Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - Literatur & Film etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich ?

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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fliegenleger » 10.10.2017, 23:02

Hallo,

hast du es mal mit Dosen in Marke Eigenbau versucht? Ich nehme stets nur das Nötigste mit und stecke in meine Weste alte Pastillen- und Pfefferminzdosen, deren Boden ich mit dünnem Schaumstoff, Filz oder Moosgummi verklebt habe.

Zwei oder drei Dosen reichen mir meist aus und diese kann ich bequem überall verstauen. Da die Taschen meines Filson-Gurtes recht hoch sitzen, müssen die Dosen auch nicht wassersicht sein - da die Taschen zumindest auch starken Regen abweisen.

Ich habe schon einige Situationen erlebt, in denen ich rascheren Zugriff auf die Ausrüstung hatte, als jemand, der eine große Dose hervor kramen, öffnen und dann durchblättern musste.

Das ist natürlich aber auch eine Geschmacksfrage. Ich denke, jede Lösung hat ihr Vorzüge. Zumindest ich verfüge auch nicht über ein Heer an Mücke. So nehme ich trotz kleinen Umfangs meist alles mit, was ich habe.

Beste Grüße
Fliegenleger
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon Hans. » 11.10.2017, 09:45

Filson-Gurt?

Meinst Du dieses Teil? https://www.filson.com/eu/hunt-fish/fly ... k.html#162

Gruß,
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 11.10.2017, 11:11

Lieber Fliegenleger,

hast Du auch einen Vornamen?

Die Idee mit umfunktionierten Behältnissen hatte ich auch schon, aber noch keine Muße. Ich habe als Zigarrenraucher unter anderem wunderschöne, sehr kleine Zedernholzkistchen (Marke De Olifant Knakje, eine Art Zigarillo). Die möchte ich in Zukunft mal aufarbeiten. Aber als echtes Rückgrat meiner Fliegentransporte soll das nicht dienen, eher so zur Freude und zum ganz leichten Fischen. Ich komme nicht wirklich um die anderen Dosen herum. Außerdem finde ich die optisch, wenn auch Plaste, sehr fein. Ich bekomme für meine Hechtfliegen aktuell noch ein "Döschen". Das ist allerdings dann ein ziemliches Trumm, aber auch sehr hübsch. Die habe ich auf dem Belly Boot dabei, wo ich nicht mit Fliegenwesten und Verstauung kämpfen muss, sondern die Taschen des Belly Bootes zur Verfügung habe.

Die Firma Filson hat aber wirklich sehr feine Sachen. Deine Tasche, sieht wie ein Hüftgürtel aus, und auch die Weste von ihnen sind wunderschön gemacht.

Dein Frank
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon maggo » 11.10.2017, 11:27

Hallo zusammen,

ich bastel mir ja meine eigenen Holzboxen ohne Plastik-Inlay. Die Boxen habe ich fertigen lassen und die sind ein wenig größer (16x12x4cm).

Ich nutze sie seit knapp 2 Jahren und muss sagen, dass ich persönlich diese nicht unpraktisch finde. Sie passt in meine Tasche, ist aber nicht wasserdicht... Wobei ich mich immer frage, was ihr am Wasser eigentlich macht? :-) Vollgelaufen sind meine Boxen noch nie... Und wenn es ein wenig feucht vom Regen wird, dann trocknet die Box ruckzuck.

Gestehen muss ich, dass ich mich jedes Mal freue, wenn ich die nachhaltige Box zu Hause neu sortiere/bestücke und diese am Wasser nutzen kann :-) So simpel kann man mich beim Fliegenfischen glücklich machen ;-)

Viele Grüße,
Marco
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon Hans. » 11.10.2017, 12:21

Hallo allerseits,

Fliegenbüchsen sind (waren ?) bei mir auch Dauerthema. Die von Tacky sind für mich die einzigen, die es wirklich bringen. Die Schlitze leiern nie aus UND sie sind so schön versetzt. Wegen des hohen Gewichtes dann doch aus der Weste verbannt. Mit den alten Büchsen wieder rumgeärgert: Fliegen halten nicht da Schlitze ausleiern, BL-Haken fallen aus Foam-Zeugs einfach raus, Deckelfächer viel zu fummelig. Nun wieder mit tiefem Seufzer der Erleichterung die Tacky´s bestückt: Sitzt, passt, hält! Dafür eine weniger mit ans Wasser. Das Thema müsste bei mir jetzt durch sein. Mal sehen... :wink:

Gruß,
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fliegenleger » 11.10.2017, 12:38

Hans. hat geschrieben:Filson-Gurt?

Meinst Du dieses Teil? https://www.filson.com/eu/hunt-fish/fly ... k.html#162

Gruß,
Hans


Hallo Hans,

nein, ich meine das folgende Modell: https://www.filson.com/mesh-fly-fishing ... 10670.html

Der Preis ist unverschämt, aber ich bin sehr zufrieden mit der Art und Weise der Tragemöglichkeit sowie der Ausstattung. Ich kann im Grunde meine komplette Ausrüstung plus zwei Flaschen, Regenponcho und einen kleinen Regenschirm mitnehmen sowie den Kescher einhängen. Das Modell gibt es auch mit komplettem Rucksack hinten.

Verzeiht das Off-Topic.

Gruß
Simon

fly fish one. hat geschrieben:Lieber Fliegenleger,

hast Du auch einen Vornamen?

...

Die Firma Filson hat aber wirklich sehr feine Sachen. Deine Tasche, sieht wie ein Hüftgürtel aus, und auch die Weste von ihnen sind wunderschön gemacht.

Dein Frank


Lieber Frank,

ich heiße Simon - und schaffe es ganz bestimmt rasch, ihn auch zu verwenden.

Im Zitat hierüber habe ich meine Taschen-Tragegurt-Weste verlinkt. Den Hüftgürtel besitze ich nicht.

Kleine Köderboxen (Pastillenbehältnisse, vorzugsweise aus Alu, gerne möglichst alt ("Vintage")) haben sich für mich mit dieser Taschenkombination gut (aber wirklich sündhaft teuer) bewährt.

Liebe Grüße
Simon

Edit: Tippteufel :-)
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 11.10.2017, 12:41

Lieber Hans,

der Silikon der Tackys ist wirklich etwas besonderes. Sehe ich auch so. Aber der hat eben ein wenig Gewicht.

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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 11.10.2017, 13:00

Lieber Marco,

mein Problem mit dem "Abtauchen" des Fliegenfischers sind wirklich manchmal nur die Zugänge, dann eine kleine Stunteinlage, oder ich muss wirklich eine Fliege aus dem Busch klauben. Ich reiße die so gut wie nie ab. Das meine Dosen dabei feucht werden, ist absolut selten, aber die Mühe das wieder zu richten nervt mich wegen der Langwierigkeit. Also um dem vorzubeugen bin ich für echte Wattage mit den C&F gut gerüstet. Wenn bei Euch die Waterei "stabiler" funktioniert, würde ich auch auf die C&F pfeifen.

Vielleicht noch: In den obersten Taschen meiner Weste z.B. sind Dinge des täglichen Fliegenfischerlebens, geradezu überlebenswichtig, die absolut trocken bleiben müssen. Schokodoping für den Abend und die Beine schon bummelig, ein Jetflame Feuerzeug für die herrlichsten Zigarren dieser Erde (aus Cuba) und besagte Zigarren. Das ist alles nicht wasserdicht verpackt. Das wäre ein neues Projekt und würde sich wohl auch auf die C&F Boxen erstrecken. Aber an das Feuerzeug muss ich zwischendurch immer wieder ran, weil die auf den Schenkeln der Cubanerinnen handgerollten Preziosen einfach mal ausgehen. Ist völlig normal und kein Mangel.

Lange Rede kurzer Sinn. Also müssen die Fliegenboxen eine Etage tiefer und da werden sie auch mal nass. Ein Vollbad mit voller Montur konnte ich bisher immer gerade noch verhindern. Zigarren und Fischer blieben immer verschont. In dieser Reihenfolge ist auch die Zigarre mit höchster Prio unbedingt trocken zu halten! :D

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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon Trockenfliege » 11.10.2017, 13:03

Dann nehmt einfach, wenn möglich, das Innere der Tackys und klebt es in leichtere Boxen?!

LG
Reinhard
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 11.10.2017, 13:08

Hallo Simon,

wie gesagt die Utensilien von Filson sind wirklich unglaublich schön und wertig. Sehr klassisch und vermutlich für den Rest des Lebens tauglich. Von daher relativieren sich Kosten in meinen Augen doch erheblich. Man darf nur nicht zuviele Westen und Taschen horten. Ich habe in die Auswahl meines Equipments deshalb sehr viel Energie gesteckt, um damit dann teuere Fehlkäufe zu verhindern.

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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 11.10.2017, 13:17

Reinhard,

die kleinen Tackys sind nicht schwer, aber sie haben auch richtig mächtige "Geräte" im Angebot. Wenn Du das Silikon in eine andere Dose klebst, wird die auch entsprechend schwerer. Aber habt Ihr mal eine Tacky Dose von innen und außen befummelt?? Geöffnet und geschlossen, mit den feinen Magneten? Häärrlisch!

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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon Hans. » 13.11.2017, 12:09

Hans. hat geschrieben:Hallo allerseits,

Fliegenbüchsen sind (waren ?) bei mir auch Dauerthema. Die von Tacky sind für mich die einzigen, die es wirklich bringen. Die Schlitze leiern nie aus UND sie sind so schön versetzt. Wegen des hohen Gewichtes dann doch aus der Weste verbannt. Mit den alten Büchsen wieder rumgeärgert: Fliegen halten nicht da Schlitze ausleiern, BL-Haken fallen aus Foam-Zeugs einfach raus, Deckelfächer viel zu fummelig. Nun wieder mit tiefem Seufzer der Erleichterung die Tacky´s bestückt: Sitzt, passt, hält! Dafür eine weniger mit ans Wasser. Das Thema müsste bei mir jetzt durch sein. Mal sehen... :wink:

Gruß,
Hans


Nee, also...., der Sichtbürzel/Flügel größerer Parachutes wird platt gedrückt, dafür ist die Tacky zu flach, Scheizze aber auch :evil:

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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 13.11.2017, 15:48

Lieber Hans,

Du kannst halt nicht alles haben: Brüste wie'n Marathonläufer und Monsterfliegen! Das ist zum Scheitern verurteilt. Aber die C&F tragen nur etwas mehr auf. Damit haste dann Brüste wie'n Sprinter (muskulöser) UND Monsterfliegen!

Dein Frank - war doch jetzt alles AGG conform oderrrrrr?
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon Hans. » 13.11.2017, 16:29

Lieber Frank,

danke für die trostreichen Worte. Muss mir die C&F mal näher ansehen. Die hier machen auch einen guten Eindruck:

http://www.rudiheger.eu/de/traun-river- ... gmrr9J1pGE

http://www.rudiheger.eu/de/traun-river- ... gmr6dJ1pGE

Viele Grüße
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Re: Die ewige Qual mit den Fliegenbüchsen

Beitragvon fly fish one » 13.11.2017, 16:36

Lieber Hans,
Traun River ist auf jeden Fall eine gute Quali und die einzige Dose die auch ihr Versprechen der Wasserdichtigkeit hält - zumindest bei mir ist das so. Aber noch mal Tacky. Werden die Flügel denn arg gequetscht??

Frank
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