Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Fliegenwerfen - wie geht das eigentlich? Wie kann ich meine Leine effektiver ausbringen und Fehler ausmerzen? Was hat es mit den AFTMA-Klassen auf sich? Was sind Spezial- und Trickwürfe? Fragen über Fragen! Hier könnt Ihr Euch gegenseitig helfen.

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Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Thomas E. » 02.03.2018, 15:49

Gruß
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon DarthWader » 02.03.2018, 19:39

Also wenn der Schusskopf mehr als 15 Meter lang ist, dann könnte das schon hinkommen...mit seinen 30 Metern :wink:
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Trockenfliege » 02.03.2018, 19:41

Mit der gezeigten Technik kann man natürlich 30m werfen, aber ob das gezeigte auch 30m sind?
Die Flugphase nach dem Abschuss ist arg kurz und am Ende hats noch so viel Power, dass da noch ein paar Meter mehr rausgegangen wären.

Gruss
Reinhard
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon hshl » 02.03.2018, 21:32

Meines Erachtens sehr praxistaugliche Würfe auf Meerforelle ! Bei den Weitenangaben ohne Messung bin ich grundsätzlich skeptisch :wink: . Bei standard Schussköpfen mit einer Länge zwischen 9 und 10 Metern und einer Vorfachlänge von ca. 3m müssten mindestes 17m Runningline einschießen. Das hat "DarthWader" schon angedeutet. Das gelingt regelmäßig nur bei guten Bedingungen, also leichtem Rückenwind in Verbindung mit einem guten Schnurkorb.

Ich persönlich bevorzuge eben aus diesem Grunde mittlerweile längere Schussköpfe an der Küste.

TL, Tobias
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Magellan » 02.03.2018, 22:43

Hallo Thomas

Danke fürs Einstellen.

Ich weiss ja nicht ob es die Wurftechnik oder die angegebene Wurfweite ist die dich amüsiert :oops:

Das mit der Wurfweite sollte hinkommen, ausgehend von der Anzahl der Schnurklänge und der ungefähren Länge derselben:

88x 25cm=22mtr.

Plus Kopf...

Gruss
Heiko
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon fjorden » 03.03.2018, 01:20

Hallo,
habe in meiner Anfangszeit Anfang der 90iger geworfen wie ein Weltmeister und die Fische haben begeistert Beifall gespendet. Eine meiner ersten Meerforellen nach 5 Jahren Gepeitsche biss in 30 cm Wasser 4 m vor mir. Seitdem fange ich regelmäßig. Ne im Ernst ich finde wie sind nicht beim Weitwurf und es schreckt Beginner ab. 15 bis 20 m gestreckt bei allen Windbedingungen reichen.
Gruß
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon jpick » 03.03.2018, 10:47

Ist ja immer der gleiche Verlauf der "Weitwurfdiskussion" :)

Wenngleich auch ich meinen besten Fisch in der Ostsee ca. 5m vom Ufer im Wasser stehend ca. 3m vor mir hakte habe ich auch schon etwas weiter draußen mit der Zweihand gefangen. Klar fange auch ich die meisten Fische in der mittleren Distanz, aber das ist vielleicht auch statistisch logisch, da man dort vermutlich am meisten fischt, wenn der Tag lang ist ;-)

Ich habe aber nichts dagegen, wenn man das weite Werfen beherrscht und mit solch guter Wurftechnik und abgestimmtem Gerät dann auch in mittleren Distanzen umso entspannter fischen und präsentieren kann. Ich habe aber schon Kollegen gesehen, welche schon die mittlere Distanz nicht oder sehr unentspannt beherrschten. Das wird mal nix und da sollte man schon nochmal das Werfen üben gehen.

Naja, ich freue mich schon auf die nächsten "Wurfübungen", in drei Wochen eine Woche lang am Strand ...

8) 8) 8)
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon derflow » 03.03.2018, 16:04

@ Thomas - suchst Du eigentlich gezielt solche Videos :biggrin: ?
(erinnere mich da noch an eine ähnliche Geschichte - da gings darum mit Leichtigkeit 36m zu werfen - hast Du Deine Ziele realistischer gesteckt :-" :-" :-" :biggrin: ? ) *duckmichundwech*

Nee im Ernst - finde solche Videos über Wurfweiten ein wenig albern. Viele erkennen, dass da doch noch was fehlt und denjenigen die gezielt nach Anleitungen suchen ist auch nicht wirklich weitergeholfen. Und diejenigen, die sowas ins Netz stellen.... naja
Gruß

Florian

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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Thomas E. » 03.03.2018, 16:27

hshl hat geschrieben:Bei den Weitenangaben ohne Messung bin ich grundsätzlich skeptisch :wink: . Bei standard Schussköpfen mit einer Länge zwischen 9 und 10 Metern und einer Vorfachlänge von ca. 3m müssten mindestes 17m Runningline einschießen. Das gelingt regelmäßig nur bei guten Bedingungen, also leichtem Rückenwind in Verbindung mit einem guten Schnurkorb.


Hallo allerseits,

ich bin der Meinung, das sich viele Fischer bei der Wurfweite überschätzen.
So vermutlich auch der Akteur auf dem Video, der von über 30m schreibt.
Nur Nachmessen zählt. :badgrin:

Feststellen kann man das z.B. gut auf unseren HH- Wurftreffen an der abgestecken Bahn, wo mit verschiedenen Klassen, Ein- und Zweihand geworfen wird.
Es war auch Meerforellen- Gerät am Start...öfter lag die Fliege bei unter 30m !

Direkt an der Ostsee im Wasser stehend sieht das noch ganz anders aus, wie Tobias es sehr richtig sieht.

Ich benutze Kopflängen von 10- 11m Intermediate ( auch wegen der höheren Dichte) und unterschiedliche Rl's.
Wenn ich günstigen Wind habe, gelingt es manchmal, 17m plus Rl schießen zu lassen.
Doch auch nicht über den ganzen Tag.

Man sollte sich mit durchschnittlich 20m Weite über den Tag zufrieden geben, der gute Techniker schafft vielleicht 5 m mehr.
Mefos fangen kann man so allemal.

@derflow
Mir geht es hier um Aufklärung und Information. :wink:
Gruß
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon fjorden » 03.03.2018, 23:21

Hallo,
inzwischen bekommt man ja genug Information über das Fischen auf MF. Als ich anfing war ich Exot unter Blinkerfischer*innen. Weite war also das Ziel. Vielleicht war es eine gute Übung. In der Regel versuche ich auch die Schnur komplett auszuwerfen. Bei guten Winden ist das kein Problem, von vorne oder auf die Wurfhand sieht das schon anders aus. Sollte es trotzdem probieren um mehr Gewässer abzufischen. Wichtig ist halt zuerst den vorderen Bereich abzufischen und dann weiter verlängern.
Gruß
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Thomas E. » 04.03.2018, 09:24

Moin,

Wind ist fast alles. :wink:
Was man bei Rückenwind an Distanz gewinnt, verliert man etwa, wenn er in selber Stärke von vorne kommt.

Direkt gegen den Wind geht ab einer gewissen Stärke nicht mehr, macht mir auch keinen Spaß.
Aber schräg, quer zum Wind wirft es sich sehr gut.

Bei Wind auf die Wurfhand eben Backhand, geht fast genauso weit, manche Fischer machen dann den Beach- Cast. :p
Die Caster werfen Distanz in der Situation normal auf der besseren Seite, habe da schon einige "Unfälle" gesehen.

Mefos mit der Leine am Meer zu überwerfen ist nach m.M. zumindest zur kälteren Jahreszeit und/ oder leicht bewegtem Wasser nicht so schlimm.
Gruß
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon CPE » 04.03.2018, 09:50

Thomas E. hat geschrieben:Wind ist fast alles. :wink:


Hallo Thomas,

Dazu Hans Albers in seinem Evergreen "O-SIGNORINA-RINA-RINA":

"Der Wind bläst meistens schräg von vorn
Wenns Windstill ist, bläst keiner"

TL, Norbert
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon hshl » 04.03.2018, 10:00

Thomas E. hat geschrieben:
Bei Wind auf die Wurfhand eben Backhand, geht fast genauso weit, manche Fischer machen dann den Beach- Cast. :p


Bis vor Kurzem kannte ich den Namen dieses Wurfes nicht, sondern habe dazu nur 'rückwärts ablegen' gesagt :wink:

In jedem Falle kann man damit regelmäßig größere Weiten erreichen als mit Backhand, jedoch halte ich ein gestrecktes Vorfach und vorsichtiges Waten für wichtiger als eine (etwas) größere Weite.

TL, Tobias Bild
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Zwergtaucher » 04.03.2018, 13:29

...mag ja sein das Kollege an die 30 m wirft. Persönlich ist mir das aber zuviel gezappel, zwei Leerwürfe sollten reichen. Und dann auch noch schauen ob sich der backcast streckt. Wenn ich mir vorstelle den ganzen Tag so zu werfen brauche ich abends einen Physiotherapeuten . Da werfe ich doch lieber kürzer dafür aber enspannt.

Rüdiger
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Re: Wie man über 30m auf Mefo an der Küste wirft.

Beitragvon Thomas E. » 04.03.2018, 14:52

Hallo Rüdiger,

wenn die Schnur im Rückwurf nicht gestreckt ist, wird er die 30m nicht erreichen. :badgrin:

Der gute Rückwurf ist fast wichtiger, wenn die Schnur hinter wie ein Lineal in der Luft liegt, gibt es nach vorn die größten Weiten.

Ich nehme die letzen Meter mit dem Rollwurf auf und lasse schon Schnur rutschen, dann sollten 1- 2 Rückwürfe reichen.
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