Reisebericht Mörrum

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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon AlexWo » 09.06.2018, 17:22

@Alexdustymiller:

-zu den Fliegen: klar, Vertrauen muss man entwickeln, in seine Anbieteweise, in seine Muster. Wie gewinnt man Verzrauen? Durch positive Rückmeldungen vom Fisch. Wenn man also wieder und wieder, immer mit den gleichen Mustern gut fängt, warum ständig wechseln, wenn mal nichts geht, das kostet, so finde ich, unnötig Zeit.

Klar, wenn man auf Sicht fischt, was ich häufig mache, dann kann man so einer Schule mal einiges anbieten, solange die Fische noch nicht gespookt sind! Zum Absuchen aber nehme ich immer nur eine Fliege pro Durchgang.

-Zum Werfen: wenn Deine Freunde im Tröndelag 10-15m SL schiessen lassen und Ihre Köpfe sagen wir 9-12m lang sind dann werfen sie bis sagen wir max.35m, nach dem Swing strippen sie doch noch in "Fanggeschwindigkeit" weiter, um so doch noch den einen oder anderen Nachläufer zu erwischen. Die restlichen 5-10m sind dann doch schnell eingestrippt und der SK geht wieder auf die Reise. Gut, wenn Du ne Speyline fischst, bist Du schneller wieder im Zielgebiet, hast aber auch nicht soviel zum strppen in "Fanggeschwindigkeit", Für und wider, letztlich auch Geschmacksache finde ich.

-Mit dem Vorfach habe ich Dich wohl falsch verstanden! Ich benutze Gangrou und Maxima, an Sinkspitzen teilweise nur 50cm lang.

@Fischers Fritz:

-zu nicht gestreckt, geh einfach mit nem Freund werfen üben und kontrolliert und korrigiert Euch gegenseitig.
Meine beste Investition beim Lachsfischen war, mich einem Profi anzuvertrauen und viermal 5h Einzelunterricht zu buchen.
Ich war bei Hartmut Kloss, kann den Herrn nur empfehlen!

-zu Schnur zu tief einsinken lassen, hast Du nen Vollsinker gefischt? Auch das kann man sich zeigen lassen, gibt nen einfachen Trick!

-zu linke obere Hand, üben üben üben, bis das klappt Double Spey oder Snap-T backhand werfen.

Ich geh auch in Deutschland regelmässig üben und probieren, finde am Lachsfluss ist die Zeit zu kostbar....

LG und eine schöne Lachssaison 2018

Alex
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon Fischers Fritz » 09.06.2018, 18:09

Moin,

AlexWo hat geschrieben:-zu Schnur zu tief einsinken lassen, hast Du nen Vollsinker gefischt? Auch das kann man sich zeigen lassen, gibt nen einfachen Trick!


Die schwerste Schnur, die ich gefischt habe, war der Guideline Power Taper Compact Float/S1/S3 mit S4 Poly Leader und etwa 2 Meter 0,40er Vorfach. Denke es liegt am Timing. Ich arbeite dran.
Verrätst Du den Trick?

AlexWo hat geschrieben:-zu linke obere Hand, üben üben üben, bis das klappt Double Spey oder Snap-T backhand werfen.


Guter Tip, danke schön! Ich werde die Würfe üben.

AlexWo hat geschrieben:Ich geh auch in Deutschland regelmässig üben und probieren, finde am Lachsfluss ist die Zeit zu kostbar....


Sehe ich auch so. Für Norwegen will ich eigentlich einergermaßen fit sein.

Viele Grüße,
Sven
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon fly fish one » 09.06.2018, 18:12

Fischers Fritz hat geschrieben:Moin,

....

Wurftechnisch hatte ich die folgenden Probleme:

....
- Das Wasser wurde zu sehr beunruhigt (......=> zu viele Leerwürfe <=, etc.)
...


Viele Grüße,
Sven


Lieber Sven,

das wäre das Erste worauf ich mich konzentrieren würde! Nicht Weite, nicht linke Hand und nicht pipapo. Irgend einen Basicwurf in einer Weite die Dir genehm ist und das stur wiederholen und immer ohne Leerwürfe versuchen! Ich schaff das natürlich auch nicht locker mal so eben, aber das ist es wonach ich stets trachte. Ich habe das aber selbst bei Einheimischen teilweise beobachtet. Immer einen Leerwurf vorweg, weil sie die Leine nicht richtig umgelegt bekamen. Lachsfischen mit großen Ruten braucht auch Kraft, aber die Doppelwürfe zum Auslegen, die schaffen selbst die Konditionsbären irgend wann. So kann man unmöglich tagelang durchgehend Fischen.

Frank
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon AlexWo » 09.06.2018, 22:10

Hi, ich nochmal!

@Fischers Fritz:

"Die schwerste Schnur, die ich gefischt habe, war der Guideline Power Taper Compact Float/S1/S3 mit S4 Poly Leader und etwa 2 Meter 0,40er Vorfach. Denke es liegt am Timing"

-Das kann auch sein, aber ich glaube mit der Abstimmung könnte ich auch nicht vernünftig werfen! Wie lang war denn das Polyleader? Probier mal Nylon direkt an den SK 1,00m - 2,00 und wenn Du runter musst ne Tube mit Conehead oder ne Bottle Tube. Ich persönlich verwende Polyleader nur bei schwimmenden SK. Mag sein, dass die kurzen Polyleader mit 5ft. gehen, aber bei den 10ft??

LG

Alex
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon Fischers Fritz » 10.06.2018, 13:17

Hallo Alex,

AlexWo hat geschrieben:-Das kann auch sein, aber ich glaube mit der Abstimmung könnte ich auch nicht vernünftig werfen! Wie lang war denn das Polyleader? Probier mal Nylon direkt an den SK 1,00m - 2,00 und wenn Du runter musst ne Tube mit Conehead oder ne Bottle Tube. Ich persönlich verwende Polyleader nur bei schwimmenden SK. Mag sein, dass die kurzen Polyleader mit 5ft. gehen, aber bei den 10ft??


ich habe auch die meiste Zeit mit einem Floater und Poly Leader gefischt. Der Poly Leader war 10 ft lang.

Werde ich mal versuchen mit dem Nylon direkt am Schusskopf, danke. Legt man dann für den Wasser Anker die letzten Meter des Schusskopfes ab? Ich hatte auch mal gesehen, dass jemand nur die Fliege auf das Wasser gelegt hat.

Viele Grüße,
Sven
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon AlexWo » 10.06.2018, 16:17

Hallo,

also an nen schwimmenden SK fische ich meist auch Polyleader, ausser in ruhigem, glatten Wasser, unter Sommerbedingungen, da fische ich lange Nylons. Da klatschen mir die Polys zu sehr auf und die Fische sollen ja zur Fliege hochkommen. Nur Nylon: alles was schneller sinkt als intermediate, so mach ich das....
Grundsätzlich hat man mit den Polyleadern schon nen sehr guten Anker und es ist auch nutzlich, wenn man auf ganz kurze Distanz anbietet, da es ja etwas Gewicht hat. Bei nem ganz kurzen Nylon und ner sinkenden Spitze, ist diese ja zwangsläufig zu ankern.

Lass Dir das am besten mal zeigen!

LG

Alex
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon fly fish one » 10.06.2018, 21:20

Zu den sinkenden Köpfen und sinkenden Polyleadern in SwhatTheHell und dazu mit amtlichen Vorfachlängen, dass gehört zum Anspruchsvollsten was es in diesem Bereich gibt. Je länger, je mehr Skills sind notwendig. Floating ist das alles ein Kindergarten! :mrgreen: Also wenn sinkend und Anfänger (so auch ich - nur um das noch einmal festzuhalten...trotz Scheunentor...na ihr kennt ja eure Flitzepiepe), dann alles eher kurz und womöglich wie mein geschätzter Kollege Alex: Polyleader weg, direkt an den SK das Vorfach usw.

Da ich aktuell mein ganzes Equipment für Norwegen auf den Kopf stelle, ihr werdet es nicht für möglich halten, kommen 5f Polyleader ins Haus. Eigentlich finde ich diese Länge ja echt weinerlich. Aber ich habe endlich in Norge mal genug Zeit, um mit 2 Ruten und allem möglichen Equipment zu experimentieren. Meine Scandi Köpfe von Rio lassen sich mit den Versileadern ja auch auf sinkend trimmen. Da habe ich letztes Jahr mit 10f Sx und schöner Vorfachlänge echt gekotzt. Na, was werdet ihr meinen was ich austeste? Rischtig, alles etwas kürzer - auch wenn es weinerlich ist! :badgrin:


Euer Frank
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon lax0341 » 24.06.2018, 20:47

Die Mörrum kann ich nur wirklich erfahrenen Lachsanglern empfehlen, die mal einen wirklich großen Fisch fangen wollen.
Mir war dies einige Male vergönnt, viel öfter bin ich jedoch als Schneider nach Hause gefahren. Die Fänge in den vergangenen Jahren waren aber fast immer schwach und der Befischungsdruck trotzdem relativ hoch.
Zum Erlernen des Lachsfischens würde ich die Mörrum auf keinen Fall empfehlen. Dafür gibt es weit besser geeignete Flüsse.

Tight lines !

Robert
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon Philzlaus » 25.06.2018, 10:21

Lachsfischer müssen was Besonderes sein.. 7 Tage fischen ohne Kontakt.. Hut ab! Hätte da schon viel früher den Hut draufg'haut..
gruss
Philipp
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon fly fish one » 25.06.2018, 15:24

Frust? Ich bereite gerade meinen 2ten Trip vor. Ich bin erst so kurz dabei, dass ich sicher noch ein paar erfolglose Abenteuer verkraften kann, bevor echte Zweifel keimen. Es ist alles zu neu, vor allen Dingen diese fantastischen Ruten!! Da ist eine Sage Salt ja ein lahmer, steifer Stock und sowieso ist Einhand für Mädchen! :p

Frank
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon alexdustymiller » 25.06.2018, 20:58

Nun hierzu würde ich sagen das eine Woche ohne Kontakt viel zu "normal" ist, als das dies besonderen Frust erzeugen sollte. Insbesonders an kleineren Flüssen bei Niedrigwasser, wenn man das Gefühl hat alle Fische wären bereits davongeschwommen und neue kommen nicht nach, gehen die Erwartungen üblicherweise doch schnell zurück. Wenn nur noch einzelne "stale" Fische (böse Zungen nennen die "Moorleichen") an ganz wenigen Stellen verbleiben sinkt die Wahrscheinlichkeit nun mal exponentiell, und man spürt das ja auch.
Die Prüfung, ob man Frustration ertragen kann ist eine andere. Nämlich bei guten Bedingungen, einer hübschen Flut, dem Wissen das frische Fisch angekommen sind und Unruhe zeigen, springen und herumklatschen. Wenn dann nix passiert kann man schon eine Krise kriegen.
Es geht aber noch schlimmer, nämlich wenn andere Fische haken und /oder fangen, während man selbst leer ausgeht. Da kommen dann auch beim erfahrenen Fischer ganz schnell Zweifel, ob man wirklich alles "richtig" macht. Da haben auch schon manche das Lachsangeln aufgegeben, zu groß sind Aufwand und Kosten, um sich daran erfreuen zu können, wenn die anderen die schönsten Fische fangen.

Also idealerweise nicht zuviel erwarten - am Besten gar nichts. Dann, ganz plötzlich, quasi aus dem Nichts, wirds auch passieren und man ist auf der Gewinnerstrasse....
Also tight lines an der Orkla, die war doch das anvisierte Ziel, oder? - Dabeisein ist alles!
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon Fischers Fritz » 26.06.2018, 22:13

Ja, stimmt, die Orkla war das Ziel.

Bei der Mörrum ging es eigentlich darum, Erfahrung zu sammeln. Die einzige frustrierende Situation war, als das Werfen über links bei Wind nicht geklappt hat. Am nächsten Tag bei Windstille ging es aber wieder besser. Das ich wahrscheinlich nichts fange war mir vorher klar.

Ich denke nicht, dass es ein Fehler war, an die Mörrum zu fahren. Wenn man die Karte selber bezahlen muss gibt es wahrscheinlich bessere Flüsse zum Üben. So war es aber für mich eine gute Sache.

Viele Grüße,
Sven
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon fly fish one » 27.06.2018, 16:03

....ach was genau, einfach mal hin an die Mörrum. Das muss man mal gesehen haben! Kann Dein Vorgehen absolut verstehen. Finde man muss auch nicht immer so ein Buhei um den Ruf dieser Flüsse machen. Du hättest genausogut auch einen dicken Brummer landen können. Dann wär uns allen hier die Kinnlade auf die Tastur gefallen, oder Jungs, ist doch so?? :p Irgendeine Signatur von den Purschen hier war doch: "Wer fängt hat recht!"

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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon Magellan » 27.06.2018, 19:09

fly fish one hat geschrieben:....ach was genau, einfach mal hin an die Mörrum. Das muss man mal gesehen haben!



Richtig!

Das sagte ich mir auch damals in den frühen 90ern. Spannend war es, nette Leute und cracks ihres Faches hat man auch damals schon kennengelernt. Der Circus dürfte noch professioneller organisiert sein als vor einem viertel Jahrhundert.

Wer einem Schnak nicht abgetan ist wird dieser Lachs Variante wohl generell allen anderen weiterhin den Vorzug geben. Wohl auch um den Nimbus des unfangbaren Königs aller Fische aufrechtzuerhalten, nach dem Motto: beim Lachsfischen ...

Gruss
Heiko
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Re: Reisebericht Mörrum

Beitragvon mario.s » 13.08.2018, 19:41

Ja die Mörrum,
im Moment sieht es ja wirklich böse aus :evil: , nur 3,3 qm/s!!! Ich glaub das gab es noch nie. Wenn da nicht mal, wie im letzten Jahr, Zuschusswasser geliefert wird, dann wird wohl bis Saisonende Tote Hose herrschen.
Unglaubliche Grüße, Mario :doubt:
Der liebe Gott schenkt dir die Nüsse, aber er knackt sie nicht.
Goethe
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