Dt oder Wf?

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - Literatur & Film etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich ?

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Dt oder Wf?

Beitragvon John S. » 28.12.2003, 14:07

Die letzten Jahren hört mann fast nur von Wf Leine und damit wirft mann wahrscheinlich mit ein weitwurfmaschine( lese: zu harte/schnelle Rute) sehr Weit. Aber für das echte Fischen, für das sanfte Anbieten von eine Trockenfliege, ist da eine Dt Leine nicht besser?

Mfg. John.
John S.
 

Beitragvon Harald aus LEV » 28.12.2003, 16:22

Hallo John,
ich gebe Dir recht. Die DT-Schnur ist etwas ins Abseits gedrängt worden. Bei mir kommt es darauf an, wo ich fische. Bin ich am großen Fluß, See oder Binnenmeer (z.T. heftiger Wind), nehme ich WF-Schnüre oder Schußköpfe. Bin ich jedoch am Bach oder kleinen Fluß, nehme ich lieber DT-Schnüre, um nicht so viel Unruhe zu stiften.
Gruß Harald
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Beitragvon Noellgen, H » 28.12.2003, 18:25

Hallo Harry,
ich muss Dir geringfügig widersprechen. Gerade im Nahbereich hat die
WF gewisse Vorteile, sie lädt die Rute besser auf. Auf mittlere Entfernung,
so über 10 meter und beim Rollwurf ist die DT vorteilhafter, bei Weitwürfen
zeigt die Wf bessere Schusseigenschaften.
Wenn man im Nahbereich mit der DT fischen will, so ist eine etwas höhere
schnurklasse als für die Rute empfohlen vorteilhafter.
Tightl lines,
Heiner
Noellgen, H
 

Beitragvon Holger a. Neuss » 28.12.2003, 21:44

Hallo Heiner

Stimme Dir zu. Beide Eigenschaften ( WF und DT ) kann man sehr gut mit einer Long Belly vereinen. Mir persönlich sind aber DT´s lieber. Nicht weil man Sie auch mal Umkehren kann und dann praktische eine neue Spitze hat. Einfach die Wurfeigenschaften gefallen mir besser. Und mit den Grössen kann man fast beliebig experimentieren: eine die passt und 2 leinen, eine drüber und eine unter der angegebenen Klasse. Was braucht man mehr?

Gruss Holger
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Beitragvon Rolf Renell » 28.12.2003, 23:06

Denk ich auch,aus Kurserfahrungen bzw. weiteren Erfahrungen der Teilnehmer lässt sich allerdings klar folgendes fedststellen.Immer wieder oder immer noch besteht anscheinend ein Druck "weit" zu werfen,bitte keine neue Diskussion versteh das schon richtig,alte Diskussion womit fischt der Anfänger bzw. wirft er besser ,natürlich hat eine WF wie bekannt den Vorteil des besseren merkbaren Ladens der Rute und lässt eine bessere Bestimmung des Druckpunktes zu,keine Frage ,jedoch bringt ein weiteres beständiges Werfen und Üben mit einer WF eine gewisse"Verwöhnung" ,sodas Leute die fast ständig und dies von Anfang an mit WF geworfen haben ,manchmal kaum in der Lage sind bei einem Wechsel mit einer DT Leine zufriedenstellend zu werfen und die Rute entsprechend zu bedienen.Ich halte einen angemessenen Wechsel von Zeit zu Zeit und der Gegebenheiten zwischen den Leinentypen für recht sinnvoll.Auch hier sehe ich eine Longbelly oder TT als Stammschnur vorne,Gruss Rolf
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Beitragvon Harald aus LEV » 29.12.2003, 10:22

Hallo Heiner,
genauso mache ich es. Am kleinen Fluß eine 4er Rute mit einer 5er DT. Hier komme ich bestens zurecht. Wenn die Rute über genug Rückgrat und Dynamik verfügt, fischt sie die Schnur sowohl im Nahbereich als auch im mittleren Bereich bis etwa 15-20 m gut. Das reicht an dem befischten Gewässer allemal. Deshalb komme ich hier gar nicht auf die Idee eine WF zu werfen. Ich kam gestern von einem Trip an einem Großgewässer zurück. Es herrschte teilweise heftiger Wind. Hier gingen nur WF und/oder Schußköpfe. Deshalb stimme ich auch Rolf zu, daß man ab und zu ´mal wechseln sollte. Übrigens bin ich gegen jede Art von Dogma. Ich fische das oder jenes, wie es mir Spaß macht. Mache ich schlechte Erfahrungen, lasse ich es, mache ich gute, bleibe ich dabei. Man lernt schließlich immer wieder dazu.
Gruß Harald
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nochmal nachgehakt

Beitragvon Fliegenfischer » 29.12.2003, 20:26

Auch ich habe bzgl. WF und DT noch ein wenig Aufklärungsbedarf:

Habe einmal gelesen, dass es beim Fischen im Nahbereich völlig gleich ist, ob man eine DT oder WF verwendet
( In: "Die Ausrüstung des Fliegenfischers" von Brehmer).

Die ersten Meter bis zur Schussschnur seien bei beiden Schnüren gleicher Klasse völlig identisch?

Ist das wirklich so?

Ich meine meine 5er Cortland in DT fischt sich auch in der Nähe anders als die typen- und klassengleiche WF...

Danke,
Gruß, Michael
Fliegenfischer
 

Beitragvon Holger a. Neuss » 29.12.2003, 21:13

Also das ist nach meiner Kenntniss absoluter Quatsch. Eine WF hat im Bereich der Keule ein höheres Gewicht als eine DT. Das ist ja gerade der Trick. Ich habe euch ja schon gepostet, kauft euch lieber DT´s unterschiedlicher Klasse oder eine Longbelly passen zur Rute. Und dann solltet Ihr euch eine kurzgemähte Wiese suchen ( ein Gewässer wo keine Fische drinnen sind tut´s auch ) und werfen und werfen und werfen. Dann findet ihr schon heraus welche Leine passt.

Gruss Holger
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Beitragvon Noellgen, H » 30.12.2003, 09:42

Hallo Leute,
Die Angelegenheit ist ziemlich kompliziert,
was eine DT ist wissen wir alle, bei der WF gibt es allerdings die versichieden-sten Ausführungen, von Kurzkopfversionen, welche in einem etwa einem
kurzen Schusskopf entsprechen bis hin zum longbelly, der in etwa dem
vorderen Teil eine DT entspricht.
WEr eine WF kaufen will muss also genau darauf achten, ob die Kopfform
für seine Zwecke geeignet ist.
Tight lines,
Heiner
Noellgen, H
 

Beitragvon chris/bw » 30.12.2003, 14:06

Also ich bevorzuge in kleinen Bächen auch lieber DT! Auch in meinem Hausgewässer! Da hat man oft kaum platz um richtig zu werfen und muss deshalb den rollwurf benutzen! Aber ich habe meistens beide zur auswahl, auf einer spule dt udn auf der anderen wf!
chris/bw
 


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