Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon tea stick » 28.08.2016, 11:58

Doch, doch!, liebe Gemeinde: Die werfen schon mit Rutenstopp. Ich hab's mit großer Befriedigung gesehen, wenn die Heroen auf die ausgebrachte Schnur getreten sind oder ein Bein eingeschlauft haben. Ich dachte immer, sowas passiert nur mir, und habe mich oft geschämt dafür. Jetzt kann ich die Nase wieder oben tragen und lakonisch auf Thomas' Link verweisen....
Wieder mit sich selbst im Reinen,

der Freimut
TL!
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon Magellan » 28.08.2016, 17:20

Max hat geschrieben:Dachte das ist dann auch was sinnvolles weil man ja die Wuftechnik verbessert.


Im allgemeinen?

Gruss
Heiko
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon ulven » 28.08.2016, 22:54

Im allgemeinen?

Ja Heiko! Natürlich im allgemeinen: wenn du auf so einem Podest oder Steg diese Streckwegungen in der Abendsonne durchführst ist das denke ich quasi Joga und das hilft wohl "im allgemeinen"
Aber im Ernst ich war schon überrascht wie schwer ich mich getan hab 20 Meter Casting Schnur in der Luft zu halten auch wenn das beim entspannten Fischen wohl überflüssig ist - so lernt man doch neues und das macht mir im allgemeinen grossen Spass
Gruss
Max
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon gespliesste » 29.08.2016, 00:29

Hallo,

Rajeff hat Unterarme wie ein Schraubstock. Dazu Daumenhaltung. Den Stop auf 13 Uhr mit der Leinenlänge bekommst du wohl nur mit extrem viel Krafteinsatz hin. Das ist schon echter Sport.

Ich war aber auch erstaunt, dass alle den 170° Stil werfen. Dazu sieht es so aus, als wenn sich die Schlaufe bei allen im Stile einer Dolphin Nose ausrollt?

LG,

Olaf
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon Thomas E. » 29.08.2016, 10:41

Hallo Olaf,

warum bist Du über den 170° Stil so erstaunt ?
Du hast Dir die Antwort schon gegeben. :wink:

Nicht jeder verfügt über die Physis eines Steve Rajeff....über einen längeren Weg fällt es den meisten Werfern leichter, die erforderlichen 22- 25 m Schnur (von der Rutenspitze) in der Luft zu halten.

Dolphin Nose...damit ist die kleine "Delle" oben im "Fliegenbein" gemeint, die unter bestimmten Voraussetzungen entsteht.
https://vimeo.com/11936348
Meinst Du die ?

@Max
Sehr weites Werfen allein zeichnet keinen guten Fliegenfischer aus !
Meist sind Präsentations- und Anbietetechniken viel wichtiger.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon gespliesste » 29.08.2016, 12:10

Hallo Thomas,

ja klar, der Grund leuchtet ein, ich verfolge das wohl nicht so eigehend wie du, aber früher hat man trotzdem doch meist verschiedene Wurfstile bei den einzelnen Werfern beobachtet.

Ja genau, das meine ich mit dolphin nose.

LG,

Olaf
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon Hardy » 29.08.2016, 12:24

moin,

es beruhigt mich zu sehen, dass sich die besten Werfer mit so einer Weite auch recht schwer tun. Das relativiert das eigene Unvermögen wenigstens ein bisschen... 8)
Da wird ganz ordentlich gekeult und nur wenige Würfe scheinen vernünftig zu klappen.
Mit "normalem" Fliegenfischen hat das eher nichts mehr zu tun und man sollte diese Technik nicht unbedingt kopieren.
Allerdings bin ich ganz sicher, dass die Protagonisten alle in der Lage sind, auf übliche Distanzen sauber zu präsentieren.

Aber auf jeden Fall interessant.

Groetjes
Hardy
Die schönen Tage von Aranjuez sind nun vorbei!
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon orkdaling » 29.08.2016, 12:30

Hallo Thomas,
in bezug auf das was du am Max richtest, da fallen mir noch viele Dinge ein wobei es nicht um Weite geht.
zB. wann, wo, was frisst dein Zielfisch, Wanderwege, Wetter- und lichtverhæltnisse...
Und leider liest man oft bei den Geræte/Schnurtest`s - mit dieser... sind 30m Wuerfe ohne grosse Muehe... und ein Fischlein grinst keine 5m hinter einem Stein, einer abfallenden Kante, Krautbank vor :badgrin:
Es ist schon interessant zu sehen wie die Werferprofis zu Werke gehen aber wo finden wir solche Plætze vor? Meine Fliegen fliegen eindeutig zu weit, die hængen oft im Baum gegenueber und dann noch das Mærchen vom steigendem Lachs, nicht einer hat sie mir vom Baum geholt.
Gruss Hendrik
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon gespliesste » 29.08.2016, 14:58

Hallo,

ich finde wenn man es mal geschafft hat auf der Wiese um die 30m Marke zu werfen (was die meisten unter entsprechender Anleitung recht schnell hinbekommen), dann hat man auf jeden Fall das Prinzip der Wurfdynamik schon ganz gut verinnerlicht. Das kommt einem nach meiner Erfahrung auch beim Fischen und Präsentieren am Wasser zu Gute. Auch wenn man die Weiten bei der klassischen Fischerei nicht braucht, so kann man in vielen Situationen flexibel ragieren. Im Zweifel bekommt man auch noch lange Vorfächer auf eine gewisse Weite gestreckt, kann besser gegen den Wind präsentieren. Dazu wird für gewöhnlich der Grundwurf auch bei kürzeren Distanzen zwangsläufig sauberer.

Schaden tut es nach meiner Meinung bestimmt nicht. Jeder so wie er will ...

LG,

Olaf
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon fliegenfeger » 29.08.2016, 17:20

Hallo Thomas,

ich habe mir mal die Ergebnislisten der Flycasting WM angeschaut und keinen Teilnehmer aus Deutschland gefunden. Sind wir zu schlecht oder sogar zu gut oder besteht hier kein Interesse an einer Veranstaltung? Wie ist es mit Dir, keine Lust mal an so einer Sache teilzunehmen?
Die Wurfweiten sind extrem von den äußeren Bedingungen abhängig und ohne Rückenwind sind 30m mit einer 5er Schnur schon sehr viel und 40m unerreichbar.
Falls jemand dies doch schaffen sollte bitte Name und Adresse angeben.
Ich bin nicht überzeugt, dass der 170° Stil die beste Technik zu Distanzwerfen ist, und auch ohne Unterarme wie Steve Rajeff kann man mit kleinem Wurfwinkel große Weiten erziehlen, z.B. Bart de Zwaan. Die Kunst ist eine sehr hohe Schnurgeschwindigkeit mit einer engen, harmonisch abrollenden Schurschlaufe zu verbinden.

Viele Grüße
Armin
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon piscator » 29.08.2016, 17:41

Moin, der Physiker in mir sagt, dass es eine Grenze gibt die nicht übertroffen werden kann -- es sei denn die Umweltbedingungen ändern sich stark.

Wenn Beschleunigung, Reibung, konstante Schnurparameter gleich sind, gibts eine maximale Wurfweite, die nicht übertroffen werden kann. Es sei denn es gibt Rückenwind etc. Nur in einem solchen Scenario kann Otto Normalwerfer wie ich bis auf 10% an die Wurfweite eines Weltmeisters heranwerfen -- nehmen wir an ich wäre Weitspringer (Olympiasieger 8.4m) dann könnte ich 7.6m springen. J.
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon Thomas E. » 29.08.2016, 19:08

fliegenfeger hat geschrieben:Hallo Thomas,

ich habe mir mal die Ergebnislisten der Flycasting WM angeschaut und keinen Teilnehmer aus Deutschland gefunden. Sind wir zu schlecht oder sogar zu gut oder besteht hier kein Interesse an einer Veranstaltung? Wie ist es mit Dir, keine Lust mal an so einer Sache teilzunehmen?
Die Wurfweiten sind extrem von den äußeren Bedingungen abhängig und ohne Rückenwind sind 30m mit einer 5er Schnur schon sehr viel und 40m unerreichbar.

Ich bin nicht überzeugt, dass der 170° Stil die beste Technik zu Distanzwerfen ist, und auch ohne Unterarme wie Steve Rajeff kann man mit kleinem Wurfwinkel große Weiten erziehlen, z.B. Bart de Zwaan. Die Kunst ist eine sehr hohe Schnurgeschwindigkeit mit einer engen, harmonisch abrollenden Schurschlaufe zu verbinden.


Hi Armin,

in der Tat habe ich nicht (mehr) so das Interesse am Wettkampf. :|
Doch treffen wir uns regelmäßig zum Werfen hier in HH, oder z.B. auf den Hamburger Wurftagen und messen dann auch mal...

Ich kenne so einige der Teilnehmer, auch waren schon deutsche Werfer dabei, diesmal eben nicht.

Bart de Zwaan lag mal gut, aber nicht ganz vorn.
Inzwischen befasst er sich mit dem 170° Stil ...warum wohl.. :D

@Olaf
Ansonsten hat Armin Recht, ich habe einige bekannte Leute gesehen, die mit 5er Gerät die 30 m bei Windstille nicht erreicht haben !
Ideal wären solche Wettkämpfe natürlich Indoor, selbst leichter Wind macht extrem viel aus.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon ulven » 29.08.2016, 20:53

Hallo,
@Thomas og Hendrik: ist mir schon klar dass es hier nicht ums Fischen sondern ums Werfen geht (ein guter Werfer muss kein guter Fischer sein ... / umgekehrt schon son bisschen) - aber in diesem thread (heisst das so?) geht's eben doch ums Werfen! Und grad das macht mir zur Zeit ja Spass (wenn auch in keinster Weise als ersatz zum angeln geeignet)

Aber wieder zurück zum Wefen: mir sind noch Worte wie verwechsle nicht den arbeidswinkel mit dem arbeitsweg eines bekannten Wurflehrers im Ohr und gerade deswegen verwundert mich die oben gezeigte Technik eben auch. Ausserdem hab ich manchmal auch Daumen und Zeigefinger oben auf der Rute wie vom genannten lehrmeister erklärt Weswegen mir dann aber immer postwendend von freundlichen Norwegern erklärt wird dass ich zwar schöne schlaufen weit werfe - dies aber trotzdem ein grober wurffehler sei :?
Gruss Max
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon orkdaling » 29.08.2016, 23:01

Hallo Max,
nee du sollst das nicht falsch verstehen, uebe mal schøn weiter, manchmal kommt es ja wirklich auf Weite an. Ich wollte damit nur sagen das nicht immer weit gewinnt, die Fliege muss eben dahin wo der Fisch ist.
Ich experimentiere auch viel vor allem mit verschiedenen Schnueren, es ist schon ein grosser Unterschied ob du einen langen oder kurzen Kopf, schwimmend oder sinkend bei gleichem Gewicht drauf hast.
Was ich jetzt aber nicht verstehe ist deine Aussage mit dem Daumen, was soll daran falsch sein? Ich werfe auch in verschiedenen Haltungen, also z.B eine 5 oder 6er auf kuerzere Entfernungen mit Zeigefingergriff aber eine 8 oder 9er mit Daumen oben. Kommt auch auf die Griffform, Wurfstil, Gewicht usw. an.
Ok man sagt das Daumen oben zum abknicken neigt aber das ist Uebungssache. Wenn du nicht gerade "Schraubstockpfoten" hast und die "schwereren" Kaliber wirfst, ist das ein entspannteres Werfen mit Daumen oben drauf. Also ich kann da keinen Fehler erkennen.
Also schøn weiter ueben damit da nicht nur Balten und Scandinavier gewinnen!
Gruss Hendrik
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Re: Trout distance. World Championship in Flycasting 2016

Beitragvon Royal Coachman » 30.08.2016, 09:59

Hallo Freunde!

Vielleicht sollten einige mal nachlesen, was Joan Wulff vor 60 Jahren für Weiten geworfen hat, als sie bei den offenen US Meisterschaften alle Männer geschlagen hat.

tight lines
RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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