Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon Michael. » 12.01.2018, 16:49

Zur Kenntnis genommen.

Gruß
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon fly fish one » 12.01.2018, 18:59

Hat irgend jemand gestern "Full Metal Jacket" von Stanley Kubrik gesehen? Einer der beeindruckendsten, heftigsten Antikriegsfilme, die ich je sah. Wie heißt es dort doch so schön: "Sir, ja Sir! "


Dein Frank - aka Privat Paula! :mrgreen:
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon Michl » 12.01.2018, 19:10

Hallo,
Als Diskussionsteilnehmer steht mir zu mich zu äußern:
Auch wenn ich in der Sache selbst anderer Meinung bin als Hendrik, ist die Art und Weise wie hier eingegriffen wurde nicht in Ordnung.
Unstrittig ist das die Mods eingreifen müssen wenns zu heftig wird.
Aber nicht in der Art und Weise.

Meine Meinung.

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon alexdustymiller » 01.09.2019, 08:10

Neues von der Entwicklung (hoffentlich) fischschonenderer Wasserkraftwerke
https://www.golem.de/news/wasserkraft-s ... 42790.html
Edit bitte ggf auch unten unter "verwandte Links" die Sache mit den "Strom Bojen" angucken...

Die innovative Seite der "Schacht-Kraftwerke" bezüglich des Schutzes abwandernder (Jung-)Fische vor Turbinenpassage ist von hier aus schwierig einzuordnen.
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon pehers » 01.09.2019, 14:15

Servus!

Das sind natürlich kleine Erfolge, aber der Lebensraum wird dennoch zerstört und rheophile Fischarten wie unsere Salmoniden werden weiter dezimiert.

Manchmal denke ich mir schon, dass gerade diese kosmetischen Verbesserungen weiter dazu genützt werden, um einen Ausbau zu argumentieren. Es wird aber nicht bedacht, dass es nichts mehr zu wandern geben wird, wenn aller Lebensraum dazwischen futsch ist. Schau mal z.B. die Enns in Oberösterreich an. Zum Weinen!

L.G.
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon Dominikk85 » 01.09.2019, 14:43

Ach kein Problem, gibt doch die Lachskanone:)
https://youtu.be/2z3ZyGlqUkA


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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon Beppo » 01.09.2019, 16:06

Hallo in die Runde,
toller Beitrag der Wasserkraft-Lobbyisten - https://www.golem.de/news/wasserkraft-s ... 42790.html -, ändert aber nichts an den bestehenden Problemen. Da wäre zum einen die Ausleitungsstrecke, denn Fallhöhe ist gleich Leistung. Was den Rechen angeht auch Pustekuchen. Heute schon haben die alten Anlagen Feinrechen mit einer Stabweite von 20 mm, da kommen adulte Fische nicht durch. Kleinere Fische hingegen werden in der Turbine geschreddert. Da ist es völlig egal, ob der Rechen vertikal oder horizontal angebracht ist. Wählt man die Rechenstabweite jedoch zu klein, ist man am ständigen Reinigen des Rechens und macht somit den dort befindlichen Fischen den Gar aus.
Du kannst machen was du willst, die Stromgewinnung aus Wasserkraft ist und bleibt die umweltschädlichste Form.
MfG Beppo
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon Dominikk85 » 01.09.2019, 17:10

Das problem ist halt das man politisch nicht gegen Wasserkraft ankommen wird. Es stimmt zwar das in Deutschland die Wasserkraft nicht so bedeutend ist wie in anderen Ländern mit besseren bedingungen (nur etwa 5% der alternativen Energien), allerdings werden dann die Befürworter sagen Windkraft killt Fledermäuse und Biodiesel verbraucht landwirtschaftsfläche und Klimawandel ist wichtiger als ein paar Fische oder Fledermäuse, da andere Energien noch schädlicher sind.
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Re: Energiewende, der ungebremste Wahnsinn

Beitragvon alexdustymiller » 01.09.2019, 17:48

Hi ich glaub das sollte man doch etwas differenzierter betrachten.
Erstens ist golem keine Lobbyorganisation der Wasserkraftwerker. Die findet man eher hier, und bei einigen anderen Verbänden, deren Umgang mit der Wahrheit übrigens teileweise erschreckend ist
http://www.wasserkraft-deutschland.de/bdw/ziele.html

Weltweit betrachtet stammen übrigens bereits 15 oder 16% des Energieverbrauches aus Wasserkraft (mit grossen Fragezeichen!)
https://www.dw.com/de/klimawandel-steht ... a-43493275

Obwohl ich als Lachsfischer und Liebhaber naturbelassener Gewässer selbstverständlich ein grosser Skeptiker bezüglich der Wasserkraftnutzung bin kann ich einer Klassifizierung als "umweltschädlichste" Form der Energigewinnung nicht zustimmen.
Da muss man doch schon mal genauer hinschauen - etwa im Vergleich zu den Umweltproblemen, welche durch andere Formen der Energiegewinnung entstehen und ja allgemein bekannt sind.
Und schliesslich muß man die verschiedenen Bauarten der Kraftwerke untersuchen, denn sie sind keinewegs alle gleich schädlich für das Ökosystem Fluß.
Ein weiteres Problem ist das (politische!) des (deutschen/Bundesländer) Wasserrechtes, in dem die alles entscheidende Frage der Restwassermengen geregelt ist, also welchen Anteil des Abflusses die Betreiber nutzen dürfen, das geht ja hier (und anderswo) in Bereiche nahe 100%, bei einer Auslegung auf Mittelwasserstände. Das heisst bei Niedrigwasser laufen die Turbinen nur noch unter Teillast (bzw nur ein Teil der Turbinen läuft...).

Es gibt durchaus andere Beispiele, ich nenne mal spasseshalber das Kleinkraftwerk in Hannoversch Münden (Blume), wo das Wasser der Werra in einem geringen Anteil mit einer archimedischen Wasserschraube einen (bescheidenen)Anteil zur Grundlastversorgung leistet.
Mit solchen Kraftwerken kann man durchaus leben...

Dem weitere alles entscheidende Aspekt, nämlich die Abweiseinrichtungen für abwandernde Fische, wird ja immerhin in oben verlinktem Artikel ein gewisser Raum zugestanden. Ein stark überströmter Horizontalrechen ist meiner Ansicht nach jedenfalls schon mal ein Fortschritt gegenüber den konventionellen Rechen der üblichen Laufwasserkraftwerke. Auch bei engerer Stabweite, sagen wir mal 1cm, wäre hier eine gute "Selbstreinigung" zumindest denkbar. Und warum sollten abtreibende Junglachse zum Beispiel hier nicht einfach darüber hinweggleiten?
Ich meine, das könnte funktionieren.

Mit dem Argument, das jedes vorhandene und jedes neue Kraftwerk an unseren Flüssen eine ökologische Katastrophe ist, werden wir die Kraftwerke nicht wegbekommen. Auch wenn das grundsätzlich nicht falsch ist.
Sinnvoller wäre es, sich zu arrangieren und sich in Unvermeidliche zu fügen, und statt dessen politisch und organisiert die modernisierung, den ökologischen Umbau der KWs zu fordern und die heilige Kuh der Betreiber endlich mal zu schlachten, das Wasserrecht.
alexdustymiller
 
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