Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon orkdaling » 24.11.2017, 01:02

Ok, einer geht noch.
Florian, genau da liegt der Hase im Pfeffer. Kopfgewicht!
Ich hatte ja einige Links mit Schnueren hier rein gestellt. Was sieht man da?
ZB bei meinen gern gefischten Scandi von Gl oder SA.
Da hast du eine F oder F/I oder I/S1/S2 und die haben gleiche Længe und gleiches Gewicht. Nur das eben bei diesen Schnueren die mit Sinkrate im vorderem Teil mehr verdichtet sind, also duenner, jedoch die Floater im vorderem Teil dicker um das Gewicht zu verlagern.
Der Kopf ist also gleich schwer, ich gehe mal von der gleiche Beschleunigung aus wenn ich beide werfe, warum sollte also der S2 weiter fliegen?
Møgliche Ursachen sind die herrschenden Bedingungen, wenn also der dickere vom Wind erfasst wird oder eben der verdichtete teil der Sinkers tief einsinkt.
Die Flug, Lauf und Sinkeigenschaften werden durch die Verteilung des Gewichts innerhalb des Kopfes und durch die verschiedenen Profile erreicht.
Gl schreibt dazu das sie bei diesen Schnueren, also mit integriertet Sinkrate, diese in drei Stufen verteil haben.
Nicht anders verhælt es sich bei den WF 4cast in Floating, S1, S2, S3 - immer gleiche Længe und Gewicht des Kopfes von 10,6m WF5 -11,7m WF8.
Also nicht um weiter zu werfen gedacht sondern um andere tiefen zu befischen.
Wenn es blæst nimmst du halt einen kuerzeren Kopf um 8,5m, dafuer gibt es dann die Bullet oder sowas wie die Baltic.
Zurueck zur DH, natuerlich muss man beachten wo man fischt und welchen Stil man da besserer Weise bevorzugt.
Das wæren dann Scandi, Skagit oder Speyleinen. Ein Skagitsysthem hat eine andere Aufgabe und erfordert andere Schnuere als ein Scandi.
Skagit wurde vorrangig fuer den Transport groessserer Fliegen und fuer weniger Platz entwickelt, Scandi fuer kleinere Fliegen und Præsentation.
Hab hier noch was von RIO zu lesen und dann hab ich wohl genug zu meiner Meinung gesagt und genug Beispiele gebracht.
Viel Spass beim lesen
Gruss Hendrik
https://www.rioproducts.com/learn/choosing-a-spey-line
http://cdn-tp2.mozu.com/15440-m1/cms/fi ... 2e6508f54d
http://cdn-tp2.mozu.com/15440-m1/cms/fi ... c231a98583
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon orkdaling » 24.11.2017, 04:36

Und nochmal moin moin,

nachdem hier noch eine mail kam zur Diskussion, noch ein Nachtrag um Missvesrtændnisse vorzubeugen.
Es ging mir um die generelle Aussage das Sinker weiter fliegen - was ich so nicht stehen lassen kann.
Wir reden aneinander vorbei wenn wir nur ueber Dichte, geringeren Durchmesser und den folglich geringeren Luftwiderstand sprechen.
Logischer weise hat eine hoch verdichte Schnur weniger Luftwiderstand und wenn wir nur diesen beruecksichtigen fliegt sie weiter als ein Floater.

Ich hab an Beispielen versucht zu erklæren das man das nicht pauschal sehen kann, man muss den gesamten Wurf und einwirkende Faktoren beruecksichtigen.
Wenn ich den Sinker an die Oberflæche bekomme, also zu einem optimalen Wurfverlauf, ist das alles kein Problem.
Anders sieht es aus wenn ich zB Kehrwasser habe, das vielleicht im Uferbereich auf mich zu drueckt. Da wird es schwierig fuer einen optimalen Wurf.
Wenn ich genug Strømung habe die an meiner Leine "zieht" sieht es auch ganz gut aus. Aber Probleme hab ich schon wenn das Wasser fast steht und der 4,5m Sinkteil absackt. Da muss ich schnell genug sein bzw richtig keulen damit der Wurf gelingt.
Da passiert mir bei solchen Bedingungen nicht oder weniger mit Schnueren wie F/S1 und mehr weil ich einen Schwimmteil habe und der Sinkteil dabei konisch verlæuft. Wirft sich besser als dicker Belly und 15ft Poly mit Sinkrate.
Unter den Umstænden mit dem Kehrwasser oder auch nach einer Einengung zum Ufer hin drueckendem Wasser habe ich keine Probleme mit F oder F/I und erziele unter Umstænden auch grøssere Weite.Auch wenn der Luftwiderstand høher ist, die sacken aber nicht ein.

Zur generellen Aussage Sinker - was ist damit gemeint? Eine Schnur mit Sinkspitze, ein Belly mit Poly oder aber ein Vollsinker.
Wer schon mal einen Vollsinker in S5 geworfen hat und weiss wie die im Wasser oder in der Luft hængen, der sagt nicht mehr das Sinker auf grund des duenneren Durchmessers weiter fliegen.

Æhnlich sehe ich das bei den erwæhnten WF wie die 4cast mit Sinkraten von F bis S5 und je nach Klasse 5-8 von 10,6 bis 11,7m.
Gl sagt dazu fuer mittlere Entfernungen, was ja relativ ist. Dagegen ist die Bullet oder auch eine Baltic mit 8-8,5m kurzer Keule und der duennen Running eindeutig besser gegen Wind und auf Weite zu bringen. Diese gibts aber nur in F un F/I. Die Sinkrate der 4 cast ist also was um in anderer Tiefe zu fischen, nicht fuer Weite und widerspricht also der generellen Aussage.

Ich jedenfalls erziele Weite durch abgestimmte Ausruestung und benutze Sinkraten um auf gewuenschte Tiefe zu kommen.
Hoffe das hat etwas zur Aufklærung beigetragen.
Gruss Hendrik
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon hshl » 24.11.2017, 13:49

Moin,
auch wenn ich die hier diskutierten Wurfeigenschaften von Fliegenschnüren / SK off topic halte, möchte ich alle Interessierte darauf hinweisen, dass sich Noel C Perkins damit beschäftigt hat (siehe Link). Aus der Formel 1.10. ist erkennbar, dass die Auftriebskraft 'lift' neben anderen Faktoren vom Schnurdurchmesser dl abhängig ist. Unter 3. stellt er fest, dass diese Auftriebskraft 'lift' höher wird, wenn u.a. der Schnurdurchmesser dl abnimmt. Insofern passen seine physikalischen Betrachtungen gut zu der zuvor beschriebenen Praxis, dass z. B. Caster dünnere Schnüre bevorzugen (und auf eine vertikale Lage der Schlaufe achten).
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon orkdaling » 24.11.2017, 16:49

moin moin,
und wie erklært er dann das die Leute ihre Sinker nicht aus dem Wasser hoch bekommen? Ihr Wuerfe jæmmerlich enden !
Aber zurueck zur Praxis und den Argument Wind, was zutrifft. Auch der normale Luftwiderstand wurde angefuehrt, auch richtig.
Dann schaut euch mal nicht nur die Profile auf den Seiten der Hersteller an, wo man Angaben zu Længe und Gewicht, Profil findet, schaut euch mal die Schnuere in natur an.
Da ich erst abends los muss bin ich gleich mal in den Laden und hab mir 2 angesehen, da ich ja nur die UST Scandi von SA und die Scandi Taper von GL zu Hause habe.
Hier mal der Aufbau der Gl Scandi, man beachte auch den letzten Satz ueber den Profilen. http://www.guideline.no/9SVTFlI56n_d2Z- ... agesize=12
Erst hab ich meine Schnuere raus gekramt und hab mir mal die Durchmesser hinter dem konischen Sinkteil angesehen.
F/H/I und I/S1/S2 sowie I/S2/S3 von SA mit 10,6m 8/9# ,ich konnte aber am Uebergang der 4,5m langen integrierten Sinkspitze zum restlichen 6m Boddy keinen Unterschied sehen.
Da hab ich ja noch die GL Scandi 10/11#, aber auch da sehen meine alten Augen keinen Unterschied - seltsam.
Was sah ich aber als ich mir diese beiden ansah (mehr war in der Winterzeit nicht am Lager)
https://www.rioproducts.com/products/li ... skagit-max
http://www.guideline.no/9SVTFlI56n_d2Z- ... agesize=12
Nur mit blossem Auge kann ich erkennen das der 23ft/7m Boddy dicker ist, da kommen dann noch Spitzen von 3,6m in verschiedenen Sinkraten dran.
Selbst wenn ich den Wind total vernachlæssige und wie geschrieben nur den reinen Luftwiderstand beruecksichtige, dann stelle ich fest das meine Scandi eben schlanker sind und somit weniger Widerstand haben.
Zum Liften aus dem Wasser, warum hat Gl den Sinkgrad innerhalb der leine verteilt und warum hat sie ein so konisches Profil - weil sie sich so besser liften læssst.
Oder die hauen uns die Taschen voll? Ich bekomme sie jedenfalls leichter hoch als so ein 15ft poly.
Genau das sind die Gruende warum ich Scandi fische, kurze Skagit hab ich nur an der Switch fuer die kleinen Fluesse.

Warum das hier nicht hin gehørt? keine Peilung! Vielleicht liest ja der Fragesteller mit und entscheidet sich so fuer einen Wurfstil bzw zieht Schluesse raus was an seinem Fluss fuer eine Gerætschaft angebracht ist?

Graue Theorie und Praxis sind schon 2 verschiedene Dinge. Wenn ich dann noch sehe wie die FF mit den Bedingungen klarkommen, wo sie hinwerfen, wie weit, ueber Hænger schimpfen, der Eine 1 Fisch in 14 Tagen fængt, der Andere aber tæglich 1 oder auch mal 3 (gleiche Zone und Zeit), dann bestætigt mich das.
Ach ja das fehlt ja noch, einen hab ich noch, bin nicht gegen Skagit und S3 oder S5 da wo angebracht, ich bleib bei Scandi F/H/I und im Juni I/S1/S2 und bin mir sicher das dies unter meinen Bedingungen reicht und ich nicht einen Meter weniger weit werfe.
@ Frank mit dieser in 15,9 http://www.guideline.no/9SVTFlI56n_d2Z- ... agesize=12
oder dieser http://www.eikre-fly.no/fluvius-180-1113/
und der Rio Speyline oder der von Cortland mit 18m kønnten wir die FF auf der anderen Flusseite ærgen :badgrin:
Gruss Hendrik
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon benny » 24.11.2017, 17:29

Hallo hier mal wgen langen schnüren und Ruten schauen, ne 20ft Sonderranfertigung erweitert die Reichweite sicher erheblich 8)
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon fly fish one » 25.11.2017, 11:11

Lieber Benny,
wolltest Du einen Link einstellen?

Das längste was ich gesehen habe sind 18' Ruten. Mir würde das reichen! :mrgreen: Mein Weg wird über 15' genau da hin führen. Noch längere Ruten werden die Hebelverhältnisse so irrwitzig, dass ich vorher Sterioide und eine Muckibude brauche. Und was mache ich eigentlich, wenn der Laks direkt vor meinen Füßen steht?? 5 Meter in den Wald zurück laufen und Czech Nymphing? :badgrin: :badgrin: Mir ist schon klar, dass man sich mit diesem Gerät und Leinen vermutlich in Grenzsituationen bewegt, die oft keinerlei lachstechnische Relevanz hat - aber der pure Fun ist.

Dein Frank
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon benny » 25.11.2017, 15:11

Hallo ups ist der Link irgend wie verloren gegangen https://www.carron.uk.com die bieten Ruten nach Kundenwunsch bis 20ft an sind auf Wettbewerbsruten Spezialisiert, haben auch die passenden super langen Schnüre.
Bei 18ft ist Bruce anb Walker wohl immer wieder genannt, grade die Norway Ruten, leider konnte ich nur mal eine recht allte klassische 19ft Rute von B&W werfen, die neuen schnelleren kenne ich nicht.
Gruß
Zuletzt geändert von benny am 25.11.2017, 16:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon orkdaling » 25.11.2017, 15:59

Bei mir kommt Error!
Hab auch schon gedacht mir diese zu holen, aber wann braucht man sie wirklich bei unseren Verhæltnissen?
http://www.eikre-fly.no/fluvius-180-1113/
Wenn im Sommer der Fisch nicht mehr am Grund zieht und ich zwischen den Sandbænken manchmal mit 11,6 auskomme eher nicht.
Aber ich muss nicht mehr rueber waten und kein Seil spannen :badgrin:
Gruss Hendrik
aha, /die, weglassen und ich sehe auch was :badgrin:
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon benny » 25.11.2017, 16:04

So jetzt solte der Link gehen, sehe den Vorteil bei langen Ruten auch darin besser menden zu können, zumindest bei vollen Schnüren ist es wichtig, heute kann man sie vieleicht eher als Liebhaberei für Große Flüsse und als Sportgerät sehen.
Irgend wie kribbelt der Gedanke einer 18ft bei mir auch, aber vorerst stehen bei mir leider keine Lachstrips mehr an.
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon fly fish one » 25.11.2017, 21:19

Lieber Benny,

es gibt Dinge, die machen nur aus der Tatsache der bloßen Existenz einen Sinn. Dazu sind es Hersteller, wenn man Deinem Link folgt, aus dem Mutterland des ganzen Sports und mit einer Leidenschaft und Akribie gefertigt, die einem aus den Bildern förmlich anspringt. Man kann einfach nur selig staunen! Es gibt bestimmt Fische im Rhein, die Du mit einer Spey Line an einer 18' Rute anwerfen kannst! Bei mir sind es die Riesenforellen in der Isar! Und zum Herbst/Winter die Huchen.

Dein Frank
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon benny » 26.11.2017, 09:01

Hallo,
ja grade bei den kleineren Herstellern aus GB merkt man das sehr viel Herzblut dahintersteckt.
Leider ist der Rhein von meinem neuen Wohnort weit weg, aber für mich ist er an vielen Stellen ein Paradefluß für lange Ruten.
Nicht wegen den Distanzen die sind bei den Verhältnissen dort eher vernachlässig bar.
Ob 15 oder 18 FT macht vielicht 5 Metewr aus, aber an einigen Stellen kommt man bis an die Strömungskante und hat davor ein paar Meter anderer Strömung, hier kann eine Lange Rute beim Line Managment sehr helfen.
denke im Delta der Großen Lachsflüße ist das nicht anders.
Man muß aber auch bedenken das die langen Ruten aus einer Tradition der Bootsfischerei mit Gilie kommen wo der Lachs zum teil fast getipptfished wurde.
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon orkdaling » 26.11.2017, 09:38

moin moin,
weil immer Bemerkungen kommen (was hat das hier zu suchen usw) und wir ja nicht kapern wollen,
hab ich "Spey, Scandi, Skagit - was brauche ich?" erøffnet.
Nicht nur um eine! Ausruestung zu komplettieren sondern ueber eben alles das zu quatschen was man beachten sollte und mit der Bitte auch was zu den Bedingungen zu schreiben (vielleicht) mit Bild. So læsst es sich besser verstehen und erklæren, denke ich.
Damit nicht mehr solche Beitræge wie - suche Rute zum Streamern, fuer Mefo ... auftauchen und wir nach 20 Beitrægen feststellen das der eine von Gebirgsbach und der andere vom Tiefland spricht.
Gruss Hendrik
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon alfredo.fly » 26.11.2017, 12:09

Hallo Freunde der langen Ruten,
zum letzten Hamburger Werfer-Treffen hatte ich eine Zpey Competition Line 18 Fuss mitgebracht, empfohlenes Wurfgewicht 75-90 Gramm. :mrgreen:
Wir haben die Stange mit Schussköpfen + Speyleinen von 50 Gramm bis 75 Gramm geworfen haben, in Längen von 15,5 bis 28 Meter.
Nur einer war wirklich in der Lage diese Gewichte und Längen wirklich gut zu werfen, denn auf diese Rutenlänge muss man sich wirklich ganz besonders einstellen.
Es stellte sich hinterher heraus das er schon so ein Teil hat, und gerne noch eine Zweite hätte. Da kann ich helfen. :mrgreen:

Meine Einschätzung ist: Diese Ruten sind nur für Caster erdacht, das Werfen mit solchen Stangen ist ein Gewürge ohne Ende mit viel Arbeit verbunden, und wer will das schon. Bei solchen Schnüren wird ja auch immer Rückraum ohne Ende gebraucht, und wo gibt es das wirklich!
Ganz ehrlich, ich fische gerne mit meiner NRX 15 Fuss und ich bin auch nicht unbedingt kraftlos, aber in diesem Jahr (6 Wochen in No.) habe ich sie nach 2 Wochen
weggelegt und gegen meine 13 Fuss NRX eingewechselt.
Das war sehr gut, und ob man mit der 15 Fuss 1 oder 2 Meter weiter wirft, das ist für mich unwichtig.

Also bitte diese Ruten nicht in den Himmel loben, sondern erst einmal anfassen und bewegen, und dann ein Urteil fällen.
Hier noch einmal zum ansehen:https://www.youtube.com/watch?v=MznSDzdeUcg
Man beachte wie hoch der Werfer steht!!! :biggrin:

Meine Einschätzung: So ein Teil braucht niemand :mrgreen:


Einige von den wirklich guten Werfern wollten an den Stock Rosen anbinden, dafür ist er aber wirklich zu schade.

Gruß Willi
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon orkdaling » 26.11.2017, 15:00

Hallo Willi,
ja ob man es braucht steht auf einem anderem Blatt.
Aber was braucht man wirklich und was leistet man sich zum Vergnuegen, jeder wie er will denke ich.
Ich muss dir aber recht geben das der Einsatz beschrænkt ist, bei aufkommenden Winden besonders in der Mittagszeit blæst es ja wie Fønwind durch die Tæler.
Andererseit kenne ich persønlich Fischer die mit 16 und 18 ft gerne los ziehen weil man nicht waten muss, keine Fische in den flachen Partien verscheucht, ist aber wirklich was fuer die Sommerfischerei auf Weite und kleine Fliegen. Hat den Vorteil das man sehr gut fuehren kann, was ja bei sochen Bedingungen mit schnellen Rieselstrecken sehr vom Vorteil ist.
Um Fische zu fangen reicht die Allroundgrøsse 13,6ft 8/9# die ich mit verschiedenen Schnueren die gesamte Saison einsetzen kann.
Aber ich fische gerne im Sommer mit Switch stundenlang ohne Ermuedung, andere sagen dazu das die kein Mensch braucht! So hat jeder seine Vorstellungen, sein Vergnuegen, seine "Macke".
Ich hab mich auch noch nicht entschieden, die 18 ft von Eikre fuer 4999NOK - geschenkt wenn ich sehe was die "namenhaften kosten", oder vielleicht doch die neue Lpxe von Guideline in 16ft 10/11# und Floater (Speyline)von Cortland dazu (kønnte bei dieser Rute auch meine anderen Schnuere 10/11 nutzen).
Wie gesagt, das ist Hobby oder eben eine Macke - Andere fangen auch Fische mit `nen Billigruetchen was sie ein paar Tage im Jahr rauskramen.
Andere wieder kaufen Billiglachs und verspeisen diesen auf Ihrer Yacht. :badgrin:
Gruss Hendrik
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Re: Zusammenstellung der ersten Lachs-Ruten und -Rollen

Beitragvon fly fish one » 26.11.2017, 17:18

Liebe Willi,

der HAMMER!! Sieht die schön aus! Du bist zumindest schon mal weiter als ich. Kann ja sein, dass ich so einen Eumel nach ersten Erfahrungen auch genervt in die Ecke stelle. Aber ich glaube das nicht! Allerdings wäre ich nicht so vermessen, im meinem Zustand so eine Länge zu bewegen. Der Weg führt ganz klar für mich über die nächste Stufe zunächst auf 15'.

Dein Frank
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