Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon Martin 1960 » 19.10.2015, 19:55

Hallo,

@Thomas E
"Mittlere ( wie auch die Sage DS2) bis eher straffe Aktionen sind am leichtesten zu werfen, während sehr weiche Ruten mit durchgehender Aktion sehr viel Gefühl erfordern !"

Ja, Dank, für Deine "unabhängige" Einschätzung.

Vielleicht sollte ich mich in die Hände eines erfahrene Wurfleeres/Wurfprofessors begeben.
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon Martin 1960 » 19.10.2015, 19:55

posting war doppelt, desswegen gelöscht.
Zuletzt geändert von Martin 1960 am 20.10.2015, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon troutteaser » 19.10.2015, 20:23

Hallo an alle,

ich teile Thomas' Einschätzung, das langsame Ruten am schwierigsten fehlerfrei zu werfen sind. Und langsam bedeutet für mich "butterweich". Man sieht das am deutlichsten bei Wurftreffen und Messen, wenn auch gute bis sehr gute Werfer erst eine gehörige Zeit zur Umgewöhnung brauchen, bis sie mit der langsamen Gerte zurecht- und zu guten Wurfergebnissen kommen. Das habe ich häufiger beobachtet. Derjenige Fliegenfischer, der fast ausschließlich mit schnellen Ruten wirft und fischt - wie wohl viele von uns - , hat dabei regelmäßig die größten Schwierigkeiten. Das ist aber noch lange kein Grund, an seinen Fähigkeiten zu zweifeln, man muss sich lediglich mit dem "ungewohnten" Gerät erst eingehend vertraut machen.

Beste Grüße,
Emil
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon CPE » 19.10.2015, 21:04

flo staeuble hat geschrieben:golfschwungs


Kürzester Golferwitz: "Ich kann's".

Den Witz versteht natürlich kein Fliegenwerfer...

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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon tea stick » 19.10.2015, 21:18

troutteaser hat geschrieben: ...man muss sich lediglich mit dem "ungewohnten" Gerät erst eingehend vertraut machen...

Das macht ja doch den Reiz der technischen Sportarten aus, wie Golf spielen, Skeet-Schießen oder eben auch Fliegenfischen: Man muss sich auf das Gerät einstellen, es seinen "job" machen lassen, seinen eigenen Rhythmus erfassen und dann an der Feinmotorik arbeiten, um die Ergebnisse zu verbessern!
Unser dänischer Rutenmacherfreund Bjarne Fries ist ein eifriger Verfechter der langsamen (weichen) Ruten und wer ihn jemals auf allfälligen Fliegenfischer- oder Rutenmacher-Treffen bei seinem Vortrag gesehen/gehört hat, dem hat sich das Bild von Bjarne mit seinen verrenkten Armen unvergesslich eingebrannt, wenn er die weiche Aktion der Ruten demonstrierte. Seine Gelenke im Schulter-, Ellenbogen- und Handgelenkbereich müssen wohl schon gelitten haben...
Ich hielt es für unverzichtbar, mein 2-Cent-Stück dazuzulegen!
Lieber Gruß

vom Freimut
TL!
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon Thomas E. » 19.10.2015, 22:50

Martin 1960 hat geschrieben:Ja, Dank, für Deine "unabhängige" Einschätzung.

Vielleicht sollte ich mich in die Hände eines erfahrene Wurfleeres/Wurfprofessors begeben.


Hi Martin,

kommst Du denn am Sonntag ins Kiwittsmoorbad, oder zum 2. Treffen, am 08.11.15 ?

Ich erinnere mich gerade an einen FF- Kollegen, der dort mal mit mehreren recht alten Splitcane Rods auftauchte.
Er gab mir eine der Ruten, mit dem Hinweis, das mit ihr zu werfen garnicht möglich sei. :lol:
Zugegeben, die Rute war lang, sehr kopflastig und superweich, doch ging die DT6 nach kurzer Zeit auf gute Weite.
Sein Kommentar: "So weit werfe ich ja nicht einmal mit meinem KF- Ruten."

Man muß sich halt umstellen...die Rute gefühlvoll führen, die Hauptarbeit übernimmt dabei die Zughand für den Doppelzug.
Nur sehr ermüdend war es... :roll:
Gruß
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon gespliesste » 19.10.2015, 23:54

Hallo,

ich denke beide extreme sind schwer zu werfen.

Es ist immer wieder ein Schauspiel erfahrene Werfer mit der "Nudel" von Bjarne Fries zu sehen (ist mit Abstand die weicheste Rute, die ich kenne). Dazu ist es auch schwer mit einem Besenstil oder einfach nur mit zwei Händen zu werfen.
Bei der Nudel muss man sich erst mal drauf einstellen was die Rute in ihrer unvergleichlichen Eigendynamik so veranstaltet ohne das man viel Kraft reingibt, beim Besenstiel ist es nur ein Verlängerter Hebel des Arms.

Moderat weiche Ruten bügeln auf kurzen bis mittleren Distanzen durch ihre Trägheit eine fehlerhafte Rutenführung ein wenig aus, das kommt vielen Fischern am Anfang entgegen, aber wirklich verziehen kriegt man letztendlich wohl nix im Leben ...

Wenn man die Wurfdynamik gut raus hat, sind etwas schnellere Ruten und Schnüre ohne schwere Keule nach meiner Erfahrung wesentlich vielseitiger. Trotzdem hat das Fischen mit weichen Ruten natürlich auch seinen Reiz.

Aber ich kann es nur unterschreiben, das A und O bleibt das individuelle Wurfvermögen des jeweiligen Werfers.

LG,

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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon piscator » 20.10.2015, 07:39

Moin, ich hab da ja so meine eigene 'Kleinfritzchen' Theorie wie das mit dem Werfen geht, nämlich: das Werfen ist die Kunst eine Rute so zu beschleunigen, dass sich keine Oberwellen in der Schnur bilden -- und das ist um so schwieriger je weicher die Ruten sind. Daher sind Kohlefaserruten meist leichter zu werfen (jedenfalls für Thomas :biggrin: ). Vielleicht sollte ich wieder mal ne Bambusrute zum Werfertreffen mitbringen, so zum Üben für Jedermann 8) . J.
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon Thomas E. » 20.10.2015, 08:39

Moin Jürgen,

mach das, Deine Splitcane Rods sind doch gute Wurfgeräte, auch diese kleine Zweihand seinerzeit.
https://vimeo.com/63595311
Gruß
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon Ralph Hertling » 20.10.2015, 09:38

Moin,
ich kann jedenfalls sagen, dass mich die Heddon Fulsom, die ich seit einigen Monaten besitze ganz wunderbar "runterholt", wenn ich mit ihr werfe. Ein Fisch daran ist unvergleichlich!!
Eine "Nudel" würde ich bei Gelegenheit maximal gerne werfen wollen.
Wenn ich nicht weit, oder dicke Dinger werfen muss, macht mir persönlich eine schön saftig flexende Bambusrute inzwischen mehr Freude.
TL
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon CPE » 20.10.2015, 09:42

piscator hat geschrieben: Werfen ist die Kunst eine Rute so zu beschleunigen, dass sich keine Oberwellen in der Schnur bilden -- und das ist um so schwieriger je weicher die Ruten sind.


Hallo J.,

Aber jenseits vom starren Stab schwingen alle Ruten nach. Vielleicht schwingt eine H2 weniger oft als ein Schwabbel, aber die Energie ist doch die gleiche. Was jetzt? Ich glaube, dass für Nichtanfänger der Ausweg aus den Oberwellen (gemeint ist wohl: Nachschwingen der Rutenspitze) eines halbwegs in einer Ebene sich befindenden Wurfes durch das Ignorieren der "STOP"-Zwangsjacke und die Einführung des Drift-Gedankens eliminiert wird. Straight Line Path solange es eben geht. Und das führt zu http://www.sexyloops.com/flycasting/extendeddrift.shtml. Der Bewegungsablauf ist bei schnellen Ruten natürlich schneller als bei langsamen Ruten, das Prinzip ist aber dasselbe.

Was fällt Dir leichter: Die kontrollierte langsame Bewegung oder die kontrollierte schnelle? Leistungssportler und Musiker haben da eine sehr klare Meinung...

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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon matthias z. » 20.10.2015, 13:10

flo staeuble hat geschrieben:musste beim lesen des wortes "fehlerverzeihung" gerade laut schmunzeln und erlaube mir, eine parallele aus meinem zweiten hobby zu erwähnen:noch schwieriger das perfekte werfen einer fliegenrute ist die durchfürung eines einigermassen ansehnlichen golfschwungs. ehrlich gesagt: wer nicht in kindertagen damit angefangen hat, wird hierbei sein leben lang durch den nebel tappen und nie die sonne sehen.nun stehen die hersteller von golfschlägern vor demselbem dilemma wie die von fliegenruten: sie müssen jedes jahr neue modelle auf den markt werfen, schließlich tut die konkurrenz dasselbe.die parallelen in den die verbesserten eigenschaften des neuen modells beschreibenden werbeanzeigen sind entzückend. generell werden zwei haupteigenschaften der neuen schläger gerühmt:1. NOCH MEHR LÄNGE - eine falle, in die insbesondere die herren gerne tappen.2. NOCH MEHR FEHLERVERZEIHUNG - knapp formuliert wird hier behauptet: "obwohl du überhaupt nicht in der lage bist, den ball ordentlich zu treffen, fliegt er märchenhaft gerade".beides ist eine illusion, führt aber dazu, dass arme hanswurste jahr für jahr mit funkelnden neuen schlägern auf dem platz auftauchen - um erneut kläglich zu scheitern.echte NEUERUNGEN gibt es nur alle 10-20 jahre (so wie beim fischen die umstellung auf carbonruten). insofern bleibt auch hier nur eine alternative: "lerns gscheid, sonst gehts ned".grüße vom flo


Hallo,

also, es gibt sicher Sportarten, bei denen die Weiterentwicklung des Sportgeräts dazu geführt hat den einen oder anderen Fehler zu verzeihen. Im Tennis z.B. hat die Vergrößerung der Schlagflächen bei Tennisschlägern dazu geführt, dass man den Ball nicht mehr super mittig treffen muss, um das optimale Schlagergebnis zu erreichen. Soll also heißen: Schlechter Treffpunkt = trotzdem ein guter Schlag.

Ich bin sicher ein ziemlicher Amateur in dieser Diskussion aber mir scheint es doch so, dass gerade die modernen, kurzen Schnüre (Schußköpfe, Skagits) und die dazu passenden Ruten einiges vereinfacht haben?.......vielleicht um unter anderem denen zu helfen, die, aufgrund mangelhafter Technik, nicht besonders viel Schnur in der Luft halten können?

Viele Grüße

Matthias
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon piscator » 20.10.2015, 14:41

Moin, was ich meine ist in dem Video von Thomas gut zu sehen, wo er eine meiner kleinen Gespließten Zweihänder (11.5ft) wirft. Im finalen Vorschwung erkennt man trotz durchschwingender Rute nur wenig Wellen auf der Schnur und erzielt damit hohe Wurfweiten -- schön zu erkennen im Vergleich zu den nebenan geworfenen langen KF-Stangen. Energie, die benutzt wird um Wellen zu erzeugen, wird dissipiert und nicht in Wurfweite umgesetzt sagt mir der kleine Physiker :P im Ohr. J.
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon CPE » 20.10.2015, 14:58

piscator hat geschrieben:Energie, die benutzt wird um Wellen zu erzeugen, wird dissipiert und nicht in Wurfweite umgesetzt sagt mir der kleine Physiker :P im Ohr. J.


Hallo Jürgen,

Bei 0:14 ist sehr schön zu sehen, dass die Gespließte sehr wohl eine Welle erzeugt hat und kurze Zeit später der Kohlenstoffwerfer dahinter sein Timing und seine Drift deutlich besser im Griff hat als vorher, womit bei ihm keine Delle zu sehen ist.

Ich meine also: Die vergeudete Energie ist immer die Abweichung vom Straight Line Path. Diese Energie kommt aus dem Arm des Werfers und geht über den Rutengriff und dann einen weiche oder strammen Blank in die Spitze und damit in die Schnur. Bei langsamen Blanks dauert das alles etwas länger als bei schnellen, aber der Betrag dieser Energie wird ungefähr gleich sein, so nicht knifflige, sich aufhebende Schwingungseffekte durch die Kombination aus Leine, Rute und Wurfgeschwindigkeit eine Rolle spielen.

Sagt mir der kleine Physiker zwischen meinen Ohren...

Gruß, Norbert
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Re: Das Märchen von der Wurffehler verzeihenden Fliegenrute

Beitragvon gespliesste » 20.10.2015, 15:38

Hallo,

CPE hat geschrieben:Aber jenseits vom starren Stab schwingen alle Ruten nach. Vielleicht schwingt eine H2 weniger oft als ein Schwabbel, aber die Energie ist doch die gleiche. Was jetzt?


Ich denke das ganze ist etwas komplizierter.

Wenn du einen Besenstil leicht nach vorne neigst ist das was anderes, als wenn du die "Nudel" mit der gleichen Kraft leicht nach vorne neigst.
Ich kann ja Tobias (alias HSL) noch mal auf die Diskussion hier hinweisen, er hat über die Bedeutung der Biegung bei der Fliegenrute ja fast schon eine Doktorarbeit verfasst.

Es gibt ja z.B. von Pezon & Michel (Charles Ritz) gespliesste Ruten mit so genannten "compound taper". Die werden übertrieben dargestellt nach dem Handteil erst mal dünner, dann wieder dicker bis sie nach oben dünn auslaufen. Ich hab noch so eine, das wirft sich vom Gefühl wie ein Katapult. Mit einer solchen Rute ist es selbst wenn man es absichtlich forciert gar nicht so einfach einen tailing-loop zu werfen. Also ein wenig verzeihen Ruten je nach Aktion schon, aber das hat dann wieder seinen Preis bei anderen Eigenschaften.

matthias z. hat geschrieben:Ich bin sicher ein ziemlicher Amateur in dieser Diskussion aber mir scheint es doch so, dass gerade die modernen, kurzen Schnüre (Schußköpfe, Skagits) und die dazu passenden Ruten einiges vereinfacht haben?.......vielleicht um unter anderem denen zu helfen, die, aufgrund mangelhafter Technik, nicht besonders viel Schnur in der Luft halten können?
[/quote]

Das ist sicher so. "Schiessen lassen" ist natürlich viel einfacher als "werfen". Bei einer Spinnrute lässt man mit einem einzigen Vorschwung die gesamte Schnur schiessen, das kann so gut wie jeder nach kurzer Zeit. Aber für eine unverdächtige Präsentation der Fliege bei der klassischen Fischerei am Fluss sind diese Setups nach meiner Meinung kaum geeignet.

LG,

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