Schnur für Zweihand

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - Literatur & Film etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich ?

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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 10.02.2017, 16:08

Lieber Alex,
es reden immer alle von der Sucht?! :roll: Hmmm... Aber ernsthaft, ich glaube ich habe mich schon einmal so geäußert, eigentlich sind es zwei Süchte - EH & ZH. Ich würde es beides gerne auf dem selben Level betreiben. Dazu bin ich in der glücklichen Situation, so völlig verschiedene Gewässer fast direkt vor der Haustür zu haben. Ich kann zwar keine Lachse stemmen, da werde ich wirklich zukünftig etwas das Reisen anfangen, aber zumindest würde die ZH nicht im Keller vergammeln.

Dein Frank
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 10.02.2017, 20:04

moin moin ,
interessant wie sich das hier entwickelt.
Hier mal was zum lesen fuer den Fragesteller. (und andere Interessierte)
http://www.g-feuerstein.com/de/spey-ode ... chnik.html
Gruss Hendrik
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon Thomas E. » 10.02.2017, 21:07

Hallo Hendrik,

ja ja....eine sehr eigen(-willige) Analyse der Entwicklung. :lol:
Aber sicher doch recht interessant für viele, es einfach einmal zu lesen. :wink:
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 10.02.2017, 21:21

Soll ich Euch was sagen, dass ist mir völlig wumbpe, wer was wann und wo so oder so nicht gemacht hat. Diese Grundsatzdiskussionen führen für mich zu nix und ich blende das vollkommen aus. Für mich gibt es nur einen Unterschied, heute auf dem jetzigen Stand, den ich persönlich realisiert habe, dass ist der Unterschied zwischen den verschiedenen Leinen und den daraus leicht abweichenden Würfen. Für mich, der größte Unterschied sind Scandi und Skagit Köpfe und ihr grundsätzlicher Unterschied im Anker.

Euer Frank
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon derflow » 11.02.2017, 01:52

Moin Frank,

lasss Dich nicht entmutigen - hab hier auch Einiges nicht verstanden (obwohl ich sowohl Skagit als auch Scandi und Spey schmeisse ;) ). Trotzdem kriegst Du meinen Senf bzw. meine Sicht dazu :D :

Wenn Du schnell und einfach Erfolge erzielen möchtest besorg Dir n Skagit-Setup. Selbst bei groben Fehlern fliegt das Ding, ein paar Gramm mehr oder weniger am Kopf machen keine gravierenden Unterschied und die Geschichte kann man relativ einfach (selbst) erlernen.
Eine Spey-Vollschnur ist "Genussfischen" pur allerdings auch deutlich schwerer zu händeln als ein Skagit-System (es ist deutlich mehr Platz und eine gute Wurftechnik erforderlich - auch wenn die Würfe sehr ähnlich sind)
Mit einem Scandi-Setup wird die Angelegenheit schon ein wenig kniffeliger als beim Skagit, erfordert eine deutlich feinere Abstimmung, Timing/Technik ist deutlich anspruchsvoller. Dafür fischt es sich deutlich effizienter (weniger Wasserwürfe, weniger Radau im Wasser) und man ist bestens gewappnet wenn man mal die Gelegenheit hat auf Großsalmoniden zu fischen. Dafür transport ein Scandikopf deutlich schlechter schwere Fliegen. Ich bin damals selber mit einem Sandisystem/Unterhandwürfen gestartet, relativ schnell an meine Grenzen gestossen und habe dann einen entsprechenden Wurfkurs besucht (besonders fies war es die rechte/obere Hand wegzuprogrammieren wenn man vom Einhandwerfen kommt).
Überkopfwürfe mit der Zweihand - nee muss man nicht. Macht auch nicht soviel Spaß :D
Gruß

Florian

zwei Hände sind besser als eine :-)
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon Thomas E. » 11.02.2017, 08:26

Moin,

es war wohl Simon Gawesworth, der die Begriffe "Airborne" Anchor vs. "Waterborne" Anchor Casts prägte.
Double Spey z.B. wäre dann "waterborne."
Single Spey, Forward Spey sind "airborne" usw.

Beim Skagit Casting, eine Abwandlung des Underhand Casting, wurde die Bezeichnung "Sustained Anchor" erfunden. :lol:

Generell sind Waterborne Anchor Casts einfacher als Airborne Anchor Casts, auch weil mehr Zeit zur Verfügung steht.

Aufgrund des "massigen" Profils sind Würfe mit Skagit- SK und Sustained Anchor noch leichter auszuführen.
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 11.02.2017, 10:31

moin moin,
erlernt alle das Plumsfischen.
Aber klagt nicht wenn es warm ist, das Wasser niedrig, klar noch dazu.
Gruss Hendrik

Achja, die letzten Jahre hab ich soooo viele meckern gehørt das man nichts fængt, alles Abzocke...
Ich konnte nicht meckern, hab mich køstlich ueber die Plumsfischer amuesiert!
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 11.02.2017, 10:47

Lieber Florian,

keine Sorge, ich bin motiviert bis unter die Haarspitzen und nicht entmutigt. Auf meiner Agenda sind alle 3 Systme eingetragen. Bevor ich starte, klassifiziere ich die verschiedenen Würfe und deren Abläufe, schlage mit 3 Spulen am "Bach" auf und schau was passiert. Ich werde sicher kotzen, aber ebenso Spaß haben. Und so ganz ehrlich, ein bißchen bin ich in die Speyleinen verliebt! :oops: Weil es der Ursprung, der Klassiker schlechthin ist. Ich weiß um Stellen in der Isar, da habe ich allen Platz den man dafür braucht. Der Gedanke an diese Riesen-Ds, der hat mich von Anfang an fasziniert. Ich verspreche auch, Euch mit feinen Berichten an diesem Zinober teilhaben zu lassen - Motto: Von Einem der auszog mit der Zweihand das Fürchten zu lernen. :biggrin:

Dein Frank


Tante Edit für den Hendrik: Upps, jetzt warste schneller, Hasi! Du hast vollkommen recht, was die schweren Köpfe angeht, wenn ich es darauf beziehe nicht nur Werfen zu üben, sondern auch fangen zu wollen! Da ich an der Isar stehe, die zwar massig Platz hat (nicht überall, aber doch viele Stellen), aber auch flach ist, also exakt was Du beschreibst, dann sind die Speyleinen die erste Wahl.
Zuletzt geändert von fly fish one am 11.02.2017, 10:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon troutcontrol » 11.02.2017, 10:54

Moin,
und dann gibt es natürlich auch noch Skagit-Köpfe, die vom Taper her eher Scandi-Köpfe sind...

Bild

Grüsse
Martin :mrgreen:
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon troutcontrol » 11.02.2017, 11:07

Und auch bei dem

Bild

sind die Unterschiede zu einem Double Density - Scandi irgendwie nicht soooo groß !

Grüsse
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 11.02.2017, 11:35

moin moin Martin,
sicher hast du auch Recht. Ich denke mal das viele FF (will niemanden zu nahe treten) einen fetten Skagit nehmen weils ihnen eben um Weite geht und man diese erreicht auch wenn man das Geræt nicht so perfekt beherrscht.
Gleichzeitig læuft hier ja ein Trød zum Micro Kopf, da sehe ich das auch so. 4,5 m lassen sich schøn abfeuern, 8 oder 10 m ist schon schwieriger, mit einen einen 13m Kopf und 15ft verschreckst du aber keine Fische, nicht nur Lachse.
Wenn ich natuerlich im See mit Sinkschnur Barsche fangen will , da wær mir das schnurz.
Sicher hat alles seine Berechtigung, man muss halt sehen fuer was es passt.
Und ich denke mal, irgendwann wird sich die Industrie daran erinnern das man nicht nur kurze Skagit braucht, dann sind es 16 oder 18 Ft -Ruten und ebensolche Keulenlængen die wir unbedingt brauchen! Wolln wir mal schon um ein Flæschchen wetten?
Gruss Hendrik
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon Magellan » 11.02.2017, 14:43

orkdaling hat geschrieben:. Ich denke mal das viele FF (will niemanden zu nahe treten) einen fetten Skagit nehmen weils ihnen eben um Weite geht und man diese erreicht auch wenn man das Geræt nicht so perfekt beherrscht.


Hallo

Nun mal meine 2 Cent zum scheinbar immer wieder auftretenden Skagit Irrtum: der Skagit setup ist in erster Linie dazu gedacht schwere sinktips (mowtips) dahin zu bringen wo der fisch steht: in die Tiefe! Und wenn dann noch entsprechend dimensionierte Fliegen mit ins Spiel kommen um so besser, denn die zieht der Skagit Kopf samt schwerster Sinkvofächern poblemlos aus dem Wasser.

Einfach mal googeln wo diese „Skagit Geschichte“ seinenAnfang fand...

Wenn ich auf Weite kommen möchte, dann mit einem Überkopfwurf... was nicht heisst das mit ordentlichem Skagit set up, top technik und atletischem caster erstaunliche Weiten erzielt werden (auch bei beachtlichem Wind) und Fisch gefangen wird (auch wenn es so platscht)

Gruss
Heiko
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 11.02.2017, 15:42

Danke Heiko das du das auch mal ansprichst.
Wenn du aber diesen und viele æhnliche Beitræge verfolgst dann liest du immer wieder " die fliegen und fliegen....
Was mir wieder sagt das ein Grossteil der FF diese Dinger nutzt um auf Weite zu kommen, mit længeren Køpfen bzw mit den Platzverhæltnissen nicht klar kommt oder das Geræt nicht beherrscht.
Darum hab ich auch geschrieben - "will niemanden zu nahe treten"
So sieht es doch auch bei der EH Fischerei aus, da liest man doch auch - Rute mit ordentlich Power und kurzer SK (die auch an der DH fliegen wuerden)
Und wenn ich die Abbildungen von Martin sehe (zb zu den Micro) dann fællt mir dazu ein - das manche Projektile mannstoppend sind und andere durchschlagen Panzerungen :badgrin: Aber wers mag, Tontaube mit Skagit wær doch mal was.
Gruss Hendrik
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 11.02.2017, 17:00

Lieber Heiko,

Skagit für tiefstehende Steelheads und Kings in großen Flüssen in Kanadas und USA Westküstenregionen. Da kommt es her, richtig?

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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon AlexWo » 11.02.2017, 19:04

orkdaling hat geschrieben:moin moin,
erlernt alle das Plumsfischen.
Aber klagt nicht wenn es warm ist, das Wasser niedrig, klar noch dazu.
Gruss Hendrik

Achja, die letzten Jahre hab ich soooo viele meckern gehørt das man nichts fængt, alles Abzocke...
Ich konnte nicht meckern, hab mich køstlich ueber die Plumsfischer amuesiert!



Hendrik, wie recht Du hast! Und wie gross und wie schwer muss die Fliege sein, damit ich sie mit nem normalen Kopf nicht werfen kann? Der Airflo Ultra Spey z.B. hat eine Sinkspitze mit Sinkrate 8, in Verbindung mit nem kurzem Stück Vorfach kommt man damit schon schnell runter, auch bei stärkere Strömung. Skagitköpfe machen für mich nur Sinn, jenseits dieser Sinkrate, z.B. mit T-Tips. Unelegant und plumpsig ist es trotzdem, ich mag das Zeug nicht, ist irgendwie Speycasting für Goofys....

LG

Alex
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