C&R bei Watverbot

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C&R bei Watverbot

Beitragvon tom64 » 07.06.2004, 12:36

Liebe FliFis,
wie macht Ihr das mit dem schonenden Freilassen untermaßiger Fische oder C&R generell, wenn Ihr nicht richtig ans Wasser kommt, zB bei Watverbot? Wir haben hier Bäche, da steht man die ganze Zeit ca. 1 m über der Oberfläche am Steilufer, nur alle 20 m käme man durchs Schilf an den Rand des Baches, da ist dann aber Schlamm und das Ufer daher auch nicht richtig betretbar. Und dann, trotz aller Vorsicht beim Anwerfen der Ringe, fängt man eine knapp untermaßige Forelle. Was tun? Ausheben? Keschern? Wie die Hand nass machen? Wie den Fisch zurücksetzen?
Ich meine, wenn man unter solchen Bedingungen nicht fischen sollte, weil das Zurücksetzen nicht richtig geht, dann müsste der Bach fast komplett gesperrt werden.
Wie sind Eure Erfahrungen und Praxis?
Gruß
Thomas
tom64
 

Beitragvon roland k » 07.06.2004, 12:40

Wenn man wiederhakenlos fischt geht das lösen des Fisches ganz einfach indem du mit dem Spitzenring zur Fliege gehst und den Fisch im Wasser abhakst. Funktioniert wunderbar und ist denke ich die schonensde Art einen Haken aus dem Fischmal zu lösen.
Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
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Beitragvon squid77 » 07.06.2004, 12:58

Hallo,
Ich mache es wie Roland, wenn ich nicht ans Wasser komme, ziehe ich die Fliege bis an den ersten Ring, und schon kann der Fisch schonungslos befreit werden. Dies geht halt nur ohne Angstbärte...
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Beitragvon Matthias M. » 07.06.2004, 13:12

und ohne Bissanzeiger :)

TL Matthias
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Beitragvon JensR » 07.06.2004, 13:15

Hallo zusammen,

ich mache es genau wie meine Vorredner.
Jedoch muss man hinzufügen das diese Methode nur etwa zu 80-90% funktioniert. In den restlichen Fällen hat man dann ein Problem.

Ich würde daher immer noch einen Kescher mit langem Stiel (teleskopierbar) mitschleppen. An der Möhne ist dies z.B. vorgeschrieben (langstielig und knotenloses Netz).

Ich würde allerdings einen flachen "Match-Kescher" mit knotenlosem und eng-gewebtem Schonnetz vorziehen. Sowas bekommt man dann zwar meist nicht fix und fertig, kann sich aber im Angler-Zubehör mit etwas Geschick und Phantasie schöne Kescherlösungen basteln. Diese sind dann meist noch spottbillig ...

"Ausheben", wie du es nennst, ist meiner Meinung nach gaaaanz schlecht!


Gruß, Jens
JensR
 

Beitragvon squid77 » 07.06.2004, 13:27

Hallo Jens,

das mit dem Kescher finde ich persönlich auch nicht die beste Idee, da du mit dem Gewebe die Schleimhaut der Fische verletzt, was ziemlich schnell zu Erkrankungen (Parasiten und Pilzen) des Fisches führen kann.

Wir führen einmal im Jahr Kontrollfänge durch, dabei landen wir die Fische mit einem Eimer (muss unten gut beschweert sein, damit er nicht schwimmt).

Grosser Nachteil allerdings bei Strömung und schräg abfallenden Ufern.
Ideal jedoch wenn du von einem Steg aus angelst.

Naja, eine andere Möglichkeit fällt mir jetzt auch nicht mehr ein.

Gruss
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Beitragvon JensR » 07.06.2004, 13:52

Hallo squid77,

ich denke da ähnlich wie du und halte es auch nicht für die Beste Idee.
An manchen Stellen geht es aber einfach nicht anders.

Wichtig finde ich das es sich um ein flaches knotenloses Netz handelt in dem der Fisch flach liegt (Matchkescher) ohne sich zu verwickeln. Ebenso wichtig ist eine geringe Maschenweite, damit die Flossen nicht durchrutschen und sich verhaken können. Inzwischen gibt es viele diese Kescher aus schleimhatuschonendem Material mit flachen Nähten, dieses ähnelt den allgeimein bekannten Karpfensäcken.

Keine Ideallösung, ich weiss. Handlandung mit lösen unter Wasser oder Rutenspitze ist eben doch noch das schonenste ....

Besser noch: " Long-Line-Catch&Release" ! Habe ich erst gestern wieder mit einer ca. 45er Äsche gemacht ! :mad: :niederges :(


Gruß, Jens
JensR
 

Beitragvon tom64 » 08.06.2004, 12:36

vielen Dank Euch allen, das mit der Rute im Fischmaul werde ich mal versuchen. Da ich die Widerhaken auch andrücke, sollte das gehen.
Gruß
Thomas
tom64
 

Re: C&R bei Watverbot

Beitragvon Thilo (NRW) » 08.06.2004, 22:23

Original geschrieben von tom64
Wie die Hand nass machen?


Also die Hände kann man am Kescher naß machen oder eben in die Hände spucken.

Grüße
Zuletzt geändert von Thilo (NRW) am 15.12.2004, 14:11, insgesamt 1-mal geändert.
Thilo (NRW)
 

Re: Re: C&R bei Watverbot

Beitragvon Haiko » 09.06.2004, 13:45

Original geschrieben von Thilo (NRW)


Also die Hände kann man am Kescher naß machen oder eben in die Hände spucken.

Grüße,
Thilo



Bier (sollte jeder ordentliche FF immer dabei haben) über die Hand schütten geht auch. Lindert gerade bei Äschen den penetranten Geruch. Rum ist nicht so gut. Da fangen sie in der Hand sofort an zu zappeln.

Gruss
Haiko
Haiko
 

Beitragvon Michael. » 09.06.2004, 14:08

@ Haiko:

Mann, haben wir jetzt wieder mal gelacht ... :buah: :machinegu

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Beitragvon Wolfgang Hinderjock » 10.06.2004, 01:01

Rum ist nicht so gut. Da fangen sie in der Hand sofort an zu zappeln.


Das nennt man dann Rumzappeln :naiv:
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