Das steife Handgelenk

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: Das steife Handgelenk

Beitragvon Thomas E. » 07.03.2016, 18:14

sundeule hat geschrieben:Ihm ging es dabei ebenfalls darum , das heftig bewegte Handgelenk zu fixieren. Wenn der Unterarm auf der Rolle aufliegt, ist dies einigermaßen der Fall.


Eine ziemlich unsinnige Art der Rutenhaltung !

Idealerweise sollte die Rute die Verlängerung des Unterarmes darstellen, daher etwa eine Gerade bilden (Fischerstil).
Für einen besonders effektiven Rückwurf muß erst gezogen und so spät wie möglich gekippt (rotiert) werden, ggf. liegt dabei das Rutenende am Unterarm innen auf.

Das ist bei der oben genannten "Idee" garnicht möglich, daher hat das auch nie eine Verbreitung gefunden. :lol:
Außerdem ist ein Abknicken des Handgelenkes im Rückwurf so ja weiterhin möglich.... also das Ganze lieber schnell vergessen. =D>

Da sind "wristlok", Klettbänder, oder einfach das Rutenende anfangs erstmal in den Ärmel stecken, weitaus sinnvollere Empfehlungen.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Das steife Handgelenk

Beitragvon cdc » 07.03.2016, 20:11

Hallo Thomas, ich habe es auch nie mehr gesehen oder davon gehört...
Es war 1996 und zum Anfang ging es nur um das richtige halten der Rute
ohne groß das Handgelenk zu bewegen... Ich selber habe nach wie auf dem
Video von Ihm gezeigt das Werfen erlernt...
Mit einen gänzlich steifen Handgelenk wirft m.E. so wie so keiner...
Göran und all seine Zöglinge beeindrucken mich immer wieder...

Gruss Jürgen
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Re: Das steife Handgelenk

Beitragvon sundeule » 07.03.2016, 20:44

Thomas, ich habe mich ja auch nicht als Fan der Maßnahme geoutet ...du fragtest ja Erklärung der Anwender.
Ich habe es schnell vergessen... :wink:
Mit besten Grüßen
André
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Re: Das steife Handgelenk

Beitragvon trutta1 » 07.03.2016, 22:00

Liebe Fliegenfischer!


Hans. hat geschrieben:http://royalwulff.com/products/wristlok/

:mrgreen:
Hans


Mit dieser Art der Rutenfixierung am Unterarm durfte ich in den 80-er Jahren einigen angehenden
Fliegenfischern das Werfen in der einfachsten Form näher bringen.
Da zu dieser Zeit die Zeigefinger- oder Zwickelhaltung noch nicht bevorzugt wurde,
war das Abknicken des Handgelenks bei der Daumenhaltung ohne Fixierung vorprogrammiert.
Schon damals wussten wir, dass ein gestrecktes (kein steifes) Handgelenk die Wurfdynamik positiv beeinflusst.
Erste Versuche mit kleinen Lederriemen brachten zwar im Wurfablauf Vorteile,
aber nach kurzer Zeit klagten viele über Schmerzen im Handgelenk.
Ich zerschnitt damals alte Bandagen, die das Rutenende am Unterarm fixierte,
aber dem Werfer noch etwas Bewegungsfreiheit ließ.
Das klappte dann auch relativ gut und die Lernerfolge verbesserten sich schlagartig.

Heute passe ich meine Handhaltung der Rutenklasse an und wechsele auch oft zwischen Finger- und Zwickelhaltung.
Aber ein steifes Handgelenk würde ich bei keiner Handhaltung empfehlen.

Lieben Gruß,
Frank
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Re: Das steife Handgelenk

Beitragvon cdc » 07.03.2016, 22:02

Hallo André, das probieren wir mal im Duett und mal davon abgesehen finde ich
das du einen passablen Wurfstiel hast mit nach vorn gerichteter Rolle...
durfte ich schon öfters bewundern... Mal das ganze umgedreht ist nichts
verwerfliches...

Gruß Jürgen
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Re: Das steife Handgelenk

Beitragvon sundeule » 07.03.2016, 22:54

Klar Jürgen! Nennt sich dann wohl " Schwedenballet" ... :D
Mit besten Grüßen
André
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