Hallo Fabian,
ich werde nie vergessen, als ich vor 15 Jahren an der Gaula einen Lachsfischer sah, der vollkommen sinnlos (so dachte ich) eine Bomberfliege an der gespließten Einhandrute stromauf in der Deaddrift präsentierte.
Ich sah mir das Ganze einige Minuten von der Straße aus an.
Plötzlich stieg ein kräftiger Lachs. Jener Norweger konnte den Lachs kurz haken. Direkt zwei Würfe später konnte er den (ich denke gleichen) Lachs erneut haken.
Am Ende verlor er den Fisch nach spannendem Drill.
Bis zu jenem Zeitpunkt hätte ich (an der gaula) nie so gefischt.
Das Gleiche galt für die kleine Nymphe stromauf in sehr schnellem flachen weißen Wasser.
Heute weiß ich es besser:
Manchmal bringt genau das, was alle anderen nicht präsentieren den einen "störischen" Lachs zu Nehmen!
Über die Summe fischt man mit der Trockenfliege weniger erfolgreich als mit der Sinkschnur und der bodennah angebotenen Fliege.
Dafür ist ein Lachs auf Trockenfliege vielleicht auch doppelt so wertvoll

. Ein Versuch lohnt sich immer!
Ich würde sichtiges wasser - nicht zu tief vorziehen...
Spezielle nachts im Dunkeln kann eine furchende Fliege auf Lachs und auf Meerforellen sehr erfolgereich sein!
Beste Grüße
Bernd