Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Noellgen, H » 21.04.2017, 18:40

Hallo,

eine Reissverschlusshose ist natürlich erheblich komfortabler beim einsteigen
und insbesondere beim "nässen", wie der Waidmann es nennt.
Dem gegenüber steht das Risiko, dass der RV undicht wird.
seitdem ich die RV Hose habe (das wenig gelobte Modell von Scierra),
trage ich keine andere mehr, habe allerdings eine Reservehose dabei.
Da ich die Wathose eigentlich nur zu Lachsfischen trage, kann ich
zur Dauerhaltbarkeit keine Aussage machen.

Gruß,

Heiner
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon fly fish one » 21.04.2017, 19:36

Lieber Heiner,

weil Du Deinen Butler ins Wasser schickst, oder?! :badgrin: Beim Lachsfischen steht Herr Graf natürlich selbst im Wasser und der Butler dahinter, um mal den Whisky zu reichen oder mal den Meterlachs mit Kescher zu landen. :p :p

Nee alles Kappes. Ich finde das sehr interessant, dass die Reißverschlußhosen, egal von welcher Marke, doch scheinbar auf dem Vormarsch sind.

Dein Frank
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Noellgen, H » 21.04.2017, 20:13

Hallo Frank,

Das eigentliche Problem besteht darin, dass ich grundsätzlich nur knietief einwate.
Dann kann der Butler in seinem Frack trockenen fußes am Ufer stehen bleiben
und entspannt das Tablett halten.
Die Distanzverlängerung zum Fisch gleiche ich durch weitere Würfe aus.
Wie soll ich unter diesen Gegebenheiten die Dichtigkeit des Reißverschlusses testen ?

Gruß,

Heiner
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Fischfinder » 24.04.2017, 08:20

Lasse es laufen bis die Hose voll ist. Wenn nichts rausläuft ist sie OK. :D
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Dietmar0671 » 24.04.2017, 10:01

Heiner,

wenn Du grundsätzlich nur knietief einwatest würde ich an Deiner Stelle auch eine hüfthohe Wathose in Betracht ziehen.

Deutlich günstiger und praktisch.

Viele Grüße

Dietmar
Ich bin in 5 Minuten wieder zurück, gehe fischen, unbedingt alle 5 Minuten neu lesen
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon piscator » 24.04.2017, 13:00

Moin, ich hab seit Jahren so eine rentnerfreundliche Wathose und der Reißverschluss ist natürlich dicht -- wie bei tausenden Trockentauchanzügen auch. J.
ride the snake (JM)
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Noellgen, H » 24.04.2017, 19:28

Hallo Dietmar,

im Grunde hast Du recht. Ich benutze die Wathose tatsächlich (fast) nur zum Lachsfischen.
Ansonsten reichen mir normale Gummistiefel, gelegentlich Hüftstiefel.
Ich mag es nicht, wenn in Wathosen in den Wiesenbächen herumgetrampelt wird, die
höchstens 10 m breit sind. So weit kann ich werfen.
Die Hüftstiefel benutze ich eigentlich auch nur im hohen Gras, weil ich sonst nasse
Knie bekomme und an meiner Speycast-Trainingsstelle.

Beim Lachfischen allerdings muss ich entgegen meiner Gepflogenheiten doch gelegentlich
etwas tiefer einwaten um eine Rinne zu durchqueren oder sonst eine gute Stelle zu erreichen.
Da brauche ich dann doch eine "richtige" Wathose.

Gruß,

Heiner
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Olaf Kurth » 24.04.2017, 23:03

Noellgen, H hat geschrieben:Ansonsten reichen mir normale Gummistiefel, gelegentlich Hüftstiefel.


So habe ich mir das vor langer, langer Zeit auch mal gedacht, lieber Heiner,

bis ich dann zu Hause links aus dem Gummistiefel drei Zecken und aus dem rechten Schuh fünf Tiere rausfischen musste. Teilweise sind mir die Plagegeister schon am Hosenbein hochgekrabbelt, das war's dann. Seit dieser Erfahrung bin ich nur noch mit Wathose bzw. Hüfthose in unseren Breiten am Fließgewässer (mit sehr hohem Gras) unterwegs.

Ich kenne Menschen, die durch Zeckenbisse eine Borreliose und dadurch massive Einschränkungen bekamen. Darauf habe ich keine Lust; deswegen schütze ich mich lieber mit einer Hose. Wenn ich durchs Unterholz krieche oder an Uferböschungen rauf und runter kraxel, komme ich regelmäßig an den Hot-Spots der Spinnentiere vorbei. Die ein oder andere Zecke streife ich heute locker von der Hosenoberfläche ab. Ich bin wohl nicht mehr so attraktiv...... :roll:

Liebe Grüße,

Olaf
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon orkdaling » 25.04.2017, 07:06

moin moin Olaf,
nunja mit den Zecken und Schnecken Raupen und solch Getier hast du Recht , die fallen schnell in die Stielel. Die fallen dir aber auch beim Pfifferlinge suchen in den Nacken.
Ich habe ein paar Neopren Hueftstiefel mit Klettverschluss da fællt nicht rein, die sind aber nur was bei kalten Wasser und nicht fuer lange Wege.
Mit oder ohne Reissverschluss hængt wohl auch von der Bequemlichkeit oder Bauchumfang ab.
Ich denke mal eine Schwachstelle mehr und solange ich problemlos in die Normalen komme sehe ich keine Notwendigkeit.
Aber ich sehe es wie Heiner, kommt auch darauf an wie oft man unterwegs ist, mal 2 Wochen Urlaub oder 100 Tage im Jahr.
Generell nehme ich nur das was ich brauche, mir wird auch zuviel im Wasser rum getrampelt, Hauptsache bis zum Bauch rein und Weit gewinnt. Das sieht man an Forellenbæchen, Lachsfluessen oder der Kueste.
Ach ja, morgens bei Tau ueber eine nasse Wiese oder entlang am Bach, da helfen auch Stulpen die man spæter einfach zusammen rollt und verstaut.
Da wo es felsig ist vertraue ich lieber meinen Treckingschuhen, die sind rutschsicher und bequem.
Gruss Hendrik
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Re: Wathose mit oder ohne Reißverschluß?

Beitragvon Olaf Kurth » 25.04.2017, 08:43

orkdaling hat geschrieben:Mit oder ohne Reissverschluss hængt wohl auch von der Bequemlichkeit oder Bauchumfang ab.
Ich denke mal eine Schwachstelle mehr und solange ich problemlos in die Normalen komme sehe ich keine Notwendigkeit.



Das sehe ich auch so, lieber Hendrik,

ob eine Hose einen Reißverschluss hat, oder nicht, wäre mir bei einer Neuanschaffung nicht so wichtig. Wenn man sein Hausgewässer kennt und weiß, wo der Weg hin führt, sind Hüft- oder Gummistiefel sicherlich gut. Aktuell kann ich das verstehen, da die Vegetation noch nicht so weit ist. In sechs Wochen sieht es bei uns aber anders aus.

Die Watwanderung an Forellenbächen würde ich immer empfehlen: Möglichst tief rein in den Bach um so schneller kommt man an die "guten" Stellen. Und möglichst schwere WF Schnüre mit super-schweren Fliegen verwenden, man will ja schnell auf Tiefe kommen. Zudem kennen viele Fische dieses laute "Plopp-Geräusch" ja noch - "Achtung jetzt kommt Futter!" :lol:


orkdaling hat geschrieben:Da wo es felsig ist vertraue ich lieber meinen Treckingschuhen, die sind rutschsicher und bequem.
Gruss Hendrik



Da bin ich auch wieder bei Dir,

"safety first" denke ich am Wasser, darum trage ich Watschuhe mit Gummisohle und Spikes. Wenn ich wollte, könnte ich einbeinig auf einem veralgtem Stein stehen und Pirouetten drehen - ich würde keinen Millimeter rutschen. Ich weiß, dass Du mit Filzsohlen bzw. Trekkingschuhen gut zurecht kommst. Ich habe mich schon manches Mal abgelegt, bin ausgeruscht oder habe den Halt verloren, deshalb sind Spikes für mich Pflicht.

Liebe Grüße,

Olaf
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