Speycast üben

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: Speycast üben

Beitragvon CPE » 02.04.2016, 18:29

Thomas E. hat geschrieben:Macht Göran auch, obwohl er es meist anders erzählt.


Hallo Thomas,

Genau so ist es. Nix mit "nur Lager": https://youtu.be/xnc40QQKiVo

Und das sogar in einem Feuerstein-Video.

Den tieferen Sinn darin, etwas anderes zu tun, als zu sagen, habe ich noch nie erkannt.

TL, Norbert
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Re: Speycast üben

Beitragvon orkdaling » 02.04.2016, 19:28

Hallo nochmal,
schøn zu sehen das er beide Arme einsetzt, widerspricht aber seiner Theorie 10% oben aber 90% unten um die Beschleunigung auf die Rutenspitze zu bringen.
So læssig wird er aber Probleme mit schweren Fliegen , sinkenden Schnueren und gegen Wind haben.
Ich stimme auch Thomas zu was die hohe Rutenspitze beim Vorschwung/Abschuss betrifft.
Was Dietmar meint und was ich immer wieder sehe ist, das manche Werfer(Neulinge) den oberen Arm (egal ob Links oder Rechtswerfer) geradezu nach vorn pressen, was kontraproduktiv zum Heranziehen/Beschleunigen des Unterarms ist.
Wenn ich aber ehrlich bin werfe ich auch so wie im Video, zumindest wenn es nicht auf Weite ankommt und ich nicht mit Sinkschnur fische.
Dann ist næmlich (egal was Gøran sagt und zeigt) etwas mehr Power erforderlich.
Mit dem eingestellten link wollte ich nur mal zeigen das Spey nicht gleich Spey ist, es gibt Abwandlungen, den eigenen Stil usw.
Ausserdem wissen wir nicht was Hubi fuer eine Rute und Schnur fischt, da wird es sehr problematisch mit Ratschlægen, daher auch der Rat Schule oder einen erfahrenen Werfer an der Seite zu haben.
Gruss Hendrik
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Re: Speycast üben

Beitragvon jpick » 02.04.2016, 20:36

... und wieder wie einem anderen thread betone ich, dass man in der Beruhigung der rechten Hand (als Rechtshänder) möglicherweise erst lernt, die Reserven der "linken Hand" zu entdecken. Also, als "methodisches Hilfsmittel" ist die Fixierung der rechten Hand/des Unterarms möglicherweise sehr sinnvoll, um einschlägigen Einhändern (wie mir z. B.) das Gefühl für die linke Flosse zu vermitteln. Was durchaus dauern kann , bis da ein "Aha"-Erlebnis stattfindet. Mir ging es jedenfalls so.

Und weiter:
Was der "Könner" letztendlich dann aus der Gesamtheit des Bewegungsablaufs macht, ist oft ein individuelles Ergebnis der Stärken und Schwächen. Man sollte trotzdem schon ein technisches Leitbild haben, nach dem man lehrt. Betrachtet man immer alle "Könner" und stellt ständig individuelle Unterschiede heraus, kommt man im Lehrbetrieb m. E. nicht weiter.

Grüße Stefan
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Re: Speycast üben

Beitragvon Joosti » 02.04.2016, 22:59

Nabend in die Runde, hallo Hubi

um mal auf die eigentlichen Ausgangsfragen zurück zu kommen.

Wie (teilweise) schon beantwortet, alle Wasserkontaktwürfe, egal ob mit 1Hand oder 2Hand, kannst du nur richtig am Wasser üben. Idealerweise am Fließgewässer. Der zusätzliche Strömungsdruck kann ab und an schon einen gehörigen Unterschied beim Werfen machen.

Zur zweiten Frage die du gestellt hast. Prinzipiell kann man mit der Zweihandrute, genau wie mit der Einhand so ziemlich jeden Zielfisch beackern. Man braucht halt nur (wen wunderts) für jede Bedingung die Richtige Ausrüstung. (sprich, Rute und Schnur - Kombi)

Was das Hecht- und Huchenfischen angeht habe ich leider keinerlei Erfahrungswerte. Aber meine 10,6 ft #4 Switch (Babyzweihand oder wie auch immer) steht schon bereit und erwartet das Ende der Forellenschonzeit. Sonst fische ich hauptsächlich mit der Zweihand auf Lachs. Ich habe sogar schon Leute mit der Zweihand auf Karpfen fischen sehen. Geht alles. Aber du wirst das gesamte Spektrum sehr wahrscheinlich nicht mit einer Rute abdecken können.
Ich persönlich fische fast nur noch mit der Zweihand, macht mir mehr Spaß und strengt nicht so an. Dazu schätze ich es mit deutlich weniger Rückraum auszukommen als mit der Einhand beim Überkopfwurf. Die Wasserkontaktwürfe kann man dann natürlich auch wunderbar auf die Einhand übernehmen.

Was vllt. noch ein guter Tipp ist um besser mit der Zweihand werfen zu lernen ist, bewusst mit der vermeintlich schwächeren Hand werfen, also als Rechtshänder mit der Linken Hand am oberen Griff. Das fühlt sich zwar erstmal komisch an, aber weil man durch die schwächere Hand weniger Kraft zur Verfügung hat ist man automatisch gezwungen eine bessere Technik zu Werfen.

Die Aussage mit dem Hut von Hendrik ist ernst zunehmen. Beim Zweihandfischen kann es schon mal Vorkommen, dass wenn man das Timing des Wurfs nicht ganz beherrscht oder ne harte Böhe kommt, die Fliege deinen Ohren gefährlich nahe kommt.

Und zu der Aussage dass die Rechten Hand ja nur "Statist" ist beim Underhand Cast. Meiner Meinung nach ist das schon allein deshalb Quatsch weil die rechte Hand ja die Ruten halten muss oder ? Ich weiß wie die Aussage gemeint ist und es gibt wurftechnisch sicherlich Sinn darauf zu achten dass man mit der oberen Hand die Winkel einstellt und die Kraft für den Wurf mit der unteren Hand generiert.
Aber so wie ich den Threadersteller verstanden habe sind solche Sachen, wenn überhaupt der übernächste Schritt. Hier geht's zunächst mal um den Einstieg in die Materie der Zweihandfischerei.

Gruß Joosti
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Re: Speycast üben

Beitragvon Thomas E. » 03.04.2016, 07:36

Joosti hat geschrieben:Ich weiß wie die Aussage gemeint ist und es gibt wurftechnisch sicherlich Sinn darauf zu achten dass man mit der oberen Hand die Winkel einstellt und die Kraft für den Wurf mit der unteren Hand generiert.


Moin,

also nochmals :D , für beste Ergebnisse müssen beide Arme eingesetzt werden !

Underhand Cast modern :
https://www.youtube.com/watch?v=nuAopGBMNwQ :wink:
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Speycast üben

Beitragvon Ralph Hertling » 03.04.2016, 08:08

Moin!

Thomas E. hat geschrieben:Moin,
also nochmals :D , für beste Ergebnisse müssen beide Arme eingesetzt werden !
Underhand Cast modern :
https://www.youtube.com/watch?v=nuAopGBMNwQ :wink:


So sehe ich das auch. Wobei es den Schüler dem Ziel, Kontrolle über den Zweihandwurf zu erreichen, näher bringt wenn man ihn dazu anhält, sich auf die untere Hand zu konzentrieren. Die obere macht dann oft immer noch zu viel.
Sehr oft hat es den Zweihandeinsteiger vergleichsweise plötzlich weiter gebracht, wenn ich, ihn an seine Spinnfischerzeit erinnernd, ketzterisch einen ganz platten Vergleich zum Weitwurf mit der Spinnrute gezogen habe.
;)
Denn, was die Kraftentwicklung anbelangt, kommt es in der Essenz immer auf die Rotation an ... egal ob ein- oder zweihand.
TL
Ralph
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Re: Speycast üben

Beitragvon orkdaling » 03.04.2016, 10:06

Moin moin Thomas,
du hast ja recht aber wie einige hier schon schrieben muss der Anfænger erst mal die Grundlagen erlernen und danach kann er sich mit den verschiedenen Varianten der Speytechnik befassen.
Der Herr Syrstad von LTS spricht uebrigens in dem eingestellten Video von der Klasse 10/11/12 in 15 ft und der "modernen Unterhandtechnik"
Das neue 2016 Model wurde ueberarbeitet, die Aktion der Rute war zu tief,also aus dem unteren Teil kommend, nun hat die Spitze mehr Power bekommen.
Hab neulich mit ihn ueber das neue Model in 8/9/10 gesprochen, hatte er aber nicht in Laden und er hat mich nach Ostern vertrøstet.
Und wir waren uns einig das bei einer Bandbreite von 3 Klassen natuerlich auch verschiedene Schnuere je nach Wurfstil zum Einsatz kommen.
Die LTS Ruten haben schon ordentlich Power, bei weicheren Ruten musst du da schon mehr mit der Unterhand arbeiten, aber wem erzæhl ich das :D
Gruss Hendrik
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Re: Speycast üben

Beitragvon CPE » 03.04.2016, 10:24

Hallo Leute, lieber Stefan,

Die Haltung, den Anfängern etwas falsches zu erzählen, um unter den vielen möglichen Anfängerfehlern einen einzigen Anfängerfehler ("zu starker Einsatz der oberen Hand") zu korrigieren, halte ich nicht für zielführend, weil es erstens sein kann, dass dieser konkrete Anfänger diesen Fehler nicht macht und zweitens der "Wissende" davon ausgeht, dass der Anfänger den Unterschied zwischen Reden und Tun nicht merkt. Einen Satz wie: "Oft ist die obere Hand zu sehr im Einsatz. Du musst das Gefühl haben, diese Hand still zu halten." würde ich dann aber sofort unterschreiben.

Cheers, Norbert
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Re: Speycast üben

Beitragvon orkdaling » 03.04.2016, 19:43

Nabend, das hab ich vorhin vergessen.

Trond begruendet den modernen Unterhandwurf (wie er in Video zu sehen ist) so:
so leicht und bequem wie møglich, ohne viel Krafteinsatz und im Gegensatz zum alten Stil wo weiter von hinten heraus beschleunigt wird soll es weniger Unfælle geben.
Die Ruten mit der nun kræftigeren Spitze sind fuer den modernen Stil konzipiert, die 13 ft /Kl 8-10 ist was fuer schwere Fliegen und Sinkschnuere, 38 -42 gr.
Die 15 ft Klasse 10-12 eignet sich gut fuer lange Schnuere in 46 -48 gr.

Und damit keine Fragen kommen, das ist keine Werbung fuer LTS, hab das Video nicht rein gestellt.
Aber an dem Beispiel sieht man schøn das es verschiedenen Speyvarianten gibt und das die Wurftechnik sehr von Geræt abhængt.
Gruss Hendrik
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Re: Speycast üben

Beitragvon troutcontrol » 04.04.2016, 06:00

hubi hat geschrieben:Hallo alle zusammen,
macht es eigentlich Sinn, den Speycast und seine Vettern auf der Wiese zu üben oder bedingt diese Form des Wurfes unbedingt Wasser? Hintergrund ist der, dass meine Ersterworbene #9/10-Zweihand ein Schattendasein im Kofferraum führt und ich mich gerne dahinterklemmen will, das auch zu erlernen.

Moin,
Üben und Lernen sind zwei verschiedene Paar Schuhe... :mrgreen:
Gönn dir einige Stunden - und dann heißt es Üben, Üben....

8)
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