Hallo Tobias,
zuerst einmal finde ich persönlich die Bezeichnung "Skandinavischer Wurfstil" irreführend. (Wer die Entstehungsgeschichte kennt

)
Wohl aber gibt es den "Andersson- Stil"... und H. Mortensen als sein ehemaliger Schüler warf dann irgendwann auch so...
Wer Göran Andersson schon mal live gesehen hat, oder sein Video "Bättre Flugfiske" kennt...
Der Rückwurf erfolgt bei ihm aus Unterarm und etwas Handgelenk. Die dann folgende Rück-/Aufwärtsbewegung ist das bekannte Driften (Drop Back), bei ihm aus Schulter und Handgelenk. (Diese ist also keine Bewegung mehr, die der Beschleunigung dient !)
Die mehrfache Darstellung diese Stiles von einem bekannten charismatischen österreichischen Fliegenfischer, wie auch ein ehemaliger Bericht in einer bekannten Fachzeitschrift, war eine Abwandlung, nicht der(!) Andersson- Stil.
Anzumerken ist hier noch, das bei G. A. Schußkopf- Schnüre zum Einsatz kommen, einen SK von ca. 13m nimmt er nur für weite Überkopfwürfe.
Meist benutzt er einen SK von ca. 10m (aus DT geschnitten) für Überkopf- und Unterhand- Wurf. (Bei der Zweihand ca. 11m.)
Seine Überlegungen hinsichtlich Rutenaktionen im Zweihandbereich wurden seinerzeit umgesetzt bei "Sage", später dann bei "Loop", ebenso die Schnurprofile dieser Marke.
@derflow
Die recht ökonomische "Scheren- Technik" mit der Zweihandrute a la G. A. ist allerdings nicht die Methode, die zu größten Weiten führt !
Das funktioniert nur mit relativ kurzen SK und einer bestimmten Rutenaktion gut.
Wer sagt denn überhaupt, das der obere Arm passiv bleiben muß ?
Mit längeren SK/Keulen/Speylines ist der aktive Einsatz beider Arme für optimale Ergebnisse erforderlich.

Zuletzt geändert von Thomas E. am 03.05.2011, 05:44, insgesamt 1-mal geändert.