Bisserkennung

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

Moderatoren: Maggov, webwood, Forstie, Olaf Kurth, Matthias M., Michael., Kurt Zumbrunn

Re: Bisserkennung

Beitragvon matthias z. » 08.09.2017, 09:11

Moin,

also zum Vorfach.......Puristen jetzt bitte wegsehen........ich fische beim Streamerfischen ein 4 oder 5 Fuß langes sinkendes oder schnell sinkendes Poly mit 1m - 1,5m Tippet, um unter die Baumwurzeln zu kommen. Das hat aus meiner Erfahrung an der oberen Seeve keine Scheuchwirkung. Einige Vereine erlauben allerdings den Einsatz von sinkenden Vorfächern nicht.

Auf Rumpis erstem Bild sieht man den Bach durch eine recht offene Wiese (mit Baumbewuchs auf dem anderen Ufer) fliessen. Aus der Ferne sieht es hier recht flach aus und es gibt Krautfahnen. Ich denke, dass es in diesem Bereich durchaus sinnvoll sein kein stromauf mit der Trockenfliege zu fischen (Red & Grey Wulff, Sedges, Hopper, Terrestrials (Käfer)). Wie Sven schon geschrieben hat sollte man an solchen Abschnitten in der Regel nicht auf Monsterfische hoffen aber wilde Fische von 25cm - 30cm sollten immer möglich sein.

Viele Grüße

Matthias
matthias z.
 
Beiträge: 288
Registriert: 29.05.2013, 10:35
Wohnort: Hamburg
"Danke" gegeben: 121 mal
"Danke" bekommen: 47 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Hawk » 08.09.2017, 09:30

matthias z. hat geschrieben:Wie Sven schon geschrieben hat sollte man an solchen Abschnitten in der Regel nicht auf Monsterfische hoffen aber wilde Fische von 25cm - 30cm sollten immer möglich sein.


Das ist so nciht ganz Richtig, ich hab an der Seeve und der Schmalen Aue schon einige große Forellen in nichtmal 30cm Wassertiefe gefangen. Gesehen hat man diese Fische aber trotzdem nicht, standen alle gut Versteckt in unterspülten Ufern etc.
Gruß
Sven
Benutzeravatar
Hawk
 
Beiträge: 668
Registriert: 28.03.2010, 22:41
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 73 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Stephen86 » 08.09.2017, 09:32

Moin Philipp,

Wenn du lange Vorfächer nicht fischen kannst ist das ok, es deswegen als Irrsinn abzutun finde ich aber absolut nicht gut. Zumal ich extra dazu schrieb, " so lang wie ihr sie Werfen könnt" , der eine kann und macht das, der andere nicht. Es Grund generell abzulehnen, ist der Falsche Weg. Von Schweren Nymphen in dem Zusammenhang steht da nichts.
Nächstes mal überlege dir bitte eine Vernünftige Formulierung. Ich behaupte ja auch nicht das dein Vorschlag  nur in max. 50cm Tiefem Wasser zu Fischen Quatsch ist.

Grüße
Stephen

Der Hendrik hat da ein Paar gute Punkte genannt über die man sich auch Gedanken machen sollte!
Benutzeravatar
Stephen86
 
Beiträge: 195
Registriert: 04.01.2014, 16:11
Wohnort: Bad Kreuznach
"Danke" gegeben: 142 mal
"Danke" bekommen: 191 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon matthias z. » 08.09.2017, 09:59

Hawk hat geschrieben:
matthias z. hat geschrieben:Wie Sven schon geschrieben hat sollte man an solchen Abschnitten in der Regel nicht auf Monsterfische hoffen aber wilde Fische von 25cm - 30cm sollten immer möglich sein.


Das ist so nciht ganz Richtig, ich hab an der Seeve und der Schmalen Aue schon einige große Forellen in nichtmal 30cm Wassertiefe gefangen. Gesehen hat man diese Fische aber trotzdem nicht, standen alle gut Versteckt in unterspülten Ufern etc.


Hallo Sven,

ja, war schlecht formuliert. Ich hätte schreiben sollen: "Wenn man an solchen Abschnitten mit der Trockenfliege fischt" und auch da kann man hin und wieder natürlich eine Überraschung erleben.

Viele Grüße

Matthias
matthias z.
 
Beiträge: 288
Registriert: 29.05.2013, 10:35
Wohnort: Hamburg
"Danke" gegeben: 121 mal
"Danke" bekommen: 47 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Trockenfliege » 08.09.2017, 11:55

"Beim Spinnfischen werfen wir meistens leicht Stromaufwärts, etwa 5-10m. "

Das ist meiner Meinung nach der wichtigste Punkt + die erreichte Tiefe des Köders.

Stromauf werfend werden die Fische viiiiiiel weniger verscheucht. Außerdem sinkt dein Spinköder tiefer ab als beim stromabwerfen, da weniger Wasserdruck auf Schnur und Köder.
Eine leicht beunruhigte Bachforelle in ihrem Unterstand nimmt eher einen Köder, der direkt vor ihrer Nase vorbei schwimmt, als einen, der 0,5m weiter weg ist.
Eure Spinköder kommen näher an den Fisch und sind zB. durch Schwingungen noch Reiz-voller.
Entsprechend große, auffällige und schwere Streamer stromauf gefischt, könnten ähnlichen Erfolg bringen - sind aber sch....e zu werfen!

In einem solchen Bach würde ich niemals stromab fischen, außer ich kann eine Trockenfliege weit stromab anbieten. Selbst das blinde stromab abseilen einer Nymphe wäre mir zu blöd. Immer stromauf!

Fischt jetzt im Sommer mal GROßE Heuhüpfer an kurzer Schnur strom auf, am Besten so nah wie möglich ans Ufer serviert, oder eine große Tchernobyl ant mit Gummibeinen - das ganze noch in der Abenddämmerung!

LG
Reinhard
Trockenfliege
 
Beiträge: 363
Registriert: 25.01.2015, 18:03
"Danke" gegeben: 45 mal
"Danke" bekommen: 71 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Philzlaus » 08.09.2017, 12:37

Stephen86 hat geschrieben:Moin Philipp,

Wenn du lange Vorfächer nicht fischen kannst ist das ok, es deswegen als Irrsinn abzutun finde ich aber absolut nicht gut. Zumal ich extra dazu schrieb, " so lang wie ihr sie Werfen könnt" , der eine kann und macht das, der andere nicht. Es Grund generell abzulehnen, ist der Falsche Weg. Von Schweren Nymphen in dem Zusammenhang steht da nichts.
Nächstes mal überlege dir bitte eine Vernünftige Formulierung. Ich behaupte ja auch nicht das dein Vorschlag  nur in max. 50cm Tiefem Wasser zu Fischen Quatsch ist.

Grüße
Stephen

Der Hendrik hat da ein Paar gute Punkte genannt über die man sich auch Gedanken machen sollte!


Ja, es steht da nichts von schweren Nymphen aber das ist logisch. Für die Trockene braucht kein Mensch 5m lange Vorfächer rund gerade beim Streamern erstrecht nicht. Nasse in der Drift auch eher nicht. Ergo bleibt nur die Nymphe über. Und bei so einer Wassertiefe ist das ein dickes Tungstenwimmerl. Am 5m langen Vorfach ist das einfach Quatsch. Man muss nicht mit Gewalt an jeder Stelle mit der Fliege fischen müssen.
gruss
Philipp
Philzlaus
 
Beiträge: 905
Registriert: 27.08.2009, 17:00
"Danke" gegeben: 5 mal
"Danke" bekommen: 53 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Hawk » 08.09.2017, 12:52

Philzlaus hat geschrieben:Ja, es steht da nichts von schweren Nymphen aber das ist logisch. Für die Trockene braucht kein Mensch 5m lange Vorfächer rund gerade beim Streamern erstrecht nicht. Nasse in der Drift auch eher nicht. Ergo bleibt nur die Nymphe über. Und bei so einer Wassertiefe ist das ein dickes Tungstenwimmerl. Am 5m langen Vorfach ist das einfach Quatsch. Man muss nicht mit Gewalt an jeder Stelle mit der Fliege fischen müssen.


Versteh die Argumentation nicht, grade mit Trockenfliege und Nassfliege dicht unter der Oberfläche macht es Sinn Lange Vorfächer zu fischen. 5m ist sicherlich übertrieben, aber 4,5m (12ft + 3ft Tippet) nehme ich in viel befischten Gewässern öfters.

Dürfte aber hier eher nicht das Problem sein, in den tiefen, meistens leicht eingetrübten Heidegewässern sind die Forellen nicht so empfindlich, man kommt auch mit kürzeren Vorfächern und Flussab fischen gut an die Fische ran solange man sich am Ufer unauffällig bewegt.
Gruß
Sven
Benutzeravatar
Hawk
 
Beiträge: 668
Registriert: 28.03.2010, 22:41
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 73 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon orkdaling » 08.09.2017, 15:32

moin moin,
da gebe ich Sven voll Recht was die Vorfæcher betrifft.
Nur mal als Beispiel. Hab ja einige Seen verbunden mit kleinen Bæchen oben im Hochmoor. Schwingwiesen, klar aber etwas torfig, auf kurzes Vorfach nur handlange Fische.
Dort wo kleine Fælle sind und Stromschnellen, da spielt es keine Rolle, da gehen die Forellen auch an 0,25mm Vorfach auf Rutenlænge.
Im Brackwasser vor meinem Lieblingsbach, wo neben Mefo und Lachs auch Bafo zu finden sind, kann ich nur bei Ebbe fischen oder ich muesste 100m durch 1m tiefes Wasser waten.
Je nachdem wie die Gezeiten ausfallen (von 2 -3m Hub) ist es manchmal direkt an der Muendung nur ca 50 cm tief, Kraut und Rinnen und dann starke Strømung weil der Bach abfliessen kann.
Dann fængt nicht einer der zahlreichen Blechfischer eine Forelle. Mit 12 -15 ft fische ich dort und Reke oder Tanglæufer auf 14 Haken. Hab da schon mehrere gute Fische bei solch flachem Wasser gefangen (Ueber 60 cm). Und meine bisher grøsste Mefo bis auch vor einem Einfluss eines 2m Bæchleins wo ca 1m Wassertiefe ist. Ausgenommen und zu hause gewogen noch 5,5kg.
Flaches Wasser ist kein Problem solange nicht die Sonne knallt, es unterspuelte Ufer gibt, Krautbetten vorhanden sind.
Ich bevorzuge lang und duenn auslaufende Profile in weiss oder transparent ( Wie sieht die Fischunterseite aus?) Jedenfalls nicht lindgruen!
Absolut diese Erfahrungen hab ich seit Jahren beim Lachsfischen und da besonders bei Niedrigwasser gemacht. Der Lachs ist nicht vorfachscheu, geht auch an 0,40mm, aber ein 0,35mm vorfach læsst besonders kleine Fliegen spielen. Und auch da fische ich schwimmende Schnuere, orange aber mit 3m interm. Spitze transparent und 15ft Vorfach ( Zur Verzweiflung der Hardcore-Werfer)
Egal ob Lachs, Mefo, Bafo, Æsche - klares Wasser, farbige drueber treibende Schnur, kurzes Vorfach - sehr wenig Fisch.
Und bei scheuen Fischen reicht oft das klatschen eines schweren Kopfes und ihr fangt nur noch die halbwuechsigen unerfahrenen Fische.
Darum hatte ich nach der Ausruestung gefragt, bzw ob sie mit dem Spinner gezielt Einstænde anwerfen kønnen (die ja nun nicht an mehreren Metern bunter Schnur hængen.
Gruss Hendrik
orkdaling
 
Beiträge: 1728
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
"Danke" gegeben: 130 mal
"Danke" bekommen: 330 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon orkdaling » 08.09.2017, 15:32

moin moin,
da gebe ich Sven voll Recht was die Vorfæcher betrifft.
Nur mal als Beispiel. Hab ja einige Seen verbunden mit kleinen Bæchen oben im Hochmoor. Schwingwiesen, klar aber etwas torfig, auf kurzes Vorfach nur handlange Fische.
Dort wo kleine Fælle sind und Stromschnellen, da spielt es keine Rolle, da gehen die Forellen auch an 0,25mm Vorfach auf Rutenlænge.
Im Brackwasser vor meinem Lieblingsbach, wo neben Mefo und Lachs auch Bafo zu finden sind, kann ich nur bei Ebbe fischen oder ich muesste 100m durch 1m tiefes Wasser waten.
Je nachdem wie die Gezeiten ausfallen (von 2 -3m Hub) ist es manchmal direkt an der Muendung nur ca 50 cm tief, Kraut und Rinnen und dann starke Strømung weil der Bach abfliessen kann.
Dann fængt nicht einer der zahlreichen Blechfischer eine Forelle. Mit 12 -15 ft fische ich dort und Reke oder Tanglæufer auf 14 Haken. Hab da schon mehrere gute Fische bei solch flachem Wasser gefangen (Ueber 60 cm). Und meine bisher grøsste Mefo bis auch vor einem Einfluss eines 2m Bæchleins wo ca 1m Wassertiefe ist. Ausgenommen und zu hause gewogen noch 5,5kg.
Flaches Wasser ist kein Problem solange nicht die Sonne knallt, es unterspuelte Ufer gibt, Krautbetten vorhanden sind.
Ich bevorzuge lang und duenn auslaufende Profile in weiss oder transparent ( Wie sieht die Fischunterseite aus?) Jedenfalls nicht lindgruen!
Absolut diese Erfahrungen hab ich seit Jahren beim Lachsfischen und da besonders bei Niedrigwasser gemacht. Der Lachs ist nicht vorfachscheu, geht auch an 0,40mm, aber ein 0,35mm vorfach læsst besonders kleine Fliegen spielen. Und auch da fische ich schwimmende Schnuere, orange aber mit 3m interm. Spitze transparent und 15ft Vorfach ( Zur Verzweiflung der Hardcore-Werfer)
Egal ob Lachs, Mefo, Bafo, Æsche - klares Wasser, farbige drueber treibende Schnur, kurzes Vorfach - sehr wenig Fisch.
Und bei scheuen Fischen reicht oft das klatschen eines schweren Kopfes und ihr fangt nur noch die halbwuechsigen unerfahrenen Fische.
Darum hatte ich nach der Ausruestung gefragt, bzw ob sie mit dem Spinner gezielt Einstænde anwerfen kønnen (die ja nun nicht an mehreren Metern bunter Schnur hængen.
Gruss Hendrik
orkdaling
 
Beiträge: 1728
Registriert: 17.11.2013, 15:03
Wohnort: Orkanger, Norwegen
"Danke" gegeben: 130 mal
"Danke" bekommen: 330 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Stephen86 » 08.09.2017, 15:38

Philzlaus hat geschrieben:
Stephen86 hat geschrieben:Moin Philipp,

Wenn du lange Vorfächer nicht fischen kannst ist das ok, es deswegen als Irrsinn abzutun finde ich aber absolut nicht gut. Zumal ich extra dazu schrieb, " so lang wie ihr sie Werfen könnt" , der eine kann und macht das, der andere nicht. Es Grund generell abzulehnen, ist der Falsche Weg. Von Schweren Nymphen in dem Zusammenhang steht da nichts.
Nächstes mal überlege dir bitte eine Vernünftige Formulierung. Ich behaupte ja auch nicht das dein Vorschlag  nur in max. 50cm Tiefem Wasser zu Fischen Quatsch ist.

Grüße
Stephen

Der Hendrik hat da ein Paar gute Punkte genannt über die man sich auch Gedanken machen sollte!


Ja, es steht da nichts von schweren Nymphen aber das ist logisch. Für die Trockene braucht kein Mensch 5m lange Vorfächer rund gerade beim Streamern erstrecht nicht. Nasse in der Drift auch eher nicht. Ergo bleibt nur die Nymphe über. Und bei so einer Wassertiefe ist das ein dickes Tungstenwimmerl. Am 5m langen Vorfach ist das einfach Quatsch. Man muss nicht mit Gewalt an jeder Stelle mit der Fliege fischen müssen.



Haha du bist ja nen echt lustiger Typ, ich selber Fische nicht mit extrem schweren Nymphen normalerweise ist das Hakengröße 16/18 in ganz seltenen Fällen ne 14er(daher würde ich sowas mit schweren Nymphen auch nicht empfehlen, mangels Erfahrung). Wenn die Schlank gebunden sind braucht es nicht mal extra Blei. Und doch, ich Fische häufiger mal 4-5m lange Vorfächer und das mit der Trockenen oder ganz leichten Nymphen. An solchen Bächen braucht es hin und wieder sowas. Und wie Hawk schon sagt 12ft gezogenes + Tippet, da ist man vielleicht nicht direkt bei 5m aber wie ich jetzt schon zum zweiten oder dritten mal schreibe zwischen 4-5m.

Du bist echt ganz schön Albern und bevor mir da ne Ader schwillt bei so nem Unfug bin ich raus aus der Diskussion. Da ist mir meine Zeit einfach zu Schade für.
Benutzeravatar
Stephen86
 
Beiträge: 195
Registriert: 04.01.2014, 16:11
Wohnort: Bad Kreuznach
"Danke" gegeben: 142 mal
"Danke" bekommen: 191 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Achim Stahl » 08.09.2017, 17:01

Moin,

was für eine Welle! :roll:

Die Gerdau ist ein kleiner Heidebach, da nehme ich eine Schwimmschnur, ein rutenlanges Vorfach, einen Wooly Bugger mit Tungstenperle und fange mindestens so gut, wie jeder Spinnfischer.

An den richtigen Stellen schräg stromab werfen, etwas absinken lassen und im Swing mit verführerischen Bewegungen ein wenig einstrippen.

Da sind keine besonderen Distanzwürfe, keine Spezialvorfächer, keine Anschleichstrategien, kein Waten, überhaupt keine wilden Verrenkungen notwendig.

Null Problemo. :badgrin:


Viele Grüße!


Achim
Früher war mehr Lametta!
Benutzeravatar
Achim Stahl
 
Beiträge: 1500
Registriert: 07.04.2007, 12:48
Wohnort: Kiel, direkt an der Kyste
"Danke" gegeben: 71 mal
"Danke" bekommen: 335 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Rumpi87 » 10.09.2017, 09:48

Guten Morgen,

gestern und vorgestern bin ich leider nicht zum Antworten gekommen... :-/

Vielen Dank für die vielen Vorschläge und Anregungen!
Wir werden versuchen die Tipps möglichst kurzfristig auszuprobieren und geben dann gerne Rückmeldung. :-)

Vllt. schaffen wir heute schon die ersten "Experimente", das Wetter scheint ja heute besser zu bleiben ;-)


Nochmals vielen Dank =D> und Tight Lines :smt004

Rumpi
Gruß
Daniel
Benutzeravatar
Rumpi87
 
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2014, 17:49
Wohnort: Uelzen
"Danke" gegeben: 4 mal
"Danke" bekommen: 1 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Martin 1960 » 10.09.2017, 11:36

Hallo Rumpi,
einen schönen Sonntag wünsche ich Dir.

In Fließgewässern stehen die Fische/Forellen in der Regel mit dem Kopf gegen die Strömrichtung.

Das bedeute:
Wenn Du "Strom auf" fischst, stehst Du hinter dem Fisch (außerhalb des Sichtfelds des Fisches) und deine Fliege treibt auf den Fisch zu,
da sollte, in der Regel, das Vorfach Rutenlänge plus 50cm Fluocarbon betragen.

Wenn Du "Strom ab" fischst stehst Du im Sichtfeld des Fisches und auch deswegen sollte das Vorfach nicht zu kurz sein.

Wie es schon Hawk beschrieben hat, stehen an den Heideflüssen die Fische häufig in Unterständen unter der Baumbewachsenden Seite.

Um dort die Fliege hin zu bekommen, wirft man, "Strom ab", entlang des "Wiesenufers" aus, gibt etwas Schnur nach, mendet die Schnur und legte die Rute in Richtung der Baumbewachsenden Seite um.
Nun sollte die Strömung die Fliege mitnehmen und sie in Richtung der Bäume, etwaig sogar unter die Bäume, treiben.
Dann strippt man mit kurzen Zügen und Pausen die Schnur ein, das ist das was Achim beschrieben hat.

Auf die Schelte der unverbesserlich sturen Puristen würde ich nichts geben,
gerade am Anfang muss man Fliegentypen (Streamer, Nymphe, Nassfliege und Trockenfliege) ausprobieren.
Der Rat sich umzuschauen was denn überhaupt an Nährtieren da ist, ist ein guter,
auch um Größe und Farbe der jeweiligen Fliegen besser wählen zu können.
Zu große Fliegenmuster können einem echt den Tag verderben!

Und auch Bissanzeiger kann man probieren, wenn man dann selbstbewusster ist und dem Vertraut was man da tut,
lässt man die Bissanzeiger sowieso wieder weg.

Ein brauchbarer Typ von Bissanzeiger sind die Turn-On Bissanzeiger von Flyfishing Europe, die sind sehr schnell montiert/demontiert.
Das Vorfach wird in den Schlitz eingelegt, die beiden Teile des Bissanzeigers leicht auseinander gezogen und um 180° verdreht,
so ist das Vorfach einmal um das Gummi gewickelt.

Als Tipp, bei unseren, doch recht schmalen Heidegewässern" würde ich sehr darauf achten, ruhig und leise aufzutreten,
denn die Schwingungen durch "heftiges" Auftreten nehmen die Fische über das Seitenlinienorgan war und kann sie vergrämen.

Übung und probieren macht den Meister,
in diesem Sinne, Petri.
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
Benutzeravatar
Martin 1960
 
Beiträge: 634
Registriert: 06.06.2009, 20:45
Wohnort: Niedersachsen, Rosengarten
"Danke" gegeben: 19 mal
"Danke" bekommen: 63 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Rumpi87 » 10.09.2017, 19:23

Hallo,

hier ein kurzes Fazit zum heutigen Tag...

Nach all euren Tipps, brannte es mir unheimlich unter den Nägeln. Ich musste unbedingt ans Wasser und möglichst viel davon ausprobieren.

Besonders der Tipp mit den Bachflohkrebsen von Sven und Stephen lies mich mutig werden :-P

Da ich auch direkt mit dem Fliegenbinden angefangen habe, machte ich erstmal daran mir ein paar Bachflokrebse zu binden. (Auch das Binden muss ich definitiv noch üben und perfektionieren :badgrin: )

Die Krebse sind zwar nicht besonders schön geworden, aber was hatte ich schon zu verlieren?!

IMG_20170910_150524.jpg
IMG_20170910_150524.jpg (42.15 KiB) 137-mal betrachtet

IMG_20170910_151749.jpg
IMG_20170910_151749.jpg (35.51 KiB) 137-mal betrachtet


Also ab ans Wasser :-)

Am Fluss angekommen habe ich dann erstmal einen der braunen Krebse versucht und erfolgreich den Brennnesseln am gegenüberliegenden Ufer gespendet \:D/ Ich hoffe Sie haben Spaß damit :roll:

Dann habe ich einen weißen angebaut und wie von euch empfohlen immer schön Stromaufwärts geworfen, den Köder dann so lange abtreiben lassen bis die Schnur sich streckt und dann langsam eingestrippt.
Und siehe da, mein erster Biss! Kurz, ganz kurz konnte ich dann endlich einen Fisch an meiner Fliegenrute "begrüßen". So aufgeregt war ich beim Angeln glaube ich das letzte Mal, mit 5, als ich meinen ersten Fisch überhaupt an der Rute hatte...

Kurz darauf ein weiterer Biss, auch den habe ich elegant versemmelt :roll:

Und dann war es soweit... Wieder ein Biss! Fisch hängt! Kurzes Aufkommen von Panik -> nicht wieder versemmeln... Und vor meinen Füßen hat er es dann doch noch geschafft sich zu befreien =D> Es war eine Bachforelle Ü-30.

Frustration machte sich so langsam breit aber was solls? Immerhin lief es ja bedeutend besser als sonst :-)

Weiterer Erfolg blieb mir leider vergönnt... Ich hatte noch einmal fast Kontakt, allerdings habe ich von dem Fisch nur die herzförmige Schwanzflosse gesehen. Gehen Hechte auch auf Bachflohkrebse oder war das doch was anderes?


Jetzt sitze ich hier und binde weiter fleißig Krebse :-)

Nochmal vielen Dank für eure Tipps.

Vielen Dank auch von meiner Frau :evil: Sie ist "total begeistert" davon, dass ich die nächsten Tage vermehrt am Wasser verbringen werde :mrgreen:


Weitere Rückmeldungen folgen!

Grüße
Rumpi
Gruß
Daniel
Benutzeravatar
Rumpi87
 
Beiträge: 16
Registriert: 30.12.2014, 17:49
Wohnort: Uelzen
"Danke" gegeben: 4 mal
"Danke" bekommen: 1 mal

Re: Bisserkennung

Beitragvon Stephen86 » 10.09.2017, 19:53

Nabend Rumpi!
Na das liest man doch gerne, fleißig am Ball bleiben! Das man Fische verliert, vor allem am Anfang ist normal und passiert immer mal wieder. Ist nur eine Frage der Zeit und Übung bis die ersten Fische gelandet werden.
Die Fliegen sind für den Start auch schon sehr gut, meine sahen da ganz anders aus ;).
Schön das die Begeisterung so groß ist! Und freut mich natürlich, dass das mit den Bachflohkrebsen ein passender Tipp war ;). Berichte gerne weiter und genieße es.

beste Grüße
Stephen
Benutzeravatar
Stephen86
 
Beiträge: 195
Registriert: 04.01.2014, 16:11
Wohnort: Bad Kreuznach
"Danke" gegeben: 142 mal
"Danke" bekommen: 191 mal

Vorherige

Zurück zu Fliegenwerfen: Taktik und Technik

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste