Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon VANHOOL » 11.11.2014, 17:42

Hallo Frank,

Na sieh mal einer an. So ne Kleinigkeit kann dann schon ausschlaggebend sein.
Jetzt wo ich drüber nachdenke macht es auch wirklich Sinn.
Ich werde es so schnell wie möglich neu montieren und versuchen...

Danke Frank.

Beste Grüße

Flo
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon CPE » 11.11.2014, 21:54

Hallo Flo,

Ein winziger Micro-Snap zwischen Draht und Streamer, ohne Wirbel, sollte doch eigentlich auch ausreichen, z. B.:

http://www.cormoran.de/co/de/produkte/w ... rdrows2=10

Gruß, Norbert
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon Achim Stahl » 12.11.2014, 10:36

Moin,

ganz ehrlich, ich verstehe nicht, weshalb jemand so einen Kram wie Microsnaps oder andere Karabiner zum Fliegenfischen verwendet. :smt017

So etwas brauche ich weniger als Kopfweh. Ein vernünftiges Stahl- oder Titanvorfach lässt sich knoten, und so mache ich auch meinen Streamer fest. Alles andere ist eine vollkommen überflüssige Schwachstelle.

Viele Grüße!


Achim
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon Sixgunner » 12.11.2014, 11:13

Achim und Alle,

Amen!!

:D

Gruss,

Eric
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon CPE » 12.11.2014, 12:06

Achim Stahl hat geschrieben:ganz ehrlich, ich verstehe nicht, weshalb jemand so einen Kram wie Microsnaps oder andere Karabiner zum Fliegenfischen verwendet.


Hallo Achim,

Dein Stil verrät, dass Dir auch nicht daran gelegen ist, es zu verstehen, ich versuche es trotzdem. Ausnahmslos jeder Spinnfischer, mit dem ich am Wasser war macht es so. Standardverfahren für Rheinzander, und -hechte, Möhnehechte, Boddenhechte. Und es gibt auch den einen oder anderen Fliegenfischer, der das nutzt.

Deren beide, doch sehr naheliegenden, Gründe sind: Spiel des Köders, schneller Austausch des Musters. Logisch ist Dein Einwand auch nicht wirklich, weil: wenn ich ein 25 lbs-Knot2Kinky z.B. an einen Snap mit 30 lbs knote, wird das gesamte System immer noch am Draht reißen und nicht am Snap (aber vielleicht will ich das sogar: das wäre ein dritter Grund).

Und wenn auch z.B. Matt Hayes auf Guideline.no (http://www.guideline.no/Matt+Hayes’+Guide+to+Fly+Fishing+for+Pike+Part+1.9UFRrWXl.ips) für das Fliegenfischen auf Hecht eine Empfehlung in Richtung Swivels und Snaps ausspricht, bleibe ich bei hier nicht ganz unbekannten Spruch: Es sind Deine Wahrheiten, mein Lieber. Andere haben andere....

Grüße, Norbert
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon Achim Stahl » 12.11.2014, 12:20

Moin Norbert,

ausnahmslos jeder Spinnangler verwendet auch Spinngerät und keine Fliegenrute... :wink:

Und von den erfahrenen Fliegenfischern verwenden nur ganz wenige Ausnahmen solche Teile.

Ich selbst habe sie auch ausprobiert und schlechte Erfahrungen damit gemacht, ebenso mit Quetschhülsen.

Beim Fliegenfischen rollt das Vorfach ab, beim Spinnangeln nicht, da wirken ganz andere Kräfte.

Und warum es aufwändiger machen, wenn es keinen zusätzlichen Nutzen bringt?

Keep it simple & stupid! 8)


Viele Grüße!


Achim
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon sebastianLL » 12.11.2014, 15:10

Hallo zusammen,

Ich verwende die Micro Snaps auch nicht - für mehr Köderspiel mache ich den Rapala Knoten. Bzgl. Fliegenwechsel bin grundsätzlich sehr konstant; soll heißen, dass ich extrem lange mit meinen Hechtfliegen Fische, bevor ich diese auswechsle. Also auch kein Problem.

Gruß,

Sebastian
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon Frank. » 12.11.2014, 15:36

Liebe Leute,

schönes Thema, um zu fachsimpeln (ich gehöre auch zur Knoten- statt Snap/Karabiner-Fraktion), aber darf ich kurz an das erinnern, was der Fragesteller von uns möchte? — »Hilfe beim Werfen ›schwerer‹ Köder« …

Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon Sixgunner » 12.11.2014, 16:00

Hallo Alle,

Ich liege da bei Achim: selbstverständlich habe ich auch solche Snap-Dinger jeder Couleur bei der Hecht- und Salzwasser-Fischerei benutzt, und klar, funktionieren sie auch, leider aber mit gravierenden Fehltritten, die mir schon so manch (guten) Fisch gekostet haben. Letztens habe ich noch beim Hechtfischen ein Stahlteil von einem Kollegen benutzt (mein Stahl lag im Auto und das war weit weg... selber Schuld!) und es fertiggebracht, die Stahldraht-Schlaufe beim Wurf aus dem Snap zu tüddeln, ohne dass dieser sich geöffnet hätte (habe Zeugen dafür), die (grosse) Fliege hing im Wasser im geschlossenem Snap im Öhr. Bestimmt war ein "komischer" Winkel dafür Schuld, wie es sie halt eher beim Fliegenwurf gibt, als es der Fall bei der Spinfischerei wäre (wiederum sind wir da bei Achim).

Hier also mein Hechtvorfach, um beim Thread zu bleiben:
Bei ca. 9 Fuss Gesamtlänge sind es 150 -170 cm 70er oder 80er Mono , nicht zu steif, nicht zu weich. Dann ca 80 bis 100 cm 16- oder 20-Pfund Hardmono (Mason, andere tun es auch) woran ich etwa 20 cm 27-Pfund Stahldraht befestige (per Albright ans Hard-Mono und per Haywire Twist - gibt bei bedarf eine Schlaufe - an die Fliege. Funktioniert immer, geht selten kaputt, lediglich das schnelle Auswechseln geht schlecht, dafür halte ich ein paar "jungfräuliche" Hardmono-Stahl-Kombis bereit. Wenn das steifere Steldrahtmaterial dann eine Biegung bekommt, greife ich zum Leader-Straightener. Dieses Setup benutze ich in ähnlicher Form auch für alle grösseren Zahnbewehrten im Meer, nur das ich das Hardmono durch Florocarbon ersetze und beim Albright ein paar weitere Wicklungen reintue.

Gruss,

Eric
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Re: Hilfe beim Werfen "schwerer" Köder

Beitragvon Mr. Wet Fly » 13.11.2014, 07:38

Hallo Flo,

Du hast jetzt schon sehr viele Antworten zu Deiner Frage bekommen.
Ich fische sehr viel auf Hecht mit Streamer bis 15 cm länge, das ist in den meisten Gewässern ausreichend da der Durchschnittshecht bei 5o - 90 cm liegt. (Außnahmen gibt es natürlich, siehe Bodden und andere Großgewässer).

Habe im Raubfisch-Fliegenbilder Thread einige Streamer gepostet wie ich sie auf Hecht fische.

Ich fische meistens eine Rute der Klasse 7 in 9.6' mit einer Vision Vibe 85 #6/7 mit verkürzten Front Taper. (Habe lange probiert bis ich diese Gerätezusammensetzung gefunden habe und auch sehr viel Lehrgeld bezahlt in Form von Schnüren).

Daran befestige ich mittels Schlaufenknoten eine 40er Mono von Stroft (für mich die beste Monoschnur auf dem Markt). Das Mono ist zwischen 1 - 1,5 m lang.
An das Mono kommt ein Titanvorfach von 40 cm das mittels Albright-Knoten verbunden wird,
daran befestige ich einen kleinen Karabiner von Profiblinker (die sind stabil und haben eine große Tragkraft), der mittels Quetschhülse in einer kleinen Schlaufe befestigt wird.
Für die Quetschhülse ist ein gute Quetschhülsenzange mit 5 Druckpunkten wichtig (Preis ca 18,-€, zahlt sich aber aus).
Jetzt kommt über diese Quetschhülse noch ein Stück Schrumpfschlauch, die Schlaufe selbst muß frei bleiben.

Da ich auch noch mit der Spinnrute unterwegs bin (ich kanns halt nicht lassen) fertige ich alle meine Stahlvorfächer selbst. Mir ist bis jetzt noch kein Hecht an so einer Montage abgerissen.
Ich fische schon seit 45 Jahren so auf Hecht.

Wichtig ist dabei auch nach jeden Fischen oder Hechtfang das gesamte Vorfach zu überprüfen und gegebenfalls aus zu tauschen, deswegen immer mehrere Hechtvorfächer mitführen.

Zum Werfen, ich werfe eigentlich nur noch mit Switch Cast zur Seite weg, ist für die Gesundheit besser. Kann ich Dir nur empfehlen.
Habe mal ein Video angehängt.

http://vimeo.com/16147867

Christopher Rownes gibt Wurfkurse bei ADH-Fishing

http://www.adh-fishing.de/termine.html

Hechtstreamer zu werfen hat nichts mit Ästhetik zu tun, Hechtstreamer zu werfen ist wie Klappstuhlwerfen.

Noch ein kleiner Tip von mir, binde Dir ein paar Fliegen mit unterschiedlichen Materialien, zwicke den Hakenbogen ab und probiere verschiedene Vorfachvarianten aus und gehe auf die Wiese zum werfen. Wurfweiten von 12 - 15 m sind ausreichend, weiter muß man nicht werfen.
Die Hechte stehen meistens vor den Füßen, deswegen immer erst links und rechts den Uferbereich abfischen und dann Fächerförmig die andere Wasserfläche. (Dafür sind Switch Cast gut).
Du mußt für Dich selbst das Beste herausfinden, was Du bis jetzt gehört hast waren Empfehlungen aus persönlicher Erfahrung.
Du sollst jetzt naturlich nicht eine Rute der Klasse 7 benutzen.
Da ich sehr viel mit Streamer allgemein auch auf Forelle, Rapfen, Döbel und Barsch fische benutze ich diese Karabiner von Profiblinker auch dafür, an Mono in einer kleinen Schlaufe.
So viel zu meiner Ausführung, ich gehe jetzt zum Hechtstreamern.

Gruß Bernd
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