Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 2018

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Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 2018

Beitragvon jpick » 26.03.2018, 21:59

Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen

Dies wird ein langer Bericht. Nichts war so ernst, wie beschrieben. Mein Handy hat keine bessere Kamera, sorry. Trotzdem viele Bilder, das Konzept hat sich bewährt. Viel Spaß dabei!

Prolog

Im Winter leide ich sowieso immer unter Angel-Entzugserscheinungen. Dieses mal war es besonders böse: in der Forellenschonzeit hatten wir an dem einzig noch Erfolg versprechenden Fluss meiner Umgebung beständig Hochwasser, die Jahre vorher hatten wir uns über Niedrigwasser beklagen müssen. Dann endlich, nach Ablauf der Schonzeit der Renken, konnten wir im Januar bei relativ entspannten Temperaturen wieder mit Boot auf den See, Felchen zupfen. Eine Erlösung!
Dieser Winter war jedoch ein sehr spezieller. Als schon keiner mehr an was Böses dachte, kam er plötzlich und mit Macht, Eis und Kälte. Eis, Schnee und beständig Hochwasser machten das Fischen wieder unmöglich. Umso mehr freute ich mich auf den anstehenden Urlaub an der Ostsee, mittlerweile fester Bestandteil der jährlichen Fischereiplanung.
Mein Angelfreund Thomas fährt seit vielen Jahren zweimal im Jahr an die Küste Schleswig-Holsteins, mietet eine kleine Ferienwohnung und lädt mich ein. Jeweils eine Woche stoße ich dann dazu. Wie hatte Thomas noch zur diesjährigen Terminplanung geschrieben: „… wenn nicht noch ein unvorhergesehener Kälteeinbruch kommt, sollten wir zur optimalen Zeit oben sein!“
Wahrlich seherische Fähigkeiten! Pünktlich zur Reisezeit standen die Zeichen nämlich auf Nachtfrost, Nordostwind, Eis, Schnee und kalten Wassertemperaturen. Getoppt wurde das dann noch vom Sturm an der See, so dass Thomas Ende der ersten Woche gar nicht mehr raus konnte. Immerhin hatte er gleich am zweiten Tag ein Fünferpack angeleint und schon mal ordentlich vorgelegt.

Samstag: noch jobben am Wasser

Immerhin am Wasser. Das waren volle Wochen und ich war bis zuletzt nicht sicher, ob ich alle beruflichen Verpflichtungen würde managen können, um noch zu Thomas an die See fahren zu können. Aber auch meine Partner gaben sich Mühe, es wurde alles etwas kompakter abgearbeitet. Der sehnsuchtsvolle Blick aus dem Fenster auf den Kanal in Dortmund brachte zwar keine Sicht auf Fische, dafür auf jagende Kormorane. Im Verbund drei nebeneinander, viele, viele hintereinander durchkämmten die den Kanal. Fünfmal soviel Vögel wie üblich, vermutlich, weil die Seen und Teiche noch zugefroren waren. Brachte mich gleich wieder in Wallung. Aber dann späten Nachmittag nach Hause und erstmal die ToDo-Liste MeFo abarbeiten. Vergesse gerne was. Noch ein stolzer Blick in die prall und vielfältig gefüllte Fliegendose: hatte ich mich ja beim Binden wieder selber übertroffen!!

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beschränken auf das Wesentliche, puristisch oder wie man sich das auch immer schöndenken kann


Sonntag: Und Los!

Ich fuhr dann am Sonntag zur zweiten Woche los gen Norden. Im Prinzip standen witterungsbedingt die Vorzeichen denkbar schlecht, ich hatte ein sehr ungutes Gefühl, das meine Vorfreude sehr trübte. Sturm, kein Fischen möglich hatte mir Thomas noch mitgeteilt. Fängt ja gut an. Er schickt mir auch noch ein Bild des Desasters.

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nicht witzig

Ich stellte fest, dass in einer Stadt auf der Durchreise am Sonntag die Geschäfte offen hatten. Ich suchte den Bäcker auf, um etwas Stoff für ein Begrüßungs-Kaffeetrinken dabei zu haben. Thomas war ja witterungsbedingt nicht draußen und wir entspannten uns erstmal bei Windbeutel und Käsekuchen, ohne Mampf ja nun mal kein Kampf.

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erstmal in Ruhe Kaffee trinken

Dann räumte ich mein Zeugs in die kleine Wohnung. Am Müllgefäß prangte schon mal ein viel versprechender Aufkleber:

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ah ja!


Montag und Dienstag: Der Beginn

Am Montag ging es dann los. Der Wind hatte ein Einsehen, flaute ab und wir hatten die Möglichkeit, zumindest vernünftig zu fischen. Die Sonne schien zuweilen, das wärmte angesichts der noch sehr niedrigen Außentemperaturen und stimmte das Gemüt friedlich.

Immer das Gelbe vom Ei

Wir kaufen immer eine Packung gefärbte „Ostereier“, natürlich wegen der Stimmung ;-) Morgens nach dem Frühstück beim Packen der Marschverpflegung dann die Auswahlfrage: „Welche Eierfarbe bringt heute Fisch?“. Jeder darf wählen. „Gelb ist der Neid, Rot die Liebe, Grün die Hoffnung!“ Also grün für mich, Thomas nahm braun. „Fängste nur verfärbte Fische mit!“ frotzelte ich.
Wir gingen an unseren „Standardstrand“, wo wir letztjährig noch so gut gefangen hatten. Skurrile Eisformationen zeugten vom gefrorenem Spritzwasser bei dem Sturm, bis oben an den Rand der Steilküste.

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Eis

Am Strand an einer Stelle dann hunderte von kleinen Seesternen im angeschwemmten Tang.

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was der Sturm hinterließ

Leider war kein einziger Fisch zu sehen und auch kein noch so zaghafter Zupfer zu verzeichnen. Abhaken ohne etwas abzuhaken. Ein schöner Sonnenuntergang entlohnte uns aber.

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Heimweg

Für den nächsten Tag wurde uns strammer Nordostwind vorhergesagt. Natürlich wurden die meteorologischen Quellen abends ausgiebig genutzt, um den nächsten Tag zu planen. Nicht umsonst stehen im Küstenangelführer bei der Beschreibung der Strände auch die Windrichtungen dabei, für die der Spot geeignet ist. Nordost heißt, Küstenabschnitte zu suchen, die in südliche Richtung zeigen. Was sich anbot, war nicht unsere erste Wahl, für alle anderen Windrichtungen haben wir unsere festen Spots mit Erfahrungswerten.

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auf der Suche nach neuen Locations

Nun ja, da muss man durch und warum nicht mal woanders fangen … Fazit: erst lange gesucht, dann weiterer Fußmarsch, dann am Wasser auf und ab. Leider nicht der dunkle Grund, den wir uns so vorgestellt hatten. Das interessanteste an diesem Tag war noch, dass der Parkplatz mit Autos und Logistikfahrzeugen einer Filmfirma vollgestellt war. Offenbar wurde eine neue Folge vom „Landarzt“ gedreht oder sonst irgend so ein Trivialgedöns. Naja, die Sonne schien auch schön, das bräunt zwar, ist aber zum Fischen meist auch nicht erste Wahl. Da etwas ab vom Strand Netze standen und Kormorane fischten, hätte eigentlich Fisch da sein sollen. Wir fischten fleißig an Steinmolen, Einläufen und einer kleineren Steilküste. Mir hatte es ein zwischen zwei Molen liegendes kleines Steinriff mit Blasentangbewuchs angetan, das ich ausgiebig befischte. Aber auch an diesem Tag sahen wir nicht einen einzigen Fisch. Dafür konnten wir viele Stunden eine Fregatte der Marine bewundern, die immer schön im Rechteck fuhr.

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das Beste war das Picknick

Es stellte sich das typische MeFo-Feeling ein. Man gibt alles und - NICHTS! Von diesem Strand gibt es jetzt mal keine weiteren Fotos. PSST! Militär!Geheim! Nur hinterher tat der Jagertee sein Gutes. Ich schwatze hier zwar so locker rum, aber Leute, es war wirklich kalt.

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Wärme ist auch von innen wichtig


Einwurf: Wenn schon, denn schon …

Wenn wir fischen, gehen wir übrigens immer den ganzen Tag raus. Morgens werden nach einem entspannten Frühstück die Brote geschmiert, die Thermosflaschen gefüllt und die Sitzrucksäcke gepackt.

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Survival-Pack

Mit der einsetzenden Dunkelheit geht es zurück. Oft sind auch längere Fußmärsche dabei, so dass man abends schon ganz gut merkt, dass der Tag doch lang war ;-) Hardcore Action bis aufs Blut.

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Mist, wieder umsonst die Finger blutig geworfen …

Abends wird dann getäfelt. Vorzugsweise Meerforelle. Deshalb wird bei Fang pro Tag auch ein geeigneter Fisch entnommen.
Bei Gelegenheit dann später ein Whisky. Für den ersten Abend, an dem ich eintreffe, bringe ich traditionellerweise immer irgendwas Fischiges aus eigener Produktion mit. Diesmal geräucherte Renken aus den Fängen im Januar. Beim Einkauf war mir noch eine Flasche Jagertee ins Auge geraten, die ich in Heißgetränk-Aufwärmaktionen nach dem Fischen schätzen lernte.


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Räucherrenke aus eigener Produktion


Mittwoch - Neues Glück

Der Wind überlegte sich für den Mittwoch, mal aus Südwest kommen zu wollen. Schnell wurden wir einig, welchen passenden Strand wir aufsuchen wollten: den, wo Thomas in der Vorwoche schon gefangen hatte. Eierfrage heute: Ich wählte gelb. Grün war ja nun nicht unbedingt der Knaller gewesen.
Auf dem Parkplatz standen schon zwei jüngere Kollegen. Einer mit Actioncam auf der Brust und Zweihandrute. Wow! Ich konnte nicht schweigen und fragte, ob denn die Drills nachher auf YouTube zu sehen sein würden. Immerhin konterte einer der Jungs ganz gut: „Aber nur auf einem nicht jugendfreien Kanal!“ Den späteren Aktionen am Strand nach hätte es durchaus ein Shooting für die besten Wurffehler mit Zweihandrute sein können. Ziemlich schnell verschwanden die zwei auch wieder.
Ich war überrascht, dass vorne noch Schnee auf dem Sand lag und auch hier gab es Eis am Ufer vom Sturm. Nun ja, ideal, um Fisch frisch zu halten *grins* Man muss es sich eben schön reden …

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Schnee am Strand


Der Wind pfiff doch heftig. Das extrem niedrige Wasser war ebenfalls eisekalt, 1,6 Grad erbrachte die ingenieursgerechte Messung durch Thomas. Nunja, da ist man doch schon wieder top-motiviert. Ein Personal Trainer oder Mental Coach hätte sicher seinen Spaß an uns gehabt.

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fachkundige Messung mit halbem Display, wir warten auf die Schätzung des Experten

Immerhin leichte, später mittlere Welle. Thomas wählte seinen erfolgreichen Spot, ich latschte wacker weiter dahin, wo ich früher schon selbst mal Fischkontakt hatte.

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sah langweilig und trostlos aus, aber dann …


Und dann geschah es. Genauso, wie es sonst flau ist, ging es los. Nur umgekehrt. Es fing mit einem Zupfer aus dem Nichts an. Dann erkannte ich rechts von mir trotz Wellen einige Ringe an der Oberfläche: FISCH! In wenigen Sekunden traten Wind, Kälte, Eis usw. völlig in den Hintergrund. Und schon kam der erste Biss. Ahhh! Erlösung. Das übliche Kopfschlagen, vorsichtiger Drill und schon hatte ich den ersten mittvierziger Fisch im Kescher.

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Naturkühlung, der einzige, aber nicht zu leugnende Vorteil des Schnees, fanden wir

Und schon kam Streß auf: schnell wieder einsatzfähig sein, solange Fisch da ist. Und zu allem Überfluss hatte ein anderer Fischer den Fang mitbekommen. Meine Befürchtungen, dass der mir jetzt gehörig auf die Pelle rücken würde, waren angesichts von C. geschilderter brutaler Szenarien berechtigt, aber er kam nicht näher.

Schon der nächste Biss. Wieder ein schöner, etwas besserer Fisch. Dann wurde es ruhig und man hatte den Eindruck, die Fische würden mit der Fliege spielen. Immer kleine Zupfer. Immer noch Ringe. Aber es war zunächst kein richtiger Biss mehr zu bekommen. Dann wurde es mir zu bunt – einen der nächsten Zupfer beantwortete ich mit einem für meine Verhältnisse brachialem Anschlag. Und hing!

Für die weiteren Geschehnisse muss ich nun Erläuterungen geben. Ich bin bekennender Katzenklo-Nichtträger. Ich habe es auch schon probiert. Ehrenwort. Aber für mich persönlich stehen die Nachteile „ohne“ noch nicht im geeigneten Verhältnis zu den Vorteilen „mit“. Für mich taugt die Frage auch nicht zum Glaubenskrieg. Soll doch jeder machen wie er will. Mich nervt es ohnehin, wenn „Experten“ meine Ausrüstung bespähen und Sprüche wie „… was hast du denn für ein langes Vorfach!“ oder „… mit der Fliege fängt man doch nix!“ oder „ist die Rute nicht zu schwer/zu leicht/zu schnell/zu langsam“ kommen. Dafür halte ich mich auch zurück. Soll nicht heißen, dass man sich nicht gegenseitig hilft und berät, aber alles im Rahmen. Nicht in der Art von „Meine Rute – Deine Rute“ oder so.

Nun also. Der Fisch schwamm schnell auf mich zu. Ich „liebe es“, wenn Meerforellen mir so kommen und man Mühe hat, den Kontakt zu behalten. Schnellst strippte ich die Schnur ein und nun war dieser Fisch der erste, der mir fast vor den Bauch schwamm. Mit geschicktem Sprung war er durch die vor mir ausliegenden Schnurklänge geschwommen. Mist, dachte ich, jetzt kannst du ihn nicht mehr weglassen, das gibt Chaos. Also kein Drill mehr, hart rangenommen, voller Druck, Kescher, fertig. Ja – und was soll ich sagen? Gefangen hatte ich meine erste „Stealhead“, wie die ausgebüxten Zucht-Rainies hier ja liebevoll genannt werden. Gab ihr also leider keine Chance, das sprichwörtliche rebellische Temperament auszuleben. Sehr kompakter Fisch, so Richtung „60x40x30“ wie ich immer sage. Rechteck ist auch bestes Packmaß. Hat mir mal ein anglerischer Fleischmacher erklärt, mit dem ich ganz früher ein paar mal in Dänemark unterwegs war. Richtig zugeschnitten könne man die Fische im Freezer und für den Rücktransport in Styroporkisten optimal stapeln. Das würde die maximal mögliche Stückzahl doch erheblich steigern.

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wer sagt’s denn: meine erste „Stealhead“

Dann war wieder Funkstille, kein Fisch mehr zu sehen und ich fror doch. Am Ufer kam dann der Fliegenfischer zu mir, der den Fisch mal begutachten wollte. Wir stellten fest, uns schon einmal begegnet zu sein und ein netter Anglertratsch begann. Zwischendurch hatte ich Thomas angerufen, so wie wir uns gegenseitig immer unsere Fänge melden und er war auch hoch gekommen.
Leider war es das dann auch für diesen Tag, an dem sich das Wasser noch um zwei Grad erwärmt hatte. Was heißt „leider“ … ;-) Abends wurde dann MeFo in Folie zelebriert. Thomas hat da seine ganz spezielle Gewürzmischung in der Mühle parat. Fisch war geschmacklich ein Gedicht. Weißwein dabei – passt!


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aus dem kalten Schnee in die warme Folie - wahnsinnig lecker

Donnerstag: weiter Hoffnung

Der nächste Tag brachte Süd bis Südostwind. Geeignet war weiterhin der bisherige „Erfolgsstrand“. Eierfrage für mich geklärt: „Geeeeelb!“.

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Leute, kauft gelbe Eier!

Thomas versuchte es wieder näher am Parkplatz, ich lief natürlich wieder zum Spot des letzten Tages. Es war in etwa alles wie am Tag zuvor, außer dass der Wind doch teils heftig von rechts in die Wurfhand blies. Ich behalf mich damit, mit der Schnur geradeaus mit kurzem Wurf aufs Wasser einen Anker zu legen, dann unter hohem Zug und Aufladung schnell abzuheben und dann schräg in Windrichtung zu feuern, was auch ganz gut gelang. Besser, als ständig rumzuwedeln. Die 7er Rute mit der 8er Kurzkeule taten ihren Dienst. Immerhin hatte ich wieder einen Biss und gegen den späten Nachmittag dann doch noch einen kleineren Fisch.

Jonny Controlletti – Bon Giorno, Senor!

Dann sah ich am Ufer einen Mann schnellen Schrittes vom Parkplatz her den Strand ablaufen. Ich sah schon die Dienstkleidung und es gab eine Kontrolle. Einen der Fischerkollegen führte er dann zum Parkplatz ab, wie ich aus der Ferne sah. Der hatte seine Papiere im Auto „vergessen“.
Nun muss wieder ausgeholt werden. SH erhebt als einziges Bundesland zum Jahresfischereischein eine Zusatzgebühr von 10 EUR pro Jahr. ACHTUNG! Diese muss auch gelöhnt werden, wenn man in einem freien Gewässer wie der Ostsee fischt! Ohne diese Marke gibt es mächtig Ärger, man nannte schon von den Zahlen und der Aussprache her schlimm klingende Paragraphen. Der Thomas, der als Ingenieur immer alle Eventualitäten ins Kalkül zieht, hatte angesichts meiner Entscheidung, diese Zusatzgebühr im Vorfeld ONLINE zu entrichten und einen Quittungsausdruck mitzuführen,bereits böses geahnt. „Was passiert, wenn der Kontrolleur noch Very Old School sei, über das Online-Verfahren nichts wisse oder den aufdruckten QR-Code nicht lesen könne?“ Thomas kauft immer zu Beginn im Laden eine Klebemarke. Nun ja, wieder hatte er den wunden Punkt erahnt. Mein Schein ließ sich nicht scannen. Der (freundliche) Beamte geriet sichtlich in Stress. Die Versuche, seine Kollegen im Amt zu kontaktieren scheiterten angesichts der ungeahnten Abschirmung seines Empfanges durch die Steilküste zunächst. Dann müsse er sich meine Daten abschreiben und später prüfen. Er schrieb sich alles auf den Zettel. Ich verstand nicht, wieso er nicht die ID des Scheins per Hand eingeben konnte, so wie jede Frau an der Aldi-Kasse bei Problemen mit dem EAN-Scanner. Das gebe die Software nicht her. Dann verschwand er. Nett war wieder, dass er später zurück kam und mir mitteilte, es sei alles in Ordnung!

So ging der Tag zu Ende und Thomas, der den ganzen Tag bei mir fischte - schwor, am nächsten Tag wieder an seiner „alten Erfolgsstelle“ fischen zu wollen, egal wie ich auch woanders fänge.

Freitag - Effizienzprobleme

Manchmal meint man, der liebe Gott oder wer auch immer schreibt ein Drehbuch. Das Auf und Ab beim MeFo-Fischen gehorcht wohl zuweilen einem solchen. Nach ersten Erfolgen und einem mäßigen Tag mit wenig – aber immerhin doch - Fisch ging es Freitag dann richtig zur Sache. Natürlich mit gelb. Ähnlich den tollen Tagen im Vorjahr war dies einer, den man sicher nicht mehr vergisst. Der Wind war wieder Süd/Südost und es stand eine leichte auflandige Welle auf dem Strand. Es war wärmer geworden, aber auch noch nicht muckelig. Ich liefe wieder zum Spot der letzten zwei Tage. War gerade etwas windauf eingestiegen, als links von mir die ersten Fische buckelten.

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sah auch nach wenig aus, immerhin Kräuselwelle

Schnell watete ich Richtung Fisch. Ich konnte die Fische mit dem weitesten Wurf gerade so erreichen. Es dauerte nicht lange, dann kam der erste Biss und Fisch. Ein sehr guter Fisch und ich gab mir Mühe, den schnell fürs Abendessen zu versorgen. Ist Fisch da, sollte man keine Zeit verlieren. Und nun ging es Hieb auf Schlag: 6 Fische konnte ich in der Folgezeit haken. Ein Problem blieb die Effizienz: 4 Fische konnten sich im Drill losschütteln. Da macht man sich seine Gedanken. Mein Problem ist zum Beispiel seit Jahr und Tag, dass ich nicht vernünftig anschlage. Irgendwie habe ich wohl damals vor dem ersten Lachsurlaub zu viel mentales Training gemacht „… du sollst nicht sofort anschlagen, du sollst nicht sofort anschlagen, du sollst nicht …“.

Nach diesen ersten zwei Traumstunden wurde es ruhig. Ich traf noch einen netten einheimischen Angler, der mir unter anderem von den elektrisch abgefischten Lachsen in seinem Lachsfluss Bilder zeigte, er ist dort Gewässerwart. Nach langem Schwatz stieg ich wieder ein. Es tat sich zunächst nichts, bis am späten Nachmittag wieder Fische da waren. Angesichts des etwas nachgelassenen Windes hatte ich mich schon morgens für die 6er Rute entschieden, die ich kurz zuvor noch in ebay ersteigert hatte. Da hatte ich nach langer, langer Suche das gleiche Modell ergattern können, dass ich bisher als 7er Rute so lieb gewonnen habe. Und schon mal super entschneidert hatte an diesem Tag! Doch in Rutenfragen sollte sich noch erhebliches Unheil anbahnen …

Aber es biss wieder, es gab eine kleinere MeFo, Thomas hatte eine kleinere und ich einen Aussteiger (!) sowie einen Abreißer, „klassisch“ am Öhr der Fliege den Schlaufenknoten aufgescheuert. Und dann – Stichwort Drehbuch – kam es nochmal dicke. Ich hakte ganz spät noch einen Fisch und schon beim ersten Kontakt stellte sich heraus: der Fisch des Tages. Bei mir stellte sich sofort wieder das Fangfieber ein. Das verhindert leider zuweilen auch das klare Denken. Der Fisch zog nach einigen Fluchten an mir vorbei Richtung Ufer. Blitzartig schossen mir dumme Gedanken durch den Kopf. Die letzte richtig große MeFo hatte ich erfolgreich gestrandet, war doch alles so einfach gewesen. Also rückwärts marsch Richtung Ufer. Kurz vor dem Ufer beschloss der Fisch aber, dass er gar keine Lust mehr auf Strand hatte und flüchtete wieder Richtung See. Ich konnte ihn im Flachwasser halten, aber statt nun geduldig zu sein, wollte ich nun offenbar die Kombination aus Stranden und Keschern anwenden. Beides zusammen führt übrigens nicht zum Erfolg, wie ich laut fluchend feststellte. Das war also der tragische Höhepunkt. Hätte ich den Fisch "normal" verloren, sei es so, aber diese eigene Dummheit tut mir noch heute weh. Kennt jeder von Euch!! Und dann passierte es: ich hatte zwischenzeitlich wegen des auffrischenden Windes wieder zur 7er Rute gegriffen. Nicht nur, dass ich mich noch über den schönen Fisch ärgerte, als ich wieder einstieg und die Schnur abzog, knickte plötzlich die Rutenspitze ein. Bruch. Sozusagen als Zugabe.

Ein super Tag, neun Fische gehakt, aber nur drei im Kescher. Da würde man zeitgemäß die Frage nach der „Effizienz“ stellen, oder? NEIN! Es war einfach nur geil. Wenn nicht, ja wenn nicht noch ein weiteres zweifelhaftes Malheur den Kontrapunkt gesetzt hätte. Das Stichwort lautet wieder: Drehbuch!

Wie wohl ein jeder stelle auch ich meine Ruten nach dem Fischen während des Ausziehens und Einpackens ans Auto (und jetzt wissen schon einige Bescheid, was kommt). Als wir an diesem Tag wieder an der Ferienwohnung eintrafen, stellte ich mit einem in den Kofferraum Blick fest: hier fehlt was. Sofort sagte ich zu Thomas: meine Ruten stehen noch am Strandparkplatz. Irgendwas in einem hat doch was mitbekommen, denke ich dann immer. Grundsätzlich bin ich schon immer ein vergesslicher Typ gewesen. Nun war Eile angesagt. Waren die Ruten noch auf dem Parkplatz, musste ich potentiellen Findern wie Strandspaziergängern zuvor kommen. Und da waren doch, als wir fuhren, noch zwei Männer runter gegangen? Und die Gedankenmühle arbeitete. War dieser Tag nicht schon aufregend genug gewesen? Naja, beruhigend: es war dunkel, wir hatten wie immer bis zum letzten Büchsenlicht gefischt. Schon vorteilhaft, wenn man so besessen ist. Zumindest in diesem Fall. Günstigstenfalls hatte ich die Rute an Strand stehen lassen, da würde sie ja jetzt kein Spaziergänger mehr finden. Immerhin waren erstmal über 30km zurück zu fahren. Dass einem dann auch immer noch mehr in die Quere kommt. Vor mir plötzlich ein Auto, das Schlangenlinien fährt. Tippe auf Handynutzer, aber der fährt trotz Lichthupe kreuz und quer. Erstmal Abstand. Dann Gegenverkehr, auch die mit Lichthupe. Erst 5km weiter hält das Auto in einer Haltebucht für Busse. Sehe, dass auch nur ein Scheinwerfer funktioniert. Mannomann. Da hat der Küstennebel wohl jemanden ziemlich zugenebelt. Dann endlich komme ich zum Parkplatz und die Erleichterung weicht dem Stress: da liegen die zwei Ruten doch einträchtig nebeneinander im Scheinwerferlicht …

Offensichtlich unbeschädigt. Na, das war ja noch mal gut gegangen. Schnell zurück zum MeFo-Essen. Extrastarker, doppelter Jagertee musste aber erstmal. C. gab später folgenden Supertip: die Ruten immer auf der Fahrerseite ans Auto stellen, z. B. an den Außenspiegel. Man sollte sie so nie mehr übersehen. Er sprach auch aus Erfahrung und würde es "seitdem" immer so machen...

Samstag: die letzten gelben Eier

Nach diesem doch vielschichtig denkwürdigen Tag beschlossen wir natürlich am Samstag nochmal genau dort hinzufahren, Wind unverändert, aber abflauend. Hört man erstmal gerne! Ich fuhr – noch ganz heiß – früh vor, Thomas wollte noch Aal für die Bekanntschaften zuhause einkaufen. Noch zwei gelbe Eier da, die waren sofort vergriffen gewesen.

Ja, nach so einem Vortag - da wird man schon bei der Anreise unruhig. Schnell war ich am Spot – aber was war das? Die Spitze der 6er war doch in Mitleidenschaft gezogen worden. Nur der Ring hielt die zwei gebrochenen Teile noch zusammen, hatte ich abends übersehen. Beide Ruten defekt!!! Der Gau! Das muss man auch erst mal schaffen, sagte Thomas anerkennend, zwei hochwertige Ruten an einem Tag!

Naja, ich hoffte, ohne Spitzenring eine Zeit überbrücken zu können, bis Thomas mir seine Backuprute mitbringen könnte. Natürlich war er gerade jetzt nicht zu erreichen. Aber bereits der erste Wurf endete mit eine lauten Krachen: auch am Mittelteil war die Rute geborsten. War schlichtweg beim zurücksetzen am Auto umgekippt und ich drüber gefahren. Na prima! Und Thomas weiterhin unerreichbar. Nach langer Zeit meldete er sich dann vom Parkplatz, brachte eine 7er Rute mit und ich konnte weiter fischen. In der Nähe des Parkplatzes hatte sich nun eine ganze Armada Angler o. ä. im Wasser versammelt. Vermutlich so ein Guiding oder Küsten-Kurs, die Spaziergänger fragten ausgerechnet uns, woher denn die ganzen Autos kämen. Aber auch die waren schnell wieder fort. Dafür kamen dann am Strand diesmal aus der anderen Richtung gleich zwei Männer in Dienstkleidung schnellgeschritten. C., ein langjähriger einheimischer Bekannter, hatte Muße. In Zeitlupe bequemte er sich auf das akustische Geheiß „Fischerei-Kontrolle, bitte kommen sie mal aus dem Wasser!“ quasi in ziviler Nörgelei sehr norddeutsch aus dem Wasser. Wenn alle Kontrollen so lange dauern würden, na dann wäre das mal wieder eine Frage mangelnder Effizienz.
Immerhin erkannte mich der eine Kontrolleur wieder und ich brauchte nichts auszupacken, Obwohl ich mir kurz nicht sicher war, ob nicht die Vorschrift gebot, noch mal zu kontrollieren. Ich konnte wieder nicht den Mund halten und fragte, ob man heute denn den QR-Code scannen könnte. Aber das wurde humorvoll aufgenommen … Ich frage mich allerdings, woher diese Kontrollhäufigkeit kommt bzw. wer diese anordnet. Das kostet doch richtig Geld, vor allem auch am Wochenende, wenn Beamte da rumlaufen. Sollte man nicht lieber da mal schauen, wo echte Schwarzfischer richtigen Schaden anrichten?

Nun trug es sich zu, dass sich die See zunächst mehr und mehr beruhigte, zum bekannten „Ententeich“ mutierte, um dann im superlativen Ruhezustand eines „Zierfischbeckens“ zu erstarren.

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still ruht die See, lustlos baumelt die Leine, immerhin sieht man mal den Mischgrund

C. war etwas oberhalb von mir fischen gewesen. „Zwecklos“ kommentierte er die Situation und zog von dannen. Wir beschlossen ebenfalls, zu switchen und mehr die offene Küste aufzusuchen, wo wir uns mehr Welle erhofften. Am Auto traf mich dann beim Verpacken des Rucksackes doch fast der Schlag. Fand ich doch im Kofferraum das dicke Rutenrohr mit je einer weiteren 6er und 7er Rute drin. Hatte das doch extra nicht mitnehmen wollen?? Hatte ja schon erwähnt: bin notorischer Vergesser. Vergessen hatte ich diesmal komischerweise gar nix, aber vergessen, dass ich sogar ein doppeltes Ruten-Backup dabei hatte. Quasi vergessen, dass ich nichts vergessen habe, wie Thomas sinnierte. Quasi die nächste Stufe auf der Kunst der vollkommenen Vergesslichkeit. Nun ja.

Wir kamen an einen Strand, wo ich letztes Jahr am ersten Tag noch nach der Anreise am Abend zwei Fische hatte. Und die Bedingungen schienen gut. Wind, Welle, etwas trübes Wasser. Nur sehen konnten wir keine Fische. Ich erinnerte mich an meinen Orientierungspunkt, die Holzbank, und stieg ein. Entgegen letztem Jahr waren kaum Blasentangfelder zu erkennen. Überhaupt schien der Sturm in dieser Hinsicht an allen Stränden ziemliche Veränderungen herbeigeführt zu haben. Am zweiten Tangfeld in Wurfweite konnte man sich vorher gut orientieren.

Und es ging gut los: dritter Wurf - fast parallel zum Ufer - Fischkontakt, kurzer Drill, wieder Aussteiger. Oha. Danach biss aber lange Zeit gar nichts mehr. Wir fischten den Strand stundenlang gründlich ab, trafen noch unseren Bekannten N., der auch noch nichts hatte. Den Schilderungen unsrer Vortage hatte er nur hinzuzufügen, dass er bereits zweimal die Ruten am Auto … Ich bin doch nicht allein auf dieser Welt, tröstete ich mich!! Übrigens hatte N. wie C. und alle anderen, die ich in der Woche traf (auch die Sbiro-Teichfraktion) diese Polar Magnus am Vorfach. Auch ich fing ALLE Fische auf diese Fliege. Werde diese Landplage daher zukünftig nur noch "Popular Magnus" nennen. Nur Thomas fischt seit je her seine Eigenkreation. Ein Unikat ohne berühmten Namen, welches in unverschämter Weise auch fängt. Tststs!

Gegen Abend fing es dann bei Thomas an zu beißen, er hatte in der Nähe eines Steinmolenkopfes zwei kleinere Fische erbeutet. Später verlor er noch einen besseren Fisch. Als ich schon einpacken wollte, hatte ich plötzlich einen Schwall hinter der Fliege. Schnell war komischerweise die Lust am Fischen wieder erwacht. Nächster Wurf kurzer Zuppler. Schien so, als spielte ein Schwarm Grönländer mit meiner Schnur. Immer Leben im Bereich meiner Fliege. Dann Zupfer, fetter Anhieb und es hing einer dieser blitzeblanken Fischlein an der Entnahmegrenze. Noch einer folgte und dann wurde es dunkel. Es waren quasi noch mal die Abschiedsfische. Toll, dass wir zum Abschluss noch mal den Fisch gefunden hatten. Drehbuch live. Die Story endet immer mit einem Happy End.

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Kehraus

Abends gab es dann wieder Fisch zu essen. Diesmal mangels verwertbarer Beute aber keine Meerforelle:

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es gab Fisch …


Sonntag: aus, aus, aus …

Wir schliefen recht lange, diese Zeitumstellung kam auch noch dazu. Quasi ein mitteleuropäischer Binnen-Jetlag. Dann hieß es Bude blockern, bei dieser Vermietung gibt es diese meist satt finanzierte so genannte „Endreinigung“ nicht. Besenreine Übergabe heißt es stattdessen. Also ans Werk.


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da war doch noch was in der Spüle

Gegen Mittag waren wir dann fertig mit putzen und packen. Wahnsinn, was da aus dieser kleinen Butze so alles ans Licht kam. Das sollen wir wirklich alles da reingeschleppt haben? Zehnmal zwischen den Möbeln durchschleichen: wirklich nichts vergessen??? Und dann ging es wieder auf die Autobahn gen Süden. Staufrei kamen wir zuhause an. Und freuen uns jetzt schon wieder auf die nächste Tour, vermutlich im Herbst. Werde mal beizeiten anfangen, Eier gelb zu färben.

Man sieht sich. 8) 8) 8)
Zuletzt geändert von jpick am 31.03.2018, 22:41, insgesamt 8-mal geändert.
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Pelsi » 26.03.2018, 22:41

Vielen Dank für diesen kurzweiligen Bericht, echt klasse :mrgreen:
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Jonas199 » 26.03.2018, 23:16

Wow, toller Bericht, danke dafür!!
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Cowie » 27.03.2018, 09:13

Moin Stefan,

PETRI & DANKE zu den Fängen und für Deine Mühe!!!

Ein toller Bericht mit schönen Fotos, es macht Spass, so mitgenommen zu werden! =D> =D> =D>
Petri & Tight Lines

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Ich glaube, dass Mutter "Natur" uns liebt - doch tun wir das wirklich auch...???
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Kläuschen » 27.03.2018, 11:03

Moin :D
auch vom anderen Ende D´s : Toller, kurzweiliger, spannender Bericht. Danke für die Mühe. Das möchte ich unbedingt auch mal machen.
LG Klaus
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Achim Stahl » 27.03.2018, 13:43

Moin,

sehr schöner Bericht von meinem Hausrevier! :wink:

Viele Grüße!


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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Svartdyrk » 27.03.2018, 16:08

Servus,

abgefahren & knochentrocken...schön zu lesen und danke dafür,...saugut!! =D> =D>

Gruß Dyrk :wink:
Wishin' I wuz fishin', g <*))))><
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon The Sharpshooter » 27.03.2018, 16:43

Servus,

hab Dank für den spannenden Bericht!! Bin grad wo ganz wo anders, hat mich aber total gefangen! Sehr geil!

liebe Grüße
Christian
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon archi69 » 27.03.2018, 17:22

So ist`s einfach, das Mefofischen! Bürotag heute gerettet! Danke!
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Michl » 27.03.2018, 22:06

Höhen und Tiefen, klasse Bericht.
Danke dafür.
Freu mich schon tierisch auf Mai......

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Poulsens » 27.03.2018, 23:07

Hej Hej von der Insel Langeland,
toller Bericht und irgendwie ein gutes Mittel um es hier oben in DK weiter zu versuchen.
Bin hier nun den dritten Tag auf Mefo unterwegs und treffe regelmäßig Landsleute die allesamt noch nix gefangen haben.
Und auch im Angelladen in Spodsbjerg heißt es, in bestem Deutsch: zu kalt und die Fische zu zögerlich und der Winter will nicht gehen.
Paul
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon Rene Königs » 28.03.2018, 19:49

Hallo Stefan

schöner Bericht und vielen Dank fürs mitnehmen :daumen :daumen :daumen

LG
Rene
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon fjorden » 29.03.2018, 14:45

Hallo,
danke für den Bericht. Wegen deiner gebrochenen Spitzen. Wende dich doch an Theo Matschewsky: www.solitip.de.
Gruß
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Re: Kalter Entzug - Winter Reloaded und die Meerforellen 201

Beitragvon fly fish one » 31.03.2018, 22:13

Lieber Stefan,

auch wenn zwischen uns keine Blumenwiese wächst, aber wie Svarte schon sagt, schöne Geschichte und trocken von allen Seiten beleuchtet. Und die feinen Ruten so zu verlieren, tut mir aufrichtig leid. Auch wenn man meint das Einem das nie selber passiert - bis zum ersten Mal!

Und einen habe ich noch und einen habe ich noch: Bei mir ist das größte Problem der Aufbruch ans Wasser. Ich warte nur darauf, dass ich irgend wann ohne Watschuhe oder Hose oder Rute am Bach stehe. Beim Abrödeln, da liegt Dein Spezi in meinen Augen total richtig, braucht man ein eingeschliffenes Verfahren. Ich lege mein Ruten auf das Dach des KFZ, öffne den Kofferraum, lege meinen Rucksack ins Auto und dann ist das erste was ich abbaue und trockenliebkose, meine Ruten. Danach folgt erst der Rest. Alles was ich dann noch versaubeuteln kann, ist zu verschmerzen.

Dein Frank
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