Die verheimlichte Zerstörungskraft des Öko-Wahns...

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Re: Die verheimlichte Zerstörungskraft des Öko-Wahns...

Beitragvon Da Beppe » 11.04.2013, 15:15

nunja - das bizarre ist ja, das wir den zu viel produzierten Ökostrom ins Ausland verschachern müssen, d.h. es muss draufgezahlt werden, damit der Strom überhaupt abgenommen und exportiert wird und nicht unsere Netze platzen lässt.

. . . die Deutschen Endverbraucher zahlen natürlich den garantierten Abnahmepreis :lol: :lol: :lol: die haben nix vom Stromüberschuss und ggf gesunkenen Preisen durch Angebot und Nachfrage

so funktioniert Wirtschaft =D>

beste Grüsse
Sepp
. . . so vui schee, unser boarisch Hoamadl . . .
Da Beppe
 
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Re: Die verheimlichte Zerstörungskraft des Öko-Wahns...

Beitragvon Beppo » 16.04.2013, 18:11

Hallo in die Runde,
nachfolgend einige Rechenbeispiele, die den ganzen Irrsinn dieses Ökowahns aufzeigen, denn mit Politik hat dies nichts zu tun..
Hier möchte ich am Beispiel des Flusses "Flöha" im mittleren Erzgebirge (Sachsen) aufzeigen, dass es bei der angeblichen Energiewende gar nicht um das Ziel einer Klimaverbesserung geht, sondern schlichtweg ums schnöde Mammon.
Die Betreiber dieser WKA stellen mit ihrem Handeln das Gequatsche der Öko-Fuzzies vollkommen in den Schatten. Es zählt einzig und allein das Geld und nichts anderes. Würde man von heut auf morgen die erhöhten Zahlungen der Einspeisevergütungen einstellen würde der Betrieb dieser Anlagen sich nicht mehr rechnen und sie würden sicherlich stillstehen.
Letztendlich geht es doch darum, mal nachzuweisen, wohin die Euros im Zuge der so genannten Energiewende versickern, ergo geht es auch um unsere Stromrechnung.
6% an unserer Stromrechnung sind noch Erzeugerkosten, alles andere Steuern und Abgaben. Das heißt, wenn wir 50% Strom (Strom ist natürlich physikalisch falsch) einsparen, können wir 3% Kosten sparen. Wenn wir 100% einsparen, sind es schon 6%, usw. . Das bringt doch was, oder ?

! - 1990 gab es an der Flöha keine Wasserkraftanlage - heute sind es etwa 17 - !
Für die Modernisierung einer WKA mit einer wesentlichen ökologischen Verbesserung erhält ein WKA Betreiber anstatt 9,67 Cent/KWh bisher eine um 25%-ige höhere Einspeisevergütung von jetzt 11,67 Cent/kWh.
Ergo an der Flöha wurden im Jahr 2011 (Das sind öffentlich im Internet zugängliche Daten der MITNETZ AG, dem Netzbetreiber) im Durchschnitt 44813,00 EUR an Zusatzvergütung ausgereicht.
Auf diese Zusatzvergütung hat der WKA – Betreiber einen Anspruch von 20 Jahren!!!

Dazu ein Beispiel:
Eine Fischtreppe an der Flöha kostet 150 000,00 EUR (Stand so in der" FP Chemnitz"). 75 000 EUR erhält der WKA Betreiber aus den Durchgängigkeitsprogramm des Landes Sachsen gefördert. Ergo bleiben noch 75 000,00 EUR übrig.
Also nach 1 Jahr und 8 Monaten hat er die Fischtreppe bezahlt und verdient 18 Jahre und 4 Monate.:
18 Jahre x 44813,00 = 806634,00 EUR
4 Monate x 3743,00= 14936,00 EUR ergibt 821570,00 EUR

- Ein anderer WKA- Betreiber hat 100 Schwarzerlen im Uferbereich gepflanzt und erhält dafür die gleiche Vergütung, wie oben!

- Ein anderer WKA – Betreiber hat vor der Turbine den vergammelten Rechen ersetzt (den Rechen schreibt der Gesetzgeber vor. Er soll verhindern, dass Fische in die Turbine eindringen). Die Kosten für Rechen, Steuerung und Einbau betragen rund 15 000 EUR. Der Betreiber erhält ebenfalls 44813 EUR für 20 Jahre lang.

Hier stellt sich die Frage: Ist dies Betrug am Volk ?
Das ist Betrug!!!
Da soll doch einer noch sagen in Deutschland lässt es sich nicht leben.

Das man von der Politik hier nicht viel erwarten kann erschließt sich aus dem lesen der nachfolgenden Zeilen.
Herr Ramsauer (Minister) kommt aus einer Müllerfamilie! Herr Glos (ehem. Minister und MdB) kommt aus einer Müllerfamilie! Drei MdB von den Grünen kommen ebenfalls aus einer Müllerfamilie (kein Anspruch auf Vollständigkeit). Einzig die FDP zeigt deutlich die Zähne, alle anderen wollen den Atomausstieg. Um JEDEN Preis?
Na hoppla, das nenne ich doch mal gute Lobbyarbeit.

7300 Kleine Wasserkraftwerke liefern 0,35% Anteil an der Gesamtstromproduktion in Deutschland. Sie zerstören ca. 40 000 km Flusslauf!
In Sachsen gibt es nur kleine WKA ( 0 bis 1000 kW installierter Leistung)!

Nachfolgend ein Satz, eines Vorreiters aus dem Erzgebirge, der unwiderlegbar ist:
Mit jeder Wasserkraftanlage, die Pleite geht, sinkt der Strompreis !!!
Das Versteht das Volk.
Bleibt schön neugierig!
In heiterer Gelassenheit,

Gruß Beppo
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Re: Die verheimlichte Zerstörungskraft des Öko-Wahns...

Beitragvon Da Beppe » 16.04.2013, 22:11

Sehr guter und interessanter Beitrag Beppo,

leider kann man den Anlagenbesitzern kaum einen Vorwurf machen, denn blöd wären sie, wenn sie die Gelegenheit nicht ausnutzen würden.

Der gleiche Scheiss ist doch letztlich auch die Grundlage dafür, das unser scheens boarisch Hoamadl so verhunzt wird durch Biogasanlagen und Photovoltaikäcker . . . . wobei die Äcker ja teilweise noch annähernd ästhetische Erscheinungsformen vorweisen, jedoch tolldreist wirds erst wenn jedes Bauerndorf mit PV- Platten zugetackert wurde und noch wird.

Wie haarsträubend sich dieser Wahn entwickelt hat sieht man ja sofort daran, das eben hier nicht das Prinzip der Selbstversorgung zählt, sondern der produzierte Strom eingespeist wird und teuerst vergütet. Billigst werden wohl die meisten gelben Atomstrom aus Cz und F benutzen (is pauschal vorverurteilt, wird aber sicher nicht sehr weit von der Wirklichkeit wegliegen)

Als sich früher noch eingefleischte Grüne und Umweltretter so ne Anlage aufs Dach gebaut hatten, hatte das doch eine ganz andre Intention - eben weg von den Netzen, Eigenversorgung, Dezentralisierung, zunehmende Unabhängigkeit.

Heute hingegen Kokolores auf weitem Felde

Beste Grüsse
Sepp
. . . so vui schee, unser boarisch Hoamadl . . .
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Re: Die verheimlichte Zerstörungskraft des Öko-Wahns...

Beitragvon Zweihandwedler » 17.04.2013, 15:55

Der Ökostrom ist besonders eine Einnahmequelle von Investmentfonds die keine Anteile an Kern-Kraftwerken kaufen konnten.

Beiden interessiert es nicht die Bohne was für Folgeschäden passieren,diese sollen nur von den Steuerzahlern abgedeckt werden.

Was man brauch ist ein Gesellschaftswandel der nicht auf "mehr haben" ausgelegt ist,sondern auf die Gemeinschaft. Wenn ich so höre was meine Oma im Umgang mit anderen erzählte,merkt man immer wie materialistisch aber unglücklich die Welt geworden ist.
MFG
Jürgen
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