Endlich eine andere Möglichkeit

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Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Royal Coachman » 14.04.2017, 17:25

Hallo Freunde!

Wen es interessiert, googeln unter

"DNA-Spuren entlarven die Fische"

Vielleicht kommen wir doch endlich vom Monitoring mit dem E-Gerät weg.

tight lines

RC
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Martin 1960 » 15.04.2017, 07:53

Moin, moin.

Tja, und in Kläranlagen leben Goldfische und Räucherlachse,
hat eine DNA-Analyse ergeben.

1.Regel, "eine Messung ist keine Messung"
2.Regel, "wer misst, misst Mist"
3.Regel, "werte Deine Messung(en) aus und hinterfrage sie"
Freundlicher Gruss, Martin

"jetzt kann ich es, ...." nur eine kurzer Moment!
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Royal Coachman » 15.04.2017, 08:25

Typisch!
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Martin 1960 » 15.04.2017, 09:54

Royal Coachman hat geschrieben:Typisch!


Ja, das sehe ich auch so! Typisch.
Freundlicher Gruss, Martin

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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Royal Coachman » 15.04.2017, 10:15

Hallo!

Einfach Gemeinplätze hinzuwerfen ist einfach.
Dass wir hier ein Instrument an die Hand bekommen, das uns im Bezug auf Gewässer- und Artenschutz auf eine Stufe mit den Naturschützern stellt, ignorierst Du vorsichtshalber.

Allein der Nachweis von Krebspest, ohne Krebse fangen und töten zu müssen zum Zwecke von Gewebeproben, ist ein großer Schritt.
Außerdem kann man nun Fischarten in Gewässern nachweisen, die, wenn es sich um eine geschützte Art handelt (Gründling z.B.), bei einer Baumaßnahme berücksichtigt werden müssen. (Naturschutz)
Warum sollen wir Nabu immer das Feld überlassen, die interessiert doch wenig, was unter der Wasseroberfläche passiert.

Diese eDNA-Untersuchungen ("e" für "environmental") stehen doch erst am Anfang und ihre Entwicklung zu beobachten wird spannend.

RC
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Rattensack » 15.04.2017, 11:15

Eine gute Möglichkeit, um die Präsenz oder Absenz seltener oder schwer nachweisbarer Arten zu untersuchen. Z.b. Schlammpeitzger in Augewässern, Störe in großen Flüssen, Ausbreitung von Neozoen etc.
Die Methode ist grad drauf und dran, für manche auch angewandte Fragestellungen standardmäßig zum Einsatz zu kommen.
Quantitative Informationen kriegt man halt nicht oder nur sehr eingeschränkt (Bsp.: wenige große Fische scheiden u.U. mehr DNA aus als viele kleine). Manche meinen, das wird prinzipbedingt nie gehen, andere sehen das als Zukunftsvision.

C.
A curious thing happens when fish stocks decline: People who aren't aware of the old levels accept the new ones as normal. Over generations, societies adjust expectations downward .. (Kennedy Warne)
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon Martin 1960 » 15.04.2017, 12:10

Hallo und guten Tag wünsche ich Euch.

Royal Coachman hat geschrieben:Einfach Gemeinplätze hinzuwerfen ist einfach.
Dass wir hier ein Instrument an die Hand bekommen, das uns im Bezug auf Gewässer- und Artenschutz auf eine Stufe mit den Naturschützern stellt, ignorierst Du vorsichtshalber.


Da hast Du vollkommen recht, Untersuchungen von Proben mittels DNA-Analyse, ohne "sezieren" zu müssen, ist vorteilhaft.

Aber das Wohl, sowie auch das Weh liegt bei der Art der Untersuchung doch recht nah beieinander.
Zu hinterfragen wie "gesichert", bzw. wie aussagekräftig, solche Ergebnisse sind, ist notwendig, nicht nur hinreichend!

Rattensack hat geschrieben:Quantitative Informationen kriegt man halt nicht oder nur sehr eingeschränkt (Bsp.: wenige große Fische scheiden u.U. mehr DNA aus als viele kleine). Manche meinen, das wird prinzipbedingt nie gehen, andere sehen das als Zukunftsvision.

Ja genau, dieses "realitätsnah" zu bewerten ist ...., sehr schwierig.
Aber nach einer (kostspieligen) Untersuchung muss auch eine Auswertung/Aussage erstellt/abgegeben werden.

Rattensack hat geschrieben:Die Methode ist grad drauf und dran, für manche auch angewandte Fragestellungen standardmäßig zum Einsatz zu kommen.


Tja, das befürchte ich auch.

Ups, das ist der Unterschied zwischen "Vorschau" und "Absenden",
ich wollte doch noch etwas schreiben,
dann also im Nachgang.
Freundlicher Gruss, Martin

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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon dr-d » 15.04.2017, 13:29

hallo miteinander,


vorab danke rc für deine stellungnahme von 10.15 Uhr!


die eawag als auch das senkenberg - Institut stehen nicht gerade im verdacht der realitäts - ferne...


nachdem die zeit des "schonzeitkollers" als motiv ausscheidet frage ich mich zunehmend , was

- objektiv wissentschaftlich
- subjektiv innerseelisch
- und gerne auch anderes (ich lerne gerne dazu)

sich immer wiederkehrend abspielt in uns, daß es zu diesen suboptimalen diskussionen kommt .
(liebe mods - falls das hier falsch ist oder falsch positioniert , bitte ich höflich um hinweis - danke!).


schöne Ostern


thomas


p.s.:das phänomen ist mittlerweile auch in ausländischen foren zu beobachten - vielleicht sinds neozoen....... :? :D :D
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon orkdaling » 15.04.2017, 13:45

moin moin,
ich will hier gar nicht urteilen, aber wenn es eine andere Methode gibt als fangen und tøten zu Forschungszwecken - warum nicht.
Ich møchte bei der Gelegenheit darauf verweisen das an unseren Zonen der Orkla kleine Briefkæsten zu finden sind. Dort findet man Tuetchen in die man eine Schuppenprobe von entnommenen Fischen legt. Es erfolgt dann ebenfalls eine DNA Untersuchung zu Alter, Geschlecht und noch viel wichtiger zur Genvermischung mit Aufzuchtlachs.
Bitte nutzt diese Møglichkeit !
Danach werden zB die Quoten fuer das kommende Jahr ermittelt bzw ob weibliche Fische entnommen werden duerfen. (Verhæltnis muss stimmen sonst wie 2017 nur Entnahme von mænnlichen Fischen)
Gruss Hendrik
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Re: Endlich eine andere Möglichkeit

Beitragvon webwood » 15.04.2017, 19:29

Lieber Namensvetter Thomas
(liebe mods - falls das hier falsch ist oder falsch positioniert , bitte ich höflich um hinweis - danke!).


Die Mods sind weder Fischereibiologen noch sonst irgendwelche eierlegenenden Wollmilchsäue, einzig haben wir mittlerweile schon so einen Riecher, wo wettbewerbsrechtlich oder bei Copyright-Konflikten ein Problemfeld entstehen kann, ebenso natürlich wenn im Umgangston mal im Eifer des Gefechtes, was aus dem Ruder läuft. Da schreiten wir dann ein und wenn es sein muss, löschen wir auch mal einen Beitrag. Ansonsten, postet bitte einfach was ihr für richtig haltet, auch wenn die Fetzen fliegen. "Hart in der Sache doch fair im Umgangston" ist allemal OK. Was "OK" ist und was nicht steht ja nun auch in den Forumsregeln.
Also "Haut in Tasten"

Euer Thomas
Angler sterben nie, die riechen nur so.
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