Schusskopfgewicht/Eigenbau

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Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon hubi » 18.10.2018, 22:13

Hallo,
ich hab da mal ne Frage zu den Schusskopfgewichten. Vor kurzem hab ich mir eine Fliegenrute selbst aufgebaut, auf einem alten Pacbay-Blank 908-4, also eine #8. Dieser hat sich nach dem Vermessen nach der 15°-Power-Methode als eine echte #7 herausgestellt, gepaart mit ziemlicher Medium-Aktion, im Vergleich zu meinen bevorzugten Ruten eine echte Nudel (zudem noch etwas zu schwer beringt). Nach dem Schusskopfrechner von Theo Matschewski kommen dafür bei 11 m Schusskopflänge 19 g Gewicht raus. Ich hab hier gerade aus einer alten Airflo Schnur für Wechseltips (die ich nicht habe) einen Schusskopf gebaut, der oben genannte Werte aufweist.Das war eine WF-9-F-Schnur, allerdings hat die vorne keine Verjüngung, sondern nur eine Schlaufe für das Wechseltip. Der Plan sieht vor, die ursprüngliche Spitze als dickes Ende an der Runningline einzuschlaufen und das andere Ende, das sich gerade eben am Ende der Keule befindet, also den Beginn der alten Runningline, als Spitze zu verwenden. Könnte das funktionieren?
Danke schonmal für die Antworten!
hubi
 
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Re: Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon Trockenfliege » 19.10.2018, 12:20

Das kann sehr gut gehen. Wichtig ist, dass die Schlaufe vernünftig durch die Ringe gleiten kann ohne zu hakeln.
Wenn sie das nicht macht, zb. weil sie im Vollmantel geschweisst ist, dann schneide sie ab und mache eine Schlaufe nur aus der Seele oder montiere einen Quickjoint dran
Die neue "Spitze", also der alte Übergangsbereich Keule-runningline sollt nicht zu lang sein, aber auch nicht zu kurz, sonst schlägt sie durch beim Werfen. Daher am Anfang erst mal länger lassen den Berreich und wenn nötig, weiter kürzen. Das kommt auch drauf an, wie lang dieses ehemalige reartaper ist und auf welchen Durchmesser es ausläuft ( Durchmesser der runningline).

LG
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Re: Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon hubi » 21.10.2018, 15:50

Also, funktioniert ausgesprochen gut. Ich hab den Schusskopf genau auf der Länge lassen können und die Rute lädt sich gut auf. Ich hab das dringende Verlangen, den mal auf der LPXe RS V2 zu probieren, da hatte ich, obwohl die berechnete Empfehlung von Matschewski bei 22,4 g liegt, mit einem Schusskopf von 16,9 g ein sehr gutes Ladeverhalten und grosse Weiten erzielt, bin mal gespannt, wie sich das mit mehr Gewicht verhält.
Und noch ne Frage hinterher: Ich hab im Fundus einen Schusskopf, der 11,5 m lang ist, aber das Taper einer DT besitzt, also beidseitig genau gleich ist. Der wirft sich irgendwie komisch auf der Rute, er wiegt allerdings auch nur 17 g. Jedenfalls gelingt damit kein Wurf vernünftig. Liegts am Gewicht oder eher am Taper?
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Re: Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon jo » 22.10.2018, 18:07

Liegts am Gewicht oder eher am Taper?


Hört sich so an, als ob Front- und Rear-Taper verjüngt sind. Klingt sinnvoll, der Hersteller wird sich dabei schon etwas gedacht haben. Dürfte also mit hoher Wahrscheinlichkeit am Gewicht liegen.
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Re: Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon Trockenfliege » 22.10.2018, 20:36

Na jo, wenn Hubi mit 16,9gr die Rute gut auflädt, dann sollten 17gr doch auch ganz gut laufen, oder??

Wie lang sind den Front- und- Backtaper an dem 17 gr Schusskopf?
Wie stark ist der Bauch?
Wie lang ist der 16,9gr Schusskopf?
Welches Profil hat er?
Sind beide schwimmend?

Das sind die eventuell ausschlaggebenden Faktoren, nicht die 0,1gr!

LG
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Re: Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon jo » 22.10.2018, 20:40

oben schreibt er doch, dass er die Rute mit 19 Gramm gut wirft.
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Re: Schusskopfgewicht/Eigenbau

Beitragvon Trockenfliege » 23.10.2018, 14:45

Jepp, du hast recht, da habe ich ein paar seiner Daten durcheinandergeschmissen.

Aber auch 2 gr machen nicht den großen Unterschied, dass plötzlich nichts mehr laufen soll.

Da macht das taper, Länge des SK usw. mehr aus. Solange wir die Parameter nicht kennen, ist es schwierig, was zu sagen.

Ich habe schon öfters sehr unterschiedliche SKs geworfen, zB. auf einer 8er von 20 - 26 gr, immer das gleiche SK-Modell, nur unterschiedliche Gewichte, das fühlte sich nicht so stark unterschiedlich an, auch wenn es von der Theorie her so sein sollte.
Man variiert automatisch den Zug der Schnurhand, um im schweren Fall die Rute eventuell nicht zu überlasten, bzw. im leichten Fall stärker zu beschleunigen.

LG
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