Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

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Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon NicoKolja » 05.02.2020, 17:43

Hallo,

ich hätte da mal so eine Frage:

Die verschiedenen Hersteller (Rio, SA, etc.) haben ja ein gewaltiges Sortiment an Fliegenschnüren, von denen angeblich jede einzelne perfekt für verschiedene Situationen geeignet sein soll. Man braucht teilweise Stunden, um sich einen Überblick zu verschaffen und dann noch einmal die selbe Zeit um zu Überlegen, an welchem Abschnitt seines Gewässers man jetzt welche Schnur einsetzt, dann rechnet man sich aus wie viel Ersatzspulen, oder besser neue Rollen man braucht und hat schnell einen 4stelligen Betrag vor Augen, der umbedingt ausgegeben werden muss :wink: ...

Jetzt die eigentliche Frage: Habt ihr die Erfahrung gemacht, dass sich die einzelnen Schnüre mehr als nur marginal unterscheiden? Ich meine jetzt nur in einem Einsatzbereich, also hauptsächlich Forellenfischerei und nur von einem Hersteller...

Ich selber fische meine WF5F ohne etwas zu missen, aber es ist doch immer verlockend im Internet zu surfen :biggrin:

Viele Grüße,
Nico
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Achim Stahl » 05.02.2020, 18:24

Moin Nico,

ja sicherlich unterscheiden sich die Schnüre mehr als nur marginal. Eine Longbelly Schnur mit 12 m Keule verhält sich beispielsweise komplett anders als eine Schnur mit extrem kurzer Keule. Beide sind im Prinzip fürs Forellenfischen geeignet - erstere für große Gewässer, an denen man viel Schnur in der Luft hält, zweitere eher für kleinere Gewässer, an denen man die Rute auch mit wenig Schnur in der Luft aufladen möchte.

Eine Hechtschnur transportiert mit ihrer kurzen plumpen Keule große Streamer wesentlich besser als eine gleich schwere Schnur mit langer feiner Spitze - dafür ermöglicht letzere aber eine dezentere Präsentation.

Eine Schnur mit dem meisten Gewicht am hinteren Ende der Keule ist für Rollwürfe und Switchcasts besser geeignet, eine Schnur mit dem meisten Gewicht im vorderen Teil lädt die Rute bei Überkopfwürfen früher auf.

und und und...

Die große Auswahl ermöglicht es, für jede Art des Fliegenfischens eine optimale Schnur zu bekommen - die Kehrseite ist, dass das Ganze natürlich nicht mehr sehr übersichtlich ist.

Viele Grüße!

Achim
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Norman506 » 05.02.2020, 21:01

"... nicht mehr sehr übersichtlich " trifft es wohl noch nicht so ganz ;-) wobei Achim schon eine kurze aber treffende Erklärung geliefert hat.


Tl

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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon NicoKolja » 05.02.2020, 21:20

vielen Dank euch beiden...

ich hätte dann doch gedacht, dass die Daseinsberechtigung der vielen verschiedenen Schnüre hauptsächlich auf dem Quartalsziel der Hersteller beruht, die Unterschiede nur etwas für absulute Perfektionisten wären...

schön zu hören, dass ich jetzt bedenkenlos shoppen kann :biggrin:

LG, Nico
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Norman506 » 05.02.2020, 21:45

Hallo,

es geht leider noch weiter, Die Klasseneinteilungen werden bei den einzelnen Herstellern gerne mal flexibler gehandhabt. Guideline (z.b)macht gerne mal ne 3/4 Klasse mehr als eigentlich Klassenkonform wäre... Ich kann die die Schnüre von Mike Barrio empfehlen, die sind Klassenkonform gewichtet wr bietet verschiedene Keulenlängen an und ist preislich echt super, um einfach mal zu testen was dir so liegt...


Tl

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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Dominikk85 » 06.02.2020, 10:31

NicoKolja hat geschrieben:vielen Dank euch beiden...

ich hätte dann doch gedacht, dass die Daseinsberechtigung der vielen verschiedenen Schnüre hauptsächlich auf dem Quartalsziel der Hersteller beruht, die Unterschiede nur etwas für absulute Perfektionisten wären...

schön zu hören, dass ich jetzt bedenkenlos shoppen kann :biggrin:

LG, Nico


Klar teilweise wird auch zwanghaft neues erfunden weil man neues verkaufen muss, aber es gibt schon verschiedene taper für unterschiedliche Bereiche.

Alles braucht man sicher nicht, aber manches kann schon nützlich sein.

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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Trockenfliege » 06.02.2020, 11:28

Natürlich gibt es Schnüre für unterschiedliche Bereiche - aber wie sinnvoll oder nötig sind sie?

Ich habe viele Jahre meine RPL 7 mit einer DT 6 oder 7 bestückt am unteren Neckar gefischt, von der Trockenfliege auf Döbel, kleineren Nympfen auf Nasen, große Nympfen auf Barben, kleinen Streamers auf Zander bis zu größeren Streamern auf Hecht.
Das hat (fast) immer perfekt funktioniert. Nur manchmal, bei etwas begrenztem Rückraum hätte ich mit einer Keule vielleicht etwas weiter werfen können.
Aber das Menden über die Hauptströmung zB.war sehr wichtig und das geht mit der DT deutlich besser.

Natürlich gehe ich nicht mit der DT an der Küste auf Meerforellen ( die paar Meforellen am Neckar habe ich aber mit der DT gefangen) und auch zum Hechtfischen ist eine WF von Vorteil, aber die Schnurvielfalt ist in meinen Augen reines Marketing.

Vor 30 Jahren hätte dir auch jeder einen Vogel gezeigt, wenn du ihm prophezeit hättest, dass manche Fliegenfischer heute mit "Schussköpfen" ( Compact head) am Bach fischen. Je spezieller eine Schnur ist, desto einseitiger ist sie einsetzbar, desto mehr Schnüre braucht man, desto mehr Schnüre werden falsch gekauft......

Dazu kommt noch die falsche Klassendeklarierung ohne Aufklärung über das tatsächliche Gewicht der Schnur.
So gibt es von klassenkonformen Schnüren, zB. alle mir bekannten DT oder die älten Bario GT, über leicht übergewichtige zB. Rio Gold ( ca. 0,5 Klasse) bis zur Airflow 40+ Expert ( 2 Klassen drüber).
Das bringt natürlich jede Menge Umsatz für die Schnurhersteller, der noch dadurch erhöht wird, dass die Qualität so mancher (teuren)Schnur bekannter Hersteller so schlecht ist, dass sich die Kunden schon beim Kauf im Geschäft die runningline der neuen Schnur durch eine zusätzlich gekaufte RL ersetzen lassen!!

LG
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Hawk » 06.02.2020, 11:29

Dominikk85 hat geschrieben:
NicoKolja hat geschrieben:Alles braucht man sicher nicht, aber manches kann schon nützlich sein.


Wichtig ist halt erstmal das man weiß was man will.
Als Einsteiger der mit einer 5er Rute möglichst viel abdecken möchte kann man natürlich ganz bedenkenlos zu einer Allround Schnur greifen.
Hat man aber erstmal einen größeren Rutenwald angesammelt dann macht es schon Sinn sich auch etwas mehr Gedanken zu machen:

Mal als Beispiel:

Ich bin oft an einem größeren offenem Gewässer unterwegs und fische dort mit meiner 9' #3 Trockenfliegen und unbeschwerte Nassfliegen auf Äschen, ich muss weit werfen und trotzdem sauber und unauffällig präsentieren und gute Kontrolle über die Schnur behalten --> Longbelly 12-15m mit dünn auslaufender Spitze.

Ich bin mit der 7' #3 an einem kleinen zugewachsenen Bach unterwegs, Würfe sind nur im Nahbereich möglich das meiste spielt sich im Bereich deutlich unter 10m ab. Ich will sowohl mit Trockenfliege als auch mit beschwerten Nymphen fischen da der Bach einige kleine aber tiefe gumpen hat.
--> Shortbelly 6-8m lang, Schwerpunkt der Keule im vorderen Bereich damit sich die Rute sofort läd, je nach Hersteller gerne auch eine Klasse höher als auf der Rute steht.

Sprich in beiden fällen kaufe ich eine #3er Schnur würde ich die beiden Schnüre aber tauschen wären die Wurfeigenschaften gravierend schlechter.
--> Hat man gewisse Gewässertypen die man regelmäßig fischt dann macht es durchaus Sinn auch die Schnur den Umständen entsprechend zu wählen. Ist das nicht der Fall dann macht eine allround Schnur mehr Sinn als 5 Wechselspulen mit unterschiedlichen Schnüren...
Gruß
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Trockenfliege » 06.02.2020, 12:10

Was spräche den aber dagegen, statt der extra angeschaften short belly für die 3er Rute einfach eine normale WF oder DT 5 oder 6 zu nehmen? Außer, dass ich eine größere Rolle brauche?
Beispiel:
Das Gewicht der SA SBT 3 ist bei 6,8 m Keule zB. 7,8 gr! Ihr taper entspricht einer normalen WF/DT: 3m Spitzenverjüngung, der Rest parallele Keule, kurzes reartaper.

Wenn ich das mal auf die "klassischen" 9,14m hochrechne ist das nichts anderes als die Spitze einer WF/DT 6/7 !! mit integrierter RL.

Wenn ich jetzt nur im Bereich der Keule fische ist das absolut gleich wie bei der angesprochene WF/DT.

Wenn ich aber dann mal etwas weiter fischen möchte, muss/kann ich die Keule nur noch schiessen lassen und habe deutlich weniger Mendingvermögen als bei der längeren WF/DT. Ich weiss nicht, wie dick die RL bei der SBT ist, aber ich nehme mal an sehr dünn in Relation zur fetten Keule.

LG
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Hawk » 06.02.2020, 12:35

Trockenfliege hat geschrieben:Was spräche den aber dagegen, statt der extra angeschaften short belly für die 3er Rute einfach eine normale WF oder DT 5 oder 6 zu nehmen? Außer, dass ich eine größere Rolle brauche?


Ich sprach ja nicht von extra anschaffen im Sinne einer zusätzlichen Schnur, sondern wenn ich eh eine #3er Schnur für die genannte Rute brauche das ich dann eine passende aussuche.
Und da sehe ich z.B. die SBT deutlich im Vorteil gegenüber einer schwereren DT aber da hat vermutlich jeder sene vorlieben.
Gruß
Sven
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Dominikk85 » 06.02.2020, 22:50

Machen DT Schnüre eigentlich in der heutigen Zeit überhaupt noch Sinn?

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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Trockenfliege » 06.02.2020, 23:14

Hast du schon mal ausgiebig mit einer DT gefischt?

Warum sollte die beste Allround Schnur, vor allem in den unteren Klassen 2-5, keinen Sinn machen?

@ Hawk

Meinst du mit "schwerer" das Gesamtgewicht der Schnur auf der Rolle?
Ok, da dürfte die DT ca. 15gr mehr auf die Waage bringen. Aber sie bietet mir die Möglichkeit, auch auf > 8m mit einer "normalen" Schnur zu fischen.

Ich fische auch WF in den unteren Klassen, aber alles wirkliche LBs, also Bario GT, SA Trout oder mal eine Rio Gold.

Aber ich verstehe zB. nicht den Wunsch nach der guten Belastung der Fliegenrute auch auf kurze Entfernungen. Gerade dann brauche ich überhaupt keine Rutenladung, das werfe ich aus dem Handgelenk.
Erst auf größere Entfernung brauche ich das bessere Zusammenspiel zwischen Rute und Schnur.
Überlegt doch mal, womit ihr zB. mit der SBT fischt: Da habt ihr eine 6/7er Keule auf einer 3er Rute.
Was hat das mit der Feinheit einer 3er Rute zu tun, wenn ich so ein "Seil" damit fische?

LG
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Friedemann » 06.02.2020, 23:27

Hallo Dominik,
jedes Schnurtaper hat seine Berechtigung da jeder Fliegenfischer
andere Gewässer befischt und sich darauf einstellen sollte.
Auch wirft jeder ein klein wenig anders. Der eine schneller, der andere
langsamer, mit extremen Doppelzügen oder ganz leichten. Der eine
muss sehr weit werfen und der andere ganz kurz unter Büsche.
Da muss jeder seine Rutenaktion und auch die passende Schnur mit dem
entsprechenden Taper finden.
Nur weil ein Schnurtaper alt oder momentan nicht angesagt ist heißt
das nicht dass es für die eigene Fischerei schlecht ist.
Ich fische sehr gerne eine Kurzkeule ( Guideline Presentation ) auf einer
längeren schnellen Rute, eine Triangle Taper auf einer Bambusrute und so weiter...
Je nachdem wo ich fische.
Gruß aus Hessen
Friedemann
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon Hawk » 07.02.2020, 11:03

Trockenfliege hat geschrieben:@ Hawk
Meinst du mit "schwerer" das Gesamtgewicht der Schnur auf der Rolle?


Ich habe mich auf folgendes Bezogen:
Trockenfliege hat geschrieben:Was spräche den aber dagegen, statt der extra angeschaften short belly für die 3er Rute einfach eine normale WF oder DT 5 oder 6 zu nehmen? Außer, dass ich eine größere Rolle brauche?


Davon mal ab das ich die DT 5 oder 6 auch extra anschaffen müsste und wie du schon sagst eine größere Rolle bräuchte und auch erstmal eine DT finden müsste deren taper den genannten Anforderungen entspricht sehe ich da in der beschriebenen Situation exakt garkeinen Vorteil. Auch nicht wenn ich doch mal in die Situation komme weiter werfen zu müssen, dann lässt sich die kurzkeule doch deutlich besser schießen, die bessere Schnurkontrolle auf dem Wasser bei einer überschweren DT mit einer kurzen Rute halte ich auch eher für ein Gerücht :roll:

Trockenfliege hat geschrieben:Überlegt doch mal, womit ihr zB. mit der SBT fischt: Da habt ihr eine 6/7er Keule auf einer 3er Rute.
Was hat das mit der Feinheit einer 3er Rute zu tun, wenn ich so ein "Seil" damit fische?


Und wie jetzt aus einer SBT eine 6/7er Keule wird kann ich auch grade eher nicht nachvollziehen, wenn ich meine #3 kurzkeulen mal neben beine #6er und #7er Schnüre lege dann sind diese deutlich dicker.
Oder sind meine #6er und #7 eigentlich #9er und #10er :-k
Gruß
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Re: Unterschiede zw. Fliegenschnüren?

Beitragvon FlyandHunt » 07.02.2020, 11:06

Ich fische mit der Fliege seit meinem 4. Lebensjahr und habe mir alles selbst beigebracht. Habe nie einen Fliegenfischer oder Wurfkurs besucht.
Meine Stärken sind ganz klar am kleinen Bach, die Fliege an jegliche Stelle sanft zu platzieren. Egal ob um mich herum Bewuchs ist oder nicht.
Ich habe immer eine DT gefischt. Cortland 444. Über Jahre ein und dieselbe Schnur. Weich, rissig, verbraucht. Dennoch hat sie super gepasst für das was ich wollte.

Seit 2-3 Jahren nun habe ich die Weiten der Schnurindustrie kennengelernt. Weitere Schnüre von Cortland, Loop, und Airflo. (Alles WF)
Gefühlt passt keine so gut zu mir wie meine alte DT.
Zu Airflo muss ich sagen, unfassbar miese Qualität. Die Schnur färbt sich extrem ab an Hände und Stoff. Dazu ist das Coating qualitativ schlecht, dass es selbst bei Schlaufenverbindungen einreißt. (Das nur am Rande)

Um auf die Themenfrage zurückzukommen.
Qualitativ wird es Unterschiede geben. Das wirkt sich auf die Lebenszeit der Schnur aus. Manche fischen eine Schnur nur eine Saison. Manche über mehrere.
Hersteller wie SA haben ja scheinbar eine neue Schnur (Amplitude) entwickelt, die sich von Innen selbstfettet oder so ähnlich. Ob das 140€ wert ist weiß ich nicht.
Vielleicht hat hier ja einer mit der Schnur und der Lebensdauer Erfahrung?

Grüße
Ferdinand
„There is no greater fan of fly fishing than the worm. “ Patrick F. McManus
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