oft Hechte zwischen 70 - 100cm gelandet, genau so wie Rapfen 60+. Der Drill dauert natürlich oft etwas länger macht aber auch mehr Spaß ;-).


...ist etwas unglücklich formuliert! Selbst wenn diese Fische zum Verzehr entnommen werden.


Gruss
Heiko
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon orkdaling » 06.05.2017, 22:23

moin moin,
also unter Einsteigerkombo verstehe ich auch etwas anderes, sowas zB http://www.guideline.no/9SVTFlI56n_d2Z- ... agesize=12
Ich gehe auch immer so leicht wie møglich los und da kommt es vor das sich bei der Mefofischerei auch mal ein Dorsch, Pollack oder Seelachs an der 6# vergreift. Wenn ich diese gezielt befische dann aber eben nicht mit der 6er. Da ist es egal ob Einsteiger oder Fortgeschrittener.
Ob 6, 7 oder 8 entscheide ich nach Windverhæltnissen bei dieser Art der Fischerei.(Mefo)
Bei den Kispiox steht nicht umsonst dabei fuer was das jeweilige Set gedacht ist.
Gruss Hendrik
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon Trockenfliege » 07.05.2017, 09:23

Heiko hat recht, wenn er sagt, dass man auch mit einer leichten Rute große Fische schnell drillen kann.
Vorraussetzung ist aber eine entsprechende Vorfachstärke.
Mit der 5er aus dem Combobeispiel lässt sich durchaus auch eine Hecht der angegeben Größe zügig drillen, wenn der Streamer an einem 30er Vorfach hängt.
Ich habe schon viele Fische an relativ leichtem Ruten gefangen, nicht nur beim Fliegenfischen. Wenn alles gut aufeinander abgestimmt ist, dh. vor allem die Schnur so stark ist, dass man das komplette Potential der Rute ausnützen kann, ohne die ganze Zeit Angst haben zu müssen, dass das Vorfach reisst, geht so ein Drill sogar manchmal schneller als an einem steifen Prügel.

Hier http://rutenbauforum.de/rodbuilding/thr ... adid=11356 mal ein Beispiel ( bischen runterscrollen). Der Drill hat nicht länger gedauert als ich es mit der 8er gewohnt war.

Was die leichteren Rutenklassen in dieser Hinsicht begrenzt ist die Transportfähigkeit für größere Köder, ein 15 cm Hechtstreamer ist mit einer 9er Schnur besser zu werfen, als mit einer 6er ( es geht aber trotzdem, selbst mit einer weichen 4er Rute und einer DT4 habe ich schon recht bequem 15cm Hechtstreamer zu Versuchszwecken geworfen, wichtig ist das dicke Vorfach zur Kraftübertragung).

Das negative Gegenbeispiel habe ich vor vielen Jahren in Frankreich erlebt, wo ein Fliegenfischer in einem träge fliessenden Flussabschnitt eine kleine Forelle von vielleicht 22 - 25cm über viele Minuten mit nur sehr leicht gekrümmter Rutenspitze gedrillt hat. Ich verstand überhaupt nicht, was Sache war, bis ich dann erfahren habe, dass er mit 0,06er!! Vorfach gefischt hat!

LG
Reinhard
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon orkdaling » 07.05.2017, 10:21

moin moin,
@ Reinhard, und genau dieses unnøtige drillen sollte verboten werden.
Egal ob der Typ diese kleine Forelle quælt oder ich oft lachsfischer sehe die die Fische erst landen wenn sie Weiss zeigen, ich kønnte ihnen die Rute um die Ohren hauen.
Unnøtig lange Quælerei und Stress . Zahlreiche Untersuchungen belegen das die Sterblichkeit abhængig von Wassertemperatur und Drilldauer extrem zunimmt.
Und zur leichten Rute, natuerlich transportiert eine stærkere Rute grøssere Fliegen und mehr Schnurgewicht. Aber selbst bei kleinen Fliegen und wenig Wind sind sie nicht zu empfehlen wenn mit stærkeren Fischen gerechnet werden muss. Wenn genug Freiwasser ist spielt es nicht so eine Rolle, wenn ich aber Druck ausueben muss damit der Fisch nicht im Geæst,Schilf oder Tang geht und dort anschliessend verludert.
So schwach wie møglich aber so stark wie nøtig gilt nicht nur fuer die Schnur!
Gruss Hendrik
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon troutteaser » 07.05.2017, 10:52

Hallo Hendrik,

sehe ich genau so wie Du. Erfahrene, waidgerechte Fliegenfischer verwenden kein viel zu leichtes Gerät auf große und schwere Zielfische. Das ist eher ein typischer Anfängerfehler, nach dem Motto, je leichter und feiner, desto besser.

Wie oben beschrieben, kann man auch mit leichtem Gerät schwere Fische drillen, aber man sollte nicht von vorne herein mit einer 5-er Gerte auf Hecht fischen, finde ich wenigstens.

Beste Grüße,
Emil
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon Nestola » 07.05.2017, 21:46

Hallo meine lieben, klar habt ihr Recht ich habe mich da vielleicht etwas unglücklich Ausgedrückt. Diese Einsteiger-Combo war nicht als reine Hecht-Combo vorgeschlagen, sondern als eine Combo mit der man einen großes Spektrum abdeckt. Mit dieser Rute und Schnur kann man sehr gut von Rotaugen, Brassen über Barsch, Hecht und Forellen beangeln und es muss halt keine Panik aufkommen wenn mal eine größere Überraschung am Haken sitzt. Ihr müsst immer von der Sicht eines Einsteigers sehen, diese wollen meist auch gern am Anfang eine Combo mit der man vieles beangeln kann und Preis niedrig ist. Nicht wie wir die sich ihre Klassen für verschiedensten Fischarten haben. Das Werfen mit dieser Combo ist nun mal sehr Anfänger freundlich.

LG
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon troutteaser » 10.05.2017, 21:01

Hallo,

Klar ist eine 5-er eine gute Allround-Gerte. Aber je nach Zielfisch und zu werfender Fliege würde ich dann eher zu einer höheren Schnurklasse raten. Eine 6-er beispielsweise wäre noch etwas mehr "Allround" als eine 5-er. Anfänger kommen auch gut mit der 6-er klar, besonders wenn schwere Fliegen - beschwerte Nymphen und kleine Streamer - häufiger geworfen werden sollen.

Ich habe auch schon "versehentlich" einen 82-er Hecht auf die 6-er bekommen, einen 85-er Huchen auf den Forellenstreamer oder einen schweren Lachs auf die 8-er beim Meerforellenfischen. Geht alles, wenn man die Grenzen des Gerätes kennt und im Drill auch nutzt, aber das ist sicher nicht das, was uns Fliegenfischern auf die Dauer "Spaß" macht. Ich gebe Dir ja recht, es geht, nur sollte man gerade Anfängern klar machen, lieber etwas "grober" zu fischen - als zu fein. Nichts für Ungut, du hast Deinen Standpunkt ja deutlich gemacht.
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon orkdaling » 10.05.2017, 21:26

moin moin,
sehe ich aus so mit der 6# wenn es sich um Anfænger handelt und nur eine! Rute zur Verfuegung steht.
Man muss aber schon sehen wo und was gefischt werden soll, fuer Mefo wær das nicht die Einsteigerrute, da wær der Allrounder 7#
Im Gegensatz dazu wird der Wiesenbach/Streamerfischer aber mit einer 5# gut beraten sein.
Wie so oft, pauschal geht gar nichts, sind zu viele Faktoren zu beruecksichtigen.
Gruss Hendrik
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon fly fish one » 11.05.2017, 09:35

troutteaser hat geschrieben:Hallo,

...., nur sollte man gerade Anfängern klar machen, lieber etwas "grober" zu fischen - als zu fein. Nichts für Ungut, du hast Deinen Standpunkt ja deutlich gemacht.


Das würde ich aber nur auf die Vorfächer beziehen. Sonst rennt jeder mit Klassen ab 6 und höher los, was je nach Gewässer absoluter Nonsens ist, ungemütlich, langweilig und völlig überdimensioniert. Es ist im Gegenteil dazu genau wie Hendrik schreibt, dass man absolut keine pauschalen Aussagen treffen sollte. Selbst eine #5 ist alles andere als eine allgemeine "Allroundwaffe". Und das Thema haben wir ja länglich diskutiert - in der Schonzeit! :mrgreen: Dieses "Allround" ist für jeden und jedes Gewässer anders.

Euer Frank
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Re: Top Einsteiger Combo

Beitragvon troutteaser » 12.05.2017, 15:59

fly fish one hat geschrieben:
troutteaser hat geschrieben:Hallo,

...., nur sollte man gerade Anfängern klar machen, lieber etwas "grober" zu fischen - als zu fein. Nichts für Ungut, du hast Deinen Standpunkt ja deutlich gemacht.


Das würde ich aber nur auf die Vorfächer beziehen. Sonst rennt jeder mit Klassen ab 6 und höher los, was je nach Gewässer absoluter Nonsens ist, ungemütlich, langweilig und völlig überdimensioniert. Es ist im Gegenteil dazu genau wie Hendrik schreibt, dass man absolut keine pauschalen Aussagen treffen sollte. Selbst eine #5 ist alles andere als eine allgemeine "Allroundwaffe". Und das Thema haben wir ja länglich diskutiert - in der Schonzeit! :mrgreen: Dieses "Allround" ist für jeden und jedes Gewässer anders.

Euer Frank



Hallo Frank,

Eine 6-er als Einsteigergerte deckt ohne Zweifel ein noch breiteres Spektrum ab als eine Fünfer. Nur darum geht es, wenn man - wie ich oben geschrieben habe - auch des öfteren schwerere Fliegen wie Streamer oder beschwerte Nymphen fischen möchte - auf Forellen, Äschen, Döbel (Aitel), Barsche, Rapfen...etc...
Einsteiger wissen oft noch nicht ganz genau, wo ihr Schwerpunkt des Fischens mit der Fliegenrute liegen wird - See, Fluss, Meer, Bach, leichte oder etwas "schwerere" Fischerei. Auch deshalb im Zweifel eher eine 6-er als eine 5-er. Hängt natürlich auch vom Einzelfall ab. Es soll auch mittelschnelle Sechser geben, die auch Anfänger nicht überfordern. Natürlich soll nicht jeder Einsteiger mit einer 6-er starten - aber vor allem diejenigen, die häufiger schwerere Fliegen werfen müssen oder wollen. Eine 5-er oder gar 4-er ist für leichtere Fliegen, heikle Fische und kleine bis mittlere Gewässer ggf. die bessere Wahl, wie weiter oben schon anklang.

Vom Vorfach war hier nicht die Rede - natürlich spielt das auch ein große Rolle. Eine zu leichte Schnur überträgt die Wurfenergie nun mal schlechter auf das Vorfach und damit auf die "schwere Fliege" als eine etwas schwerere Schnur. Daneben spielen noch andere Kriterien eine Rolle - die Länge und der Spitzendurchmesser des Vorfachs sowie das Frontttaper und die Keulenlänge der Schnur beispielsweise.


Beste Grüße,
Emil
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