Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon fliegenfeger » 18.04.2018, 16:08

Hallo,

vielleicht spielt der ein oder andere auch mit dem Gedanken ein Wurfinstruktorenprüfung anzugehen. Bitte macht mal Vorschläge mit welcher Ruten-Schnurkombination ihr die Sache angehen würdet.

Viele Grüße
Armin
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon GerhardW.E. » 18.04.2018, 19:06

Ich hab die FFI CI und MCI Prüfung gemacht... Schnur war beides mal eine Triangle Taper Plus. Rute einmal eine 6er Mackenzie und einmal eine 8er Hardy Shadow (ab heuer sind nur noch max. 7er Ruten erlaubt, bis voriges Jahr war nur die Schnur auf max AFFTA 7 und Rute auf max 9' eingeschränkt). Viele Leute (besonders die Amis) nehmen die 6er Sage TCX und die Ballistic Pro Schnur oder manche auch die SA Expert DIstance...

Nimm eine Rute/Schnur die Dir zusagt und mit der Du Dich wohlfühlst. Es ist wirklich egal, auch wenn man vor der Prüfung gern den Fehler macht zu meinen, man müsse beim Material das Maximum rausholen... Die Distanzen sind nicht allzu weit, wichtig ist Kompetenz und Sicherheit im Auftreten sowie bei der Ausfühung der Würfe... Ich persönlich würd irgendeine mittelschnelle 5er oder 6er Rute mit einer jeweils dazupassenden TT oder TT+ nehmen...

Grüße!
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon Trockenfliege » 18.04.2018, 19:50

Es ist interessant, dass 2 so unterschiedliche Schnüre wie eine Triangle Taper und eine 3M Expert Distance die gleichen Funktionen erfüllen können bei einer so vielseitigen Prüfung.

Die TT haben ihren dicksten Teil am Ende der Keule und dann kommt eine handlingzone (TT+) und dann die mehr oder weniger dünne runningline, das Profil der Expert Dictance ist umgekehrt, da ist der dicke Teil am vorderen Ende der Keule und diese läuft weit nach hinten aus und fast übergangslos in die runningline.

Gruß
Reinhard
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon fliegenfeger » 18.04.2018, 21:00

Hallo Gerhard,

ich stimme voll mit dir überein, dass man vor allem auf seine Technik bauen muss und es fast egal sein sollte mit welcher Kombi man die Prüfung wirft. Aber bzgl. der Distanzen sehe ich das etwas anders. 18m Rollwurf und 30m Distanzwurf macht man nicht mal so nebenbei (natürlich abhängig vom Wind). Deshalb gibt es bestimmt Kombinationen, die einem das Leben etwas leichter machen. Die Ballistic Pro Schnur kenne ich nicht.

hallo Reinhard,

genau das ist das Problem, dass ich irgendeinen Kompromiss eingehen muss, da ich das Setup nicht wechseln darf. Die Expert Distance ist gut für in der Luft halten und für Distanzen über Kopf, aber wie ist es mit Rollwurf, Switchcast und Trickwürfen? Mit der TT kann man zwar alles machen, aber man geht hier in Grenzbereiche bzgl. der Distanzen.

Viele Grüße
Armin
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon dr-d » 19.04.2018, 09:18

hallo armin,


das wird schon - bei diesen kalibern (#7!). :shock:


viel glück!


thomas
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon Waldläufer » 19.04.2018, 14:02

Hallo Armin,

ich finde die Expert Distance ist aufgrund ihrer langen Keule sehr gut für weite Rollwürfe und Switch-Casts geeignet (auch wenn die Hauptmasse der Keule relativ weit vorne liegt im Vergleich zu anderen Schnüren).

Deshalb benutze ich diese Schnur häufig an Seen, wenn es mal mit dem Rollwurf weiter (bis weit) gehen soll.
Sie hat aber bestimmt beim Werfen einen ganz eigenen Charakter - am besten mal Probewerfen, wie sie Dir persönlich liegt.

Zur Instruktor-Prüfung wirst Du Dich ja ohnehin mit der Schnur Deiner Wahl einwerfen und mit ihr trainieren.
Würde ich eine solche Prüfung machen - die Expert Distance wäre meine Wahl.
Soweit meine Meinung.

Schöne Grüße und alles Gute
Thomas
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon Kläuschen » 19.04.2018, 17:57

Hallo Männers,
Interessanter Fred. Hab mir jetzt jedenfalls ein 30m Maßband gekauft um zu wissen, wie weit ich werfen kann . Ich hätte gedacht, mindestens 30m :D :D , aber ich muss froh sein wenn es, mit Rückenwind mal 20m sind.
Die Anforderungen der EFFA- Instructor-Prüfung sind u.v.a. :
20m Wurf ohne Schnurhand
21m Backhand mit Doppelzug
27m Wurf DZ
20m Schnur sauber in der Luft halten
Rollwurf 15m Switch-Cast 18m,
Frauen je nach Weite über oder unter 20m 10% bis 20% weniger.
Rute: Handelsübliche Einhandrute 7 bis 9 Fuß, maximale Schnurklasse #6.

Allen Respekt, wer das schultert.
P.S. die Fliege muss vor dem Vorfach aufkommen und das Vorfach vor der Flugleine

LG Klaus
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon fliegenfeger » 19.04.2018, 20:49

Hallo Thomas,
ich muss die Expert Distance mal bei den Wasserwürfen testen. Ich werde von meinen Erfahrungen berichten.

hallo Klaus,

und das ist nur der Einstieg. Bei der Masterprüfung sind die Anforderungen noch etwas :mrgreen: strammer.
Darüberhinaus darfst du keine tailing Loops bei deinen Würfen haben und das Berühren des Bodens mit der Fliege ist ebenfalls nicht erlaubt.

Viele Grüße
Armin
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon dr-d » 20.04.2018, 21:39

hallo miteinander,


nur mal zur info - gibt es die diesbzgl. effa - deutschland überhaupt oder ist die seit ca. 2012 "perdu"?!... :roll:


schönes we trotzdem.


thomas
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon fliegenfeger » 21.04.2018, 06:17

Hallo Thomas,

es gibt die EFFA als europäische Vereinigung von Fliegenfischern mit Sitz in der Schweiz. Für die einzelnen Länder gibt es gewählte Ländervertreter, die sich um unterschiedliche Themen in den Ländern kümmern. Dabei handelt es sich z.B. um Messeauftritte oder Wurfkurse usw.. Für weitere Informationen gehe auf die Internetseite der EFFA.

Viele Grüße
Armin
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon TorstenHtr » 25.04.2018, 22:33

es gibt die EFFA als europäische Vereinigung von Fliegenfischern mit Sitz in der Schweiz


Ich hatte mich mal vor ca. 10 Jahren mal dafür interessiert, aber wieder verworfen. Ich würde wenn eher eine echte Trainerausbildung anstreben. Hast du denn schon Kunden, die gerne die Zertifizierung als Qualitätsmerkmal sehen wollen?

Die EFFA war nicht ganz unumstritten, Paul Arden hatte sie ja damals scharf kritisiert. So weit ich mich erinnern kann, hatte er den Rollwurf als schwierigste Prüfung dargestellt. Einige (bekannte) Instruktoren scheinen die EFFA auch wieder verlassen zu haben.
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon fliegenfeger » 26.04.2018, 09:04

Hallo Torsten,

was verstehst du unter einer echten Trainerausbildung?
Wenn du eine Prüfung bei der EFFA (bei anderen Organisationen wird es ähnlich sein) bestehen willst, musst du neben dem Nachweis deiner werferischen Fähigkeiten, auch eine sehr anspruchsvolle didaktische Prüfung ablegen.
Von mir wollte noch kein Kursteilnehmer mein Instruktorenzertifikat sehen, was aber überhaupt kein Grund gegen eine Instruktorenausbildung ist. Mir persönlich hat es sehr viel gebracht und ich bin auch davon überzeugt, dass meine Kursteilnehmer davon profitieren.
Zur EFFA Prüfung folgendes: die Anforderungen sind anspruchsvoll aber machbar, was erfolgreiche Absolventen aus der Vergangenheit belegen. Man kann auch über die ein oder andere Wurfanforderung diskutieren, was auch innerhalb der EFFA passiert. Trotzdem finde ich es gut, dass man hohe Standards setzt. Das Verlassen der EFFA von einigen Instruktoren vor einigen Jahren, hatte aber mit den Prüfungsanforderungen nichts zu tun.
Auch bei den anderen Organisatoren bekommt man nichts geschenkt und es fallen Leute durch die Prüfung.

Vielleicht trifft man sich ja mal bei einer Messe oder sonstigen Veranstaltung und wir können uns weiter austauschen.

Viele Grüße
Armin
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon TorstenHtr » 26.04.2018, 22:36

Armin,

was verstehst du unter einer echten Trainerausbildung?


Siehe dazu:
http://www.lsb-berlin.net/angebote/spor ... g-trainer/

Das geht stärker in die sportliche Richtung. Der praktische Teil wird vom Fachverband übernommen (das wäre in diesem Fall der DAFV).

Zur EFFA Prüfung folgendes: die Anforderungen sind anspruchsvoll aber machbar, was erfolgreiche Absolventen aus der Vergangenheit belegen. Man kann auch über die ein oder andere Wurfanforderung diskutieren, was auch innerhalb der EFFA passiert.


Die Anforderungen sind schon machbar. Mir ging es eher um die subjektive, von mir wahrgenommene Außenwirkung.

Wenn du die Prüfung bei der EFFA machst, wären deine Eindrücke sehr interessant,

Viel Erfolg,
Torsten
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon fliegenfeger » 28.04.2018, 06:33

Hallo Torsten,

diese Trainerausbildung habe ich vor gefühlten 100 Jahren im Bereich Tischtennis absolviert. Damals hieß das noch F- und B-Lizenz. Man musste sich zwar mit vielen sportwissenschaftlichen Themen befassen, was interessant war, aber für Fragen bei der Arbeit vor Ort oft keine Antworten gab.
Die Kompetenz für Fliegenfischen insbesondere Fliegenwerfen sehe ich bei den Organisationen wie EFFA,FFF usw. nicht bei den Fischereiverbänden.
Ich habe meine Instruktorenprüfung bei der EFFA 2010 bestanden und will nun den nächsten Schritt gehen. Ich habe mich in meiner Prüfung sehr fair behandelt gefühlt und auch auf Nervosität, wurde Rücksicht genommen. Doch was soll ich viel erzählen; die Termine für die Instruktorenprüfung werden auf der EFFA Seite angegeben und da die Prüfungen nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden, kannst du dir die Sache mal ansehen und dir ein Urteil bilden.

Viele Grüße
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Re: Instruktorenprüfung- Rute/Schnur Setup

Beitragvon benny » 28.04.2018, 09:46

Hallo,
Habe mir z.B. in Kolding, die Effa Prüfung angeschaut.
Ein guter bekannter hat sie dort (Basic) auch abgelegt.
Das einzige was ich an den Prüfungen schade finde, ist das Grundlagenwürfe in mitlerer Distanz nicht mit gestelltem Gerät gefordert werden.
Aus meiner sicht ist dies eine der Herausforderungen für einen Instruktor, aus dem "Geraffel" des Schützlings eine nutzbare Technik erarbeiten.
Mich würde das Basic ziel auch reizen aber eher als persönliche herausforderung wie zur Qualifikation.
Nur mein Angelgerät wäre grade mit den Wasserwürfen an der Grenze, und 4-500€ für reines Sportgerät ist mir mit frischem Nachwuchs was viel.
gruß ben
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