Welche Fliegenschnur ?

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Hiermann » 27.09.2016, 13:19

Hallo Leute,

will mir eine neue Fluiegenschnur zulegen. Ich fische hauptsächlich an einem Fluss (kreidefluss ähnlich). Da dort wenig bis absolut kein Rückraum zu finden ist, wende ich dort zu 99 % den Rollwurf an. Weite wird so an die 8-12 Meter betragen, an manchen Stellen vielleicht etwas mehr.

In erster Linie fische ich dort mit dem Streamer - aber doch das eine oder andere mal auch Trocken oder Nymphe.

Rute ist eine 8,6 oder 9 #5/6 . Welche Schnur würdet ihr für meine Situation empfehlen?

Vielen Dank
Liebe Grüße und Petri Heil
Thomas
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Maggov » 27.09.2016, 15:45

Hallo Thomas,

in diesem Fall würde ich selbst eine 6-er DT nehmen, lädt die Rute gut auf und unterstützt Rollwürfe gut, langes Schießen-Lassen kann ich nicht raushören.

Alternativ eine WF-Schnur mit ähnlichem Taper.

DT-schnüre gibt es nicht mehr so viel am Markt. Meine 444-er und Ultra-4 sind beide schon etwas alter und so gut wie nicht mehr erhältlich. Ich würde aber im Falle eines Nachkaufs versuchen eine DT so um die max. 50 EUR zu bekommen und weniger darauf zu achten ob Marke A oder B.

Ich fische diese übrigens echt gerne und oft - aber unter ganz anderen Bedingungen. Ist also nicht nur in dieser Situation eine gute Kombi.

LG
Markus
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Hickey » 27.09.2016, 17:28

Ich bin sehr zufrieden mit meiner Barrio Smallstream in #5 (fische wie du eine 8'6" in #5).
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Thomas E. » 27.09.2016, 18:52

Hi Thomas,

beim Streamerfischen muß man oft die Richtung ändern...da ist der Switch- Cast (Jump Roll) dem Rollwurf deutlich überlegen !
Du hast z.B. beim Single Spey nur einen kurzen Wasserkontakt und kannst die Richtung um über 90° ändern.
Du hast auch so viel weniger Scheuchwirkung.

Für das Fischen mit der Trockenfliege gibt es den "Dry Fly Spey" in versch. Ausführungen, wenn man nicht Überkopf das Ziel anwerfen kann und die Fliege schwimmen soll. :wink:
Den Rollwurf kannst Du dafür besser vergessen.

Mehr Dynamik und die Adhäsion massiv verringern ist das Rezept.

Ideal ist eine Kurzkeule, damit das "D" hinter der Rute nicht so groß wird und ggf. üben !?
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Trockenfliege » 28.09.2016, 10:46

Ich schließe mich Maggov/Markus bei der Schnurempfehlung an und kann dafür die billigste 3M Schnur nennen.
Das ist diese hellgrüne Standart Schnur, gibt es eventuell auch noch neu ( ich habe das 3M Programm nicht im Kopf). Die kostet um die 30,-.
Von denen habe ich 3 Stück, wobei die zuletzt gekaufte ( vor 3-4 Jahren) 6er etwas übergewichtig ausfällt, sie liegt genau zwischen 6 und 7.
Die älteren Schnüre entsrechen ihrer Klasse.

Gruß
Reinhard
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon fly fish one » 28.09.2016, 11:52

Mit meinem bescheidenen Wissensstand erschließt sich mir die mehrfache Empfehlung für eine DT Schnur in diesem Anwendungsfall nicht. Thomas's E. seine dagegen verstehe ich sofort - bin ich zu einfach gestrickt? Ich weiß, dass die DT ganz supi ist wenn ihr sanft präsentieren wollt, braucht aber dafür Platz zum Wedeln!! Wenn der nicht vorhanden, wendet sich das DT Prinzip praktisch gegen einen, weil das Gewicht in der kürzeren Leine fehlt um mit Schmackes noch ausgelegt werden zu können? Kann es sein, dass Ihr leicht anachronistisch altem Tobak anhängt? 8) (Habt Ihr mal eine SA Sharkwave "abgefeuert", die natürlich WF ist? Die flitzt ab wie Schmids Katze und macht durch die Textur auch noch Musik in den Ringen - praktisch die schnurgewordene Musikbox! :P )
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon CPE » 28.09.2016, 12:23

Hallo Leute,

Hier einmal etwas zum Übergang vom Roll Cast zum Jump Roll (Paul Arden und Peter Hayes ab ca. 0:50): https://youtu.be/XnVyEmGPr4U

Und die Würfe des Single Handed Spey (am Fluss total wichtig und ein großer Spaß zudem, hier mit Andrew Toft): https://youtu.be/cpQT8zSTFNU

In letzterem Video wird wohl eine Michael Evans Twin Line verwendet, die einen 11-Meter-Kopf mit langem Front-Taper ("ArrowHead") hat, aber Andrew Toft hat eben auch mehr als reichlich Platz...

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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Maggov » 28.09.2016, 13:28

Hallo Frank,

wenn ich zu 99% Rollwürfe mache ist m.M. nach eine DT aus zwei Gründen im Vorteil:

1. hat ein schönes Abrollverhalten und unterstützt damit Rollwürfe gut
2. die Schnurkontrolle danach ist leichter

Bei Wurfweiten von 8-12 Metern ist bei einem Vorfach von 2-3 Metern die AFTMA Spec halbwegs zutreffend (Gewicht auf 9,15 Meter) - das Gewicht der Schnur ist somit in etwa das Gleiche das beim D-Loop draussen ist und groß Schießen lassen musst Du da auch noch nicht. Bei der DT ist das Gewicht näher an der Rute (wegen dem Taper) und die Adhasion im Wasser an der Schnurspitze reicht vollkommen aus.

Wenn Du Dir die WF Taper anschaust ist m.M. nach der Unterschied zu einer WF bei Schnurlängen um die 12 Meter so gut wie keiner - Ausser Du hast ein Taper das eine sehr kurze Keule hat mit einem sehr kurzen Fronttaper.

An der Stadtisar würde ich auch eine andere Schnur nehmen aber das war hier nicht die Frage. Und ja ich habe eine Sharkskin geworfen, die Sharkwave ist für mich die gleiche Schnur unter neuem Namen. Gute Schnur aber die Sharkwave war mir zu laut. Mein Favorit ist und war die Ultra-4 als WF und DT weil sie ein super Preis-leistungsverhältnis hatte (war so um die 50 Steine) und sehr lange hält. Normalerweise macht eine Schnur bei mir so an die 2-3 Saisons mit, dann ist sie im Poppes. Einen Unterschied zwischen den "Premiumschüren" und den Mittelklassemodellen habe ich dabei nicht erkannt. Deshalb kaufe ich mir lieber diese und tausche sie aus sobald die Seele mal wieder an irgendeiner Stelle brach liegt weil das Coating abgebröselt ist oder brüchig wird. Die DT drehe ich um und habe diese weitere 2-3 Saisons vor dem Tausch.

Von mir aus anachronistisch alter Tobak - aber ich fische gut damit und habe noch ein paar EUR für Lizenzen übrig.

LG

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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon fly fish one » 28.09.2016, 15:43

Lieber Markus,

erstmal vielen lieben Dank, dass Du mich so fundiert abholst!

Du schriebst: "....Wenn Du Dir die WF Taper anschaust ist m.M. nach der Unterschied zu einer WF bei Schnurlängen um die 12 Meter so gut wie keiner - Ausser Du hast ein Taper das eine sehr kurze Keule hat mit einem sehr kurzen Fronttaper......"

Das ist es wohl, mein Mißverständnis! Ich war schon davon ausgegangen, dass auch das absolut vordere Ende einer WF schon "schwerer" ist, bzw immer total anders geformt ist. Schwerer kann es ja eigentlich nicht sein, denn Aftma x ist Aftma x. Egal ob DT oder WF, auf diesen 9,15 Metern - das war mein zweiter Fehler. Die WF wird dann also im weiteren Verlauf nach den 9,15 Meter zur richtigen WF - sehe ich das so richtig??
Ich muss mir mal eine DT besorgen, dass macht mich jetzt wirklich neugierig! Vielen Dank dafür!

Und zur Sharkwave oder Sharkskin: Ich glaube die Sharkskin hat noch deutlich mehr "musiziert". Und auch mit der ganzen Kohle hast Du absolut recht - Lizenz ist auf jeden Fall mal eine gute Sache! :D Und lasst Euch von meinen spitzbübischen Ton nicht aus der Reserve locken - das ist der liebe Knuff für alle absolut respektierten alten Hasen Drei Ausrufezeichen.

Dein/Euer Frank
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon CPE » 28.09.2016, 15:48

fly fish one hat geschrieben:Das ist es wohl, mein Mißverständnis! Ich war schon davon ausgegangen, dass auch das absolut vordere Ende einer WF schon "schwerer" ist, bzw immer total anders geformt ist.


Hallo Frank,

Es gibt ausgeprägte WF-Keulen (Guideline Bullet, z.B.), die komplett anders als die ersten 9,14 m einer DT geschnitten sind. Letzterer ähneln eher Triangle Tapers. Insofern ist es nicht wirklich Dein Missverständnis, vor allem, wenn Du das "immer" wegläßt...

Gruß, Norbert
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon fly fish one » 28.09.2016, 16:40

Vielen Dank - Ihr seid einfach alle großartig!
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Maggov » 28.09.2016, 20:46

fly fish one hat geschrieben: Die WF wird dann also im weiteren Verlauf nach den 9,15 Meter zur richtigen WF - sehe ich das so richtig??


Lieber Frank,

die WF-Schnur hat eine Keule egal wie lang oder wie schwer danach folgt eine Parallelschnur bis zum Ende der Leine (der Standard war mal 27 Meter). Die DT verjüngt sich mindestens auf den letzen Metern jeweils am Anfang und am Ende der Schnur bei einer Gesamtlänge von 27 Metern.

Davon unabhängig war AFTMA eine Klassifizierung des Gewichts der ersten 9,15 Meter. Somit war jede Schnur die auf den ersten 9,15 Meter die vorgegebene Range an Grains für eine bestimmte AFTMA Klasse erreicht Indicator welche Schnur zu einer Rute gut passen könnte. Davor gab es Ansätze mit Buchstaben (z.B. HDH) die Gewicht und Schnurform klassifizierten.

Soweit die Theorie...

Wenn Du Dir die Schnurtests anschaust dann sind heute einige Schnüre auf den 9,15 Metern schwerer als die AFTMA Klasse die dann angegeben wird und unterscheiden sich oft sogar deutlich im Gewicht. Dann gibt es Schnüre mit extrem kurzen Keulen und Long Belly Schnüre mit deutlich längeren Keulen... das ist dann die Praxis. Werfen lassen sie sich meist alle prima wenn die entsprechende, zum Taper passende Schnurlänge draußen ist.

Deshalb verlasse ich mich noch auf die Angaben des Herstellers und bei Distanzen von 8-12 Metern fischt sich eine DT einfach echt 1a. Wenn die Rute etwas mehr Schmackes hat oder Angaben wie 4/5 hat gerne auch mal höhere Klasse.

Wie man's macht isses falsch ;)

LG

Markus
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon fjorden » 28.09.2016, 22:53

Hallo,
ich schließe mich Markus Empfehlung an, bzw. würde ich auch eine DT fischen. Kannst aber auch eine normale WF nehmen, oder Triagel, oder..... Irgendwie ist das auch Geschmackssache. Und ich persönlich kann mirt Ridge und Sharkskin oder Wave nichts anfangen. Schade das so viele gute alte Leinen verschwinden.
Gruß
Fjorden
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Gammarus roeseli » 28.09.2016, 23:19

Hallo miteinander,

den Fluss um den es sich dreht, beschreibt Thomas (Hiermann) „Kreidefluss ähnlich“.
Wenn ich an Kreideflüsse denke, denke ich erst mal an tieferes bis tiefes Wasser und tiefe Pools. Ich denke an das Fischen mit sinkenden Schnüren (WF und kurze Keule) und unbeschwerte Streamer …

@ Hiermann
Wie tief ist der Fluss, gibt es tiefe Rinnen, Pools oder Wehrgumpen? Ist das Wasser glasklar oder eher so leicht Kalk- Kreidegetrübt?

@ Thomas E.
Hallo Thomas,

bei mir hat sich beim Fischen mit sehr wenig Raum (seitlich sehr wenig Freiraum und wenig bis kein Rückraum eine Wurftechnik (vor ein paar Jahren) entwickelt, die ich so bisher noch nirgendwo gesehen habe. Die Wurftechnik besteht aus zwei Wurfvarianten, einem doppelten Rollwurf oder einem Rollwurf mit angehängten Switch-Cast.
Die Wurftechnik/ Wurfvarianten nutze ich beim Fischen mit der Trockenfliege genauso wie beim Fischen mit der Sinkschnur und unbeschwerten Streamer.
Ich versuche es mal die Technik und beide Wurfvarianten zu beschreiben:
Die Schnur ist ausgeworfen und der Streamer wird eingestrippt. Die Schnur nehme ich dabei mit der Schnurhand in Schlaufen (Klängen) auf.
An einem bestimmten mir beliebigen/ günstigen Punkt beende ich das Einstrippen der Leine und setze zu einem Rollwurf an, beim Heben der Rutenspitze in die 2 Uhr Position entsteht ein Zug an der Schnur, so dass die ersten Klänge aus meiner Schnurhand in den Wurf eingebracht werden können. Anschließend folgt ein ganz normaler Rollwurf der weitere Klänge aus meiner Schnurhand aufnimmt und ausbringt. Ich halte die Rute in der 2 Uhr Position bis sich Vorfach und etwas Leine auf der Wasseroberfläche ablegen und bewege nun die Rute in einer fließenden Bewegung auf die gegenüberliegende Seite des Körpers und führe einen Backhand- Rollwurf, besser einen Backhand-Switch-Cast durch, der die in meiner Schnurhand verbliebenen Klänge aufnimmt….
Man kann den Ablauf der Wurfvarianten auch an die Gegebenheiten am Wasser anpassen und nach dem Einstrippen der Leine mit einem Backhand- Rollwurf beginnen und anschließend in einen normalen Rollwurf oder Switch-Cast übergehen ….
Wenn es hinter mir vollkommen an Freiraum/ Rückraum fehlt, besteht bei dieser Rollwurftechnik dennoch die Möglichkeit meine Fliege auf Distanz zu bringen. Man beugt sich möglichst weit nach vorn, verlagert sein Körpergewicht auf den vorderen Fuß, der hintere Fuß erzeugt Gegengewicht. (Kurzfassung) Leine einstrippen …, Rute in die 2 Uhr Position bringen…, der Rollwurf wird eingeleitet und ein kleines Schnur- D neben sich erzeugt in dem die Rute nur bis zur 12 Uhr Position bewegt wird. Rollwurf durchführen… in den Backhand-Switch-Cast übergehen usw.
Mit diesen Wurfvarianten komme ich mit sehr wenig Raum aus und habe dennoch die Möglichkeit meine Fliege oder Streamer ordentlich auf Distanz zu bringen.
Kennst Du (Thomas E.) diese von mir beschriebenen Wurfvarianten (gibt es bereits einen Namen)?
Was hältst Du von diesen Wurfvarianten vielleicht gleich mal zum Vergleich mit dem Dry Fly Spey oder Single Spey?

Gruß Christian
P.S.: Wenn ich mit einer kurzen/ weichen- Bachrute unterwegs bin und überwiegend in Bereichen bis 9m fische, nutze ich eine Leine mit kurzer Keule. Ich kann das Gewicht der Keule beim Laden der Rute halt erst nutzen, wenn es von der Rolle (besser noch aus dem Endring) ist …
Zuletzt geändert von Gammarus roeseli am 30.09.2016, 23:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welche Fliegenschnur ?

Beitragvon Hiermann » 29.09.2016, 05:45

Danke einmal für eure Ausführungen. Wirklich interessant, was man nicht alles über Schnüre erfahren kann ;-)

Gammarus roeseli hat geschrieben:
@ Hiermann
Wie tief ist der Fluss, gibt es tiefe Rinnen, Pools oder Wehrgumpen? Ist das Wasser glasklar oder eher so leicht Kalk- Kreidegetrübt?



Der Fluss ist im Schnitt so 1 Meter, bis 1,50 tief - schätz ich jetzt mal. Also ich sollte meine Streamer doch auf etwas Tiefe bringen. Klassische Pools gibts nicht besonders viele. Aber teilweise sehr verwachsen und auch viele Äste und Baumstämme im Wasser, wo die Fische ihren Unterstand finden. Da der Fluss leider auch etwas abhänging von anderen Zuflüssen ist, ist der Wasserstand (v.a. heuer im Frühjahr und Sommer) immer wieder variierend und dadurch auch die Trübung. Glasklar wirds eigentlich nie - aber momentan ist der Wasserstand sehr angenehm und das Wasser auch wieder wesentlich klarer, aber wie gesagt, in diesem Abschnitt, in dem ich fische, sehr selten glasklar.
Liebe Grüße und Petri Heil
Thomas
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