Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon ricoh » 18.06.2018, 11:14

Guten Morgen allerseits und erstmal ein dickes Dankeschön an alle, die mir geschrieben haben :) Ich bin überrascht, dass das Thema für so viele interessant zu sein scheint!

Svartdyrk hat geschrieben:Servus,
Diego hat geschrieben:....geht immer die Verbindung zum verjüngten Vorfach kaputt.
...Bricht halt immer an der schwächsten Stelle. Wenn das schon wiederholt der Fall gewesen ist, besteht die Möglichkeit, dass dein gezogenes Fach von minderer Qualität / Knotenfestigkeit ist als dein eigentliches Vorfach. Kannst ja nen anderen Knoten versuchen wie den erwähnten Pitzen Knot. Aber ein 5-7 facher Clinch oder ein Improved Clinch sind alt bewährte Knoten für diesen Zweck, daran wird's weniger liegen. Tausch evtl. mal dein gezogenes Fach in ein gutes. Je nach Einsatzzweck von der verjüngten Spitze etwas abgeknipst, Pitzen Ring, passendes FC Tippet,...dann sollte das eigentlich funktionieren.

Black Dog :wink:

Hallo Black Dog!

Ich benutze die verjüngten Vorfächer von Orvis (Orvis Super Strong Plus Leader) und als Tippet Material Stroft GTM.

Siehe hier:

Ich denke nicht, dass die Qualität von dem Orvis Vorfach so viel schlechter ist, aber ich kann mir bei Gelegenheit verjüngte Stroft Vorfächer besorgen, nur um's mal zu testen. Ich halte euch auf dem Laufenden.

Beim ICK befeuchte ich vor dem Zusammenziehen immer alles, denn ich dachte zuerst, dass vielleicht beim Festziehen des Knotens zu viel Reibung entsteht. Ich werde mal den Pitzen Knoten ausprobieren.

Roy Spim hat geschrieben:Ja, probier mal ein Vorfach von Stroft.
Binde den PR mal mit dem Knoten an...

https://m.youtube.com/watch?v=lX1dcp8QC_g

Gesendet von iPhone mit Tapatalk

Hallo Roy Spim,

cooler Knoten, ich hab bisher immer die Verbindungsknoten mit diesem Blutknoten gemacht: https://www.youtube.com/watch?v=guikxBzKo6E

Du meinst, dass der Guideline Vorfachknoten einseitig auf dem PR geht? Ich probiere es mal aus, danke dafür!

LG,
Diego

Trockenfliege hat geschrieben:Ich binde den Ring immer in den sich verdickenden Teil des Vorfachs, bei ca. 0,20mm, niemals in den eigentlichen Spitzenteil.
Meistens haben die gezogenen Vorfächer einen langen, parallelen Teil von 50 cm bis über 1m!
Ich kürze auch neue Vorfächer dementsprechend und binde dann eine deutlich (0,05mm) dünnere Spitze an.

Ich habe ein sogenanntes "Haarmeßgerät", eine kleine handliche Meßuhr aus dem Frisörbereich, mit dem sich die entsprechende Stelle im Vorfach leicht finden lässt.

Dadurch ist mein Spitzenmaterial deutlich dünner als hinterm PR, und ich kann auch mal eine stärkere Spitze anbinden, ohne dein Problem zu erhalten.

Gruß
Reinhard

Grüß dich Reinhard,

danke für den Hinweis. Ich hab leider kein so praktisches Gerät, aber hier in meiner Umgebung sind ein paar Läden für den Friseurbedarf.

Oh, 50 cm bis 1 m abschneiden :shock: da kann ich mir ja gleich die Vorfächer selber knoten :D vielleicht muss ich hinterm PR nochmal deutlich runter mit dem Durchmesser. Oder besser und genauer Werfen lernen :?

LG,
Diego

webwood hat geschrieben:Servus Diego,

ich verwende auch Pitzenbauer-Ringerl, allerdings mit gedrilltem Vorfach und ebenfalls mit einem Clinch-Knoten. Dein Abreissproblem hatte ich auch mal, was aber nicht am Knoten lag, sondern an den Ringen selbst. Die Ringe hatten einen Produktionsfehler. Aussenseite war rund, doch innen eckig. Klar, dass dann ein Schnurbruch entsteht. Schau dir mal deine Ringe ganz genau an. Vieleicht hast du gleiche Charge erwischt, wie ich seinerzeit.

TL
Thomas

Moin Thomas!

Ich schau mir heute Abend die Ringe mal unter einer Lupe genauer an. Aber ich denke nicht dass es daran liegen könnte, da dann wohl trotzdem das dünnere Tippet zuerst reißen müsste. Zumindest in 50% der Fälle? Ich guck sie mir auf jeden Fall nochmal genau an.

Eine Frage zu den gedrillten Vorfächern: baust du dir die selber und wenn ja wie und wie bekommst du den PR an die Spitze? :D

LG,
Diego

Steff-Peff hat geschrieben:Hallo,
ich handhabe es wie Reinhard. Das Ringerl wird rollenseitig am 0,20er Vorfach angeknotet und das Tippet ist in der Regel 0,14.
So reißt normal immer die Tippetseite ab, wenn es wirklich mal unlösbar festhängt.
Als Knoten am Ringerl verwende ich seit dieser Saison den Trilene-Knoten, der sich für mich bewährt hat.
Gruß
Steff

Hallo Steff,

noch ein Knoten den ich ausprobieren könnte, danke für den Tipp!

Tschau,
Diego

Svartdyrk hat geschrieben:Nabend,

einen Verlust bei nem Hänger am Grund oder bei einer in's Gebüsch gefeuerten Fliege passiert jedem immer wieder. Wenn aber was dickes dran ist und die Montage platzt aufgrund irgendwelcher Fehler beim Getackle, Material, ist der Ärger größer als die verlorene Fliege oder sonstwas. Gibt nix schlimmerers als aufgegangene Knoten oder Brüche, von denen man sich sicher war,...das hält!!

Dyrk :roll:

Hi Dyrk,

klar, das Ganze soll ja nur bei Hängern reißen nicht beim Drill eines Fisches. Deswegen muss ich da an meiner Montage noch einiges optimieren, aber an dieser Stelle komme ich nicht allein weiter. Im Prinzip mache ich die Montage ja so, wie es in "der Literatur" beschrieben wird....

LG,
Diego

dreampike hat geschrieben:Hi, ich benutze die Ringerl seit vielen Jahren und bin sehr zufrieden damit. Ich knüpfe sie mit dem sog. "Knackknoten" an, das ist im Grunde der Pitzenknoten, allerdings nur mit 2 Windungen. Wichtig ist, das es beim Zuziehen des Knotens spürbar "knackt", wenn sich der Knoten umlegt. Knackt es nicht, kommt ein neuer Knoten dran. Zur Sicherheit mache ich immer einen Zugtest, bricht der Knoten zu schnell, insbesondere bei sehr dünnen Tippets, dann kommt der Clinchknoten zum Zuge. Knotenlos verjüngte Vorfächer kaufe ich stets in der dicksten Variante und knipse im vorderen Teil auch noch den ersten Meter weg, so stelle ich sicher, dass auf der Schnurseite des PR das Mono dicker ist als auf der Tippetseite.
Zum Problem des TE denke ich, dass der Dicken-Unterschied zwischen Vorfach und Tippet zu gering ist. Natürlich können die Ringerl auch mal schadhaft sein, das sollte sich dann aber auf beide Seiten auswirken und nicht nur auf die dicke.
Auch bei meinen Hechtvorfächern dient mir ein PR als sichere Verbindung zwischen 45er Mono und dem Stahlvorfach. Da verwende ich für das Mono allerdings den Clinchknoten, für das Stahlgeflecht genügt ein einfacher Grinner mit nur 1 Schlag. Das reißt höchstens bei einem Hänger, Fisch habe ich damit noch nie verloren.
Wolfgang aus Ismaning

Hallo Wolfgang aus Ismaning (wo der beste deutsche Fliegenbinder herkommt :D),

ich mache bald eine Studie zum Thema Pitzenbauer Ringe und Knoten :D

Ich glaube du und Reinhard habt wahrscheinlich Recht, dass ich zu wenig einkürze und dadurch die Unterschiede in Stärke und Durchmesser zwischen Vorfach und Tippet nicht groß genug sind. Ich dachte immer ich schneide genug vom gekauften Vorfach ab. Vielleicht sollte ich mir so ein "Haarmessgerät" wie Reinhard eins hat zulegen.

LG,
Diego

Maggov hat geschrieben:Hallo Diego,

Der Clinch-Knoten (egal ob improved oder normal) verliert an Tragkraft pro Windung. Wenn also Dein Vorfach nicht mindere Qualität hat oder der Ring innen scharfe Kanten und Du die Tragkraft des Monos zur Fliege hin stetig schwächer wählst wählst, dann erhöhe die Anzahl der Windungen pro angehängtem Stück.

Soll heissen: das Ringerl mit 5 Wicklungen am gezogenen Mono befestigen, dass Tippet mit 6 Windungen und die Fliege mit 7 Windungen. So ist die Sollbruchstelle so weit vorne wie möglich.

Der Perfection Loop ist auch mein Ersatz für den Pitzenbauer - spart Geld und ich verliere nicht dauerend die Ringerl. Den Loop kriegst Du auf die Größe eines Ringerls und er kostet nix...

LG
Markus

Hallo Markus,

also die Idee mehr Wicklungen zu verwenden .... finde ich seltsam. Ich kann es mal ausprobieren, aber der Ingenieur in mir sagt, dass Spannung = Kraft / Fläche ist. Normalerweise verwendest du bei geringeren Schnurdurchmessern mehr Wicklungen, damit du auf die gleiche Fläche, d.h. die gleiche Spannung kommst (vorausgesetzt Kraft = konstant). Würde ich mehr Wicklungen auf die Knoten an den Schnüren mit kleineren Durchmessern machen, würden diese verstärkt.

Aber jeder macht ja eigene Erfahrungen und ein Versuch ist's es allemal wert! Wäre eine riesige Überraschung für mich wenn dem so wäre.

Perfection Loop ist eine Idee! Vor allem weil er so schnell zu binden ist. Wie kriegst du den Perfection Loop auf die kleine Größe?

LG,
Diego
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon Svartdyrk » 18.06.2018, 11:52

Hallo,

Klaus hat geschrieben:Er hält also bei 4 - oder gar 3 - Windungen mehr? Das habe ich noch nie gehört/gelesen.
...ich auch nicht, und auch kein Fischer welche ich kenne, die den Knoten zeitlebens an ihren Montagen verwenden. Der Markus mag uns das sicherlich erklären, mit welchem physikalischem Hintergrund sich der Clinch Knot pro Windung schwächen soll. Ich hab ja hier schon allerei Unfug gelesen... :roll:
Und warum sollte bei schadhaften Pitzen Ringen, von schlechter Qualität (mit Grat) ausgerechnet das dicke Ende durchtrennt werden? Und das mehrfach?
Kollegen und ich haben Kindestagen den Clinch bzw. Improved Clinch als zuverlässigen Begleiter in jeglicher Situation im Einsatz, und das nicht nur am Bach/Fluss oder Weiher.
Roy hat geschrieben:Ich denke nicht, dass die Qualität von dem Orvis Vorfach so viel schlechter ist,
Die Qualität von den Orvis Leadern mag ich bestimmt nicht anzweifeln, ich meine dass das eher ein Tragkraftproblem/Knotenfestigkeit im Verbindungs Bereich ist. Also von ,24 Spitze vom gezogenen Fach zu ,18 FC Vorfach, oder normalem Mono (nur als Beispiel) sollte eigentlich nix schief gehen. Ich schneid von dem neuen gezogenen Fach immer 50 - 60 cm weg, dann Ringerl dazwischen und eine FC Spitze ohne zu messen nach Augenmaß. Und da hab ich bei Problemen immer das Tippet als Sollbruchstelle und es fehlt beim Abriss höchstens der Köder und nicht die ganze Montage. Es sei denn das Pitzen Ringerl hängt mit im Baum, dann wird's kritisch :wink:
Versuch nen anderen Knoten probier zuhause was da als erstes platzt.
Ob jetzt Knoten in Ringerl oder Schlaufe in Schlaufe, oder Knoten in Schnur zu Schnur hat halt jeder so seine Ansichten und für seinen Einsatzzweck was rausgefunden, wie ist egal...funktionieren muss es. :roll: :wink:

...der Pitzen Knot oder auch San Diego Jam genannt ist auch ne gute Option...klappt auch

Dyrk der Schwarze :wink:
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon fjorden » 18.06.2018, 16:43

Hallo,
ich fische die Pitzebauer ohne Probleme seit Anfang der 90iger auf Bachforelle, Hecht und sogar im Salz auf Meerforelle. Wichtig ist die Abstufung von 0,05 mm einzuhalten oder auf die Tragkraft zu achten.
Gruß
Fjorden
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon Mountain Angler » 18.06.2018, 20:09

Hallo

auch ich machte schon Erfahrung mit minderwertigen Ringerl. Ein renommierter Fachhändler aus meiner Region hatte seine eigenen hergestellt. Die waren zu scharfkantig. Nach mehreren Schnurbrüchen bin ich zum Händler und habe Ihn darauf hingewiesen. Kurze Zeit später verkaufte er wieder die Ringe von bekannten Anbietern.
Fazit; etwas mehr Zaster, weniger Laster!
Ich benutze die Ringe auch für Dry und Nymph und das seit 20 Jahren.

cheers und ole ole
René
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon Phoresis » 18.06.2018, 20:44

Hallo,
ich benutze die Vorfächer, Vorfachringe und Tippets von Stroft und habe das Problem eigentlich nur, wenn das Vorfach vorher eine Schwachstelle (aufgerauht, gequetscht, verknotet etc,) bekommen hat. Ich gehe dabei ähnlich wie Reinhard vor: Das Vorfach an einer Stelle, die merklich dicker als die Spitze ist, abschneiden, Ring anknoten und daran kommt dann das Tippet in benötigter Stärke & Länge. Mit der Tippetstärke gehe ich nie höher als die ursprüngliche Spitze des Vorfaches dick war. Bei den Knoten bin ich mittlerweile vollkommen vom "Orvis-Knoten" (http://www.fliegenfischer-forum.de/flyfishing/fischarten-und-ihr-fang-fliegenfischen-praxis-tech-f26231/knoten-zum-fliegen-anbinden--t268751.html) überzeugt. Ist mit ein bisschen Übung relativ einfach zu binden, bringt hohe Tragkraftwerte und ist, und das ist das wichtigste, extrem zuverlässig.
Hans. hat geschrieben:[...]Ich muss z.B. bei einem Grundhänger gar nicht sonderlich ziehen. Richtig heftig ziehen muss ich dagegen bei einer Loop zu Loop Verbindung per Perfektionloops. Da kommt keine Verbindung per Pitzenbauer mit [...]

Die Aussage halte ich, zumindest so pauschalisiert, für absoluten Quatsch - sorry. Ein korrekt gebautes & geknotetes Vorfach, das halbwegs auf den Zielfisch & die verwendete Rute abgestimmt ist, reißt trotz (oder vielleicht sogar gerade wegen?) einem Vorfachring nicht so einfach durch. Bei einem nicht scheuernden Grundhänger habe ich selbst mit meiner 6er Rute Probleme, 0,14er Tippet über die Rute durchzureißen - wenn ich's überhaupt schaffe. Da muss man schon arg tief ins Backbone rein.
Was ich mich die ganze Zeit frage: Was soll an einem Vorfachring so großartig anders sein als einem Hakenöhr bzw. warum sollte das eine Probleme verursachen und das andere nicht?
Mit freundlichen Grüßen
Björn
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon webwood » 18.06.2018, 21:09

Eine Frage zu den gedrillten Vorfächern: baust du dir die selber und wenn ja wie und wie bekommst du den PR an die Spitze? :D


Servus Diego,

Jepp, ich drille die Vorfächer selbst und zwar aus 0,1 Monofil. An der Spitze sind es dann noch 6 Stränge. Die knote ich auch mit einem Clinchknoten an, der allerdings mit einem Tropfen Sekundenkleber gesichert wird.

TL
Thomas
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon Magellan » 18.06.2018, 21:22

Phoresis hat geschrieben:Was ich mich die ganze Zeit frage: Was soll an einem Vorfachring so großartig anders sein als einem Hakenöhr bzw. warum sollte das eine Probleme verursachen und das andere nicht?


Hallo
Mit dieser „Ringerl“ Variante und dem notwendigen Knoten multipliziert sich doch schon im allgemeinen eine Schwachstelle...

Und wenn dann noch der Faktor Unsicherheit beim Knoten Binden bzw. Murphys Law (was wohl jeden von uns betrifft) hinzu kommt, wünscht sich wohl der ein und anderer besser bei der soliden verbindung Flugschnur - Tippet und dem kontinuierlichen Kürzen des selbigen geblieben zu sein...

Gruss
Heiko
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon Svartdyrk » 19.06.2018, 09:50

Guten Morgen,
Björn hat geschrieben:Die Aussage halte ich, zumindest so pauschalisiert, für absoluten Quatsch - sorry. Ein korrekt gebautes & geknotetes Vorfach, das halbwegs auf den Zielfisch & die verwendete Rute abgestimmt ist, reißt trotz (oder vielleicht sogar gerade wegen?) einem Vorfachring nicht so einfach durch. Bei einem nicht scheuernden Grundhänger habe ich selbst mit meiner 6er Rute Probleme, 0,14er Tippet über die Rute durchzureißen - wenn ich's überhaupt schaffe. Da muss man schon arg tief ins Backbone rein.
Was ich mich die ganze Zeit frage: Was soll an einem Vorfachring so großartig anders sein als einem Hakenöhr bzw. warum sollte das eine Probleme verursachen und das andere nicht?

...genau so schaut das aus!! =D> =D> So paar Tippet Ringe sind Pfennig Kram, Vorfach richtig abgestimmt und richtig angebunden geht da gar nix verloren. Ich hab vor vielen Jahren bei einer Bestellung von einem Ami Dealer eine ordentliche Menge "Ringerl" in allerlei Größen und Formen dazu bekommen. Aus japanischer Herstellung, da gabs noch nie Schwierigkeiten damit und auch kaum Verluste.
René hat geschrieben:Ein renommierter Fachhändler aus meiner Region hatte seine eigenen hergestellt. Die waren zu scharfkantig. Nach mehreren Schnurbrüchen bin ich zum Händler und habe Ihn darauf hingewiesen. Kurze Zeit später verkaufte er wieder die Ringe von bekannten Anbietern.
...ohne Worte :roll:

So denn Dyrk der Schwarze :wink:
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Re: Pitzenbauer Ringe machen mich wahnsinnig!

Beitragvon Maggov » 19.06.2018, 13:08

Hallo Diego,

der Hinweis mit den Wicklungen stammt nicht von mir sondern stand in einem Buch von Lefty Kreh. Nachdem ich fast alle seine Bücher verschlungen habe kann ich Dir aber leider nicht aus dem Stegreif sagen aus welchem.

Die Windungen sichern (beim normalen Clinch aber auch bei anderen Knoten) die Schnur vorm "Durchrutschen". Wenn Du mit einem dünnem Tippet nur drei Windungen machst kann der Knoten beim Zuziehen wieder aufgehen, das lose Ende rutscht dann wieder raus. Deshalb ist der Clinch mit 4 Wicklungen empfohlen worden. Bei dickeren Schnüren hält er aber auch bombig mit 3. Die genaue physikalische Erklärung kann ich Dir nicht geben, Du kannst es aber testen: nimm einen Pitzenbauer und mache mit dem gleichen Tippet einen Knoten mit z.B. 8 Wicklungen und auf der anderen Seite mit 3. Dann ruckartig auseinander ziehen und wenn ich/Lefty recht habe dann reißt der Knoten mehrheitlich auf der Seite wo mehr Wicklungen sind.

Zum Perfection Loop: Der Knoten schließt sich durch Zug am langen Ende der Schnur. Die Größe des Loops stelle ich ein in dem ich einen komfortabel großen PF knote, diesen dann leicht (!) am langen Ende fixiere (der Knoten hat sich in den Fingern halbwegs zusammen gezogen) und dann am kurzen Ende (das, dass Du dann auch abknipst) ziehe bis der Knoten halbwegs klein ist. Wenn ich auf die Größe eines Pitzenbauers kommen will, dann lege ich die Schlaufe um die Nadel bei meinem Clipper (dient zum Öhr aufpieksen und eben für den Loop ;) ) und ziehe weiter bis der Loop entsprechend klein ist. Dann nehme ich den Clipper in die rechte Hand, halte den Daumen oben auf die Nadel um zu verhindern dass der Loop runter rutscht und ziehe kräftig am langen Ende um den Knoten ab zu schliessen.

Ist sehr schwierig in Worten zu beschreiben - leider habe ich noch keinen Clip gefunden der zeigt wie man die Schlaufe kleiner macht. Sorry.

LG

Markus
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A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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