Vorfächer selber knüpfen

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Vorfächer selber knüpfen

Beitragvon Kai / Hannover » 31.12.2003, 19:51

Hallo allerseits,
ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, mir verjüngte Vorfächer selber zu knüpfen. Die in der einschlägigen Literatur (Ritz, Hebeisen, Artikel von Karwath im "Fliegenfischen" vor einigen Monaten) empfohlenen Knüpfmuster erscheinen mir jedoch alle ziemlich kompliziert, weil extrem kurz unterteilt, teilweise sind da auch recht merkwürdige und nicht gängige Schnurstärken vorgesehen.
Habt Ihr Erfahrungen mit dem Selberknüpfen von Vorfächern, wenn ja, wie setzt Ihr Eure Vorfächer zusammen?
Danke für Eure Antworten im Voraus und rutscht gut rein!
TL, Kai
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Beitragvon Holger a. Neuss » 31.12.2003, 20:00

Hallo Kai

Die Vorfächer von Ritz sind nicht schlecht. Ich habe aber die Durchmesser einfacher gehalten: 40, 30, 25, 20, 18, 16. Die 16er Spitze in 60cm und der 40er auch in 60cm. Dazwischen alles in 20cm. Fischt sich gut!!!
Aber nimm das mit den Längen bloss nicht zu genau. Der Fisch merkt nicht ob es auch wirklich 20cm Unterteilung hat :-) können auch 18 oder 22cm oderso sein.

Gruss Holger
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Beitragvon Michael Pohl » 31.12.2003, 20:07

Hallo Kai,

beim Trockenfischen unterteile ich meistens in 5, maximal 6 verschiedenen
Schnurstärken in 5er Schritten.

Beim Streamern kenne ich welche, die garnicht unterteilen und sich das
"Futter ausser Hose" fangen. Hier unterteile ich meistens in 3 verschiedenen
Schnurstärken.

Der Bericht im Fliegenfischen war die absolute Lachnummer. Ich möchte den
sehen, der alleine soviel verschiedene Schnurstärken mit sich trägt und am
Wasser anfängt zu knüpfen.
Selbst wenn man zuhause sich vorbereitet (2cm hiervon, 3cm davon...), kann
man es auch übertreiben...
Zuletzt geändert von Michael Pohl am 31.12.2003, 21:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Noellgen, H » 31.12.2003, 20:25

Hallo Leute,
ich habe das auch mal mit den Ritz- vorfächern probiert, mir original
Rhodiaceta besorgt und an einem verregneten Urlaubstag geknüpft
wie ein Weltmeister. ich habe verschiedene Versionen versucht, einen
wesentlichen Unterschied konnte ich nicht feststellen.
Mittlerweile bin ich bekennender Vorfach-banause, Knotenlos gezogen,
Pitzenbacher- Ring, Spitze, fertig.
Klappt trocken wie nass ausgezeichnet.
Tight lines,
Heiner
Noellgen, H
 

Beitragvon Harald aus LEV » 01.01.2004, 10:59

Hallo Kai,
ich knüpfe in 5er Schritten runter und fange meist mit 45 er oder 40 an, dann 35,30 u.s.w.. das ergibt je nach Vorfachlänge und Spitzenstärke 6-7 Segmente. Das dickere Ende und die Spitze lasse ich entsprechend lang, wie das Vorfach letztendlich sein soll, die Zwischensegmente ca. 15 - 20 cm. Aber wie Holger schon sagte, kommt es auf einen Zentimeter mehr oder weniger nicht an. Beim Fischen mit Nymphe oder Streamer ist die Verjüngung nicht so wichtig, da hier das Vorfach von der Strömung glattgezogen wird. Da ich aber nicht ständig wechseln will, fische ich die gleichen Vorfächer wie beim Trockenfischen. Ich fertige mir zu Hause meist einen Vorrat an Vorfächern in unterschiedlichen Längen und Spitzendurchmessern an. Dann habe ich am Wasser kein Problem mit Knüpfen. Ist eine Spitze verbraucht oder zu kurz geworden, wird einfach ein neues Vorfach eingeschlauft und fertig. Am Wasser will ich fischen, nicht knüpfen.
Gruß Harald
RFFS-
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Beitragvon Lutz/H » 01.01.2004, 12:33

Hi unnd ein frohes neues Jahr

Ich knüpfe meine Vorfächer seit einigen Jahren nur noch aus 4 Teilen (1xButt,2x Mid,1x Tipsection) und ändere dabei die Länge und Durchmesser der einzelnen Teile(ich spreche von Vorfächern für die Einhandrute)
Infos siehe hier : http://www.globalflyfisher.com/fishbetter/leadercalc/index.php

Lutz
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Beitragvon Thilo (NRW) » 01.01.2004, 16:01

Ich knüpfe meine Vorfächer aus min. 10 Teilen.
Habe gemerkt, dass alles unter 10 Teilen nur
mäßig abrollt.
Zuletzt geändert von Thilo (NRW) am 02.01.2004, 00:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Andreas aus B » 01.01.2004, 22:57

Und was haltet Ihr von handelsüblichen sich verjüngenden Vorfächern? Großer Unterschied zu einem selbstgeknüften?
Andreas aus B
 

Beitragvon borlonimarco » 02.01.2004, 12:09

ich muß ehlich gestehen, daß ich meistens auf das verjüngen verzichte, und paralelle Vorfächer hinbinde. Die Abrolleigenschaften verschlechtern sich zwar minimal, daß war aber den Fischen egal. Spart halt Zeit, und wenn man wirklich mal nen Knoten drin hat, schnipp und wechseln.
Tötet mich bitte jetzt nicht dafür, aber ich fische seit 10 Jahren erfolgreich damit.

atl

Marco
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Beitragvon Edgar » 06.01.2004, 18:29

Original geschrieben von Michael Pohl
Hallo Kai,

beim Trockenfischen unterteile ich meistens in 5, maximal 6 verschiedenen
Schnurstärken in 5er Schritten.

Beim Streamern kenne ich welche, die garnicht unterteilen und sich das
"Futter ausser Hose" fangen. Hier unterteile ich meistens in 3 verschiedenen
Schnurstärken.

Der Bericht im Fliegenfischen war die absolute Lachnummer. Ich möchte den
sehen, der alleine soviel verschiedene Schnurstärken mit sich trägt und am
Wasser anfängt zu knüpfen.
Selbst wenn man zuhause sich vorbereitet (2cm hiervon, 3cm davon...), kann
man es auch übertreiben...


Hallo Michael,

Du hast hier vollkommen Recht. Ich habe diese Vorfächer mal nachgebunden
und war über die Eigenschaften vollkommen enttäuscht.
Die Vorfächer nach Ritz kann man sehr gut verwenden.

Gruß Edgar
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