Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Forum für Fragen und Erfahrungen zu Gerät - Zubehör - Bekleidung - Literatur & Film etc. Gibt es besonders empfehlenswertes Tackle? Was benötigt der Fliegenfischer wirklich ?

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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Magellan » 07.02.2020, 14:30

FlyandHunt hat geschrieben:Um auf die Themenfrage zurückzukommen.


Im Eingangs Thread ging es allerdings um den Variationsreichtum der Schnur Profile auf dem Schnur Marktes... nicht um qualitative Merkmale verschiedener Hersteller... ;-)


Trockenfliege hat geschrieben:Natürlich gibt es Schnüre für unterschiedliche Bereiche - aber wie sinnvoll oder nötig sind sie?


Für beinahe jede Fischereiliche Situation ihren Schnur Taper...

Na ja, Hand aufs Herz, soo viele sind es ja auch wieder nicht!
Mal die extremen Klopper außen vorgelassen - short belly- oder die eher seltenen compound taper, was dann bleibt sind ist: DT, WF, SH, LB, TT.

Die Bandbreite dessen was das Marketing gleich welcher Marke aus den verschieden Tapern macht macht, ist ein anderes Thema.

Sicher nicht wenig verwirrend für einen Anfänger, der sich durch ein nicht endend wollendes Schnur – Nirvana kämpfen soll...

Sicher ist es machbar mit einem Schnurprofil relativ viele Fischereiliche Situationen abzudecken wenn es darum geht eher kleine Imitate zu präsentieren.

Aber letztendlich ist es auch schön eine Longbelly genüsslich in der Luft halten zu können ;-)

Gruß
Heiko
Patagonia, what else?
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon AlexX!! » 07.02.2020, 14:59

Hawk hat geschrieben:Mal als Beispiel:

Ich bin oft an einem größeren offenem Gewässer unterwegs und fische dort mit meiner 9' #3 Trockenfliegen und unbeschwerte Nassfliegen auf Äschen, ich muss weit werfen und trotzdem sauber und unauffällig präsentieren und gute Kontrolle über die Schnur behalten

Ich bin mit der 7' #3 an einem kleinen zugewachsenen Bach unterwegs, Würfe sind nur im Nahbereich möglich das meiste spielt sich im Bereich deutlich unter 10m ab. Ich will sowohl mit Trockenfliege als auch mit beschwerten Nymphen fischen da der Bach einige kleine aber tiefe gumpen hat.


genau mit diesen Randbedingungen hast du mit einer klassischen DT3 das beste Gesamtpaket,
und kannst mit einer Schnur beide Situationen abdecken...

;-)

Gruß
Alex

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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Trockenfliege » 07.02.2020, 15:43

Hawk hat geschrieben:
Trockenfliege hat geschrieben:
Und wie jetzt aus einer SBT eine 6/7er Keule wird kann ich auch grade eher nicht nachvollziehen, wenn ich meine #3 kurzkeulen mal neben beine #6er und #7er Schnüre lege dann sind diese deutlich dicker.
Oder sind meine #6er und #7 eigentlich #9er und #10er :-k


Sven, die SBT "3" hat auf 6,8m Keule 7,8gr Gewicht!
Sie hat mit 3m eine sehr lange Frontverjüngung, dann einen 3m langen Bauch und noch 0,8m reartaper.
Damit fallen über die Hälfte der Schnur auf verjüngte Bereiche.

Eine echte Klasse 4 hat die 7,8gr auf 9,14m.

Eine 5er hat 9,1, eine 6er 10,4 und eine 7er 12,0gr auf 9,14m.

Alle diese Schnüre haben eine mehr oder weniger lange Spitzenverjüngung, auf der das Gewicht/Meter geringer ist als im restlichen Bauch.
Jetzt kannst du dir überlegen, von welcher der genannten Klassen du die vorderen 6,8m abschneiden musst, um auf die 7,8gr zu kommen.
Ok, 6-7 war vielleicht etwas hoch gegriffen, aber 5-6 dürfte passen, oder?
Obwohl, wenn ich überlege: Durch die rearverjüngung der SBT muss ihr Bauch ja noch etwas schwerer sein als der der entsprechenden DT.
Also hat der Bauch der SBT vielleicht doch den Durchmesser der 6-7??
Ok, ich werde mal 6,8m einer DT 5 und 6 wiegen.

LG
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Trockenfliege » 07.02.2020, 16:13

Boah, bin ich gut! :biggrin:

Habe gerade mal die ersten 6,8 m einer DT 6 gewogen: exakt 7,8 gr!!

Da die SBT aber auf diesen 6,8m viel mehr Verjüngung hat als die DT, muss der Bauch der SBT 3 dem einer DT 7 entsprechen - oder gar 8? :mrgreen:

LG
Reinhard
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon troutcontrol » 07.02.2020, 17:02

FlyandHunt hat geschrieben:Zu Airflo muss ich sagen, unfassbar miese Qualität. Die Schnur färbt sich extrem ab an Hände und Stoff. Dazu ist das Coating qualitativ schlecht, dass es selbst bei Schlaufenverbindungen einreißt. (Das nur am Rande)


Moin,
welche Schnur war das denn?
Ich hab exakt die gegenteiligen Erfahrungen gemacht und fische mittlerweile ausschließlich Schnüre aus PU.
Grüsse
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon FlyandHunt » 10.02.2020, 09:50

troutcontrol hat geschrieben:
FlyandHunt hat geschrieben:Moin,
welche Schnur war das denn?
Ich hab exakt die gegenteiligen Erfahrungen gemacht und fische mittlerweile ausschließlich Schnüre aus PU.
Grüsse


Hier diese Schnur: Airflo DT Double Taper Fliegenschnur olive # 3

Grüße
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon troutcontrol » 10.02.2020, 17:47

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2x durch die Finger gezogen - färbt ab!
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon troutcontrol » 10.02.2020, 18:00

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Schweißen war jetzt allerdings sehr unproblematisch
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon troutcontrol » 10.02.2020, 18:05

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Könnte noch einen Zugtest machen - die Seele hat 15 lbs., oder?
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon troutcontrol » 10.02.2020, 18:17

Bild
Bei ungefähr 3 kg löst sich die Verbindung.
Liegt daran, dass Seele und Coating nicht fest genug "verschmolzen" sind.

Lösung: Spleißen und dann Glatt-Schweißen - das Coating macht jedenfalls einen guten Eindruck.

Grüsse

ps.: Unbenutzte DT3 Float (25 m / 19 g) mit abgerissenen Loop abzugeben... :mrgreen:
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon FlyandHunt » 11.02.2020, 08:34

Danke für deinen Selbsttest :D

lehne dankend ab :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon troutcontrol » 11.02.2020, 09:09

Gerne !

Wobei das Abfärben bei farbigen Floatern (RIO, AIRFLO) frisch aus der Box jetzt eher normal ist und im Gebrauch schnell nachläßt.
Und da ich eh immer schweiß-spleiße.... :mrgreen:
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