MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch?

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon Ralph Hertling » 15.01.2016, 10:19

Moin!
Während ruhigen Wetters fische ich durchaus auch mal eine 5er Einhand in 7'6".
Bei mehr Wind und Welle greife ich, je nach Streamergröße, zu leichten Zweihändern mit Schußköpfen von 16 - 19/20 Gramm Gewicht.
TL
Ralph

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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon cdc » 15.01.2016, 13:18

Hallo,

nicht unbedingt der Wind von vorne oder der Seite, sondern die Böen erschweren das Werfen ungemein, da geriet schnell mal alles außer Kontrolle...


Leider kann man weder im Auto noch am Strand Angelgerät liegen lassen...

Gruss Jürgen
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon Thomas E. » 15.01.2016, 16:16

Ralph Hertling hat geschrieben:Während ruhigen Wetters fische ich durchaus auch mal eine 5er Einhand in 7'6".


Hallo allerseits !

An alle "Leichtfischer" der Ostseeküste :

Mit einer 5er WF ist man hinsichtlich der Fliegengröße leider sehr begrenzt !
Meine Ruten der Klasse haben ein Wurfgewicht um die 11 Gramm, das Gewicht auf ca. 10 m verteilt bringt auch bei ruhigem Wetter keine allzu große Weite.
(Das geht mal für Hornhecht.)


Ruten von 8 Fuss mögen bei Wind angenehmer werfen zu sein, doch erfordern sie auch recht kurze Schussköpfe, die sich ja wiederum negativ auf die Wurfweite auswirken.

Fischen tue ich nie direkt gegen zügigen Wind, sondern dann schräg oder quer dazu.

Der Sidecast mit flach liegender Schnurschlaufe ist nichts für weite Würfe !
Den Beachcast brauche ich auch nicht, ich werfe Backhand mit DZ.

17- 18 Gram Keulengewicht auf ca. 10,50 m, slow intermediate und eine Rute mit Tip Flex von 275cm sind für mich ideal, ich brauche nur diese eine Ausrüstung. :biggrin:
Damit geht es durchschnittlich auf 25 m über den Tag, bei Wind mehr von hinten auch einige Meter weiter.

Ist der Wind zu stark, oder ungünstig von der Richtung, suche ich mir einfach eine andere Stelle. :wink:
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon Harald aus LEV » 15.01.2016, 17:33

Ralf hat geschrieben:Was bei dieser Diskussion schnell vergessen wird: Macht es denn wirklich noch Spaß, sich mit der Fliege direkt gegen richtig hartes Wetter durch zu kämpfen, selbst wenn man eine 8er Rute fischt?


Das ist Euer Vorteil die Ihr da oben wohnt. Bei uns Binnenländer ist es so, dass wir nicht mal einfach so an die See können. Wir sprechen uns ab, wann wer Zeit hat und finden irgendein Wochenende. Und dann wird gefahren, egal obs kachelt oder aus Eimern schüttet. Notfalls suchen wir uns dann Strände, an denen es etwas ruhiger zugeht. Wir können uns die Situation vor Ort also nicht aussuchen. Da kommt es nicht so sehr auf den Spaß des Werfens an, sondern auf das Zusammensein mit Freunden, sich die Brise um den Kopp wehen lassen und einfach draußen zu sein. Das kann man mit Fischen im Binnenland nur schwer vergleichen.
Und mehrere Ruten nimmt auch keiner mit. Deshalb ist halt die 7er bei uns die Universalrute. Da wird höchstens 1 Ersatzrute mitgenommen für alle.
Denn das mehr als eine Rute bricht, ist ja höchst unwahrscheinlich. Und wenn, dann gibt's bei euch ja auch Tackle-Dealer. :wink:

Thomas E. hat geschrieben:Den Beachcast brauche ich auch nicht, ich werfe Backhand mit DZ.


Stimmt! Hatte ich nicht dran gedacht zu schreiben. :D Geht aber beides.

Gruß
Harald
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon cdc » 15.01.2016, 21:35

Für alle die von weiter kommen und sich vorher informieren möchten kann ich die BSH-Seite empfehlen... Ist sehr zuverlässig Wind, Wassertemperatur, Wellenhöhe und auch Strömung kann man einsehen... Habe ich immer für Rügen genutzt...
http://www.bsh.de/aktdat/bm/Baden&Meer.htm
Einfach mal durch klicken...

Gruß Jürgen
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon Ralph Hertling » 15.01.2016, 22:40

Moin!

Thomas E. hat geschrieben:
Ralph Hertling hat geschrieben:Während ruhigen Wetters fische ich durchaus auch mal eine 5er Einhand in 7'6".


An alle "Leichtfischer" der Ostseeküste :

Mit einer 5er WF ist man hinsichtlich der Fliegengröße leider sehr begrenzt !
Meine Ruten der Klasse haben ein Wurfgewicht um die 11 Gramm, das Gewicht auf ca. 10 m verteilt bringt auch bei ruhigem Wetter keine allzu große Weite.


Mit der 7'6" der Klasse 5 werfe ich einen nicht ganz 8m langen Schußkopf von ca. 12,5 Gramm. Das geht dann durchaus etwas über 22 meter, was mir dann auch vollkommen ausreicht.
Der Streamer ist dann natürlich (nur) ein nicht allzu großer brauner artikulated WoolyBugger (SamsoeKiller-Variant) der Größe 10, höchstens 8. Nicht riesig, aber im Frühjahr bei ruhigem Wetter vollkommen ausreichend produktiv.
Man sollte die Drillpower einer solchen Rute allerdings nicht unterschätzen. Mit dem Rückrat bin ich vor keiner 80er bange. Die angebliche "Kontrolle" einer längeren Rute finde ich bei Weitem überschätzt.
Natürlich ist das alles keine Empfehlung für einen Einsteiger in die Materie, aber ich zeige damit auch nur auf, was halt AUCH möglich sein kann, wenn man will.
TL
Ralph
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon cdc » 15.01.2016, 23:18

Hallo Ralf,
schön zu hören das du nicht bange bist, allerdings bereitet ein 80ziger Überspringer so manchen Spinnfischer schon große Schwierigkeiten...
Das lange Ruten eine bessere Drillkontrolle bieten ist wohl zweifelsfrei erwiesen... Ein Grund warum ich eine in 9'6 fische....

Gruß Jürgen
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon sundeule » 15.01.2016, 23:41

Ich finde es auch ein wenig revierabhängig. Wenn ich auf einer dänischen Insel unterwegs bin, finde ich recht zuverlässig Strände, an denen ich leichteres Gerät fischen kann. Bin ich auf Rügen unterwegs, bin ich häufiger eingeschränkt mit Blick auf die Windrichtung und wenn ich dann noch ein paar km fußläufig abgearbeitet habe und plötzlich frischt der Wind auf, erlebe ich schnell mal, das mein #6er Equipment an die Grenzen gerät.
Ich finde meine #8er Rute in der Regel universeller. Von spiegelglatter See vielleicht mal abgesehen, glaube ich auch nicht, dass die Forellen Anstoß an ein paar Gramm höheren Schnurgewichst nehmen...
Auch wenn es etwas oldscool wirken mag: ich bin mit #8 gut aufgestellt und muss meine Gerätekombi nicht ständig neu bedenken.
Zuletzt geändert von sundeule am 16.01.2016, 11:42, insgesamt 1-mal geändert.
Mit besten Grüßen
André
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon orkdaling » 16.01.2016, 09:39

Moin moin,
genauso sehe ich es auch. Revier und Wetter spielen eine grosse Rolle.
Ich kann zum Fenster raus schauen und mich fuer eine Rute entscheiden, auch kann ich von Sandbænken , zwischen Seetang oder Flusseinlæufen fischen.
Die meisten FF mit langer Anreise kønnen das aber nicht und muessen sich lange vorher entscheiden, wissen aber nicht genau was sie vor Ort erwartet.
Mit der 5er auf der Sandbank und mæssiger Wind ok, møchte mit dieser Rute aber nicht zwischen Seetang stehen und eine fette Mefo oder Køhler, Pollack hat zugeschlagen. Die Frage war aber " bei stærkerem Wind eine Schnurklasse hoch"? Und genau das kann man eben nicht pauschal mit ja beantworten.
Es spielen einfach zu viele Faktoren eine Rolle wie zB Ruten/Schnurtyp, Windrichtung, Fliegen, Streamer, oder das Revier.
Die wohl am meisten benutzte Klasse ist die 7, weil eben die FF nicht wissen ob an diesem Tag die 5 oder 6 ausreicht. Es kønnte aber auch schon eine 8er auf grund von Wetter, Revierbedingungen, Fischarten erforderlich sein. Genauso verhælt es sich mit der Rutenlænge, da wird geschwørt das eine 8 Fuss vøllig ausreicht, der andere schwørt auf eine leichte Zweihand... Wenn ich mir die Seiten der fuehrenden Hersteller ansehe, Testberichte lese und meine bescheidenen Erfahrungen durchdenke, dann sind Ruten zwischen 9 und 9,6 Fuss optimal bzw decken das grøsste Spektrum ab.
Und warum ziehe ich dann mit zwei Ruten verschiedener Schnurklasse und Wechselschnueren los obwohl ich 100% sicher bin das mir 1Rute vøllig ausreicht?
Weil wir FF etwas krank im Kopf sind (sagt jedenfalls meine Frau) suechtig sind, Experimentierfimmelm haben... und zu Weihnachten gabs doch `ne neue Rute.
Gruss
Hendrik
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon cdc » 16.01.2016, 10:17

Hallo zusammen,
In den dänischen Fjorden oder an der schwedischen Westküste reichen bestimmt eine #6 aus auch dann wenn man am Ententeich fischt und eine Konfrontation mit dem Wind aus dem Weg geht... Bewegtes leicht trübes Wasser sind ja nun mal bekanntlich die besten Vorraussetzungen... Bei Wind aus West laufen die Wellen aus Nordwest auf den Strand und seitliche Winde unterstützen sogar das Ganze und tragen die Leine weit hinaus...

Am Ende hat sich alles zwischen #6 und 8 erfolgreich etabliert...

Gruß Jürgen
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Re: MeFo-fischen - bei stärkerem Wind eine Schnurklasse hoch

Beitragvon fjorden » 16.01.2016, 13:12

Hallo,
schließe mich vielen hier an. universell eine tatsächliche #7 Rute, oder in Wurfgewicht zwischen 16 - 18 gr. Das sind heute dann auch mal 6er oder 8er Ruten. Wichtig ist, das die Rute genug Rückgrat besitzt. meine 6er Rute, die tatsächlich eine ist und am besten so 13 - 14 gr wirft geht bei windigen Bedingungen schon mal in die Knie. Ja und ich fische auch schon mal bei Wind von vorne. Bei 5er Ruten wäre ich vorsichtig. Ich erinnere mich noch gut an einen dänischen Fliegenfischer, der bei einer geschätzten 7 kg Meerforelle ganz schön alt das Nachsehen hatte. Ärgerlich finde ich das dann noch mehr für die Fische, die mit Fliege im Maul hoffentlich weiter leben.
Es gibt einfach keinen Platz wo nur Kleine sind. Es kann immer passieren, das der Fisch einsteigt. Ach so keine Schnurklasse hoch. Schnüre mit kurzem Belly sind perfekt.
Gruß
Fjorden
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