Bellyboat, was kommt an die Füße?

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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon sundeule » 22.06.2017, 15:42

Hm. Ich bin mir nicht sicher, ob alle über das Gleiche schreiben...
Wenn die Flossen über die Watschuhe passen und groß genug sind, dann ist doch alles gut.
Wer eher kleine Füße hat, bekommt womöglich auch Geräteflossen über die Watschuhe.
Ich habe bei Straßenschuhen Größe 46 und da klappt es nicht. Mit Surfschuhen hingegen sehr wohl. Meine Geräteflossen nutze ich seit beinahe 15 Jahren. Auch angeschweißte Gummistiefel passen gut aber eben kein voluminöser Watschuh.
Nur "auf Socken" würde ich auch nicht fahren wollen.
Was die Überanstrengung betrifft, stimme ich zu. Langsam Paddeln - ein Bellyboat hat keine hohe Rumpfgeschwindigkeit und Krämpfe braucht da kein Mensch.
Die "Entenfüße" haben schon einen arg geringen Vortrieb. In meinem Freundeskreis habe alle mit der Zeit etwas Großblätteriges angeschafft.
Mit besten Grüßen
André
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon piscator » 22.06.2017, 16:59

Moin, Tauchflossen sind eher nicht für sitzende Positionen geeignet (da bekommt man leicht Krämpfe usw.)Besser sind da weiche Blätter wie z.B. bei den Force Finns -- die hab ich seit 30 Jahren ohne Probleme. Da gibts welche für Socken und welche für Watschuhe -- Nachteil sind die Kosten. Meine kosteten damals 170 DM also etwa 5 DM pro Jahr.
J.
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon fly fish one » 22.06.2017, 21:53

Lieber Jürgen,

Danke! Dein Humor ist grandios. Ich wußte gar nicht, dass es die Force Fins schon so lange gibt. Gerade heute war ich wieder mal damit unterwegs. Jetzt wird mir auch klar, warum die so ausgereift wirken. Auch die Gurte und Schnallen, der gesamte Mechanismus, dass ist alles sehr zuverlässig und wertig.

Dein Frank
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon stillwater » 22.06.2017, 22:37

hallo Dirk,

seit 1994 besitze ich ein Bellyboat und seinerzeit von meinem damaligen Fachhändler erworben, Flossen waren nicht dabei (er hat jenes mehr als Deko verwendet). Zwei Straßen weiter war aber ein Tauchsportfachgeschäft, also mit Wathose - damals noch mit angeschweißten Stiefel - Flossen aus gesucht und anprobiert. Die Flossen besitze ich immer noch und mittlerweile mein 3.Bellyboat (FatCat 4). Als ich dann meine erste Wathose (von BARE) mit Füsslinge kaufte, habe ich mir sofort Gedanken über einen etwas längeren Transport/Gehweg zum Wasser gemacht. Die Lösung wurde schnell und pragmatisch umgesetzt, für 1,50 DM ein Paar gebrauchte ADIDAS-Laufschuhe mit Klettverschluss auf dem Flohmarkt erworben und zwar in etwa 2 Nr. größer. Diese Laufschuhe sind seit fast 20 Jahren nunmehr im Einsatz und leicht in einer der BB-Taschen zu verstauen. Klar bei Schuhgröße 46 wird`s schwierig, aber vielleicht auch noch ein Tipp nach Turnschuhen einer Billigmarke zu schauen (durchgescheuerte Füßlinge sin teuer!), vielleicht hast Du ja Glück.

beste Grüße

uli
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon Hardy » 23.06.2017, 10:16

Magellan hat geschrieben:
Hardy hat geschrieben:moin,
mein Ponton-Belly wird auch gerudert.


schau doch mal auf den Titel des Eingangposts :wink:

Hallo

Gerne noch einmal einige Aspekte die evtl. übersehen wurden und dem BB Anfänger hilfreich sein könnten:

Ein Ponton-Boot ist ein mini Schlauchboot das primär gerudert wird und kein Belly-boat. Das diese Boote mit herkömmlichen BB Flossen auf grund ihrer Bauweise wie Gewicht und Windangriffsfläche kaum zu bewegen sein dürften ist klar.

Das man mit diesen Dingern richtig Meter machen kann leuchtet ein. Wesshalb hier Gebrauchstips/ Vergleiche zu zwei von Grund auf verschiedenen Themen gegeben werden ist nur unverständlich.

Und dem Dirk die Tauchflossen uneingeschränkt zu empfehlen, er scheint ja noch belly boat Novize zu sein ist bestimmt nicht zielführend. Mit den originalen bzw. Flossen die man über seine Watschuhe trägt ist man zumindest als Anfänger, der erst einmal das Manöverieren erlernen muss, gut bedient.

Ein anderer interessanter Punkt: ein Anfänger (oder routinierter) der mit Geräteflossen-wenn sportlich austrainiert!- ein BB nutzt, wird sich defenetiv in Gewässerbereiche wagen in denen es sehr kritisch werden kann und ein BB nichts zu suchen hat.

Vielleicht lacht ihr mich jetzt aus: Aber es geht in erster Linie um die Sicherheit, wenn ihr die Effiziens der fischerei auf dem Wasser optimieren möchtet, denn in diese Richtung geht der Faden, dann sattelt um auf ein Boot mit Außenborder.

Gruss
Heiko


Das möchte ich jetzt nicht unwidersprochen stehen lassen.

Wikipedia definiert das Belly Boot folgendermaßen:
²A float tube, also known as a belly boat or kick boat, is a small, lightweight inflatable fishing craft which anglers use to fish from. They were originally doughnut-shaped boats with an underwater seat in the "hole", but modern designs include a V-shape with pontoons on either side and the seat raised above the water allowing the legs of the angler to be the only part of his body to be submerged. Float tubes are used for many aspects of fishing, such as flyfishing for trout or lure fishing for largemouth bass, and enable the angler to fish areas otherwise not fishable from the bank.
Float tubes are either "U", "V"-shaped, or circular. A standard float tube consists of an inflated bladder inside a sewn cover providing the seat, reserve air compartments, and tackle storage pockets. Many float tube anglers customize their crafts with rod holders, lights, and electronic fish finders."


Der Fragesteller hat ein Outcast Fat Cat Belly. Das unterscheidet sich von der Form her nicht so groß von meinem Ponton.
Auch beim Outcast sitzt man über dem Wasser. Der Vortrieb des Bootes geschieht hier nur über die Flossen.
Dazu habe ich meine Einschätzung gegeben. Und ich bleibe dabei, dass Geräteflossen mehr Vortrieb bringen und obendrein günstiger als spezielle Bellyboat-Paddel sind.

Ich bin kein Strömungsdynamiker, aber m.E. nach ist der Wasserwiderstand deutlich höher, wenn ich dicke Watschuhen mit Belly-Paddeln trage vs. Füsslinge mit entsprechend langen, schlanken Flossen. Der Kraftaufwand ist evtl. vergleichbar, jedoch der effektiv zurückgelegte Weg wird im zweiten Fall deutlich länger sein. Auch vor diesem Hintergrund halte ich die Geräteflossen für die bessere Wahl. Man mag mich da korrigieren, falls ich total schief liegen sollte.

Mir geht es in erster Linie nicht um Effizienzsteigerung beim Fischen, sondern nur darum, dass ich auf den "größeren" Seen unserer Gegend (Edersee, Biggesee, Hennesee usw.) schnell und einigermaßen komfortabel an Stellen komme, die man vom Ufer aus nicht erreichen kann. Und ich möchte nicht jedes Mal 50€ für ein Ruderboot ausgeben. Auf die Ostsee würde ich mich mit meinem Boot nicht begeben! Dazu ist das viel zu windanfällig.

Dass man mit dem Belly vorsichtig agieren sollte, unterschreibe ich vorbehaltslos! Das schließt für mich auch ein, gerade als Anfänger zunächst an ungefährlichen Stellen das Boot auszuprobieren. Dabei wird man schnell feststellen, ob die Waden genug trainiert sind oder eher nicht.

Groetjes
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon Trockenfliege » 23.06.2017, 10:34

"Mir geht es in erster Linie nicht um Effizienzsteigerung beim Fischen, sondern nur darum, dass ich auf den "größeren" Seen unserer Gegend (Edersee, Biggesee, Hennesee usw.) schnell und einigermaßen komfortabel an Stellen komme, die man vom Ufer aus nicht erreichen kann. Und ich möchte nicht jedes Mal 50€ für ein Ruderboot ausgeben. Auf die Ostsee würde ich mich mit meinem Boot nicht begeben! Dazu ist das viel zu windanfällig.

Groetjes
Hardy "

..erstmal entschuldigung, ich werde offtopic, was ich normalerweise nicht so mag :roll:

Hallo Hardy,

wenn es dir in erster Linie darum geht, warum verwendest du dann nicht ein kleine Festkörperboot, zB. Kayak, Kanadier oder ein Schlauchboot?
Ich besitze genau für solche Zwecke einen kleinen Kanadier, ca. 3,6m lang, 17kg schwer, der passt in meinen VW Bus rein oder ist auch schnell auf jedem Autodach, auch ohne Gepäckträger, verstaut. Der Nachteil dieser Lösung ist natürlich, dass man sich nicht mit Hilfe der Flosse manövrieren kann und gleichzeitig werfen kann, aber gerade um Strecke zu machen an größeren Gewässern, in Bezug auf Gepäcktransport und Geschwindigkeit finde ich das viel besser.

LGruß
Reinhard
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon Hardy » 23.06.2017, 12:00

Trockenfliege hat geschrieben:
..erstmal entschuldigung, ich werde offtopic, was ich normalerweise nicht so mag :roll:

Hallo Hardy,

wenn es dir in erster Linie darum geht, warum verwendest du dann nicht ein kleine Festkörperboot, zB. Kayak, Kanadier oder ein Schlauchboot?
Ich besitze genau für solche Zwecke einen kleinen Kanadier, ca. 3,6m lang, 17kg schwer, der passt in meinen VW Bus rein oder ist auch schnell auf jedem Autodach, auch ohne Gepäckträger, verstaut. Der Nachteil dieser Lösung ist natürlich, dass man sich nicht mit Hilfe der Flosse manövrieren kann und gleichzeitig werfen kann, aber gerade um Strecke zu machen an größeren Gewässern, in Bezug auf Gepäcktransport und Geschwindigkeit finde ich das viel besser.

LGruß
Reinhard


Hallo Reinhard,

ich sag's mal so: Ein Schlauchboot (wenn auch mini) habe ich nach Magellanscher Definition ja bereits. :wink:
Eigentlich hätte ich gar kein Belly Boot gebraucht. Mein Sohn wollte seins abgeben, da habe ich gar nicht lange überlegt, und es ihm abgekauft. Mittlerweile habe ich das schon ein paar Mal in Gebrauch gehabt. Ich kann das Ding einfach in den Kofferraum schmeissen und in 20 min ist es am Wasser aufgerödelt.
Die Möglichkeit, einen Kanadier auf dem Dach zu transportieren, habe ich mangels Dach nicht. (kleiner grüner Roadster ist das Stichwort) 8) Ein Kanadier wäre mir zu kippelig und zu teuer.
Optimal wäre sicher ein gutes Angelkajak, evtl. sogar küstentauglich. Aber mangels Einsatzmöglichkeit fällt das auch raus.

Genug off topic, wir werden schon kritisch beäugt. :shock:

Groetjes
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Re: Bellyboat, was kommt an die Füße?

Beitragvon dreampike » 24.06.2017, 11:23

Hallo,
vor vielen Jahren stand ich vor dem selben Problem, ich hatte mir mein BB beim Heger zusammen mit einer Bare Wathose und den Force Fins gekauft. Das war dann eine sehr umständliche Prozedur, Schuhe an, ins Wasser, Schuhe aus und verstauen, Flossen an und los. Beim Anlegen oder beim Aussteigen die gleiche Prozedur rückwärts, ziemlich lästig und wenn jemand zuschaute, hatte er mehr als ein Lächeln im Gesicht. Also Watschuhe mit Geräteflossen. War schon besser, mit Watschuhen ans Wasser, Flossen anziehen und Leinen los. Im Wasser dann guter Vortrieb, allerdings nicht sehr lange, dann meldeten sich Krämpfe und es wurde tierisch anstrengend. Ohne Watschuhe hatte ich den Eindruck, dass die Füsse, insbesondere die Sehnen, sehr stark belastet wurden. Die Schuhe sind daher als eine Art fester Hebel auch sehr fuss-schonend. Beim Brinkhoff fand ich dann Blattflossen, die sich an die Watschuhe anlegen lassen (im Original hießen die Flippers und kamen aus Hawaii, gibt es jetzt u.a. bei Obobooto http://www.obooto.de/zubehoer/flossen/h ... /index.php ). Zugegebenermaßen haben die nicht so einen starken Vortrieb wie Geräteflossen, ermöglichen aber zügiges Vorankommen (auch bei leichtem oder mässigem Wind) und sind vor allem langstreckentauglich. Meine längste Strecke war an einem Tag um die 7-8 km und ich hatte weder Krämpfe noch ähnliche Probleme. Diese Fins unterscheiden sich klar von den Outcast-Flossen, sie haben eine größere Blattfläche und damit einen höheren Vortrieb, sie sind leichter, schwimmen und sie sind in den neueren Modellen mit Klickverschlüssen recht einfach und schnell anzulegen (die ersten Versionen hatten eine etwas komplizierte Riemenkonstruktion). Wer also nach BB-Flossen sucht, in denen er lange und ermüdungsfrei paddeln kann, dann ist er mit diesen Blattflossen bestens bedient. Nebenbei sind die im Vergleich zu anderen Flossen auch sehr leicht, was bei Flugreisen mit dem BB (Irland!) sehr angenehmen ist. Für den Fall der Fälle habe ich immer eine Ersatzflosse dabei (einmal ist mir eine beim ungeschickten Laufen zerbrochen).
Wolfgang aus Ismaning
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