Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

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Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Tigersclaw » 17.08.2011, 21:06

Heyho,
machmal is so n Angelzeitungs"spam" doch ganz informativ.
[url]
http://www.fischundfang.de/Service/Aktu ... chenschutz[/url]

Wenigstens ein kleiner Lichtblick, was unsere Östereichischen Nachbarn mit viel Einsatz und Aufwand hinbekommen haben. Vielleicht sind ähnliche Projekte auch bei uns möglich?

henry
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Waldläufer » 17.08.2011, 21:39

Hallo Henry, hallo beisammen!

Kann in diesem Fall sogar noch eins drauf geben.
Ich befische seit diesem Jahr die Salzach in dem erwähnten Bereich.
Im späteren Frühjahr habe ich im Randbereich der Salzach (nicht nur in den Zuflüssen) kleine heurige Äschenschwärmchen (und auch Forellenbrütlinge) gesichtet.
Im Juli, in dem im Bericht erwähnten Zubringer, der Taugl, sogar Jungäschen aus dem Vorjahr (ca. 8 cm Länge), ein ganzer Schwarm von etwa 10 -15 Individuen.
Diese Bereiche befinden sich oberhalb von Hallein, wo das Flussbett noch fast ursprünglich verläuft. So scheint es, daß selbst im "Hauptfluß" abgelaicht wird.
Bleibt zu hoffen, daß die Entwicklung in Zukunft so weiter geht, denn Schwellbetrieb durch Kraftwerke besteht dennoch.
Aber wenn Jungfische selbst das erste kritischste Jahr draußen überstehen, so denke ich, dürfen wir wirklich optimistisch sein.

Schöne Grüße
Thomas
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Bernhard » 26.08.2011, 10:49

Hallo Henry, hallo Thomas!
Ich kenne dieses Äschenprojekt sehr gut, habe mit dem Halleiner Fischereiverein sehr intensiv zusammengearbeitet und verfolge die Ergebnisse seit 10 Jahren.
Die künstliche Erbrütung und Aufzucht der Äsche funktioniert ausgezeichnet. Die Mutterfischhaltung findet in einem naturnahen, ehemaligen Salzach-Altarm mit einer Vielzahl von Still- und Fließgewässerabschnitten statt. Zur Laichzeit wandern hunderte Äschen in einen künstlich geschaffenen Laichbach. Die brauchen dann nur vorn und hinten abzusperren und können die laichreifen Äschen ohne Probleme mit dem Kescher zum Abstreifen herausfangen. Einfacher gehts wirklich nicht mehr. Ein Laichfischfang in den Zubringern der Salzach wird allerdings zur Erhaltung des Genpools weiterhin unumgänglich sein. Die Äschen werden meist zweisömmrig in der Salzach besetzt, wir konnten anhand von Markierungsexperimenten nachweisen, dass Äschen (Milchner) 4 Jahre nach Besatz erstmals am Laichgeschehen im Freiland teilnehmen.

Trotz dieser Erfolge sei betont, dass die Äschenbestände der Salzach durch einen enormen Aufwand erhalten werden. Jedes Jahr werden mehrere Zehntausend Äschen gezogen und besetzt, dennoch sind die Bestände in der Salzach, trotz vergleichsweise attraktiver Strukturen in diesem Abschnitt, als mäßig zu bezeichnen. Die Grundprobleme, vor allem die massiven hydromorphologischen Defizite, Schwall-Sunk-Erscheinungen, zusätzlich wahrscheinlich auch ein Einfluss fischfressender Vögel, bleiben erhalten. Es gibt in diesem Abschnitt noch einige Zubringer, die von der Salzach-Äsche zum Laichen aufgesucht werden. Neben Alm und Taugl ist vor allem die Lammer zu nennen, wo noch nennenswerte Laichaktivitäten stattfinden. In der Salzach konnte ich ebenfalls, wie auch Thomas, eine erfolgreiche Reproduktion nachweisen. Dies darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Äschenbestände nach wie vor bedroht sind. Auch in den Zubringern sind vielfältige Belastungen nachgewiesen. Die schon erwähnte Taugl trocknet beispielsweise oftmals (natürlicherweise) über längere Zeiträume aus, manchmal sogar während der Laichzeit. Andererseit kommt es zu massiven Hochwasserereignissen. Die Alm ist durch Schwall-Sunkbetrieb gekennzeichnet. Bei der Lammer wurde ebenfalls eine Gefährdung der Äsche festgestellt, hier dürften mehrere Gefährdungsursachen zusammenwirken, auf die ich allerdings im Einzelnen nicht eingehen kann. Die übrigen kleineren Zubringer, welche im hier genannten Abschnitt in die Salzach münden, werden, bis auf einen Wiesenbach, von der Äsche nicht zum Laichen aufgesucht. Einige sind nicht mehr relevant, da sie oft austrocknen oder nicht fischpassierbar einmünden, aber zu diesem Thema habe ich eine Zusammenstellung der historischen und aktuellen Situation der Salzach und deren Zubringer publiziert. Da kann man sehr schön die Veränderungen in der Gewässermorphologie sehen:

http://bufus.sbg.ac.at/PDF/FlussverlaufSalzach_1.pdf
http://bufus.sbg.ac.at/PDF/FlussverlaufSalzach_2.pdf
http://bufus.sbg.ac.at/PDF/FlussverlaufSalzach_3.pdf


Liebe Grüße aus Salzburg,

Bernhard
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Siegfried. » 26.08.2011, 14:35

Hallo Bernhard,
danke für die links. Hab sie mir schon mal ausgedruckt zum Lesen, sieht sehr interessant aus.

Gruß

Siegfried
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Waldläufer » 26.08.2011, 15:07

Hallo Bernhard!

Herzlichen Dank auch von mir.
Hab sie ebenfalls, wie Siegfried, schon zum Lesen ausgedruckt.

Schöne Grüße
Thomas
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Rattensack » 06.09.2011, 12:28

Hallo,

engagierte Leute, irre Anlage.
Die Haltung von Mutterfischen - getrennt von der Salzach - sehr ich kritisch ("geschlossene Laichtierbewirtschaftung")
Wenn man schon die Elternfische im Salzachfluss direkt vor der Haustür schwimmen hat, sollte man nicht in Gefahr laufen Teichfische zu domestizieren und damit die natürliche Selektion vollständig auszuschalten.
Kann langfristig sehr negative Folgen haben.
Auch den Besatz von 2+ Äschen sehr ich kritisch, für spätestens 1+ wären geeignete Habitate durchaus vorhanden, und denen tut der Schwall auch kaum mehr als den 2+
Geht dann vom Fischartenschutz schon eher in Richtung Fischereiwirtschaft.

Clemens
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Bernhard » 06.09.2011, 13:23

Hallo Clemens!
Das ist natürlich die Kehrseite der Medaille und auf die Gefahren der Domestikation und Inzucht habe ich stets hingewiesen. Ich hoffe, dass mittel- und langfristig sowohl in der Äschenaufzucht als auch in der Besatz- und generell in der Bewirtschaftungsstrategie (Stichwort Besatz mit fangfähigen Forellen, put and take - Fischerei) ein Umdenkprozess stattfinden wird. Ist halt bei einem extrem mitgliederstarken Verein nur langsam und schrittweise durchführbar.

Grüße,
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Tigersclaw » 21.09.2011, 13:45

Hallo Bernhard, Siegfried, hallo Clemens und Thomas,

danke für die Reaktionen und weitere Informationen zu dem Projekt. Sicher ist der Aufwand immens und gewisse Gefahren, wie Bespielsweise Inzuchteffekte, sind nicht von der Hand zu weisen, ich find aber, dass es in die richtige Richtung geht. Zumindest Kurz- und Mittelfristig werden wir nur so die Bestände halbwegs stützen können. Ich halte es zu mindest illusorisch zu glauben, das wir in den nächsten Jahren wirkliche positive Veränderungen im Sinne der Wassernutzung (Wasserkraft) noch im Bereich der Renaturierung/Strukturverbesserung von Fließgewässern erleben werden.
Direkt vor meiner Haustür an der Spree, stelle ich leider das Gegenteil fest. Nach den extremen Hochwassern des letzens Jahres waren Bereiche der Spree durch neue Ablagerungen und Auswaschungen wieder recht Strukturreich. Lieder erfolgten kurze Zeit später an einigen Stellen die Bauarbeiten zum Hochwasserschutz. Alle Arten von Hindernissen wurden entfernt.. das Flussbett auf eine einheitliche tiefe ausgebaggert.. anden Ufern von Aussenkurven und Wehren große Gesteinsblöcke verankert usw..... aber das ist n anderes Thema.

Da ich denke, das es auch in DTL Zeit wird, geeigente Projekte zum Äschenschutz ins Leben zu rufen, hatte ich eben dieses Projekt als kleinen Lichtblick gesehn. Wenn nur halbsoviel Energie in neue Projekte in DTL/Ö/S fließen würde, wie in die zahllosen Komorandisskusionen ( die sich aufgrund der festgefahrenen Meinungen eh fast nur im Kreise drehen) wäre der Äsche schon gut geholfen. Falls jemand weitere ähnliche Projekte kennt, immer her damit.

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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Rattensack » 22.09.2011, 22:02

Tigersclaw hat geschrieben: Ich halte es zu mindest illusorisch zu glauben, das wir in den nächsten Jahren wirkliche positive Veränderungen im Sinne der Wassernutzung (Wasserkraft) noch im Bereich der Renaturierung/Strukturverbesserung von Fließgewässern erleben werden.


Hallo Henry,

ich weiss dass genau in dem betroffenen Bereich eine recht ambitionierte Revitalisierung geplant und in den nächsten Jahren mit hoher Sicherheit umgesetzt werden wird.
Soviel mal dazu ..

Leider bündelt die Fischerei ihre Kräfte aus meiner Sicht viel zu stark in Besatz- und nicht in Revitalisierungsmaßnahmen.
Nicht solche umzusetzen, sondern zu lobbyieren, fordern, katalysieren.

Würde meist mittelfristig weit mehr bringen und sicher nix kaputt machen (was bei Besatz nicht so sicher ist ..).
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Peter Pan » 23.09.2011, 06:16

Tigersclaw hat geschrieben:Wenn nur halbsoviel Energie in neue Projekte in DTL/Ö/S fließen würde, wie in die zahllosen Komorandisskusionen ( die sich aufgrund der festgefahrenen Meinungen eh fast nur im Kreise drehen) wäre der Äsche schon gut geholfen. Falls jemand weitere ähnliche Projekte kennt, immer her damit.

Henry


Hallo Henry,

die ARGE-Sinntal hat fünf Jahre lang ein Äschenprojekt betreut. Wir haben Laichäschen entnommen die ein befreundeter Fischzüchter abgestreift hat. So konnte er den Äschenstamm aus der Sinn erhalten. Wir hatten mit den Jungfisch-Besatzaktionen auch Erfolg aber leider nur in den milden Wintern. Mittlerweile haben die Kormorane den Äschenbestand fast auf Null gesetzt.
Was für Projekte soll man den durchführen, wenn sie im Winter durch die schwarzen Vögel zunichte gemacht werden? Schau Dir mal die Zahlen unserer Elektrofischerei an und dann wird einem klar, welche für Fischbestände über Winter "verschwinden".

Tight lines

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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Tigersclaw » 26.09.2011, 17:40

Hallo clemens, hi Peter..
ich hoffe ihr habt mich da nicht falsch verstanden.. ich bin auch der meinung das der Cormoran DER zur zeit ausschlaggebende Faktor zum verschwinden der Äschen ist. Und ich bewunder die Leute die ihre Energie und Zeit in Äschenprojekte stecken. Also falls das hier jemand anders aufgefasst hab, sorry das ich mich da bisl zweideutig ausgedrückt habe.

Ich hab schon einige Disskusionen auf Arbeit (Naturschutz) und mit einigen Ornitologen gehabt, und ich weiß wie verhärtet die fronten sind. Ich will hier auch keine erneute Disskusion auflammen lassen. Ich meinte nur, das irgendwie immer und überall die selben disskusionen geführt werden und weiterhin ich das gefühl habe, das der Kormoranmanagmentplan in 10 Jahren noch nicht fertig ist.
Deshalb find ich es eben gut, das es immer leute gibt die sich für die sache einsetzen und wirklich was tun, als sich eben in solchen Diskussionen im Kreise zu drehen.

@clemens: Du meinst doch nicht etwa die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zur wiederherstellung eines guten ökologischen Zustandes bis 2015 (erste Runde)? Ich glaube kaum, das da in meiner Gegend viel passieren wird...schon allein Wiederherstellung der durchgängigkeit ist bei unseren Fließgewässern in dem Zeitrahmen fast unmöglich.

Meiner Meinung nach gibt es im Moment eben kein anderen weg, als immer wieder Projekte dieser Art durchzuführen, bis sich auf Seiten "der Schwarzen Vögel " bzw. der Strukturen unserer Fließgewässer was tut. Lieder ist das wohl aufgrund der Kosten und Arbeitsintensität wohl nicht durchzuhalten (oder doch?)

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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Rattensack » 26.09.2011, 18:02

Tigersclaw hat geschrieben:@clemens: Du meinst doch nicht etwa die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zur wiederherstellung eines guten ökologischen Zustandes bis 2015 (erste Runde)? Ich glaube kaum, das da in meiner Gegend viel passieren wird...schon allein Wiederherstellung der durchgängigkeit ist bei unseren Fließgewässern in dem Zeitrahmen fast unmöglich.


Hallo Henry,

hat in dem Fall nur indirekt mit der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie zu tun.
Herstellung der Durchgängigkeit bringt in vielen Fällen nix, wenn die entsprechend attraktiven, zu vernetzenden Lebensräume gar nicht da sind.
1 Badewandl + 1 Badewandl = 2 Badewandln
In Österreich sollten bis 2015 schon die meisten größeren flüsse stromauf durchgängig sein.
Was es aber bringen wird ohne Strukturmaßnahmen? Meist wohl dass die vorhandenen Fische gemischt und gleichmäßig verteilt werden, aber mehr werden sie wohl nur in wenigen Fällen, wenn nämlich wirklich Schlüsselebensräume erschlossen werden und Rückwandermöglichkeiten bestehen. Letzteres ist in Österreich noch überhaupt kein Thema.
Klar, bei euch oben mit den anadromen Arten ists eine andere Geschichte ..

C.
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Tigersclaw » 26.09.2011, 18:25

huhu clemens,
danke für deine schnelle reaktion.
Die Durchgängigkeit war ja nur ein Beispiel, wieso ich kurz und mittelfristig schwarz sehe. Mir ist klar, das es der ein breiter Strukturreichtum ist, der anzustreben wäre. Kannst dir ja gerne mal auf http://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/was ... rticle8888 die Ergebnisse der Strukturkartierungen in Sachsen 2008 anschauen...ich glaube das kannst du mit eurer Situation wenig vergleichen :).

henry
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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon Rattensack » 26.09.2011, 19:16

Hi Henry,

die Strukturkarte schaut tatsächlich recht grauslich aus .. aber in den intensiv besiedelten und agrarisch genutzten Flachländern in Österreich gehts ähnlich rötlich-gelblich zu ..

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Re: Erfolgreiches Äschenprojekt - Es gibt doch noch Hoffnung

Beitragvon pehers » 27.09.2011, 15:13

Servus!

Kann Clemens nur recht geben: Bei der Verbindung von mehreren Badewandln ist's wohl besser an die oft vernachlässigte Wiederanbindung von Seiten und Nebengewässern zu denken. Viele kleine Zubringer sind aufgrund von Unterwassereintiefungen und anderen Grauslichkeiten (falsch angelegte Sohlrampen, etc.) nicht mehr für die Fische erreichbar. Das wäre vielleicht auch billiger und leichter machbar, als viele andere Maßnahmen und könnte zumindest teilweise die Habitatdefizite, die trotz Durchgängigkeit in der großen Längsachse vielerorts nicht behoben sind, ausgleichen.

Ob alle verschwundenen Besatzmaßnahmen - aus welcher Aufzuchtform auch immer - nur auf den schwarzen Vogel zurückzuführen sind, wage ich in Zweifel zu ziehen. Besatzmaßnahmen - auch mit aus Wildfischen gewonnenem Laich - sind meiner Erfahrung nach bei der Äsche noch weniger erfolgreich als bei Forellen (warum auch immer).

L.G.
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