von MEFO45 » 16.04.2011, 07:33
Wie versprochen hier ein kurzer Bericht:
Am ersten Nachmittag (Sa. 02.04.) fischten wir direkt am Haus an einem Strand im Norden der Insel. Wir fischten mit Spinnrute (weiss/pink) und mit der Fliege (weisse Magnus). Kein Fischkontakt, dafür dünner, schwarzer Tee um uns herum (Die Alge). Ziemlich demoralisierend.
Am nächsten Tag beschlossen wir, den Süden zu erforschen. Hier (am Leuchtturm) sah das Wasser etwas besser aus. Jedoch nach wenigen Würfen kam uns ein dänischer Spinnfischer entgegen, der von einem Event mit 150 Anglern berichtete, die alle nichts gefangen hatten. Obwohl wir darauf hin Köder und Stellen wechselten, hatten wir keinen Fischkontakt. Teilweise sah die Brühe aus wie Kaffee. Die Stimmung war auf dem Tiefpunkt.
Montags verliessen wir Als mit dem Plan, an einer dänischen Au die Algen zu vergessen. Wir suchten Hilfe und Rat in zwei Angelläden, deren Adressen ich genau für diesen Fall im Internet recherchiert hatte. Beide Läden (einer in Sonderborg, der andere in Aabenraa) waren leer, ausgeräumt, geschlossen! So fuhren wir aus lauter Verzweiflung an die Genner Bucht, wo uns direkt wieder ein dänischer Angler entgegen kam:"Alles tot, ich habe jeden Stein umgedreht, nicht einmal Nährtiere hier!". Obwhl das Wasser gut aussah, fuhren wir danach zu G* Fishing nach Haderslev. Peter (Beste Grüße und vielen Dank!) gab uns einige gute Tipps. Darauf hin fuhren wir an die Küste, fischten jetzt mit Borstenwurm und fingen gleich unsere erste Forelle (44cm).
Am letzten Tag wurde das Wetter kalt und stürmisch. Wir beschlossen, in die etwas geschützte Genner Bucht zu fahren. Ich hätte nie geglaubt, bei so einem Sturm mit der Fliege fischen zu können. Doch es ging! Den Fisch des Tages (54cm, noch bräunlich verfärbt) fing ich jedoch später mittels Borstenwurm an Sbirolino (Ich konnte die Fliegenrute nicht mehr halten...).
Soweit mein Bericht. Fazit: Die Alge hat das Angelerlebnis zutiefst geschmälert und die Stimmung stark beeinträchtigt. Mit Flexibilität und teilweise auch Kampf (im Sturm!) sind wir dennoch zu Fisch gekommen. Ob wir jedoch die Saison im nächsten Jahr wieder in Dänemark eröffnen, oder lieber bspw. an die Traun fahren, entscheiden wir dann spontan.
Bei steigenden Temperaturen stirbt die Alge und sinkt ab. An der Küste bei Haderslev hatten wir den Grund braun und das Wasser klar vorgefunden. Inzwischen sollte die Alge an den Ostsee-Küsten also kein Problem mehr sein.
Viele Grüße
MEFO