Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

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Eine 6er Rute . . .

Eine 6er braucht kein Mensch
7
12%
. . . ist schon sinnvoll
53
88%
 
Abstimmungen insgesamt : 60

Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon Trockenfliege » 24.02.2017, 17:30

Ach so, du meinst also, dass zB. eine 6er Scott S4S mit einer 9,5m langen Keule einer original kalibrierten WF6 so richtig gut ausgelastet wird zum Weitwerfen?
Da ich die Rute selber geworfen habe, bezweifel ich das mal. ( und auch ohne sie probegeworfen zu haben würde ich das bezweifeln)
Ich habe die mit einer 6er DT probegeworfen - die Schnur hat die Rute bei entsprechender Leinenlänge in der Luft (deutlich mehr als 10m) richtig gut ausgelastet.

Also um es mal klar auszusprechen (und was ich in meinem letzten Post eigentlich ausdrücken wollte) - die Aussage von Scott in dem Video hätte nur dann Hand und Fuß, wenn tatsächlich alle ihre Ruten bei 9,14m der entsprechenden AFFTA-konformen Schnurklasse optimal ausgelastet wären, was nicht zutrifft.

Also ist die Aussage von Scott larivari (schreibt man das so?? :biggrin: )- oder lassen sich ihre Ruten neuerdings mit allen Schnüren der gleichen Klasse gleich gut auslasten, egal ob ich eine WF mit einer Keule von 9m habe oder eine DT? Das wär mal was!!

LGruß
Reinhard
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Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon Federkiel » 24.02.2017, 17:35

Hallo Reinhard,
es ist nicht die S4, S4S oder RADIAN gemeint (da kann man ruhig eine halbe Schnurklasse höher gehen, aber das ist Geschmacksache und hängt ja auch davon ab, was man wie weit werfen muss), sondern die G2 von SCOTT. Ähnliches wie für die G2 gilt auch für die Superfine Carbon, die Superfine Touch oder die Original Superfine (nicht aber die Trout Bum) von ORVIS.

Gruß
Michael
Zuletzt geändert von Federkiel am 25.02.2017, 06:53, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon Trockenfliege » 24.02.2017, 17:50

Hi Michael,
ich beziehe mich auf die Aussage im Video, wonach er sagt, so wie ich es verstanden habe, dass ALLE Scottruten Klassenkonform sind.

LG
Reinhard
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Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon Thomas E. » 24.02.2017, 18:28

Trockenfliege hat geschrieben:Ach so, du meinst also, dass zB. eine 6er Scott S4S mit einer 9,5m langen Keule einer original kalibrierten WF6 so richtig gut ausgelastet wird zum Weitwerfen?


Hallo Reinhard,

das ich das so sehe, habe ich nie geschrieben.
Auch würde ich für den "weiten Wurf" dann eine wesentlich längere Keule wählen. :wink:

Generell arbeitet man doch an vielen Gewässern mit unterschiedlichen Schnurlängen (d.h. Gewicht), selbst wenn man einen SK verwendet, ich fühle mich auch mit z.B. 3 oder 6m Schnur außerhalb der Rute nicht unwohl.

Sinnvoller wäre wie es einige Anbieter schon machen, eine Angabe des idealen Wurfgewichts in Grain/ Gramm auf der Rute.
Gruß
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Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon Federkiel » 24.02.2017, 23:35

Trockenfliege hat geschrieben:Hi Michael,
ich beziehe mich auf die Aussage im Video, wonach er sagt, so wie ich es verstanden habe, dass ALLE Scottruten Klassenkonform sind.

LG
Reinhard


Hallo Reinhard,
Jim Bartschi und John Duncan meinen damit, dass sich -hier im Film die G2 Ruten (und fast alle anderen SCOTT- Ruten; ich finde sogar die Meridian, jedenfalls meine #8 9ft)- also die SCOTT- Ruten mit Schnüren die der auf der Rute bezeichneten AFTMA- Klassifizierung grob folgen gut aufladen. Hier geht es um die Distanzen für welche die Ruten jeweils entwickelt wurden. Also eine G2 ist für den Wurfbereich von etwa 5 m bis etwa 20 m entwickelt worden. Alles andere -die Feinheiten, verschiedene Schnurtaper etc., ist damit nicht gemeint. Gemeint ist also, dass man eine für das feine Fischen mit langen Vorfächern konzipierte Forellenrute, die mit Klasse 5 gelabelt ist, nicht mit einer GPX oder SBT in Schnurklasse 6 zum Leben erwecken muss (wie so manche SAGE- Rute).

Woher ich das weiß? Ich habe die beiden selbst gefragt :)

Gruß
Michael
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Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon Hans. » 08.03.2017, 09:53

GloBug hat geschrieben:.... Selbst kleinere Karpfen drillt man mit einer 6er locker...


Hallo in die Runde,

eine geschmeidige echte 6er ist sicherlich eine Universalrute. Wenn beim Werfen auch noch das Gefühl aufkommt eine 4er in den Händen zu haben, wie ich das bei der 6er Scott Radian auf der Wiese erleben konnte, ist die Welt einfach in Ordnung. Andererseits habe ich bei dem Thread hier den Eindruck, dass die Leistungsfähigkeit leichterer Rutenklassen, wenn es um zügiges Drillen geht, reichlich unterschätz wird. Das obige Zitat von GloBug sei als Beispiel angeführt. Eine 4er legt jeden 2-Kilo-Karpfen locker aufs Kreuz, von Michael gibt es davon ein schönes Foto hier im Forum. Die Forelle unten hatte 1,5 Kilo und war mit einer 4er + 16er Tippet in nullkommanichts ausgedrillt, ich war absolut auf der sicheren Seite, die Forelle hätte auch deutlich größer sein dürfen! Ein Grund für mich eine höhere Rutenklasse zu wählen wäre ein höherer Strömungsdruck, den der Fisch für sich nutzen könnte, als es die rund 654l/s MQ an meinem Flüsschen hergeben, richtig schwere Fliegen oder ständig (!) zu erwartende Fische ab vielleicht 3 Kilo. Liegt das alles nicht vor, ist man mit jeder 3er oder 4er perfekt unterwegs.

Gruß,
Hans

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Gefühlsmäßig ist der Unterschied zwischem einem Fisch und keinem Fisch eine der weitesten Entfernungen im Universum. David Profumo
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Re: Wer braucht denn schon eine 6er Rute?

Beitragvon dr-d » 08.03.2017, 10:15

hallo hans,

das mit der klasse 3/4 sehe ich auch so - auch im zusammenhang mit neuen nano - verbundmaterialien.

die 6er hat m.e. ihr einsatzgebiet beim ausnahmezielfisch oder den von dir angesprochenen schwierigen umgebungsbedingungen.


grüsse



thomas
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