Warum Graphit im Rutenbau?

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Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon Hans. » 27.11.2017, 16:42

Hallo allerseits,

kurze Frage: Die neue Winston Nimbus wird als die beste Graphit Rute auf dem Markt bezeichnet. Von Werbeaussagen und Testergebnissen mal abgesehen, was ist das Besondere an Graphit im Rutenbau? Worin besteht der Unterschied zu Karbon, aus dem ja -wenn ich richtig liege- die meisten Blanks bestehen ?

Grüße und danke schon mal,
Hans
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon Hawk » 27.11.2017, 17:16

Einfach mal google bzw. Wikipedia Fragen.

"Im allgemeinen Sprachgebrauch, insbesondere bei Sportgeräten aller Sportarten, stehen Begriffe wie Carbon, Graphit(e) und Kohlenstofffaser typischerweise für Kohlenstofffaser-verstärkte duromere Kunststoffe."
--> Unterschiedliche Bezeichnungen für das gleiche Material.
Gruß
Sven
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon dr-d » 27.11.2017, 19:18

hallo hans,



"neue besen kehren gut , aber die alten kennen die ecken". oder nichts neues im westen... :D


ich vermute, die wollen nun (zwangsläufig) ins gehobene mittlere segment - also muss es graphit sein... :twisted:


andere benutzen graphene in homöopathischen dosen und müssen nun schauen wer `s kauft.


ich glaube, wenn wir uns auf unser bauchgefühl verlassen, liegen wir nicht selten gut im rennen.


schöne Woche


thomas
dr-d
 

Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon mcfly66 » 27.11.2017, 20:05

Die Beste?
Behauptet das nicht jeder Hersteller oder Besitzer über seine Rute?

Gruß,
Herbert
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon fly fish one » 27.11.2017, 20:18

Ja aber sicher!! Ihr defätistischen Wühlmäuse Ihr! :p Mich erschüttert das ned, ich bleib Sage-Jünger!

Frank - und Winston und Hardy und was anderes habe ich noch nicht
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon Noellgen, H » 27.11.2017, 21:01

Hallo Frank,

nomen est omen.
Nimbus bedeutet ja Heiligenschein,
der ist in dem Modell eingebaut und eingepreist.
Bei manchem Werfer erscheint allerdings nur eine graue Regenwolke.

Gruß,

Heiner
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon Trockenfliege » 27.11.2017, 21:02

Wie Sven schon richtig bemerkte, es gibt verschiedene Bezeichnungen für das Kohlefasermaterial.

Allerdings ist die Bezeichnung Graphit im (Fliegen)Rutenbau überhaupt nichts Neues - die allersten Fliegenruten von Shakespeare aus Anfang der 70er Jahre (zeitgleich mit den HMGs von Fenwick erschienen) nannten sich schon "Graphlit" - hatten also Graphit schon im Namen.

LG
Reinhard
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon fly fish one » 27.11.2017, 21:17

Lieber Heiner,

geh mir los! Wenn jetzt Winston anfängt seine Produkte sich kanibalisieren zu lassen, ja dann komm ich echt in Schwierigkeiten! Wenigstens ist auf die anderen Marken noch verlass! Oder?! *Zitter*

Dein Frank - Wurfplinse und Markenfetischist
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon Noellgen, H » 28.11.2017, 08:56

Hallo Frank,

das mit der Markentreue ist ja so eine Sache.
Ich war ja einmal überzeugter Anhänger der
Firma Hardy.
Damals lautete die Philosphie : Ein neues Produkt kommt nur auf den
Markt wenn es einen klar ersichtlichen Mehrwert gegenüber dem
bisherigen hat. Sie hatten einen Customer Service, der einem
freundlich die Daten zu einer fünzig Jahre alten Gespliessten übermittelte.
Das hat mir gefallen.
Dann wechselten Eigentümer und Management, Produktion in China,
neue Farbe = neue Rute, Customer Service kostet nur unnütz Geld.
Meine Zuneigung erlosch.
Wie das mit Winston weiter geht weiss ich nicht.
Das neue Wunderteil ist blau, und so etwas geht ja gar nicht.
Eine Winston hat grün zu sein, oder ?

Gruß,

Heiner
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon matthias z. » 28.11.2017, 10:37

Ha, Ha, Ha.........meine Lieblingslachsrute ist eine Sage gfl "GRAPHITE" III.

Ist doch bei vielem so, dass das Gleiche verschiedene Namen trägt. Die fast nicht mehr neue 3M Blank Entwicklung nennt Hardy "Sintrix", bei Sportex Spinnruten wird es "Helicore" genannt usw.

Viele Grüße

Matthias
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon orkdaling » 28.11.2017, 10:42

moin moin,
hier auch interessant beschrieben. https://www.canadacarbon.com/what-is-graphite
und hier https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoff

Wichtiger fuer uns ist halt was daraus gemacht wird denn da entstehen seeeehr unterschiedliche Ruetchen.
Das ist wie mit dem Fluorocarbon,fast jeder empfiehlt es, kaum jemand weiss das es eine nicht geschuetzte Bezeichnung einer Warengruppe ist und jeder kann was reinmischen um die Eigenschaften zu verændern.

Und Frank, auch wenn ich alte Augen habe und Brille brauch, ich hab schon mal geschrieben was ich sah als ein Container mit gebrochenen Ruten der Wiederverwertung zugefuehrt wurde. Warum war da eine Marke mit ueber 50% vertreten ? Fischen ueber 50% diese Marke ? Sehe ich jedenfalls nicht !
Den Namen verate ich nur dir, eine amerikanische :badgrin:
Man kan es auch uebertreiben wenn man immer der Beste, der mit der schnellsten Rute usw sein will - aber das kann doch nicht stimmen bei dem Preis sagt sich der Kunde und zahlt brav weiter fuer solch ein edles Stueck. :badgrin:

Gruss Hendrik
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon GerhardW.E. » 28.11.2017, 10:52

Ein Thread mit Potential! :wink:

Sind teure Ruten wirklich besser? Sind Shakespeare oder Wychwood Ruten nicht genauso gut? Kommt es nicht alleine auf die Wurftechnik an? Ist catch and release super? Und wieviel Eitelkeit verträgt eigentlich das Fliegenfischen?
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon dr-d » 28.11.2017, 11:13

hallo gerhard,


m.e. sind die hochwertigen blanks schon besser - da steckt viel entwicklung und knowhow drin - um wieviel? das ist die frage,

denn jetzt sind wir beim user mit all seinen subjektiven parametern... :twisted:


die von dir genannten marken dienen mir tw. als backup und dies gut - aber nicht so gut wie z.b. custom - sage/cts/usw. oder hardy,usw.

wenn man einen halben oder ganzen tag gar fokussiert draussen ist, merkt man es dann schon meine ich...


fangen kann man mit allen, frage halt wie und dabei sind wir ggf.bei der eitelkeit/anspruchshaltung. :D


schöne woche


thomas


p.s.wenn ich z.b. trocken antidrag-technisch in strömungen - wie z.b. der oberen gail - unterwegs bin , dann muss es m.e.
schnell,präzise,gefühlvoll und leicht sein, sonst sind die fische weg und ich überdies abends erledigt.
dr-d
 

Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon orkdaling » 28.11.2017, 11:47

moin moin nochmal,
sicher kostet Entwicklung Geld, sicher ist es ein Unterschied ob ich eine Sage gegen eine No Name werfe, und sicher fange ich auch mit beiden einen Fisch.
Muss halt jeder selber einschætzen was er braucht oder was er ausgeben will.
Der Eine bezieht seine Blanks aus China, der Andere aus Japan. Der Eine læsst dort fertigen , der Andere baut den Kram zu Hause zusammen.
Viele beziehen ihre Teile ,egal ob Blank oder Schnur, von der selben Bude ! Ist der Preisunterschied gerechtfertigt.
Am Beispiel, sieh dir mal die Preise an bei http://www.eikre-fly.no/ die ihre Blanks aus Japan beziehen und in eigener Manufaktur bauen. Schau mal was zB eine 15 oder 18ft 10/11 gegen die S - Marke kostet.
Die Eikre wirft die norwegische Nationalmanschaft und die schneiden da seit vielen Jahren sehr gut ab.
Im norwegischem Forum stritten sich mal ein paar "Profis" um die beste Lachsrute in dieser Klasse.
Da kamen viele Meinungen zusammen, Sage, Hardy, Loop, Winston.....
Zum Schluss beendete jemand die Diskussion mit " wenn ich sage das ich Hændler bin glaubt ihr mir nicht, ok, wer von euch hat denn schon mal mit einer handelsueblichen Rute 56m geworfen? Ich zb mit einer GL Lxi bei den letzten Meisterschaften. "

Entwicklung und Qualitæt kosten Geld - aber soviel das man den doppelten oder dreifachen Preis aufrufen kann?

Gruss Hendrik
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Re: Warum Graphit im Rutenbau?

Beitragvon matthias z. » 28.11.2017, 12:02

dr-d hat geschrieben:
"neue besen kehren gut , aber die alten kennen die ecken".

thomas


...........wie z.B. dieser hier :wink: :mrgreen:

https://www.elbenwald.de/Harry-Potter/N ... gI-EPD_BwE

Sorry, OT

Matthias
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