Kescherfrage

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - Literatur & Film etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich ?

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Kescherfrage

Beitragvon Ralli » 29.11.2017, 20:38

Hallo zusammen.
Hätte da mal eine Frage? Was für einen Kescher benutzt ihr?
Bin Letzte Zeit in Holland auf Hecht unterwegs und habe an dem befischten Gewässer folgendes Problem.Da das Ufer recht steil und rutschig ist, klappt eine Handlandung so gut wie garnicht.
Möchte mich nicht unbedingt auf den Bauch legen und nehme darum einen Kescher (was vielleicht nicht dem Mainstream entspricht :oops: )
Habe zwar einen geräumigen Watkescher, aber zu kurz. Einen Teleskopierbaren größeren Kescher habe ich auch, doch der ist einfach nur hinerlich , weil ich ihn immer hinterher tragen muss.
Idee wäre einer zum tragen auf dem Rücken oder am Gürtel in gummiert und bezahlbar.
Wäre um Ratschläge dankbar.
Gruß Ralli
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Trockenfliege » 29.11.2017, 22:09

"Hätte da mal eine Frage? Was für einen Kescher benutzt ihr?"
Verschiedene 8) - je nach Situation.

Für deine Situation würde ich einen gummierten Klappkescher nehmen, der in einer Hülle am Gürtel hängt.
Meiner lässt sich mit einer Hand öffnen und auch verlängern.
Sowas benutze ich, wenn ich nicht genau weiss, was auf mich zukommt, zB. in Neuseeland oder Chile oder an Gewässern mit Watverbot.

LG
Reinhard
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Harald aus LEV » 29.11.2017, 22:42

Hallo Ralli,

schön wieder was von Dir zu lesen.
Vielleicht sind die englischen Gye-Nets was für Dich. Du trägst den Prengel auf dem Rücken.
Bei Bedarf ziehst du ihn runter und lässt den Kescherkopf an der Stange runterrutschen.
Hört sich kompliziert an, funktioniert aber gut.
Als Beispiel schau mal hier:
http://sharpes.net/traditional-gye-nets-66-c.asp

Gruß
Harald
PS: Wenn Du bestellst, würde ich mich evtl. dranhängen.
Dann telefonieren wir am besten mal. :)
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Re: Kescherfrage

Beitragvon BergLutz » 30.11.2017, 09:30

Hallo Ralli,
meine Frau hat mir zu diesem Zweck einen Kescher - Köcher genäht aus derbem Stoff. Den trage ich mit einem normalen Klappkescher drin am Riemen schräg über der Schulter.
Im Falle des Falles muss ich nur über meine linke Schulter fassen. Klappt gut.

Gruß Lutz
Auch Flöhe und Wanzen gehören zum Ganzen...
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Re: Kescherfrage

Beitragvon fjorden » 30.11.2017, 09:52

Hallo,
die Gyekescher auf dem Link sind wahrscheinlich auch zu kurz. Es gibt jedoch auch teleskopierbare. Einfach mal schauen. Ansonsten Solvkroken, hier mit Gumminetz: http://www.angelshop.de/solvkroken-unte ... inetz.html. Läßt sich einhändig bedienen und kann mit dem Clip an der Watweste, Jacke auf dem Rücken getragen werden, oder gediegener FastNet: http://www.fastnetsports.com/telescopic ... rilse.html. Bin beim Fliegenfischen auf Zander auch irgendwann auf FastNet geschwenkt, allerdings nur die einfache Klappversion, die es hier im Angebot gibt: http://www.fastnetsports.com/trout-gye-landing-net.html. Trägt sich dann wie ein Meerforellenkescher auf dem Rücken. Einen alten DAM Kescher, der drei mal ausziehbare, im Köcher getragen hatte ich früher beim Fliegenfischen am Bach, der viel Steilufer hatte, benutzt.
Gruß
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Ralli » 30.11.2017, 21:05

Vielen Dank.
Das sind doch gute Tips.Was es nun wird ,muss ich mir noch mal durch den Kopf gehen lassen.
Hallo Harald,wenns die Gye-Nets werden sollen, werde ich mich bei dir melden.
Gruß Ralli
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Noellgen, H » 01.12.2017, 08:43

Hallo Leute,

ich hatte mir für den diesjährigen Norwegenurlaub ein solches Gye-Netz
gegönnt.
Habe es dann auf einem Campingplatz versehentlich liegen gelassen.
Das Bedauern um den Verlust hält sich in Grenzen, die Mechanik war
klapperig, es rutschte auf dem Rücken hin-und her, das tief hängende Netz
verhakte sich im Gestrüpp.
Nicht wirklich mein Ding.

Gruß,

Heiner
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Bachneunauge » 01.12.2017, 11:34

Ich habe für die Fälle einen ganz billigen Alu-Klappkescher für 6,50 € von Westline (Angelbedarf bei Obi). Der ist sehr leicht, pass ins Fluggepäck und er lässt sich recht lang ausfahren. In das Netz passen auch große Fische. Den trage ich mittels Magnethalter zusammengeklappt auf dem Rücken. Er lässt sich bequem mit einer Hand klappen und wenn man die Schraube nicht zudreht auch mit einem Schwung ausfahren. Habe damit z.B. schon einen Lachs in Schottland erfolgreich gelandet. Den habe ich immer mit, wenn ich auf größere Fische außerhalb der Ostsee gehe und an unserer Vereinsteichanlage. Klappt super für ganz kleines Geld.

Beste Grüße Dirk
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Re: Kescherfrage

Beitragvon fly fish one » 01.12.2017, 12:09

Lieber Heiner und Dirk,

vielen Dank!! Das verhindert einen teuren Fehlkauf und bietet gleichzeitig eine Lösung, weil ich auch einen tauglichen, billigen, größeren Klappkescher besitze. Die Sache mit dem Magneten und dem Rücken hatte ich gar nicht auf der Pfanne, weil ich die "Rückenkeschersache" ansonsten ablehne. In besonderen Situationen ist Dirks Lösung aber natürlich astrein.

Frank
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Magellan » 01.12.2017, 14:17

Ralli hat geschrieben:Hätte da mal eine Frage? Was für einen Kescher benutzt ihr?


Hallo

Mein persönlicher Standard:
Welcher Kescher auch immer: in den Gürtel der Wathose gepackt (Hüfte/Rücken)hält das bombensicher, da spielt selbst die Größe keine Rolle (wenn klappbar). Natürlich für Meterfische geeignet und kein verheddern nirgendwo, selbst beim casten kein Hindernis!

Kommt natürlich nicht so cool wie der lässig über dem Rücken baumelnde...

Gruss
Heiko
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Re: Kescherfrage

Beitragvon Bäschwatz » 12.12.2017, 21:08

Hi Ralli
Ich habe da wo der linke Hosenträger an der Wathose befestigt ist den Clip einer alten Arbeitshose angenäht.
Am Gegenstück hängt mit etwas elastischem Hosenträger der Klappkescher über die Schulter.
Ähnlich habe ich das mit Umhängetasche und auch für den Gürtel der Wathose angefertigt.
Ist einigermaßen angenehm zu tragen und reicht für die meisten Ecken in denen ich unterwegs bin.
Für steile Ufer wo es mehrere Meter tief runtergeht benutze ich einen stabilen DAM mit langem Stiel und am unteren Ende einen 8 mm dicken Erdspieß dran.
Der Spieß ist mit Gewinde in den Stiel geschraubt. über eine Kunststoffscheibe von etwa 60 mm Durchmesser die dazwischen steckt kann ich den Kescher ohne viel Aufwand mit dem Absatz in den Boden treiben .
Fungiert wie Watstock.
Zum umhängen hab ich mit Isolierband ein Stück Gurt drangetüddelt.
Der Nerv beim laufen hält sich in Grenzen.
Gruß Thilo
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Re: Kescherfrage

Beitragvon dreampike » 13.12.2017, 12:22

Ich habe mir beim Fotohandel eine Stativhülle mit Trageriemen gekauft, das war gar nicht so teuer und da passt mein ganz normaler Hechtkescher gut rein. Man darf nur nicht vergessen, den Kescher nach einem erfolgreichen Fischtag aus dem Köcher zu nehmen und zu trocknen, weil sonst fangen selbst gummierte Keschernetze das Müffeln an.
Und was heißt hier Kescher ist nicht Mainstream, das Wichtigste ist den Fisch so schnell und so schonend wie möglich zu landen. Und vom Ufer aus ist ein Kescher oftmals alternativlos.

Wolfgang aus Ismaning
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Re: Kescherfrage

Beitragvon fly fish one » 13.12.2017, 22:11

Lieber Wolfgang,
ich gebe Dir absolut recht! Immer zum Wohle des Fisches. Der Mainstream ist schnuppe. Ich hole mal ein wenig aus, ist ja schon Winter. Als ich anfing gehörte für mich zum schönen Bild des Fliegenfischers: Mit der Wathose bis zum Hintern im Wasser, die Weste mit 100 Taschen und den Kescher auf dem Rücken. Dazu die Sonne lächelnd durch die Blätter. Durch Zufall und völlig blind, bin ich zu einem grandiosen Faltkescher gekommen. Den trage ich wie Reinhard irgendwo am Gürtel oder am Rucksack - wenn ich bezüglich des Gewässer unsicher bin. Mich machen irgend welche baumelnden größeren Utensilien im Normalfall schier narrisch. Der liebe Thilo hat mir mit weiteren Ideen der Befestigung z.B. Messer, ebenfalls schon sehr geholfen. Jetzt Heiner und Dirk mit der Variante für den Großkescher - Deine Idee ist auch astrein, hat aber den Nachteil, dass ich das Teil erst auch noch aus der Hülle ziehen muss.

Aktuell knobel ich aber noch an 2 weiteren Problemen:

1) Den Transport einer Wasserflasche am Gürtel.
2) Den Fischtransport am Rucksack.

1) Mit Rucksack kein Problem - Trinkblase! Mit Minimalausrüstung ein Problem. Ich dachte ich hätte schon eine Lösung implementiert, aber die Praxis ist brutal! Ich habe einen schönen Getränkehalter von "Alzheimer", sogar von der Schneiderin umarbeiten lassen. Der "jackelt" und "kippelt" aber an der Hüfte und nervt mich. Außerdem stresst er die Gürtelhalter der Simms und damit mich ungemein! Ich brauche eine Riemenhilfe vom Gürtel hoch zum Schultergurt der Wathose! Thilo hat mich schon auf die Richtung gebracht. Nur würde ich was ganz modernes präferieren. Es gibt Schnallen mit Neodym Magneten. Ich habe sowas schon mit einer Fliegenweste und meinem Rucksack bauen lassen. Simms brachte mich auf die Idee. Davon mache ich mal Fotos, weil meine Lösung deutlich günstiger und vor allen Dingen von den Rucksäcken um Längen variabler und funktionaler ist. Rucksacktragesysteme haben auf der Welt nur 1 bis 2 Hersteller vernünftig entwickelt - meine Meinung. Und die FF Fuzzis haben das nicht! Auch meine Meinung.

2) Die Zeichnung ist fertig. Wenn ich es gebaut habe, stelle ich es vor oder melde es zum Patent an und werde stinkreich, kaufe 1000 ZH und ziehe nach BC! :badgrin:

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Re: Kescherfrage

Beitragvon Bäschwatz » 13.12.2017, 22:41

Hi
Nix hält länger als ein Provisorium.
Ich stelle fest das ich mir doch mal ne gescheite Digicam zulegen muß, damit ich meine Notlösungen die sich im Dauergebrauch bewährten mal ablichten und einstellen kann.
Ich gelobe Besserung.
Gruß Thilo
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