Sind Paddel am Belly Boot es wert?

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Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon ricoh » 19.04.2018, 11:41

Hallo liebe Sportsfreunde,

ich würde mal eure Meinung und Erfahrungen zu Belly Booten hören, an denen Paddel befestigt sind, wie z.B. beim Savage Gear High Rider 170:

Bild

Ist das eher Schnickschnack oder nützlich (z.B. wenn man größere Seen beangelt)? Ich stelle mir den Transport von so einen Riesen-Gerät auch nicht ganz praktisch vor. Vertüddelt sich da nicht die Flugschnur?

Ich könnte von einem Vereinskollegen eines von der Sorte abkaufen, bin mir unsicher wegen Transport und ob es die Paddel wirklich wert sind.

Vielen Dank und Petri Heil,

Diego
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Hardy » 19.04.2018, 14:24

Moin

ich nutze ein Ponton-Belly von Canyon Creek mit Rudern und möchte das nicht mehr missen.
Mit den Rudern kann ich wesentlich größere Strecken recht schnell ud problemlos zurücklegen, ohne dass die Beine vom Paddeln angestrengt werden. Die Flossen nutze ich dann nur zum Manövrieren vor Ort. Die Ruder liegen beim Fischen flach auf den Pontons, da vertüddelt sich auch keine Schnur drin.

Belly Boote sind recht windanfällig, wenn du damit weit draußen bist und Wind aufkommt, bist du froh, Ruder dabei zu haben und nicht nur mit den Flossen paddeln zu müssen.

Das Teil lässt sich mit entsprechenden Tragriemen einfach auf den Rücken schnallen und ganz gut transportieren. Mein Belly hat ein Sitzgestell aus Metall. Zusammen mit dem Echolot, der Batterie dafür und dem ganzen anderen Gerödel in der Transportbox wiegt das schon ein bisschen, große Wege wollte ich damit nicht machen. Dafür ist so ein Teil auch einfach zu sperrig. Aber 300-400m zum Wasser sind locker drin, ohne ins Schwitzen zu geraten. Das Teil auf deinem Bild ist deutlich kompakter als mein Ponton, damit sollte der Transport kein Problem sein.

Wenn du das Belly öfter auf größeren Gewässern einsetzen willst, würde ich dir auf jeden Fall Ruder empfehlen.

Groetjes
Hardy
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Achim Stahl » 19.04.2018, 15:46

Hallo Diego,

meine Erfahrung (und ich fische vom Bellyboat seit den 90ern...) ist, je mehr Haken, Ösen, Gebimsel und Gebamsel ein Bellyboat hat, desto nerviger.

Ein gutes Bellyboat zum Fliegenfischen zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass es daran so gut wie NICHTS gibt, an dem man mit seiner Schnur hängen bleibt. Das von dir abgebildete Teil würde ich nicht freiwillig zum Fischen nehmen.

Paddel habe ich beim Bellyboatfischen noch nie vermisst. Ich fische auch oft mit dem Bellyboat an der Küste, aber so ufernah, dass ich im Zweifelsfall schnell wieder an Land bin. Ein Bellyboat ist kein Offshorefahrzeug, auch nicht mit Paddel.

Viele Grüße!

Achim
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Ralf » 19.04.2018, 15:47

Moin Diego,

bei einem Pontonboot sind Ruder fast Pflicht, wenn Du Dir bei Wind nicht nen Wolf paddeln willst. Die Dinger laufen mit Paddeln recht gut und längere Strecken sind kein Problem. Bei meiner zweiten Tour mit einem Kat in den schwedischen Bergen bin ich in der letzten Nacht in fünf Stunden die 16km von der Flussmündung über den Stausee ganz entspannt zurück zu meinem Auto gerudert, und das mit ca. 40 kg Gepäck.

Beim Fischen setzt Du zum Navigieren und richtig in den Wind drehen sowie beim Drill die Flossen ein. Gegen das Verheddern der Fliegenschnur hilft ein Netz mit 5 bis 10mm Maschenweite, das Du über die hängerträchtigen Bereiche legst. An den Ecken des Netzes kleine Gewichte gehängt (Gewicht austesten), dann verrutscht es nicht. Es wiegt kaum was und ist klein und handlich.

Gruß

Ralf
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Magellan » 20.04.2018, 01:00

Hallo Diego

Belly-Boot: Flossen!

Das auf dem Foto abgebildete Gefährt kann doch zweifelsfrei als ein Belly- Boot eingeordnet werden. Da entzieht es sich mir warum zum wiederholten mal Vergleiche mit einem Ponton Boot angestellt werden, nicht hilfreich für den Fragesteller...

Ich bin da ganz bei Achim, bei dieser generellen tiefen Sitzposition (welche Marke auch immer) ist man schon relativ eingeschränkt verglichen zu einer stehenden Wurfposition im (am) Wasser oder in einem Boot. Da vertüdelt sich die Fliegenschnur überall! Ich bin schon soweit das ich nicht genutzte Ösen etc.pp. abtape.

Wenn ich die Paddel wie abgebildet auf dem Foto sehe, das ist geradezu prädestiniert als Schnurfänger, nicht zu reden vom Drill.

Gruss
Heiko
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Hardy » 20.04.2018, 08:11

Magellan hat geschrieben:...Das auf dem Foto abgebildete Gefährt kann doch zweifelsfrei als ein Belly- Boot eingeordnet werden. Da entzieht es sich mir warum zum wiederholten mal Vergleiche mit einem Ponton Boot angestellt werden, nicht hilfreich für den Fragesteller...

moin,
ricoh hat geschrieben:Ich könnte von einem Vereinskollegen eines von der Sorte abkaufen...

der Fragesteller hat das Savage Gear high rider gepostet. Wo ist hier der Unterschied in der Sitzposition zwischen dem Savage gear und dem von mir genannten Ponton?
Beim normalen Belly, wo man mit dem Ar... im Wasser hängt, mag das mit den Rudern stimmen. Diese Sorte hat in der Regel auch keine Aufnahme für Ruder und durch die tiefe Sitzposition könnte man die auch nicht vernünftig bedienen.
Aber danach war halt nicht explizit gefragt...
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Sixgunner » 20.04.2018, 09:27

Hallo Alle,

Hier meine 2 Cents zum Thema:

Beim grossen Angebot an Belly Booten, Pontoons et al, gibt es mittlerweile "Zwischendinger", die nicht mehr so ganz Belly Boot und auch noch nicht ganz Pontoon Boot sind. Das Savage 170 und die anderen fast baugleichen und konzeptidentische Geräte fallen in diese Kategorie leicht zu transportierender Boote hinein zu der richtige Pontoons wegen ihrer Dimensionen nicht mehr gehören.
Man sitzt eigentlich mehr darauf als darin und ist so windanfälliger als bei klassischen Belly Booten, wo man recht tief drin sitzt: die Beine sind nur bis etwa zu den Knien im Wasser und der Rest vom Körper bildet eine Art "Segel", welches mehr Angriffsfläche bietet. Bei Wind hat man hier mehr Arbeit zu verrichten um weiter zu kommen und teilweise sogar auch, nur um an Ort und Stelle zu bleiben. Der Vorteil ist aber generell ein besseres Vorankommen (in grösseren Gewässeren), das Boot wird von den Beinen im Wasser weniger gebremst. Mit Rudern kommt man dann auch wesentlich schneller und ermüdungsfreier voran, wenn man sich über längere Distanzen bewegt. Einige dieser "Hybridboote" sind überspitzt gesagt sogar "wildwassertauglich", weshalb sie über Ruder verfügen müssen.
Nachteil hier aber ist die Tatsache, dass die Ruder samt Halterungen (sowie andere Aufbauten) sehr effektive Schnurfänger beim Fliegenfischen sind, wie Achim und Heiko es absolut richtig klarstellen (man kann sich aber per abtapen o.ä. helfen). Flossen sind generell bei beiden Typen gebräuchlich, da diese die perfekte Schnittstelle zwischen Angler und Boot dastellen, um präzise zu manövrieren.

Wir befischen dieser Zeit ein "neues" Gewässer in Belgien, welches für "Entenbootangler" eine gewissse Herausforderung darstellt: mit klassischen Belly Booten und den obengenannten "Zwischendingern" ist der See befischbar, Ruder sind aber extrem nützlich, um die 3,5 km Länge und 1,5 km Breite des Sees ausgiebig erkunden zu wollen, die Fische können überall im See sein. Zudem ist dieser noch verhältnismässig tief und kaum windgeschützt, weshalb dann ein neues Boot hermusste, welches MIT Rudern und MIT E-Motor ausgestattet ist und auch mit Flossen gelenkt wird, das ist aber eine andere Geschichte...

Kurzum: die Wahl des "Bootes" geht also mit der Beschaffenheit und Grösse der zu befischenden Gewässer einher.

Gruss an alle,

Eric
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon fly fish one » 23.04.2018, 15:26

Hardy hat geschrieben:Moin

ich nutze ein Ponton-Belly von Canyon Creek ...

Zusammen mit dem Echolot, der Batterie dafür und dem .....

Groetjes
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"Kopf----->Tisch" Hat er denn keine Ehre im Fischerlaibe, Schurke?? :badgrin: :D

Schlimme Grüße,
Dein Frank
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Hardy » 23.04.2018, 16:15

fly fish one hat geschrieben:
Hardy hat geschrieben:Moin

ich nutze ein Ponton-Belly von Canyon Creek ...

Zusammen mit dem Echolot, der Batterie dafür und dem .....

Groetjes
Hardy


"Kopf----->Tisch" Hat er denn keine Ehre im Fischerlaibe, Schurke?? :badgrin: :D

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Mein lieber Frank,

gezielte Befischung der ganz Großen issas Stichwort, ma sagn...
Aber davon versteht er ja eh niggs. :smt098
Gehab er sich wohl.

Groetjes
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon ricoh » 26.04.2018, 21:51

Hallo allerseits,

entschuldigt, dass ich mich seit längerem nicht gemeldet habe. Ist viel los :biggrin:

Ich habe eure Beiträge ausführlich gelesen. Es scheint, dass Belly Boote mit Paddeln gut oder gar nicht gut ankommen, wobei die zu befischende Gewässergröße wohl den Ausschlag pro oder contra Paddel geben kann. Ich plane schon mit einem Belly Boot irgendwann mal auf der Ostsee zu fischen, ich werde mich auf jeden Fall an Achims Tipps halten und nahe der Küste bleiben.

Der eigentliche Grund, warum Belly Boote für mich interessant sind, ist dass mein Verein, der Klub Braunschweiger Fischer, immer mehr Gewässer für die Beangelung mit dem BB freigibt. Ich gebe euch mal einen Überblick, wo ich mit dem BB hin will. Ich plane an folgenden Seen mit BB zu fischen:

Ölper See, 20 ha, Zielfisch: Barsch und Hecht

Bisher habe ich diesen See nur vom Ufer befischt (mit der Spinnrute). Es kann durchaus recht windig werden an diesem Gewässer und der See ist ziemlich lang gestreckt. Um an gute Stellen zu kommen muss sicherlich ein wenig Strecke machen. Man kann meines Wissens nicht direkt mit dem Auto ans Wasser zum entladen, aber es gibt Parkplätze in der Nähe.

Oberer Nassenwieser Teich, 3 ha, Zielfisch: Bachforelle

Aus meiner Sicht ein wunderschönes Gewässerchen! Erst seit diesem Jahr für BB freigegeben und Fly Only! Schön klein, und von Bäumen umgeben. So mag ich Gewässer. Ich denke für dieses Gewässer bräuchte ich keine Paddel, die Bäume schützen auch gut vor Wind. Für mich ist dieser See und der Ölper See einer der Hauptgründe ein BB anzuschaffen.

Bienroder See, 15 ha, Zielfisch: Hecht, Zander, Barsch

Ähnlich wie der Ölper See. Ein BB wäre hier ganz nützlich um von den Badegästen weg zukommen :lol:

Ansonsten gibt es noch eine Menge weiterer Gewässer um die 20 ha, die leider (noch) nicht für das Befischen mit BB freigegeben sind. Was meint ihr passt hier besser für mich?

Ich schätze ich werde die ganze Sache einfach mal ausprobieren. Es muss mir halt gefallen :mrgreen: Ich hatte sonst noch mit dem Fish Cat 4 von Outcast geliebäugelt.

Danke für eurer Feedback, ich schaue mich nochmal um!

Liebe Grüße,
Diego
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon fly fish one » 27.04.2018, 08:49

Lieber Diego,

falls doch Ponton Boot von Outcast, dann gibt es 2 Sorten von Gestänge an diesen Booten: Alu und Eisen (kein V2A oder ähnliche korrosionsbeständige Legierungen). Falls es salzwassertauglich sein soll, kommt nur Alu in Frage und damit sind die Pontons noch einmal ein gutes Stück leichter, aber auch deutlich teurer! Mein Ponton (Outcast Streamer XLR) mit Stahlgestänge wiegt um die 50 Kilo - geschätzt! Das ist aber nur für den Weg zum Wasser ein Thema, auf dem Wasser, wie Eric so schön grundsätzlich beschrieb, wirklich grandios zu bewegen. Mir kommt kein Belly ins Haus.

Frank
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon piscator » 27.04.2018, 09:09

Moin, ich hab so eine schicke Alu-Ponton outcast 8ft Version -- wenn in der Ostsee, dann ist das ein Muss -- aber richtig gut sind die auf dem Fluss (aber nicht Backpack!) . Wiegt aber immer noch ca 25kg ohne Heckveranda. J.
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon Magellan » 27.04.2018, 15:21

fly fish one hat geschrieben:: Alu und Eisen (kein V2A oder ähnliche korrosionsbeständige Legierungen). Falls es salzwassertauglich sein soll, kommt nur Alu in Frage und damit sind die Pontons noch einmal ein gutes Stück leichter,


Mein geschätzter Frank, bitte recherchiere noch einmal betr. der Metalllegierungen und deren Korrosionsbeständigkeit... =D>

gruss
Heiko
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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon fly fish one » 27.04.2018, 15:41

Ist schon klar Heiko. Nur ist das Alu trotzdem deutlich beständiger als die normalen Eisenrohre am Outcast. Dürften vermutlich sogar eloxiert sein. Vielleicht kann sich Jürgen aka Piscator dazu äußern. Selbst wenn nicht eloxiert, gammeln dir die nicht einfach so weg, wenn man spült. An dem Eisengestänge des Outcast bildet sich schon Rost (innen, weil nicht beschichtet wie von außen) wenn sie nur irgendwie feucht weggestellt werden. Ich achte da immer penibel darauf. Richtiges Salzwasser wäre ein Unding mit diesem Gestänge. Auf jeden Fall rostet Alu nicht, weil sich mangels Eisen kein Eisenoxid bildet, den man als Rost bezeichnet. Es bildet sich eine Oxidschicht die das Alu sehr gut gegen viele Einflüsse schützt. Deshalb wird es im Bootsbau neben V2A usw sehr oft benutzt. Du denkst eher an Rollen und da ist das Problem dass sich Ausblühungen bilden, die eine Rolle verklemmen würden. So ganz grob betrachtet ist die deshalb trotzdem nicht "hinüber" und löst sich in seine Bestandteile auf. Jedenfalls ist das ein deutlich längerer Prozess als am Eisen. Natürlich hast Du recht, wenn es ständig Salzwasser ausgesetzt ist, hast Du einen schönen Lochfrass und dann "knicken" die irgendwann ein.

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Re: Sind Paddel am Belly Boot es wert?

Beitragvon piscator » 27.04.2018, 19:01

Moin, ja, das mit der Korrosion ist auch bei eloxiertem Alu ein Problem -- aber nur, wenn es Verletzungen im Eloxal gibt. Ausserdem ist Ostsee nicht hochmarin sondern eher brackisch. Spülen mit Frischwasser ist immer gut! Aber das Ding mit dem Alu Rahmen ist eben viel leichter.
Jürgen
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