Der Ansitzangler im Fliegenfischer

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Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon fly fish one » 13.09.2018, 14:01

Jahaaa, Sodom und Gomorrha, wa?! :p

Näää, keine Sorge ich werde meiner harten Linie der Verachtung aller andersartigen Angelmöglichkeiten auf keinen Fall untreu! Aber, ich war eine ganze Weile auf der Suche um für lange Tage am Wasser, mit meinem galaktischen Rucksack (einige nennen ihn wohl auch verächtlich "Bienenrucksack"), eine Sitzmöglichkeit mitzunehmen. Ich mag mich einfach nicht mit meiner schönen Wathose irgendwo in die Botanik setzen. Ich hatte eine Weile ein aufblasbares Kissen in Gebrauch. Sehr klein faltbar und leicht. Ich wollte noch mehr Komfort und trotzdem Leichtgewicht. In die Hände viel mir ein Ultraleicht Stuhl/Sessel mit 1,8 Kg Gewicht!! Ein Alugestänge voll faltbar (ähnlich Zeltgestänge) und eine abnehmbare Auflage die gleichzeitig zusammengerollt das Gestänge zusammenhält. Alles zusammen ein sehr kleines Päckchen, das mich neulich das erste Mal mit grosser Freude begleitet hat. Ich schätze dann das Gesamtgewicht meines Rucksackes voll aufgerödelt mit Thermoskanne Tee, 3 L Trinkblase mit Wasser, Bierflasche, zweite Rute, zweite Rolle, Sweatshirt, Watjacke und 6 Scheiben Brotzeit plus Zigarre auf ca. 10 Kg. Man spürt ihn also schon recht deutlich, aber nie unangenehm. Zum Mittag habe ich im Bachbett mit ihm gesessen. Noch nie waren die Pausen so lässig. Gleichzeitig sorgte ich für Belustigung bei vorbeikommenden Ausflüglern im bayerischen Alpenvorland. Ich hänge später mal einen Link dazu. Könnte auch für KollegInnen interessant sein, die ihn im Auto lassen wollen. Er ist wirklich nur ein kleines süßes Paket, nimmt aber im aufgestellten Zustand Trümmer von bis zu 120 Kg auf und hat dabei noch eine richtig hohe Rücklehne!! Kostenpunkt an die 80 Euro, aber der absolute Ultraleichtluxus.

Frank

Tante Edit: https://www.camping-outdoor.eu/outdoor-moebel/stuehle/faltstuehle/portal-malaga-active-robuster-campingstuhl-bis-120kg-praktischer-klappstuhl-im-sessel-design-sehr-leichter-und-extrem-kompakter-festivalstuhl/a-1669140346/ Und noch günstiger geworden.
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Hawk » 13.09.2018, 15:06

10kg für einen Tagesausflug :shock:
Mit Wathose nicht in die Botanik setzen :shock: :shock:
Und dann auch noch von ultraleicht reden, sorry ich musste etwas lachen :lol:
Gruß
Sven
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Achim Stahl » 13.09.2018, 15:32

Moin,

du willst dich wirklich mit deinen schicken Simmsklamotten auf einen - verzeihe die unflätige Ausdrucksweise - Proletensessel setzen? :smt075

Bei dem ist doch sicher im Lieferumfang schon eine camoufarbene Joggingschlabberhose mit dabei. :doubt:

Was mich allerdings beeindruckt ist, dass du dich beim Fischen offensichtlich viele viele Kilometer von deinem Auto entfernst, wenn du nicht sogar zu Fuß von zu Hause ans Wasser gehst. Nur so kann ich mir erklären, dass du 10 Kilo Ballast mit dir rumschleppst.

Ich schleppe bestenfalls eine kleine Wasserflasche mit mir. Brotzeit kann ich am Auto oder - bei einem Aufenthalt in Bayern - im Biergarten machen.

Aber wenn du deinen Hintern schon stilvoll outdoormäßig parken willst, dann empfehle ich dir den Walkstool - leicht kompakt, bequem und sehr robust.


Viele Grüße!


Achim
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon fly fish one » 13.09.2018, 16:50

@Sven: *Hüstel* :oops: Ich bin halt nicht so hartgesotten wie Du und komme mit einem Müsliriegel und einer Flasche Bier über den ganzen Tag. Ich verbrauche Wasser und Tee wie eine Bergziege, sonst habe ich abends "Kopf". Und ich weiß nicht was für Pappbrotzeiten Du dabei hast, aber eine gute Scheibe bayerisches Pfistergrünkernbrot wiegt! Von den Zigarren und dem Jetflame Feuerzeug mal abgesehen, aber ohne Zigarre ist eine Mittagspause auch nix Richtiges. Aus diesem Grund allein würde ich mich schon gar nicht über die grönländischen Fjorde trauen, so wie Du, weil ich immer Angst um die Zigarren hätte. Für so einen Tripp nach Grönland müsste ich ja eine ganze Kiste dabei haben und was glaubste was die wiegen?! Und der Duft erst!! Du als vermutlich nicht rauchender Grönlandfahrer hättest an mir Deine wahre Freude! :D Tja, und so eine Simms G4Z ist wie eine Diva. Die schmeiß ich doch auch nicht einfach auf die Erde, sondern "lege"! :mrgreen:

@Achim: Der Hocker ist cool, aber für mich nicht ausreichend. Ich komme noch einmal auf die o.g. Zigarren zurück. Die Mittagspause ist mindestens immer eine Zigarrenlänge lang. Eine cubanische Robusto liegt bei 1 Stunde und 1 Doppelcorona oder seid Churchill auch Churchill genannt, die braucht sogar rund 2 Stunden. Solange muss ich, in einer Hand eine Flasche Tegernseer Hell und in der anderen die Zigarre, ganz bequem rumlümmeln können - das geht doch nicht auf einem Hocker! Ich bitte Dich! :D

Und danach, Jungens, danach gehe ich frisch gestärkt und munter meinem Tagwerk weiter nach. Am Abend noch eine Scheibe Brot und dann geht es manchmal noch weiter bis es duster wird. Dann laufe ich auf der letzten Rille und mit Stirnlampe vor dem Kopp wieder zurück zum Auto und bin froh wenn mein Trinkrucksack noch Wasser spendet. Ich bin dann so 4 bis 5 Kilometer vom Auto entfernt. Das läuft nicht immer so, aber manchmal schon. Dann fühle ich mich wie Sven, allein in Grönland.... :D

Euer Frank
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Achim Stahl » 13.09.2018, 17:15

Hallo Frank,

fly fish one hat geschrieben:
@Achim: Der Hocker ist cool, aber für mich nicht ausreichend. Ich komme noch einmal auf die o.g. Zigarren zurück. Die Mittagspause ist mindestens immer eine Zigarrenlänge lang. Eine cubanische Robusto liegt bei 1 Stunde und 1 Doppelcorona oder seid Churchill auch Churchill genannt, die braucht sogar rund 2 Stunden. Solange muss ich, in einer Hand eine Flasche Tegernseer Hell und in der anderen die Zigarre, ganz bequem rumlümmeln können - das geht doch nicht auf einem Hocker! Ich bitte Dich! :D


Kuba ist zwar ein Arbeiterparadies, aber verwechsle Proletarier doch bitte nicht mit Prolet! Eine kubanische Zigarre kann man in einem Vollprollsessel mit Minifüßchen, die im Boden einsinken, nicht genießen. Das widerspricht allen Naturgesetzen und ist auch gotteslästerlich: Würde Gott das wollen, hätte er in Bayern die Biergärten und schattenspendenden Kastanienbäume nicht geschaffen und keine Menschen, die dort für bequeme Bänke und kühle Getränke sorgen.

Muss dir ein Fischkopp die bayrische Weltordnung erklären? :smt102


Jaherrschafftszeitn ... :smt075


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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon fly fish one » 13.09.2018, 17:29

Lieber Achim,

könnt Whisky statt Bier helfen? Und die Simms reißt es nicht raus und läßt mich sofort als Mitglied einer fischenden Elite erkennen? Die Sage/Winston/Hardy steht auch immer demonstrativ bei mir, um mich vom fischenden Elend zu unterscheiden! Aber ich weiß was Du meinst, ich denke nochmal drüber nach, ob ich nicht doch den steißbeinmordenden Hocker als stilvoller erachte.

Frank
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Trockenfliege » 13.09.2018, 21:03

Hallo Frank,

du musst unbedingt noch ein paar gelbe Aplikationen auf den Stuhl nähen - passend zu deinem Rucksack: Flaschenhalter, Brotzeittable, Zigarrenablage ect. :biggrin:

Und für zukünftige Fjordüberquerungen ( oder auch nur für das Bad in der Isar) brauchst du diese hier:https://www.humidordiscount.de/reisehumidor-cigar-caddy-fur-10-zigarren?gmc_currency=2&gclid=EAIaIQobChMI1M3NrNS43QIVzMmyCh1qDA-vEAQYBSABEgKVk_D_BwE

Die hat doch noch bestimmt Platz im 10kg Rucksack. :mrgreen:

LG
Reinhard

upps, warum funzt der link nicht :?:
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Hans. » 13.09.2018, 21:55

Lieber Frank,

ich habe mich ja bei Dir an einiges gewöhnt, aber dieses Outing jetzt beim Fliegenfischen mit 10 Kilo unterwegs zu sein, also das haut mich schon aus den Pantinen. Aber Du hast eine Erklärung dafür, DU brauchst es so, ok, ok, jeder wie er will. So gesehen ist den Klappstuhl nur konsequent, ab - so - lut konsequent. Weitermachen!!!!

TL und DC
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Philzlaus » 14.09.2018, 08:25

Ich will das bitte sehen wie du mit dem Graffl da rumrennst beim Fischen. Ich sehs schon kommen... Beim landen eines Fischen vorlast bekommen und dann Kopf-über ins Wasser.

Früher hat man für sowas einen Laglträger gehabt..
gruss
Philipp
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon sepp73 » 14.09.2018, 10:17

Früher hat man für sowas einen Laglträger gehabt..

Na so ein Gehilfe, der einem seinen Fang in einem mit Wasser gefüllten Fassl nachträgt wär schon ab und an nicht schlecht und für denjenigen der sich Mittags ne gepflegte Havanna reinziehen will, kann der "seiner Lordschaft" ja auch gleich den Humidor und nen anständigen Ohrensessel und die London-Times nachtragen...
Gruss, Sepp
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon webwood » 14.09.2018, 11:28

Die Mittagspause ist mindestens immer eine Zigarrenlänge lang. Eine cubanische Robusto liegt bei 1 Stunde und 1 Doppelcorona oder seid Churchill auch Churchill genannt, die braucht sogar rund 2 Stunden. Solange muss ich, in einer Hand eine Flasche Tegernseer Hell und in der anderen die Zigarre


Servus,

was bist du denn für an Noagalzuzler. " 2 Stunden für eine halbe Bier? Das wird ja lack (abgestanden). Das du dein eigener Sherpa bist, ist natürlich deine Sache, aber im Weißwasser stürzen mit deinem Rucksack zusätzlich, das möchte ich nicht erleben und dir auch nicht wünschen. Ich habe, wie wohl die meisten hier, erst mal als Schwarzfischer angefangen und dann offizell mit Schein Würmer gebadet. Angelkoffer, Stuhl und sonstiges Gerödel ans Wasser schleppen. Das nervt. Das tolle beim Fliegenfischen ist doch, das ich mit minimalem Equipment ( In meiner Watweste sind immer noch Taschen leer) weitgehend unbeschwert, absolut mobil bin und mir auch indianerfischtechnisch interessante Spots erschleichen kann.
VG
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon fly fish one » 14.09.2018, 12:46

Liebe Kollegen und Kolleginnen,

5 bis 10 Kilo in einem Rucksack ist doch ein Klax. Damit bleibt man doch dynamisch, ja geradezu virtuos und hat doch alles was einen langen Tag genussvoll macht am Mann. Und, Ihr Lieben, man darf das nicht dogmatisch sehen. Jeder von Euch hat doch sicher mehr als einen Bach im Repertoire, macht mal 2 Stündchen oder einen ganzen Tag, muss mal mehr laufen oder mal weniger. Und 3 bis 4 Liter Getränke sind nunmal schon allein 3 bis 4 kg. Habt Ihr nur nen Flachman mit Whisky und 0,25 L Tonic Water dabei??? Was ja grundsätzlich von der Art der Getränke unbedingt zu begrüßen ist.

Euer Frank mit Dank für diese zum Wochenausklang überaus fröhlichen Beiträge
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Hawk » 14.09.2018, 13:08

Ich trinke ordentlich Wasser bevor ich loslaufe, dann komme ich auch mit einer 0,75er Flasche über den Tag.
Das Bier wird in der Nähe des Autos kaltgestellt und gibts dann wenn man wieder zurück ist.
An entsprechend sauberen Gewässern nehme ich einen Wasserfilter mit oder trinke einfach direkt aus dem Bach.
Gruß
Sven
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon matthias z. » 14.09.2018, 14:03

Hey Frank,

wie passen denn bitte Whisky und Tonic zusammen? Erklär mir das bitte mal. Ich hab ja schon einiges gehört und getrunken - inkl. Pernod/Cola.......vor langer langer Zeit - aber Whisky/Tonic??? :wink:

Tls

Matthias
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Re: Der Ansitzangler im Fliegenfischer

Beitragvon Magellan » 14.09.2018, 15:02

fly fish one hat geschrieben:Liebe Kollegen und Kolleginnen,
5 bis 10 Kilo in einem Rucksack ist doch ein Klax.


Frank ist halt eher der barocke Typ... seiner liebevoll aufgebauten Rute nach. Deshalb auch der üppig geladene Daypack :wink:

Gruss
Heiko
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