Fliege verloren-Anfängerfehler?

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Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon Kudu » 07.04.2017, 19:29

Hallo,
ich war heute das 1. Mal mit der Rute im Wasser.
Ein Bekannter hatte mir freundlicherweise das Werfen erklärt, das Gewässer gezeigt und mir diese Befestigung für die Fliegen empfohlen http://www.adh-fishing.de/fliegenschnue ... nap-mustad

Ich hatte dann heute zwei Stunden im Wasser gestanden und drei Fliegen verloren, ohne Hänger oder so. Sie waren einfach weg und das Ende des Vorfachs sah ausgefranst aus, als wenn mechanisch dieser kleine Haken beim Werfen die Fliege abscheuern würde.

Kann das sein, oder liegt es an meinem anfängerhaften werfen?

Ich habe dann als letztes eine hellere Fliege wieder nach alter Zunft angeknotet und in den letzten 10 Minuten eine ca. 500gr Bachforelle gehakt und gelandet.

Bin jetzt "stolz wie Bolle"!

PETRI HEIL Andreas
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Re: Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon Dietmar0671 » 07.04.2017, 20:11

Hallo Andreas,

das hört sich an als wenn Du die Fliegen beim Rückschwung verloren hast...hängen wahrscheinlich im Boden hinter Dir.

kenne ich.

Viele Grüße

Dietmar
Ich bin in 5 Minuten wieder zurück, gehe fischen, unbedingt alle 5 Minuten neu lesen
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Re: Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon orkdaling » 07.04.2017, 20:47

moin moin, kønnen wir schlecht beurteilen, lass dich mal von der Seite beobachten.
Anfængerfehler wie abknickendes Handgelenk, zu schwere Schnur..., bist du sicher das die Schnur keine Halbkreisbewegung macht?
Gruss Hendrik

Nachtrag - Glueckwunsch zum ersten Fischlein!
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Re: Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon Thomas E. » 07.04.2017, 21:19

Hallo Andreas,

erstmal würde ich diese Snaps/ Haken nicht verwenden, sondern die Fliege ganz normal anknoten.

Neben den schon aufgeführten Gründen kann es auch sein, das Du Rück- oder/ und Vorwurf zu früh startest.
Die Schnur/ Vorfach ist noch nicht weit genug ausgerollt, also gestreckt...dann schlägt das Ende mit zu hoher Gewindigkeit um und als Folge ist die Fliege ab. :lol:

Achte mal darauf, wie Dein Rückwurf ist, also hoch genug und lass die Schnur immer ganz ausrollen, bevor Du wieder in Gegenrichtung startest.
Beginne den Wurf in beide Richtungen generell immer ganz sanft und gebe erst zum Ende richtig Gas ! :wink:

Um es ganz genau sagen zu können, müßte ich Dich natürlich sehen. :D
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon Kudu » 08.04.2017, 07:05

Danke für die Einschätzungen.

Das es an meiner "Wurftechnik" liegen könnte, ist vermutlich so!

Was mich nur so verwunderte, daß der letzte cm bis zum Knoten aufspleißt und das könnte man ja diesem kleinen Haken zuordnen.
Mein Bekannter am Ufer meinte, das ich schon sehr gut werfe, aber manchmal bei mehr Schnur warte ich nicht lange genug bis ich wieder nach vorne schwinge.

Andreas
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Re: Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon CPE » 08.04.2017, 07:45

Kudu hat geschrieben:nicht lange genug bis ich wieder nach vorne schwinge


Hallo Andreas,

Wenn es dann auch noch einen (auch mal leisen..) Knall gibt, hast Du, wie bei einer Peitsche, Überschall erzeugt, was erstens das Vorfach nicht aushält und zweitens gerne zu einem Aufpilzen der Bruchstelle führt. Mancher Amerikaner nennt das übrigens "the one dollar snap". Wirklich hinzusehen und explizit zu warten, bis das Vorfach gestreckt ist, hilft da unter Umständen.

TL, Norbert
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Re: Fliege verloren-Anfängerfehler?

Beitragvon fly fish one » 09.04.2017, 17:01

Wenn das Vorfach aussieht als wenn Freddy Krüger am Werke war, ist es ganz sicher hinter Dir irgendwo aufgeschlagen. Dazu kommen dann oft noch kleine Knoten im Vorfach selber. Auch wenn die Fliege nicht verloren geht, finde ich das bei mir manchmal dann vor, wenn die Weiten steigen. Es sind Fehler im Rückschwung bei der Führung der Rute und des Timing. Der Stopp ist zu weit hinten, das Handgelenk nicht fixiert und nicht lange genug gewartet, bis der Vorschwung angesetzt wird. Der am leichtesten zu eliminierende Fehler ist das Timing. Selbst leichte Schnurklassen verursachen einen doch deutlich zu spürenden Zug. Ich korrigiere mich dann selber, indem ich mal bewußt extrem lange warte, um den Zug richtig zu spüren. In dem Moment, wenn dieser am Maximum ist, beginnst Du mit dem Vorschwung. Nicht eher. Dann ist die Leine so ziemlich komplett nach hinten gestreckt. Meinen Stopp habe ich korrigiert, indem ich mal Videoaufnahmen von mir selber gemacht habe. Das Handgelenk bleibt eher steif, wenn Du die Zeigefingerhaltung benützts. Bei leichten Klassen kein Problem, aber ab #5 und langer Leiner in der Luft wird es zumindest für mich schwierig. Alles was ab #6 läuft kann ich auch nur mit der Daumenhaltung ausführen. Dann muss man sich sehr auf das Handgelenk konzentrieren. Die Neigung es in dieser Griffhaltung nach hinten wegzuknicken, ist dann groß. Dem kannst Du nur durch eine bewußte Ausführung entgegenwirken.

Ich zerlege mir meine Würfe in all diese Fehler und konzentriere mich sequentiel auf jeden Einzelnen und verbessere so Schrittweise meinen gesamten Ablauf. So arbeite ich mich an jedem Tag am Wasser durch meine Schwächen. Es wird über ein grösseres Zeitfenster immer besser und Fische fangen geht auch immer nebenher.

Dein Frank - auch noch Anfänger

Und Tante Edit: Lass diesen blöden Ring für Trockenfliegen weg. Die kann man für Streamer verwenden, was ich selber aber auch ablehne. Ich knote alles direkt an, auch Stahlvorfächer. Den einzigen Ring den ich in dieser Saison eingeführt habe ist ein Pitzennauer Ring, damit das Flourcarbon nicht das Monofil zerschneidet. Damit mich nicht alle für einen Deppen halten :mrgreen: : Ich habe fast 2 Jahre komplett nur mit Flurcarbon gefischt und knüpfe alles selber.
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