Schnur für Zweihand

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - Literatur & Film etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich ?

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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 13.02.2017, 15:29

Lieber Hendrik,

Du weißt doch, meine Signatur! :D Ich bin ein Fetischist! Im Prinzip tendiere ich aber dazu mir einen (1) fertig zu kaufen, den ein wenig zu üben und dann etwas später über die Schnippelei zu experimentieren. Ich denke, dass ich auch sehr viel über Schußköpfe dadurch lernen kann.

Dein Frank
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 13.02.2017, 15:48

Ja lieber Frank,
man kann aber einen Kopf durch Schnippelei nicht verbessern, man muss nur den richtigen Kopf zur Rute bzw Bedingungen benutzen!!!
Was ganz anderes ist es wenn man sich fuer einen Kopf wechselbare Spitzen baut.

Achso, ich hab auch noch einen fuer Dich. Irgendwie ist das Wasser hier nasser, oder suesser oder salziger oder die Fische duemmer oder die møgen mich.
Die beissen an egal ob die Schnur 1 Gramm mehr oder weniger hat. :badgrin:
Gruss Hendrik
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon AlexWo » 13.02.2017, 16:59

orkdaling hat geschrieben:Oh je, geht das wieder los!?
Wie hier schon geschrieben wurde haben die DH Ruten eine Bandbreite, meist 2 Klassen aber auch 3 Klassen.
Die unterschiedlichen Wurfstile erforden verschiedene Wurfgewichte.
Strømungsdruck,Windeinfluss, Grøsse und Gewicht der Fliegen ist auch verschieden.
Was bitteschøn sollte mich dazu bringen an einem Kopf rum zu schnippeln?
Ich mach das einfach so, gehe in den Laden und kauf mir eine 13,6" LXi oder 15" Eikre, die passenden Køpfe gibts bei GL in verschiedenen Sinkraten auch.
Dann geh ich ans Wasser und werfe mit dem Zeugs,hinterher trage ich mein Fischlein heim.
Aber wie heisst es doch so schøn - Andere haben andere Erfahrungen gemacht.
Gruss Hendrik


Hendrik, das hab ich ja auch geschrieben, ich mach es genau wie Du, nur dass ich sicher weniger Lachse heimtrage! hahaha
Ich finde übrigens das Airflo Ultra Spey-Set toll, schade, dass das erst bei 39g losgeht.

LG

Alex
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 13.02.2017, 17:00

Lieber Hendrik,

ich glaube Dir das auf's Wort. Durch Deinen aussergewöhnlichen Lebensort, die vielen Fischtage, hast Du sicher einen Haufen Erfahrung in der Materie ZH. Aber, mein lieber Hendrik, ich arbeite daran - auch theoretisch! :P

Dein Frank - oider, ich habe das Bild von Dir gesehen, auf der Sandbank, mit dem 15 Meter Loop! *schleim, vielleicht brauch ich den Kerl nochmal :biggrin: *
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 13.02.2017, 17:24

Hallo Frank,
aussergewøhlicher Lebensort? Na nun bin ich aber platt! Hier sitzt jedenfalls keiner mit fast "wassereimergrossen" Glæsern auf der Wiese und trinkt Bier, ok sind ja meist nur halb voll :badgrin:
Zurueck zum Thema
Gruss Hendrik
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon Thomas E. » 13.02.2017, 20:52

fly fish one hat geschrieben:Jeder Meter kürzer ist da ein echter Vorteil im Handling.

Übrigens, ihr habt gesehen, dass es bei ADH von Loop (oder Guideline) Customköpfe gibt, inclusive einer Tabelle mit Richtwerten??


Hallo,

nur bei weiteren Würfen muß man dann die vielen Meter Running line für jeden Wurf gut sortiert speichern und Schießenlassen können. :P

Tabellen für das Kürzen von "Customköpfen" gibt es von LOOP schon seit SK von der Firma angeboten werden.
Die ersten SK von LOOP fertigte Airflo und waren hier kaum bekannt.
Dann wurden die LCT und LCE auch hier angeboten, sie wurden von 3M gefertigt.
(Vom Profil nichts anderes als eine halbe DT, bei der die Schnurspitze gekürzt ist.)

Alles beruht auf die Überlegungen von Göran Andersson, der ursprünglich DT- Schnüre in der Mitte durchschnitt und SK daraus machte, weil Ihm eine ganze Leine zu anstrengend war und zuviel Platz erforderte.
So passte er die Selbstbau- SK der Gewässersituation an und konnte dort noch Schnur ausbringen, wo für andere FF nichts mehr ging. :biggrin:
Gruß
Thomas Ellerbrock
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 14.02.2017, 11:26

Lieber Thomas,

die Theorie dahinter ist ja ganz einfach. Man konzentriert ein einmal festgelegtes optimales Wurfgewicht einer Leine auf einer kürzeren Distanz, hält damit die optimale Ladung der Rute unanhängig von der Leinenlänge konstant, braucht damit aber entscheidend weniger Wurfraum. Habe ich doch so richtig verstanden, oder?

In der Praxis tauchen später natürlich so "Schmakazien" auf, dass sich so eine Leine dann im Wurf aber anders verhält. Daraus sind die verschiedenen Taper enstanden, mit denen man versucht das Verhalten im Wurf wieder besser zu kontrollieren oder auch mal auf das Verhalten im Wurf zu pfeifen und das "Fliegendingens" einfach da hin zu bringen, wo es hin soll. Das fliegt wie eine angeschossene Ente, erfüllt aber seinen Zweck. Das sind dann die Extremskagitteile oder diese Mikroschußköpfe - wo Du ja schreibst, dass die eigentlich wider Erwarten gar nicht so schlecht fliegen.

Dein Frank
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon CPE » 14.02.2017, 15:50

fly fish one hat geschrieben:Man konzentriert ein einmal festgelegtes optimales Wurfgewicht einer Leine auf einer kürzeren Distanz, hält damit die optimale Ladung der Rute unanhängig von der Leinenlänge konstant


Hallo Frank,

Ich hoffe, dass ich reingrätschen darf.

"unabhängig von der Leinenlänge"? Nein, das ist bestimmt nicht so. Ob Du 20 Gramm mehr oder minder zylinderförmig auf 12 m oder auf 6 m konzentrierst hast, Dein Überhang wird immer so um die 1' bis 2' sein. Im praktischen Fischen heißt das: Raushauen, fischen, auf 12 m + 1'6" oder eben auf 6 m + 1'6" einstrippen, und wieder von vorne anfangen. Das ist der Grund, warum ich am Fluß eben nicht mit Schußkopf unterwegs bin, weil ich mit einer längeren 4er bis 6er WF-Keule einhand eine Bandbreite von 5 m bis 20 m abdecken kann, ohne Schnur oder Rute zu wechseln. Übrigens hat aus diesem Grund in meiner Lenne-Situation auch die 5er Switchrute eine Vollschnur (Switch Chucker) drauf.

TL, Norbert
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon troutcontrol » 14.02.2017, 18:05

Moin Norbert,
als gelegentlicher Schusskopf-Fischer darf ich dir verraten, dass bei einem Wechsel von überkopf geworfenen passenden 20 g verteilt auf 12 m zu überkopf geworfenen 20 g verteilt auf 6 m das anschließende Strippen möglicherweise entfällt, zumindest dann, wenn du nicht gaaaaaanz vorsichtig wirfst - einfach mal ausprobieren.... :mrgreen:

Ansonsten: Frank, Kurs halten, lass dir nix einreden !! :biggrin:

Grüsse
Martin
Zuletzt geändert von troutcontrol am 14.02.2017, 18:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon CPE » 14.02.2017, 18:12

Hallo Martin,

Womöglich nicht mit der allerteuersten Rute testen, oder?

TL, Norbert
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon troutcontrol » 14.02.2017, 18:18

8)
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon fly fish one » 14.02.2017, 19:57

Ich will aber nicht Überkopf! :mrgreen:

Lieber Norbert,

Du weißt ja, Du kannst immer gerne reingrätschen und natürlich alle anderen verehrten Kollegen auch. Das Einstrippen und die Fläche die man effizient abdecken möchte, das blende ich mal komplett aus. Mir geht es zunächst nur um die Theorie des Wurfes. Für die Praxis zusätzlich habe ich dafür einen Einhänder der gehoben Gewichtsklasse, der mit SK aber auch mit WF bestückt wird. Ich finde auch einfache WF in etwas schwerer sehr fein. Ich glaube das wird in der ganzen SK Diskussion oft völlig übersehen. Da bin ich ganz bei Dir. Besonders in Klassen die so zwischen EH und ZH stehen.

Lieber Martin,

ich muss ma kurz Offtopic. Habe ich Dir eigentlich schon gesagt, dass mir Deine Leber leid getan hat! :p Was ich aber eigentlich meine: Unglaublicher Reisebericht!! Großes Kino, mir ist der Sabber immer nur so runter gelaufen!

Ich weiß aber mit den Schußköpfen Überkopf schon Bescheid. Ich werfe so einen Schußkopf an der Einhand. Das ist geil, auch wegen dem "Srill" das Ding an die Birne (weniger schlimm :mrgreen: ) oder an die Rute zu donnern (sehr schlimm :mrgreen: :mrgreen: ). Das meint Ihr 2beiden Strategen doch so ungefähr?

Und mein Einstieg in die ZH soll mit einer "guten" Länge erfolgen (ich betrachte Klasse 8 mit 13,6 standesgemäß), dass ich damit in meiner Forellenregion und der Isar ein wenig "exotisch" wirke, egal. Ich wette aber, ich fange damit auch Forellen! Ich weiß nicht ob Ihr mich versteht oder für völlig durchgeknallt haltet: Ich möchte unbedingt dieses Feeling so einer Rute haben!! Ob ich hier in Deutschland damit was fange - wumbpe! :D Dann eben an der Mörrum! :D

Euer Frank - wieder mal völlig verwirrt
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon Thomas E. » 15.02.2017, 08:07

fly fish one hat geschrieben:Für die Praxis zusätzlich habe ich dafür einen Einhänder der gehoben Gewichtsklasse, der mit SK aber auch mit WF bestückt wird. Ich finde auch einfache WF in etwas schwerer sehr fein. Ich glaube das wird in der ganzen SK Diskussion oft völlig übersehen. Da bin ich ganz bei Dir. Besonders in Klassen die so zwischen EH und ZH stehen.


Moin,

eine schwimmende Spey line ist auch "WF" unf die fische ich an der DH sehr gerne, wo das geht und fängig ist.

Es ist doch gerade die Wechselbarkeit des SK durch eine Schlaufenverbindung, die viele Vorteile z.B. beim Mefo und Lachsfischen bringt.
Die Schaufe an meiner Running line ist sogar so groß, das ich den noch aufgewickelten SK durchstecken kann, sehr praktisch.
Dafür bleibe ich zum Wechseln oft sogar im Wasser. :biggrin:

So kann ich den 13,5m SK für meinen weiten Überkopfwurf schnell gegen einen von 9m wechseln, weil ich an der nächsten Stelle tief im Wasser bin und direkt hinter mir Wald ist. :wink:
Muß ich auf Tiefe, hole ich den schweren kurzen Sink- SK oder Skagit SK mit MOW Tip aus einer von mehreren SK- Taschen.

Am Mörrum z.B. kommst Du mit einer Leine und auch einem Vorfach selten aus, wenn Du nicht nur das Werfen üben willst. :lol:
Gruß
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon orkdaling » 15.02.2017, 08:37

moin moin,
das was Thomas schreibt will ich nur noch mal unterstreichen. Der schnelle Wechel des SK mit verschiedenen Sinkraten ist auch fuer mich der einzige Grund diese bei der Lachsfischerei zu benutzen. Die USL (Ultimative Shooting Line) von Scientific Anglers die ich benutze hat eine 20cm Schlaufe, da geht der Wechsel super schnell. Wenn aber ab Mitte/Ende Sommer eigentlich nur noch F/I Køpfe erforderlich sind braucht es die nicht mehr. Ich werd mir fuer diese Saison fuer eine meiner 13,6 und 15" Ruten auch wieder eine Speyline zulegen.
Gruss Hendrik
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Re: Schnur für Zweihand

Beitragvon AlexWo » 15.02.2017, 08:58

Hallo Frank,

Thomas seine Vorgehensweise ist sehr gut durchdacht, ich gehe genau so vor!:)

Runningline mit grosser Frontschlaufe, Schusskopf ca. 13m ink. Wechselspitzen von Im-Sink 8, 10 m Schusskopf mit 10ft. Polyleadern, Skagit-Kopf u. einige T-Tips runden die Sache ab. Für ganz schlimme Situationen habe ich noch Lead Core Stücke in der Tasche.....;)

Was Schussköpfe angeht, habe ich viel Lehrgeld bezahlt, kannst Dir zum rumschnippeln ja mal ne Billig DT kaufen, bekommt man in UK fast geschenkt.

LG

Alex
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