ich war mit meinem Kumpel Ende Mai in Isny an der unteren Argen. Es war schon an anderer Stelle zu lesen, dass die Bedingungen dieses Jahr ziemlich schwierig sind:
Wegen des trockenen Frühjahrs niedriger Wasserstand, klares Wasser, extrem selektive Fische. Ich hatte praktisch nur mit einem einzigen Trockenfliegenmuster Erfolg. Wie dem auch sei - wir hatten unseren Spass. Ich habe aber was erlebt, was ich echt nicht verstehe - vielleicht hat jemand eine Erklärung dafür
Folgendes - wir waren tagsüber an einem Pool unterwegs, an dem wir am Vorabend ein paar schöne Bisse hatten. High Noon, so gegen 13:00. Klarer Tag, schönes Wetter. Der Pool hatte eine interessannte Zusammensetzung, was den Fischbestand betraf: Bach- und Regenbogenforellen, Döbel, und sogar ein Hecht und ein Karpfen tieben sich da 'rum.
Einige Fische stiegen trotz der Tageszeit kontinuierlich - konstant wie ein Uhrwerk. Nur unsere Trockenfliegen, Nymphen und Streamer kamen nicht so richtig an. Speziell die Steiger hatten nicht die mindeste Lust, unsere Fliegen zu nehmen. Wir hatten schon den einen oder anderen Biss, ober es war richtig "harte Arbeit". Wir haben uns regelrecht "einen abgefischt". Ich hab' z.B. eine schöne 40-er Bachforelle mit einem Wooly Bugger verhaften können......
Und dann kam eine Gruppe von drei Belgiern an den Pool. Die haben uns dann gezeigt "wo der Dingsda den Bumsda herholt". Speziell einer aus der Gruppe hatte es extrem gut drauf. Wo wir den ganzen Tag mit mauem Erfolg gefischt haben, hat der Kerl in EINER Stunde
Was die anders gemacht haben
Wie sieht die "belgische Methode" nun aus
Dann hatten die Nymphen in allen Regenbogenfarben, Goldkopf mit Goldwicklung. Ich hab mir die Box von dem Erfolgreichsten aus der Gruppe mal zeigen lassen: Pink, knall-gelb, grün, rot, blau, ...... Hakengröße zwischen 10 und 12. Dabei ist bekannt, dass an der Argen vor allem natürlich gefärbte Muster gehen, in grau, braun, schwarz....
Die Belgier haben die Nymphen sehr eigenartig präsentiert. Ich würde das als "Put & Take" beschreiben. Ein Rückschwung, ein schneller Vorschwung, die Nymphe genau im Sichtfenster des jeweiligen Fisches präsentiert, ein bischen an der Leine gezuppelt, wieder eingeholt. Ein Rückschwung, ein schneller Vorschwung (die Jungs konnten ziemlich gut werfen) und - BISS. Kaum zu glauben
Wir haben dann mal versucht, es genauso zu machen. Und was soll ich sagen? Mein Kumpel hat mit der "belgischen Methode" noch zwei BaFos und einen Döbel gefangen, und ich immerhin eine BaFo.
Normalerweise liest man im Zusammenhang mit dem Nymphen-Fischen Dinge wie "dead drift", "hin-und-her-gemende", "Präsentation stromauf" usw. Nichts von alledem haben die Belgier gemacht - und hatten trotz schwieriger Bedingungen beachtlichen Erfolg damit...........
Jetzt meine Frage: Kann mir BITTE mal jemand erklären, was DA gelaufen ist
Vielen Dank und beste Grüße,
der Obi










