Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

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Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon derflow » 14.01.2012, 16:08

Moin !

Habe kürzlich für schmales Geld einen Vision Ace SK mit 13,5 m Länge und 38g erstanden (scheint schon älteren Semesters aber top in "Schuss":D zu sein). Erste Tests am Wasser ergaben, daß da noch schätzungsweise 2-3g runter müssen. Mittig einkürzen mag ich nicht, weil ich auf eine zusätzliche Schwachstelle verzichten möchte. Bei meinen leichtern Ace war das bisher nie ein Thema, da diese witzigerweise immer genau passten - habe die Flugeigenschaften dieser Köpfe sehr zu schätzen gelernt und jetzt Angst, dass mir durch ein weggekürztes Reartaper was verloren geht.

Wird ein Reartaper überbewertet ?
Andere Köpfe haben ja häufig auch keins.....
Hat vlt. jemand Erfahrungen was das Einkürzen dieser Köpfe angeht?

Würde mich über Eure Meinungen freuen bevor ich die Schere ansetze.

Einen noch zum Schluss: Hat evtl. jemand Erfahrungswerte bez. der Wurfeigenschaften, was die Floating/sink2-Variante im direktem Vergleich zu reinen Floatern angeht?
Gruß

Florian

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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon Thomas E. » 14.01.2012, 20:34

Hallo,

nach meiner Erfahrung ist ein Reartaper rein für den sauberen Flug des Kopfes unerheblich. :wink:
(Nicht aber Dicke/Masse der folgenden Running line !)
Ich kürze bedenkenlos ein, wenn ich das Gewicht verringern will.

Auch der Schwede G. Andersson hält ein Reartaper für überflüssig, seine Schnüre besitzen diesen für Ihn "gewichtigen Teil" des Kopfes nicht.
Am sauberem Flug seiner Schnur gibt es wohl keinen Zweifel, wer Ihn schon gesehen hat. :wink:
Gruß
Thomas E.
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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon derflow » 14.01.2012, 22:02

naja - n wirkliches Reartaper ist das bei dem Kopf nicht - hab vorhin mal nachgemessen - es wird die letzten 70cm betreffen wenn ich 2 g von dem Kopf runterschnitze. Nur dies ist eben der Teil bei dem sich der Ace vom stärksten auf einen relativ geringen Durchmesser verjüngt. Bei anderen SK hab ich mir bisher ehrlich gesagt nie gedanken darüber gemacht, weil ein Reartaper schlichtweg nicht vorhanden war. Mein größtes Interesse liegt eben darin rauszufinden ob sich ein Einkürzen merkbar auf die Flugeigenschaften auswirkt ohne einen Kopf zu opfern....
Gruß

Florian

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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon Thomas E. » 15.01.2012, 00:40

Viel wichtiger als Reartaper, ist der richtige "Überhang", d.h. der Abstand zwischen Kopfende und Rutenspitze für den sauberen "Abschuß" und damit effektiven Flug der Schnur. :wink:
Ist dieser nicht vorhanden, geht der Wurf nicht so weit, als wenn man 50 cm (oder mehr) Running line dazu gibt.
Dadurch wird die Schnurschlaufe enger, der Wurf geht weiter. 8)
Zuviel Überhang bemerkt der gute Techniker schnell, bewältigt ihn aber noch. 8)

Überkopf kann man mehr dazugeben, als beim Switch- Cast.

So manche FF wundern sich, das wenn man Ihnen die optimale Länge zum Schießenlasssen für Ihre Schnur ermittelt, alles sauberer/weiter fliegt, mit der Einhand und WF- Schnur ebenso.

Wenn Du mir schon nicht glaubst, dann aber doch Göran A. :wink: , wenn der SK wirklich zu schwer ist... traue Dich und greife zur Schere. :wink: :lol:
Gruß
Thomas E.
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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon Martin Huzek » 15.01.2012, 12:18

Hallo Florian,

Die Frage der Notwendigkeit von Reartapern hängt doch sehr von der Wurfart ab.
(Underhand / Überkopf)
Die Reduzierung vom SK-Taper zur Runningline sollte nicht zu abrupt erfolgen,
um eine gute Kraftübertragung zu gewährleisten.

Dieses lästige Rucken, beim fischen mit SK's und Mono-Runninglines, ist ein gutes Beispiel.

Thomas E hat geschrieben:nach meiner Erfahrung ist ein Reartaper rein für den sauberen Flug des Kopfes unerheblich.
(Nicht aber Dicke/Masse der folgenden Running line !)
Ich kürze bedenkenlos ein, wenn ich das Gewicht verringern will.


Der "Thomas E" gehört zu den ausserordendlichen guten Werfern,
er wird das sicherlich, mit Leichtigkeit händel können.

Nach meinem Erachten gilt dort die selbe Regel wie für Vorfächer,
Regel nach Ritz: "Buttdurchm. der Vorfachs sollte ca. 80% vom Durchmesser der Flugschnurspitze haben",
analog dazu der Übergang vom SK zur Runningline.



derflow hat geschrieben:Einen noch zum Schluss: Hat evtl. jemand Erfahrungswerte bez. der Wurfeigenschaften, was die Floating/sink2-Variante im direktem Vergleich zu reinen Floatern angeht?


Erfahrungswerte?, da gibt es mehrere Faktoren die einwirken.

Zuerst die Wurfart ist entscheidend!
Überkopf addiert sich das Gewicht des Leaders zum Gesamtgewicht der Schnur,
hingegen bei Unterhandwürfen, wird ja ein Teil des Leaders, im Wasser "geanker"
und wirkt nicht direkt auf das Gewicht, (die Masse, die die Rute bewältigen muss), ein.

Bei sinkenden Leadern,
fest angeknüpft, oder auch als Schlaufe-Schlaufe wie bei Polyleadern,
sind der Taperaufbau und die Länge des Leaders,
sowie auch der Übergang von Flugschnurspitze zum Leader, Faktoren,
die bestimmen wie gut das Ganze sich werfen läßt.

Das berühmte "bloody L" ist nicht nur auf einen Wurffehler zurück zu führen,
da spielt auch Deine "gebaute" Schnur ein Rolle.

Bei Versuchen mit sinkenden Leadern
würde ich den SK vorne und hinten einkürzen.
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon derflow » 15.01.2012, 17:29

Vielen Dank für Eure Ausführungen ! Habe es heute Mittag gewagt die überflüssigen "Pfunde" bzw. das Reartaper abzuschneiden und gleich testen zu gehen. Der Kopf passt inzwischen allerdings habe ich den Eindruck, daß ich den Überhang bei diesem Kopf jetzt etwas größer machen muß für enge Schnurschlaufen als ich das von meinen anderen Ace-Köpfen (die noch ein Reartaper besitzen) gewohnt war.

Zur Sinktip-Variante - logisch ist der Faktor Mensch bzw. die Wurfart/-Stil und die Abstimmung nicht ganz unerheblich - worauf ich mit meiner Frage eigentlich hinauswollte war in erster Linie rauszufinden wie diese sich im Flug verhalten bzw. wie angenehm/ausbalanciert sie sind (klar, daß es hierzu nur Subjektive Eindrücke geben kann) - eben im Vergleich zum traumhaften (meine Subjektive Meinung) Flugverhalten und Abrollen der Floater. Habe schon Sinktipschnüre (von gekauft bis selbstgeklöppelt) erlebt, die trotz ihres relativ dünnen Durchmesser und hohen Masse in der Spitze sehr angenehm waren und Andere wiederrum, die eine sehr hektische, unruhige, schlagende Bewegung drin hatten, der man auch nicht mit Einkürzen Einhalt gebieten kann.
Gruß

Florian

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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon Martin Huzek » 15.01.2012, 19:47

Hallo Florian,

ich hoffe das wir jetzt nicht gänzlich an einander vorbei reden.

Ich habe Deine Thread primär dahin verstanden, wo und wie man die Schere ansetzt
und ich würde nicht gänzlich auf ein Reartaper verzichten wollen.

"Zur Sinktip-Variante - ", entscheidend ist ob überwiegen unterhand oder überkopf geworfen wird,
die SK's für beide techniken sind in Gewicht und Länge sehr unterschiedlich.
Freundlicher Gruss, Martin

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Re: Reartaper am Schusskopf - brauch man das?

Beitragvon Bäschwatz » 15.01.2012, 23:16

Hallo
Für eine ausgetöftelte Zusammenstellung, mit etwa gleichem Wiederstand der Fliege und der verwendeten Sinkspitze im Wasser, wird das Rear Taper wohl nicht so wichtig sein.
Aber wo hat man denn immer gleiche Bedingungen?
Auch wie hoch man über dem Wasser steht kommt noch hinzu.
Ich selbst habe bei meinen SK das Rear Taper entfernt, um mit Schlaufen Reste von Grandspey, in verschiedenen Längen anzuhängen.
Das ganze geht dann über in das Rear Taper mit Runningline einer Speyline .
So kann ich mir immer das zusammensetzen was grad passt.
Gruß Thilo
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